Wilhelm-Leuschner-Platz + Areal an der Nonnenmühlgasse

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ja, zum Glück ist das Grundstück etwas zurückversetzt (das Sichtfeld auf die Spitze vom Leuschner war schon in den Wettbewerbsunterlagen eingezeichnet und visualisiert) und zum Glück stehen wenigstens Bäume davor, was im Zuge der "Ökotopia"-Planung wohl noch gehörig verdichtet wird. :love:

    Vielleicht ist euch ebenfalls aufgefallen, dass die vielen schmalen Schlitze, welche die riesigen Wände wenigstens etwas auflockern sollten (und in der Abend-Visu effektvoll leuchteten) komplett weggefallen sind?

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    [...]

    Quelle: https://www.henchion-reuter.com/de/projekte/le…ional-geography

    Das ist auch die einzige Ansicht welche ich kenne. Die Realität ist, meines Erachtens, aber (natürlich) weit weniger verzerrt. Der Neubau ist wesentlich dichter an der Wohnbebauung gegenüber. Der dortige Straßenschnitt wesentlich schmaler. Die Straßenflucht stärker nach Süden (rechts ins Bild) ausgerichtet.

    Wenn die weitere Bebauung steht, wird die Gebäudespitze wesentlich dichter herangerückt, aber dafür weniger dominant sein.

    Die fehlenden Lichtschlitze sind mit tatsächlich nicht aufgefallen. Vielleicht werden diese ja tatsächlich durch Leuchtmittel realisiert.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die fehlenden Lichtschlitze sind mit tatsächlich nicht aufgefallen. Vielleicht werden diese ja tatsächlich durch Leuchtmittel realisiert.

    Laut Materialkonzept aus dem Wettbewerb wird noch eine Fassade aus Weißbeton montiert, das erklärt auch den grobschlächtigen Rohbeton beim jetzigen Anblick:

    Fassaden werden als zweischalige, hinterlüftete Konstruktion aus hochwertigen Betonfertigteilen in Weißbeton mit mineralischer Dämmeinlage vorgeschlagen.

    Die Lichtschlitze werden sicherlich noch in die hinterlüftete Fassade eingelassen.

  • Mag sein, dass man sich mit Lichtkunst behilft, ursprünglich waren aber Fenster eingeplant, falls ich mich nicht sehr irre. Das kann man auf verschiedenen Bildern deutlich sehen. Allein schon auf der oben eingebundenen Abendansicht, bei der zwei Schlitze (ganz oben rechts) dunkel dargestellt sind. Man wird ja nicht schon im Wettbewerbsbeitrag defekte LED-Streifen visualisiert haben?

  • Tatsächlich, wenn man das Gebäude zb. mit tief angefasten Betonplatten verkleiden würde analog dem Muster der Schalung("Schokotafel") und die Lichtöffnungen mit mittelformatiger quadratischer Vergitterung verschließen, dann hätte man schon fast einen Vertreter des Brutalismus.

    Umso spannender,was die tatsächliche Fassadengestaltung dann für einen Eindruck machen wird.

  • LVZ Update zu den Neubauten am Wilhelm-Leuschner-Platz:

    - am Global Hub werden im April letzte Fassadenelemente installiert; nach Ostern wird dann noch eine 2,5 m hohe Pergola auf dem Dach errichtet und später das Dach intensiv begrünt; an der Fassade werden Gesimse und Lisenen angebracht um der Fassade mehr Struktur zu geben; Fertigstellung des Neubaus: Frühsommer 2027

    - Am Neubau des Leibnitz-Instituts werden noch Platten mit strukturierter Oberfläche an der Fassade angebracht; Umzug des Instituts ist im Herbst 2027 geplant; für den Ausbau der 5. Etage gibt es weiterhin keine Lösung

    - das Naturkundemuseum öffnet wahrscheinlich erst 2030, da einige Bauabläufe nicht wie geplant parallel sondern nur nacheinander stattfinden können; im Sommer 2026 beginnt die eigentliche Sanierung des Gebäudes

    - der Neubau des "Forum Recht" wurde seitens der involvierten Bundesministerien abgestimmt. In Karlsruhe und Leipzig dürfen zusammen für die beiden Foren 140 Mio. Euro verbaut werden. Die konkrete Bauplanung kann beginnen. Der Architekturwettbewerb findet aber frühestens 2027 statt, da auch der Freistaat Sachsen noch Mittel für die Juristenfakultät im Haushalt 2027/2028 freigeben muss

    - zu Markthalle, VHS, LWB Neubauten und Hochhaus am Nordrand gibt es keine neuen Entwicklungen

    - der ursprünglich von AOC geplante Neubau "Urbanum 1" soll ab 2027 in einer anderen Konstellation verwirklicht werden

    - es ist noch unklar woher die 12 Mio. Euro für die Neugestaltung des Platzes als "Ökotopia" kommen sollen (städtischer Haushalt 2027/2028?)


