Beiträge von Tyron

    Luftfracht-Terminal Amazon Airhub gegenüber vom S-Bahnhof Schkeuditz-West: Die sechs weißen Hallen in der Bildmitte

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    Amazon Distributionszentrum am S-Bahnhof Schkeuditz West (noch ohne Amazon-Logo)

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    Ein Bekannter arbeitet derzeit am Amazon Airhub im Südbereich des Flughafens. Seinen Angaben zufolge entstehen gleich mehrere neue Standorte. Schräg gegenüber vom Airhub entsteht derzeit direkt am S-Bahnhof Schkeuditz-West ein Distributionszentrum. Seit zwei Wochen hängen dort die Amazon-Logos an der Fassade. Die Rede war auch von einem weiteren Komplex weiter östlich. Das dürfte dann der von Gojoe verlinkte Standort im Logistikpark Leipzig sein. Zusätzlich sprach er auch von einem weiteren Standort in Halle und der perspektivischen Schließung des bisherigen Fulfillment Centers an der Torgauer Straße. Werde allerdings nochmal nachfragen, ob ich das richtig verstanden habe.

    Super dass dieser Teil der Stadt langsam aber sicher aus dem Tiefschlaf erwacht. Schon vor Jahren habe ich mich gefragt, warum in dieser Ecke so wenig passiert, obwohl ich die Lage des Viertels als Bindeglied zwischen Schlossteich und City immer als 1a empfand. Seit der Sanierung der Janssen Fabrik und dem neuen Ufer Park passierte ja erstmal lange nix. Gibt es denn Hoffnung auf eine Sanierung des tollen Eckhauses?



    @ (dwt).: Danke für die umfassende Dokumentation in Bilder im Chemnitz-Forum!

    Stimmt. Man beachte aber auch die geplanten Abrisse der Markthalle, der Alten Post sowie der Altbauten entlang der Hartmannstraße (linke Seite) "zu Gunsten" von Plattenbauten, die glücklichweise nicht (mehr) umgesetzt worden sind. Zudem wurde damals scheinbar an der Ecke Theaterstraße und An der Markthalle ein Hochhaus geplant. Den Kassberg wollte man in diesem Modell entweder ausklammern oder gänzlich abreissen? Immer wenn ich dieses Bild sehe, denke ich: Es hätte auch noch sehr viel schlimmer kommen können als es gekommen ist.


    Wenn ich das richtig sehe, wurden nach der Wende auch nur zwei Platten im Zentrum abgerissen, um Platz für die Mittelstandsmeile und die Schmidtbankpassage zu schaffen. Leider wird das Stadtbild deshalb auch heute noch erheblich von Plattenbauten dominiert.


    Was das Tietz anbelangt: Im alten Rahmenplan aus den 90ern/2000 war ein Anbau ebenfalls vorgesehen. Ich denke, dass er in Zukunft relativ einfach ergänzt werden könnte, wenn Bedarf besteht. Dieser würde die von waldkauz beschriebene "halbfertige" Anmutung des Gebäudes aufheben.

    Auf den Plan bin ich echt gespannt. Vor allem interessiert mich, wie man die abtrennende Wirkung von Brücken- und Bahnhofstraße aufheben will und wie er sich vom alten Rahmenplan 2000 unterscheidet, von dem ja auch nur ein Bruchteil tatsächlich umgesetzt worden ist. Man kann nur hoffen, dass der Plan ein Zeichen dafür ist, dass die Weiterentwicklung der Innenstadt wieder in den Fokus rückt und mit einer aktiveren Vermarktung der Baufelder einhergeht.


    Für alle, die den alten Plan nicht kennen: Rahmenplan 2000


    http://abload.de/img/abb0452jl7.jpg


    Zum Vergleich: Situation 1990


    http://abload.de/img/abb02lqzvw.jpg

    Immer das gleiche Spiel...

    Wie bei seinen vorherigen Projekten ist die Öffentlichkeitsarbeit rund um dieses Vorhaben mal wieder absolut mies. Es gibt weder eine Projektseite im Internet, noch wurde ein Architekturwettbewerb überhaupt in Betracht gezogen. Beides ist bei Großprojekten in anderen Städten absolut üblich. Stattdessen wurde (mal wieder) nach dem Motto Friss oder stirb ein Entwurf vom LieblingsParkhausArchitekten (Koch) aus dem Hut gezaubert, der in Chemnitz immer für eine neue Bausünde gut ist.


    Würde die Stadt die freien Baufelder endlich aktiver vermarkten, hätten sich sicher auch andere Investoren gefunden, die sich für das eine oder andere Baufeld interessieren. Durch ihre Untätigkeit ist die Stadt in völlige Abhängigkeit von diesem Kellnberger geraten. Welche Folgen das hat, haben wir beim letzten Kellnbergerschen Projekt am Johannisplatz gesehen. Leider ist auch hier ähnliches zu befürchten.

