Beiträge von DS-17

    Mit einem Unternehmen wie Datev hat Nürnberg wirklich Glück gehabt. Die Wachstumsprognosen sehen sehr gut aus, das Geschäftsmodell hat Zukunft, befindet sich in einem prosperierendem Feld und wächst jedes Jahr. Vielleicht wird in 15 Jahren ein neues HQ gebaut, das dann auch etwas prestigeträchtiger ausfällt als das neue in der Fürther Straße.

    Manchmal kann man wirklich die Gedanken bekommen, dass Stadtplaner in Nürnberg noch nie was von Bäumen gehört haben. Die Straße auf dem Bild würde nicht halb so schlimm aussehen, wenn ein paar Bäume oder Büsche der Straße entlang gepflanzt worden wären. Aber ist ja ein allseits bekanntes Phänomen in Nürnberg.

    Bis auf den letzten Satz stimme ich dir da komplett zu. Wobei Dubai / die UAE schon auch architektonisch anspruchsvollere Häuser bieten konnte (außer Lehmhütten ;)), schau dir am besten die typischen Häuser mit Windkanälen an. Technisch sehr raffiniert für die damalige Zeit, nur um ein Beispiel zu nennen.


    Ansonsten hast du natürlich Recht. Nürnberg hat sicherlich eine Blütezeit gehabt und die fand weder in den letzten 50 Jahren noch heute statt. Diese Industriehallen haben aber weder architektonisch etwas herausragendes dargestellt, sondern waren lediglich einfache Zweckbauten. Dazu waren sie weder geschichtlich hoch relevant, noch haben sie maßgeblich in das Stadtgeschehen eingewirkt. Man sollte schon auch unterscheiden was zB die Stadt geprägt hat, was massiv Einfluss genommen hat und was nicht.


    Laut deiner Logik hätte man dann nämlich auch Gebäude wie das AOK Gebäude am Färbertor unter Denkmalschutz stellen müssen. Und den Klotz braucht nun wirklich auch niemand.

    Im Endeffekt wird in Nürnberg und so gut wie überall in DE seit den 50ern unansehnlicher Müll produziert. Sehr schade sowas, denn durch die Nachkriegsbauten hat man alle architektonischen Ansprüche nach unten geschraubt und es sieht auch nicht danach aus, als würde man das in naher Zukunft ändern. Auch dank der sowieso schon hohen Baupreise und Bauvorschriften. Ansonsten stimme ich dir zu, dass die anderen Projekte wie Q-West alles andere als vielversprechend sind. Das Quelle-Gebäude sollte sowieso nicht unter Denkmalschutz stehen - ein anderes Thema.


    Interessant ist aber dein Vergleich mit Dubai. Gerade Dubai hat doch den Großteil seiner alten Architektur komplett aufgegeben? Sicherlich gibt es hier und da ein Bauprojekt, das noch etwas an alte Strukturen wie die Windtürme erinnert, aber ansonsten hat sich die Stadt und deren Charakter komplett neu erfunden und ist nicht mehr mit der Altstadt oder alten Elementen vergleichbar. Der internationale Charakter lässt das Stadtbild zwar modern wirken, gleichzeitig aber auch nicht mehr unterscheidbar zu anderen Metropolen, wie zB Shenzhen (architektonisch gesehen). Im Vergleich mit Dubai hat also Nürnberg ideale Voraussetzungen die alte verkrusteten Denkweisen bzgl. Neubauten abzulegen und tatsächlich etwas bewegendes zu entwerfen. Nach den ersten Entwürfen zum Areal aber eher nicht vorstellbar.

    Die Hallen sind weder architektonisch anspruchsvoll, noch hat sich darin maßgeblich Geschichte abgespielt. Im Endeffekt hat sich die letzten Jahrzehnte auch niemand dafür interessiert. Warum sollte man diesen unansehnlichen Müll stehen lassen? Davon haben wir in Nürnberg sowieso schon mehr als genug.

