Beiträge von hiTCH-HiKER

    Wenn ich mir ansehe wie hässlich und technisch komplex die "Philharmonie de Paris" gebaut ist und was man aus der Paketposthalle für 380 Millionen Euro machen könnte, da würden wir locker links an der Welthaupstadt vorbeiziehen in Sachen Konzertsaal :)


    Laut SZ wird es wohl leider wie erwartet die flächenmäßig viel kleinere Billigvariante im Osten in Erbpacht:
    http://www.sueddeutsche.de/mue…f-gebaut-werden-1.2772962


    :geschlossen:


    Fortsetzung hier: http://www.deutsches-architekt…um/showthread.php?t=12631

    Bin wirklich gespannt ob es die langweilige Kompromiss- und Vernunftslösung im Osten wird oder die Vision und die architektonisch einzigartige Variante im Westen.
    Typisch münchnerisch wäre es im Osten den preiswerten Zweckbau zu errichten, aber Seehofer ist für Überraschungen gut und langfristig wäre es für eine wachsende Stadt wie München absolut nicht vermessen einen Konzertsaal an einem monumentalen Standort zu bauen der Potential hat weltweit Aufmerksamkeit zu erregen und Potential als ein neues bayerisches Wahrzeichen hat.

    Ihr habt in beiden Fällen recht, ich sehe das ganz genauso.


    Die Brennstoffzelle sollte man auf keinen Fall abschreiben, obwohl dort schon mehr schlaue Köpfe sich den Kopf zerbrochen haben als bei der Akkutechnik. Vielleicht ist sie für Baumaschinen oder Busse mittelfristig sogar der bessere Antrieb.
    Allerdings muss man kurzfristig natürlich erstmal auf die effizientere Technologie setzen und das sind Elektromotoren mit Akkus.


    Porsche hat mit der Entscheidung für die Entwicklung des Mission E und der Investition von über 1 Milliarde Euro eine Weiche gestellt, die ich so eindeutig und noch im Jahr 2015 niemals erwartet hätte. Das ist ein sehr gutes Zeichen!


    Dass Tesla momentan Verluste macht hat aber einzig und alleine mit den Investitionen in das Model 3 und in die Gigafactory zu tun, von den Margen des Model S kann die Konkurrenz nur träumen.
    Trotzdem wird Tesla die nächsten 10 Jahre nicht den Output deutscher, französischer oder japanischer Autohersteller schaffen. Ich sehe selbst GM in einer guten Position mit dem Bolt EV auf dem europäischen Markt wieder richtig Fuß zu fassen.
    Daher kann es durchaus sein, dass Tesla eines Tages die Produktion an andere Hersteller abgibt und eher als Denkfabrik weiter lebt.
    Sobald die Weichen herstellerübergreifend auf saubere Antriebe umgestellt sind ist der Unternehmenszweck von Tesla sowieso erreicht und Elon Musik wird sich dann auf jeden Fall aus dem Unternehmen zurück ziehen.


    Bis dahin ist aber noch ein bisserl Zeit für Konkurrenzkampf!


    Ich freue mich jedenfalls, dass die Amerikaner mittelfristig mehr für die Münchner Luftreinhaltung tun werden als unser eigener Stadtrat.

    Ja da hast du auf jeden Fall recht, es hat sich einiges verbessert!


    Ich erinnere mich noch gut daran wie ich als Kind an diesen Smog-Anzeigetafeln im Stachus-Untergeschoss neben den südlich gelegenen Rolltreppen vorbei gelaufen bin. Die waren zu der Zeit zwar schon nicht mehr aktiv, aber offenbar gab es in den 70er und teilweise auch 80er Jahren echte Probleme mit der Luftreinheit.
    Zu der Zeit wollten noch alle raus aufs Land und die Immobilien im Zentrum waren vergleichsweise günstig zu haben, während sich der Trend in den letzten Jahren massiv umgekehrt hat.
    Ich würde mir trotzdem wünschen, dass sich alle Münchner zumindest nicht gegen Verbesserungen sperren, die ihnen selbst kaum oder gar keine Opfer abverlangen.
    Wir leben eh in der Stadt der Kompromisse, einen Radikalansatz wird es hier nie geben und das ist vermutlich einer der zahlreichen Punkte die München so lebenswert machen.

    Ich bin natürlich auch froh, dass München noch halbwegs erträglich ist in Sachen Lärm und Abgasen, das ist aber kein Grund die gute Situation nicht weiter zu verbessern, von der Max-Joseph-Platz-Umgestaltung bis zur Abgassituation, um mal zwei beliebige Themen mit Handlunsgbedarf zu nennen. Trotzdem bin ich 100% überzeugt von der Notwendigkeit jedes einzelnen Ringtunnels jetzt und in Zukunft. Außerdem bin ich auch 100% davon überzeugt dass verkehrsberuhigte Bereiche (dort wo die Anwohner dies wünschen) und die massive Bestrafung unnötiger CO2-Produktion der Schlüssel zum Erfolg und zum Durchbruch moderner Technologien sind.


