Beiträge von DS-17

    Was soll man dazu sagen? Bauklötchenarchitektur vom feinsten. Dass sowas noch als hervorragender architektonischer Leistung gefeiert wird ist auch nur bei in der Frankenzone möglich. Vermutlich genauso herausragend wie der Architekturcampus in der Nürnberger Bahnhofsstraße.

    Man sollte hier auch etwas differenzieren. Ja, das Hochschulgebäude der TH Nürnberg für Architektur ist wirklich ein schlechter Scherz in so einer prominenten Lage. Man kann nur hoffen, dass die Architekten von damals das als sarkastische Vorlage für die nächste Architektengeneration gemeint hatten ein solches Gebäude zukünftig nicht an solchen Stellen zu planen.


    Trotzdem sind die Umladehallen nichts was das Stadtbild beeinflusst hat, noch hat ein Großteil der Bevölkerung sie bisher gekannt. Hier kann man wirklich sagen endlich bewegt sich etwas und es wird nicht wieder erst Jahre oder Jahrzehnte (siehe Frankenschnellwegausbau) diskutiert und Gutachten erstellt. Das ist doch genau das was Deutschland schon in den letzten Jahren so viel Fortschritt gekostet hat. Hier wird ständig diskutiert, nur weil eine kleine Randgruppe irgendwas auszusetzen hat. Man sollte hier nicht nu die Eigeninteressen versuchen durchzusetzen, sondern wirklich etwas mehr an das Gemeinwohl denken. Und hier wird eine neue Uni dem Standort gut tun, egal ob wirtschaftlich oder kulturell - je früher desto besser. Dass man hier versucht hat zwanghaft wieder irgendwelche Bestände zu halten für die sich Jahrzehnte niemand interessiert hat ist schon etwas heuchlerisch - wobei das Verzögern von Projekten hat Nürnberg und Umgebung ja wirklich drauf. Vermutlich läuft hier deshalb auch nicht viel in punkto Veränderung.

    Es hätte deutlich schlimmer kommen können. Immerhin.


    Trotzdem: Die großen Ein- und Ausfallstraßen als Aushängeschilder der Stadt zu begreifen und entsprechend zu präsentieren - darauf werden Stadt und Bauherren wohl in hundert Jahren noch nicht kommen.


    Ergänzung: ... in Deutschland.


    Trotz allem finde ich das Gebäude doch recht gelungen und ansprechend. Es ist wenigstens nicht die sonst so billige Schuhkastenarchitektur. Wenn noch Bäume vor das Gebäude kommen würden, dann wäre ich absolut zufrieden damit, aber platztechnisch sieht es, wie gesagt, wohl eher schwierig damit aus.

    Nein, weitere Gebäude sollten da mMn nicht hin. Hier sollte man mit Offenheit einen Platz anlegen, der vorallem eine große Grünfläche mit Bäumen bietet. Der Platz ist nicht ganz so groß, sollte aber dadurch etwas Abstand zu den Bahngleisen bieten und die Wohnqualität deutlich erhöhen. Außerdem denke ich auch, dass die neuen Gebäude deutlich besser in Szene gesetzt werden können dadurch.


    Die Gebäude an sich sind schön, aber ich habe gesehen, dass bei einigen Metallquerstreben eingebaut sind. Das finde ich gar nicht gut gelungen bzw. gibt dem sonst hochwertig wirkenden Gebäude einen billigen Zusatz. Ohne diese Streben sieht es aber gut aus.

    Jetzt muss nur noch die Ostendstraße selbst repariert werden bzw. dieser Flickenteppich ausgetauscht werden und das Stück ist sogar noch breiter aufgewertet. Zusätzliche Stockwerke sind sehr begrüßenswert. Ansonsten erinnert mich der Entwurf stark an die Neubauten der letzten Jahre in München. Nichts herausragendes, aber auch nicht wirklich schlecht. Definitiv besser als was in manchen anderen Ecken in Nürnberg entsteht.



    Es zeichnet sich hier zwar nicht gerade avantgardistische Architektur ab, aber im Rahmen dessen, worauf sich vom Architekturgeschmack eher konservative Deutsche einlassen können, ist das schon im oberklassigen Segment.


    Grundsätzlich hast du recht, aber das liegt wohl nicht am Deutschen allgemein, sondern ist eher regional abhängig. Sieht man sehr gut im Frankfurt-Forum. Wobei du grundsätzlich natürlich damit recht hast.

    Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht in den aktuellen Arbeitslosenzahlen, wie du schon geschrieben hast. Mich besorgt eher die zukünftige Entwicklung. Man sollte versuchen Nürnberg für Unternehmen attraktiver zu machen. Nicht nur, dass man für bereits bestehende, größere Unternehmen den Standort schmackhaft macht, sondern auch eine gut gelebte Startup-Mentalität an den Tag legt. Nürnberg hätte sehr viel Potential, wenn es die Sache richtig angehen würde.