    Schon mal die Kosten für den Privaten Verkehr Überschlagen?


    Dann wird auf einmal der VAG Tarif Extrem Günstieg.


    Aber so ist das eben, Die Kosten die die Allgemeinheit Bezahlen, und die Einschränkung der Lebensqualität warden einfach Hingenommen.


    Klär mich bitte auf was du unter Kosten für den "privaten" Verkehr verstehst. Sprit? Versicherung? Steuer? Straßeninstandhaltung?

    Das Argument alle über einen Kamm scheren zu wollen und "mit dem SUV aus der Garage" fahren zu wollen ist genauso schwachsinnig wie das Extrem von genau diesem Beispiel. Viele wollen nicht auf den ÖPNV umsteigen, weil die VAG ein extrem überteuertes Preisleistungsverhältnis anbietet. Dazu kommen schlechte Taktungen (>20 Minuten möchte eben niemand in der Kälte stehen und das IST kein Komfort, da gibt es einfach keine Diskussion). Und das bei Ticketpreisen, die absolute Mondpreise darstellen. Schlechter Service, Ausfälle ohne Kommunikation usw.


    Vielleicht erstmal das ganze betrachten statt einfach irgendwelchen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben. Erst hinterfragen, warum vielleicht so gedacht wird. Aber anders herum ist es eben einfach.

    Ich kann jedem mal empfehlen in Frankfurt in die Ebenen unter dem Hbf. einzutauchen - dagegen kann man in Nürnberg vom Boden essen. So was erlebt man im letzten osteuropäischen "Drecksloch" nicht. Und schadet es messbar dem Tourismus oder dem Geschäftsleben in Frankfurt?! Keinesfalls, es boomt nur so. Der Grad an Abschreckung für Touristen und Geschäftsleute scheint also überschaubar.


    Der Vergleich macht überhaupt keinen Sinn oder kommt als nächstes, dass es in New York noch deutlich dreckigere Ecken gibt und es weder Geschäftsleben noch dem Tourismus schädigt? Frankfurt hat ganz andere Dimensionen und ist mit Nürnberg in keiner Weise vergleichbar. Egal ob Reputation, der Erreichbarkeit, Investoren(freundlichkeit) oder Unternehmen - es ist eine Liga, in der Nürnberg nicht mitspielt und deutlich darunter liegt und alleine schon deshalb schwankt dein Vergleich heftig. Von all dem abgesehen finde ich, dass du schon sehr stark übertreibst was den Frankfurter HBF angeht. Da hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert. Es ist zwar immer noch kein Vorzeigebahnhof, aber man kann deutlich auch eine höhere Sauberkeit erkennen.


    Insgesamt denke ich aber auch, dass Nürnberger Bahnhöfe (insb. Plärrer und HBF) recht sauber und ordentlich sind. Es ist einfach die alte Architektur, die orangenen Fließen und das Erscheinungsbild, das eher einem alten 50er / 60er Bahnhof aus Osteuropa gleicht, wenn wir schon bei osteuropäischen Vergleichen sind. Und das ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäßg. Insbesondere, wenn Ubahnhöfe, zB in Prag mittlerweile deutlich repräsentativer in Vergleich zu den beiden Nürnbergern aussehen.

    Sehe ich genauso. Wollte nur nichts sagen, weil ich mir bei Nürnberger Architektur wie ein typisch fränkischer Nörgler vorkomme. Aber da fällt mir einfach nichts positives bei ein. Wenn das Gerüst weg ist, dann sieht das wieder wie eine 70er Kiste aus, die hier und da mal in Stand gehalten, aber keinesfalls großflächig renoviert wurde. Denkmalschutz hin oder her - man hätte das grundsätzlich auch erhalten können, wobei man die Unattraktivität des Gebäudes etwas kaschieren hätte können.