    Übrigens wurde auf unserer Bürgerversammlung gerade erst beschlossen weiter gegen den Lärm von Laubbläsern vorzugehen, obwohl das KVR sich hier wegen Einzelmeinungen der Verantwortlichen vehement sperrt. Es sind also Themen die sehr viele Menschen beschäftigen. Mich persönlich stören andere Lärmquellen deutlich mehr, aber ich bin froh dass sich langsam ein Bewusstsein entwickelt für Dinge die man leicht ändern kann und die unser Leben verbessern.


    Der Mensch macht sich eben keine Gedanken, während die sauberen Technologien bereits vor der Türe stehen bzw. im Falle Deutschlands in der Schublade der Technologieunternehmen.
    Ich bin froh, dass die Amerikaner uns nun bei den Automobilen zwingen zu handeln, jetzt wo Tesla in 2016 mehr Fahrzeuge verkaufen wird als Porsche in 2010 und somit eine ernstzunehmende Konkurrenz wird.
    Dafür bin ich den Amerikanern so dankbar wie Europa für das Rauchverbot in Gaststätten, was auch ein Kampf war der alleine in Deutschland aufgrund des massiven Lobbyeinfluss nie hätte gewonnen werden können.

    Wenn die Anwohner und Gewerbetreibenden tatsächlich mehrheitlich gegen die Fußgängerzone sind und lieber Asphalt mit Abgasmobilen vor ihrer Haustüre wollen, dann würde ich das Projekt sofort in die Tonne treten und das Geld woanders ausgeben.
    Die Anwohner und Gewerbetreibenden etwa der Schillerstraße würden sich nichts mehr wünschen als einen Fußgängerbereich und realisierbar wäre es dort genauso. Das würde dem Viertel zudem sehr gut tun und ein Exempel statuieren, wie man eine bisher schmuddelige Gegend massiv aufwerten kann.

    Der Unterschied ist, dass ich Autoabgasen und Terroranschlägen nicht ohne das eigene Leben drastisch einzuschränken sinnvoll ausweichen kann, sobald ich mich dafür entscheide in einer Stadt zu wohnen. Und deshalb möchte ich beides zukünftig soweit es geht verhindern, aber mit solchen Mitteln, die dem zu erwartenden Ergebnis auch angemessenen sind.
    Hier liegt aktuell aber ein völliges Mißverhältnis vor. Statt mit realistischen Maßnahmen möglichst viele Menschenleben zu retten, bekämpft man vorwiegend die Angst vor abstrakten Gefahren.


    Warum ist das denn so schwer zu verstehen?
    Man muss ja nicht gleich alle Autos innerhalb vom mittleren Ring verbieten, so weit würde ich persönlich gar nicht gehen wollen, aber tatenlos dem Massensterben zusehen halte ich für keine vernünftige Antwort auf die existierenden Probleme.


    http://www.huffingtonpost.de/2…wei-wochen_n_8176120.html

    Fortsetzung aus dem Urbanität/Dichte Tread: http://www.deutsches-architekt…d.php?p=504032#post504032


    Ferner sollte man mit bedenken, dass bei die hier gezeigte Sensibilität gegenüber dem motorisierten IV eher eine exotische Radikalposition darstellt. Politisch ist so etwas auf absehbare Zeit nicht im Ansatz durchsetzbar.


    Das ist aber was ich so überaus amüsant finde.
    An Auto- und Industrieabgasen sterben in Deutschland 65.000 Menschen (Quelle) pro Jahr, je nach Studie mal etwas mehr oder weniger.
    Hier sensibel zu sein ist also eine Radikalposition?
    Hingegen Angst vor Terroranschlägen zu haben, wegen denen in den letzten paar Jahren innerhalb Deutschlands kein einziger Mensch gestorben ist, wird als etwas Normales angesehen.
    Geht es eigentlich noch absurder?


    Nur weil wir diesen Wahnsinn gewohnt sind, macht es ihn keinen Deut besser! Und ich bin überzeugt, dass es Mehrheiten gibt für eine lebenswertere Innenstadt, alleine schon weil in diesem Bereich weit über 50% der Haushalte gar kein Auto mehr besitzen.


    Und nur weil andere Städte noch schlimmer sind ist das für mich kein Grund in München nicht zu handeln.

    Ich finde den Standort genial, zumal man dann mit dem Backstage nebenan ein richtiges Kulturareal für Jung und Alt schaffen könnte.
    Genau sowas braucht München und definitiv keinen Konzertsaal in der Altstadt, wo man Parks oder denkmalgeschützte Bauten dafür opfern müsste.
    Das Areal ist riesig und hätte Ausbaupotential in alle denkbaren Richtungen.