    Man könnte viel erreichen, wenn man nur wollte. Würde man zB die Schultheiss-Häuser wenige Meter nach hinten versetzten, dann könnte man im vorderen Bereich Bäume pflanzen. Das würde das gesamte Straßenbild unglaublich aufwerten mit minimalem Pflegeaufwand. Von dem Betonbunker gar nicht erst zu sprechen. Das ist an Beispiellosigkeit eines Investmentobjekts gar nicht mehr zu übertreffen. Wer sowas genehmigt, dem gehört gekündigt.


    Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?


    Theoretisch müsste grundsätzlich die Stadt etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Das schaffen Städte in gleicher Größenordnung, wie zB Leipzig wesentlich besser. Man kann hier auch als Stadt durchaus mal auf Unternehmen zugehen und Zugeständnisse machen in Form von Steuervorteilen, nur als Beispiel. Es zieht leider zu wenig Unternehmen nach Nürnberg und wenn ein solches Problem schon zu Boomzeiten passiert, dann kann man sich das in einer Rezession ausmalen. Gerade beim gehobenen Mittelstand sehe ich hier Potential, weil dort Verwaltungen teilweise nicht mehr ausreichen und sich dann nach einem alternativen Standort umgesehen wird. Nur leider fällt meist die Wahl nicht auf Nürnberg. Sehr schade, denn das Potential wäre vorhanden.

    Ich halte nicht viel von einer Ringbahn. Zum anderen gehört in einer solchen Lage sicherlich kein Bahnhof hin, sondern ein Hochhaus, das auch als Aushängeschild der Stadt agieren kann. Ähnlich dem Businesstower im Osten könnte man ein gleiches Bild für Personen aus dem Norden kommend entwerfen. Von der Lagepräsenz ist das eine absolute A-Lage. Bei regulärem Gewerbe wiederum halte ich die Gefahr für groß, dass der Block zu unattraktiv präsentiert wird. Weder Parkplätze, noch viel Laufkundschaft sind vorhanden. Von daher halte ich eine Büronutzung am besten, allerdings auch nur unter der Voraussetzung hier etwas im Sinne der Architektur akzeptables zu bauen.

    Das Areal ist zwar nicht klein, für eine Uni halte ich es aber nicht groß genug. Vermutlich wäre Platz für einen Campus. Es sei denn Nürnberg würde einen Uniturm bauen und entsprechende Grünanlagen trotzdem anlegen können, die zu einer richtigen Uni auch dazu gehören. Aber einen Uniturm bezweifle ich stark.


    Meiner Einschätzung nach wird der nördliche Gebäudeteil umgebaut und in Büros umfunktioniert. Der Teil südlich der Ringstraße wird abgerissen und es kommen 0815 Büro- und Gewerbebauten hin, ähnlich wie etwas weiter nördlich auf dem Bereich des ehemaligen Busbahnhofs passieren wird.

    Das kleine alte Haus Peterstraße 52 wird gegenwärtig abgerissen. Es ist doch grauenhaft mit diesen Profitgeiern! Keine Ahnung, wer da jetzt was "entwickelt".


    Sehe daran nichts verkehrtes. Die Fläche kann man ruhig ausreizen und das kleine alte Haus war auch nicht besonders sehenswert oder architektonisch wertvoll. Hab es zumindest so auf Street View gesehen.

    Neues Stadtviertel beim Marienberg [in Planung]

    Hallo zusammen,


    heute wurde in den Lokalnachrichten die Pläne der Bebauung des Areals östlich der Flughafenstraße bzw. nördlich der Marienbergstraße veröffentlicht.


    Dabei soll es sich primär um gewerbliche Nutzung mit Schwerpunkt Dienstleistungen handeln. Eine Realisierung ist bis 2029 geplant. Davor sind noch sämtliche Gutachten und vermutlich Klagen ausstehend.


    http://www.nordbayern.de/regio…l-am-marienberg-1.6753398


    Eine Baudauer von +10 Jahren ist schon sehr lange für ein Viertel mit relativ geringer Größe. Bleibt nur zu hoffen, dass das nicht ein solches Projekt wird wie das Tiefe Feld, das weiterhin scheinbar noch weit von seiner Umsetzung entfernt zu sein scheint.

    Danke für die Bilder. Dass die Schilder das Ende der Baustelle ankündigen liegt einfach daran, dass es 2 separate Projekte sind. Von der Allgemeinheit wird das mit Sicherheit, so wie du schon beschrieben hast, nicht wahrgenommen und die Baustelle wird noch länger erhalten bleiben. Bisher kann ich auch keinen großen Unterschied beim Bahnhofvorplatz zu vorher erkennen. Um die Gegend aufzuwerten hätten von Anfang an mehr Bäume gepflanzt werden sollen. Platz genug hätte man zB auf dem Gehweg problemlos. Oder zumindest mobile Bäume. Auch ein anderes Pflaster hätte zur Aufwertung beitragen können. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen, wenn die Baustelle vom Vorplatz abgeschlossen sein wird.

    Ich habe selbst einige Jahre im b² gearbeitet. Wenn ich das richtig aus dem Webauftritt interpretiere, dann werden nur die ehemaligen Büros zur Grundschule hin in Wohnungen umgewandelt, oder?


    Grundsätzlich kann ich sagen, dass sehr oft und sehr lange Büros leer standen. Vermutlich hat man aus diesem Grund sich entschieden das in Wohnungen umzuwandeln.