    Plärrer und Hauptbahnhof sind grauenhaft. Noch schlimmer, wenn man bedenkt, dass die beiden Bahnhöfe mehr oder weniger maßgebend für Touristen von außerhalb sind. Der erste Eindruck prägt das Bild - auch von einer Stadt. Und ich habe noch niemanden getroffen, der positiv von einem der beiden Bahnhöfen gesprochen hat.

    Besonders schön finde ich immer die Häuser, die vor 5 Jahren "renoviert" und gedämmt wurden und bei denen die Schimmelflecken mittlerweile durch die Dämmfassade durchkommen. Früher hat man gebaut mit dem Gedanken, dass auch der Stein "atmen" kann. Jeder, der jemals einen Mundschutz getragen hat, der weiß wie der eigene Atem auf der Haut innerhalb des Mundschutzes beschlägt und sich dort sammelt. Das ist bei Mauerwerk nicht anders. Nur ist für eine Mauer die hohe Feuchtigkeit auf Dauer absolutes Gift. Das sollte schon seit Jahren bekannt sein, aber wird einfach vergessen oder bewusst ignoriert. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass man das bewusst in Kauf nimmt und auf eine erneute Sanierung innerhalb weniger Jahre hofft. Das hält die Wirtschaft in Schwung und läuft dann eben nur auf Kosten der Häuserbesitzer. Umwelttechnisch ist dabei aber sicherlich ganz und gar nichts eingespart. Und wie du, nothor, schreibst ist es auch gesundheitstechnisch äußerst fragwürdig. Aber vermutlich passiert erstmal gar nichts bis es dann zu spät ist und ein solches Haus in Brand gerät oder erste gesundheitliche Beschwerden auftauchen. Dabei hoffe ich nur, dass so wenig Menschen wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden. Gerade bei den aktuellen Mietpreisen können viele Mieter nicht unbedingt wählerisch sein, wenn es um eine eigene Wohnung geht.

    1.
    PLANWIRTSCHAFT


    2.
    Schweiz 41.285 km²
    Deutschland 357.021 km²


    Sollte genug Antwort sein.


    So ist es. Ich kenne auch die Pläne oder Überlegungen ein nationales Logistikzentrum in der Zentralschweiz einzurichten von wo aus Waren überall in die Schweiz transportiert werden durch unterirdische Tunnellösungen. Aber auch hier hat man diese Überlegungen, weil die jetzige Infrastruktur nicht mehr ausreicht. Zum anderen hat man in der Schweiz auch andere geographische Bedingungen.

    Da bin ich mal gespannt wie denn die Einzelfirmen alle an die Schiene angebunden werden, angenommen man hätte statt in Autobahnen deutlich mehr in die Schiene investiert. Die Waren müssen immer noch von und zu den Klein- und mittelgroßen Unternehmen kommen und diese Unternehmen werden niemals in der Lage sein oder wären es gewesen sich eine eigene Schienenverbindung aufs Firmengelände zu legen. Geschweige denn würde man solche Bahnverbindungen so einfach steuern können. Und selbst wenn in DE die beste Schienenarchitektur mit bester Firmenanbindung (mal angenommen man hätte diese Probleme lösen können) hätte, dann ist DE immer noch ein Transitland zwischen Ost- und Westeuropa. Das heißt also das Schienennetz muss mindestens international laufen bzw. ausgebaut sein, da sonst sämtliche Synergieeffekte verloren wären. Und spätestens hier hätte man mit Osteuropa eher schlechtere Chancen.

    im selben Artikel wird berichtet, dass 118 Mio. € für den Ausbau des A 6-Autobahnkreuzes Nürnberg-Ost fließen.


    Da sieht man wo der Verkehrsminister (oder auch die, waren allesamt von der CSU die letzten Jahre) die Priorität sieht.


    Was für ein sinnloser Kommentar. Wo ist denn die Alternative auch ggü dem Lastverkehr auf der Autobahn? Soll jetzt kein Ausbau erfolgen und in einigen Jahren ist die heute schon verstopfte A6 gar nicht mehr befahrbar?