    Auf der Nordseite der Briennerstraße zwischen Odeonsplatz und Altstadtring soll endlich ein Radlweg entstehen.
    Momentan kämpft man sich noch auf abenteuerlichste Art und Weise zwischen parkenden und im Stau stehenden Autos durch den Verkehr. Oder man bleibt alternativ in einer Abgaswolke zwischen den ganzen Autos stehen, was sicher kein vernünftiger Mensch machen wird.
    Deshalb wird nun gehandelt:


    http://www.abendzeitung-muench…fe-aa5f-b6056a5e0278.html

    Warum wohnst Du eigentlich noch in diesem "Moloch" Großstadt ?


    Weil in dieser Stadt bei weitem nicht alles so gruselig ist wie mein überasphaltierter, von Kreuzungen gespickter Rasierklingenritt ins Büro ;)
    Und weil ich die Hoffnung besitze, dass die Menschen eines Tages vernünftig werden und damit aufhören sich gegenseitig zu vergiften und mit Lärm zu penetrieren. Aus dieser Stadt kann man noch viel machen, egal ob am Max-Joseph-Platz oder bei der Verkehrsinfrastruktur. Und es gehört nicht zu meinen Idealen einfach aufzugeben, sondern ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten die Dinge unterstützen und bei der Mobilität anderen vorleben, dass die umweltfreundlichen Alternativen wie das Radl oder die etwas besseren Alternativen wie das Elektroauto wesentlich mehr Spaß machen als unseren unmittelbaren Lebensraum sinnlos zu vernichten.


    Ehrlich gesagt setze ich wesentlich mehr Hoffnung in die junge und flexible Stadtbevölkerung, die jetzt schon größtenteils vernünftig geworden ist, als auf die konservativen Landeier.
    Es gibt zu München keine Alternative, alleine der Eisbach mit Shuttle-Tram ist weltweit einzigartig, aber es gibt für die Zukunft viel zu verbessern und meiner Meinung nach geht es insgesamt auch langsam aber stetig in die richtige Richtung.

    Ja ist schade um das Gelände, jetzt wird's kreativ plattgemacht.


    Ich hab ja auch immer diese Zauberbienen bewundert, die es schaffen mitten in verseuchten Innenstadt/Industrie/Verkehrsflächen hochreinen Demeter-Honig zu erzeugen ... kreativ halt ... :daumen:


    Ich muss zugeben, dass ich mir die Bienenfrage auch schon gestellt hatte, aber vielleicht sind Bienen nicht so anfällig gegenüber Feinstaub und Stickoxiden wie wir es sind ;)


    Hier noch ein Vergleichsbild wie die neue Straße den Hesstrail quert und welche Spuren die Baustelle hinterlassen hat:


    Wir werden den Pfad vermissen, auf dem immer ein friedliches Miteinander zwischen Radlfahrern und Hundebesitzern gegeben war, auf dem man anhand des Wasserstandes den aktuellen Zustand der Isartrails vorhersagen konnte und der im Winter bei Schnee genauso wunderschön war wie zur Blütezeit im Spätfrühling.

    Es ist mir persönlich ein Rätsel wie man gegen einen Tunnel in über 30 Meter Tiefe sein kann und was man sich da vor Gericht verspricht außer hohe Kosten.
    Aber wenn die für ihre Idiot.. ähh Ideologie so viel Geld ausgeben wollen und das während die Abgasmobile ihr wahrer Feind auf Augenhöhe sind, dann sollen sie mal machen.

    Bevor da gebaut wird, folgt erst noch 4 bis 10 Jahre Aufschub wegen Klagen der "Anwohner".


    Das läuft doch alles schon längst:
    http://www.sueddeutsche.de/mue…alt-gerichtshof-1.2595028


    Zitat:
    "Offen ist indes, ob die Kläger vor Gericht Erfolg haben werden. Denn in ihrer Baugenehmigung, dem sogenannten Planfeststellungsbeschluss, haben die EBA-Juristen dem Konzern zahlreiche Auflagen zum Schutz der Anrainer gemacht - unter anderem muss die Baustelle in der Schützenstraße mit drei Meter hohen, "hochabsorbierenden Schallschutzwänden" umzäunt werden. In zahlreichen Häusern muss die Bahn außerdem Lärmschutzfenster installieren. Und nicht nur das: Der Konzern muss einigen Hotels sogar Umsatzausfälle für die Zeit erstatten, in der die Bauarbeiter anrücken, um die Schallschutzfenster einzubauen - schließlich können die Zimmer dann nicht vermietet werden."


    Man wird als Kläger also bestenfalls Verbesserungen beim Lärmschutz erreichen und so ein Verfahren zieht sich nicht jahrelang hin.