    Finde auch, dass sich Chemnitz ganz schön gemacht hat. Wer noch die Ödnis kennt, die nach der Wende um das Rathaus herrschte, weiß die neue Innenstadt erst so richtig zu schätzen. Auch die umliegenden Gründerzeitquartiere sind größtenteils wieder richtig schön geworden. Mich stört allerdings, dass die City noch immer zu sehr von DDR-Riegeln dominiert wird, die den Stadtkern einrahmen und verhindern, dass er mit den umliegenden Vierteln zusammenwächst. Hoffentlich werden wir zukünftig noch den ein oder anderen Plattenbau fallen sehen.


    Ich finde es auch sehr schade, dass die Entwicklung stockt oder sich, wenn sie denn überhaupt stattfindet, nur auf Flachbauten beschränkt. Die beschriebene Lebendigkeit zeigt meiner Meinung nach klar den Erfolg der Stadtplanung auf Basis des alten Rahmenplans, der sich zumindest teilweise am historischen Stadtgrundriss orientierte. Klar spielen die entsprechenden Shoppingangebote ebenfalls eine wichtige Rolle. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass Chemnitz im Zentrum noch deutlich weniger Einzelhandelsfläche pro Quadratmeter hat wie andere Großstädte. Da ginge sicher noch einiges, wenn die Stadt die Bauflächen wieder aktiv vermarkten würde und nicht so sehr auf einen gewissen Investor angewiesen wäre. Auch das kulturelle Angebot wird weiterhin wachsen, sobald das Schocken öffnet.

    Bebauung der Innenstadt abgeschlossen, ich kann vor lachen nicht.


    Wenn die Situation nicht so traurig wäre, könnte man in der Tat schon wieder darüber lachen. Wie kann man nur behaupten, die Bebauung sei abgeschlossen? Es ist noch nicht mal Halbzeit, wenn man sich am Rahmenplan aus den 90ern orientiert.


    Ich habe mich immer gewundert, warum es seit Seiferts ausscheiden aus dem OB-Amt nur wenige bis gar keine Investoren gibt, die in der Innenstadt bauen wollen. Nun muss ich im Interview mit Sandro Schmalfuß lesen, dass die Stadt die zahlreichen Baufelder nicht mehr aktiv vermarktet. Das ist wirklich die Krönung. Wartet man tatsächlich, dass mal zufällig jemand wie Kellenberger vorbeischneit um etwas zu bauen? Was dabei herauskommt wenn es keine Alternativen gibt, kann man aktuell am Johannisplatz beobachten. Da blutet einem das Herz wenn man den Saxoniabrunnen stehen sieht - umgeben von diesem trostlosen minderwertigen Ramsch.


    In jeder Stadt werden Architekturwettbewerbe durchgeführt, bevor in solch zentralen und noch dazu historisch bedeutsamen Lagen gebaut wird. Nicht so am Johannisplatz. Da kann jemand wie Kellnberger einfach seine Funktionsarchitektur hinsetzen und die Stadt sieht - voller Dankbarkeit, dass überhaupt mal wieder jemand was baut - tatenlos zu. Auch im Contiloch gab es meines Wissens wieder keinen Wettbewerb. Warum auch? Es ist doch das übliche Investor-Architekt-Geklüngel am Werk.


    Wenn ich bedenke, wie noch Mitte der 90er darum gerungen wurde, um die Entwicklung der neuen Innenstadt samt Galerie Roter Turm überhaupt erstmal in Gang zu bringen. Es herrschte Tatendrang, namhafte Architekten wie Jahn und Kollhoff wurden in die Stadt geholt, um der City wieder ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Davon ist nichts übrig geblieben. Dabei ist die Weiterentwicklung der Innenstadt mit anspruchsvoller Architektur gerade in Chemnitz besonders wichtig, da es so gut wie keine historische Bausubstanz mehr gibt.


    Das Interview mit Schmalfuß fasst den gegenwärtigen Zustand wirklich sehr gut zusammen und verdeutlicht einmal mehr die Plan- und Tatenlosigkeit der Rathausspitze. Dass es Investoren für den Getreidemarkt gab, die dann wieder weggeschickt wurden, ist mir neu, vewundert mich aber auch nicht mehr sonderlich. Bei dem Andrang an Investoren, muss man halt auch mal wem wegschicken.


    Man kann nur hoffen, dass bald ein Umdenken bei Frau Ludwig oder noch besser ein Wechsel stattfindet.

    Leider wird das neue Verwaltungsgebäude nicht parallel zu "LCCneo" errichtet. Lufthansa Cargo strebt zunächst eine interimistische Lösung an. Allerdings ist das Projekt nicht gestorben sondern nur verschoben worden. Die gute Nachricht ist, dass der moderne Entwurf von Neumann Architekten tatsächlich den Vorzug erhalten hat und nicht dieser von JSK.

    Flugsteig B: Umbau von Stern West und Stern Ost

    Abgeschlossen scheint der Umbau beider B-Sterne zu sein:


    B-Stern West:





    B-Stern Ost:





    Eine der Fluggastbrücken für den A-380




    Alle Bilder von mir

    Verlegung Flugsteig C: Ich bin gespannt, wann es losgeht. Momentan ist noch nichts erkennbar, was auf einen Rückbau des alten Flugsteig C hinweisen würde. Das Bild (aufgenommen vor zwei Tagen) zeigt den Ist-Zustand des alten Flugsteig C. In der Mitte des Bildes ist außerdem der Flugsteig D mit seiner neuen Vorfeldkontrolle zu sehen:



    Bild von mir

    Endlich geht es an der Theaterstraße los. Die Pläne sind ja nun wirklich schon über zehn Jahre alt. Dieser "grüne Teppich für die Straßenbahn" ist auch aus Lärmschutzgründen sinnvoll. Rasen reflektiert wesentlich weniger Straßenbahnlärm als bspw. Asphalt. Einhergehend mit einer Reduzierung der Fahrspuren (und weniger Verkehr) wird das Gebiet so hoffentlich attraktiver für potentielle Innenstadtbewohner. Bleibt nur zu hoffen, dass die GGG ihre Hausaufgaben macht und entsprechend saniert. Ich kann mir gut vostellen, dass die Gründerzeitgebäude entlang der Theaterstraße momentan aufgrund des Lärms nicht vermietbar sind und deshalb auch noch nicht saniert wurden.

    Das stimmt. Wenn Du dich für alte Entwürfe der Innenstadt interessierst, empfehle ich einen Blick in die Bücher: "Chemnitz - Bilder einer neuen Stadt" von Udo Lindner sowie "Chemnitz - gestern, heute und morgen" von Tilo Richter zu werfen. Dort sind auch verschiedene Modelle der neuen Innenstadt sowie der Galerie abgebildet. Darunter eben jener Sachsenbau-Entwurf, der sich an der alten Stadtstruktur orientierte (vier Blöcke und Straßenzüge, welche an einem kreisrunden zentralen Platz aufeinander treffen) und auf dessen Grundlage Bruhne 1997 die Galerie entwarf. Einer dieser Straßenzüge endete direkt am Roten Turm.


    Schaut man sich den Rahmenplan Innensstadt aus dieser Zeit an, wird schnell klar warum diese Turm-Passage damals Sinn machte: Zwischen Stadthalle und Rawema Gebäude war ein weiteres Gebäude mit Läden und Gastronomie geplant, das womöglich zu einer Belebung dieses Bereichs geführt hätte. Später wurde dieses Vorhaben zu Gunsten des Stadthallenparks aufgegeben.

    Danke für das Update, epizentrum. Die Perspektive auf The Squaire und neues Fraport-Parkhaus kommt mir irgendwie bekannt vor. Du warst sicher auf dem schönsten Parkhaus des Flughafens, oder? ;)


    Zum Vergleich - so sah es dort im Juli 2009 noch aus: Click


    Mittlerweile ist eine beachtliche Straßenschlucht entstanden. Ich frage mich, wann der Rest vom Fraport-Parkhaus noch optisch an seinen modernen Anbau angepasst wird.

    Terminal 1: Umbau/Aufstockung Gebäude 204 und 205

    Auf der Internetseite des Architekturbüros fs-architekten sind zwei Planungsstudien zu finden, die die Machbarkeit einer Aufstockung von Gebäude 205 um drei Ebenen sowie einen Umbau von Gebäude 204 untersuchen. Würden diese Umbauten realisiert, bekäme der Flugsteig B quasi ein neues Herzstück mit Büros, Gastronomie, Läden und Lounges, etc. eingepflanzt.


    Die Studien stammen aus den Jahren 2001 und 2007 und sind inkl. Bildern hier zu finden: Click


    Ich finde diese Projekte recht interessant. Weiß vielleicht hier jemand mehr darüber und kann etwas zu den Realisierungschancen sagen?


    Das Büro hatte übrigens auch eine Machbarkeitsstudie für das hier schon erwähnte zweite Passagier-Transport-System (PTS) erstellt, das die vorhandenen Terminals mit dem geplanten Terminal 3 verbinden soll.