    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…JCGON2FCKY.html

  • Es wurde ja optimistisch geäußert, dass durch irgendeinen großen Zauber aus der Containerburg Global Hub doch noch ein schönes? befriedigendes? akzeptables? Haus werden könnte. Ein Blick auf das Fassaden-Mockup klärt auf:

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    Im Erdgeschoss wird sündhaft teure Steintapete verbaut und hoffentlich verfugt. Immerhin wird dort der Monotonie der Fassade eine gewisse Abwechslung entgegengesetzt. Dennoch erinnert mich die miefige Machart des ganzen Hauses, von Gestaltung mag ich nicht schreiben, doch sehr an DDR-Zeiten. Vielleicht wäre der Sozialismus aus Materialmangel inzwischen auch zu Sperrholz übergegangen.


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    (eigene Bilder)

  • ich frag mich immer noch was sich Schulz Architekten dabei gedacht haben :D

    Auf meine Mail warum der Entwurf zum negativen verändert wurde haben Sie auch nicht geantwortet.

  • Die Finanzierung für den Neubau der Stiftung Forum Recht wurde jetzt genehmigt. Der Architekturwettbewerb kann damit bald starten.

    Um den Kostenrahmen von 140 Mio. Euro (je 70 Mio. Euro für den Neubau in Leipzig und in Karlsruhe) einzuhalten, wurden die Flächen des Neubaus in Leipzig von 6700qm auf 4300qm und des Neubaus in Karlsruhe von 6400 auf 4000qm reduziert.


    https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/ku…n-bald-starten/


    https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/hu…ran-206868.html

  • ^^ Mal abgesehen von der katastrophalen Wirkung auf den Stadtraum hätte es bei einem Gebäude mit dem spektakulären Namen „Global Hub“ schon etwas mehr sein können als eine piefige, boring graue Kiste. Weniger Schulz+Schulz, und warum eigentlich nicht Calatrava, Liebeskind, van Egeraat, Hadid & Co.?


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    ©555Farang

  • Bisher habe ich ne Menge von Schulz&Schulz gehalten, zumal das Team immer wieder gänzlich neue Ansätze lieferte. Sei es das Wolkenlabor im UFZ, die Trinitatiskirche oder selbst die Grundschule gegenüber am Addis-Abeba-Platz. Überall fand sich etwas mehr Raffinesse. Entweder wird diese zum Schluss noch über das Global Hub gestreut oder sie fehlt halt.

  • St. Tetris ist einfach nur ein Störfaktor im Stadtbild, mit aussagelos protzender Steinfassade, die sich als traditionsbewusst geriert, obwohl der Porhyr nie in dieser Weise zur Wirkung gebracht wurde und durch die unterschiedslose, massenhafte Verwendung völlig seinen Reiz verliert. Das DBFZ oder das Perlmutter-Museum im Vogtland zeigten ebenfalls, dass dieses Entwurfsbüro mit Farbe und Material nicht gut umgehen kann.

    Die genannte Schule gegenüber finde auch ganz nett, aber städtebauliche Einfügung ist auch da nicht die große Stärke, auch da wieder durch untypische Verwendung von Material und Farbe. Lediglich für den Siegerentwurf der Hamburger Bornplatzsynagoge bin ich Schulz+Schulz wirklich dankbar, aber ausgerechnet dieses Projekt zeigen sie nicht auf ihrer Website. Eigentlich ist jener Entwurf auch nur deshalb gut, weil es eigentlich ein Entwurf aus dem 19. Jahrhundert ist.

    Der "Global Hub"-Siegerentwurf zeigte doch bereits die Grundübel der Moderne, etwa die Repetition oder wertend gesagt Monotonie. Es wäre mit großen, teuren Fenstern ein ebenso banales Gebäude geworden, aber wenn sich keine teuren Baustoffe schützend um den Entwurf hüllen, fällt dessen Nacktheit eben besonders auf.

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    ^^ Mal abgesehen von der katastrophalen Wirkung auf den Stadtraum hätte es bei einem Gebäude mit dem spektakulären Namen „Global Hub“ schon etwas mehr sein können als eine piefige, boring graue Kiste. Weniger Schulz+Schulz, und warum eigentlich nicht Calatrava, Liebeskind, van Egeraat, Hadid & Co.?

    ©555Farang

    Ob man das noch retten kann. Ich bezweifle es. Schlimm finde ich die weißen Fenstern. Die passen sich garnicht an das Gebäude an. Etwas dunklere oder graue Fenster hätten sich besser eingefügt.

  • Da kommt man sich schon leicht verschaukelt vor. Die wuchtigen Fensterrahmen rauben dem ohnehin nicht sehr eleganten Bau jede Leichtigkeit. So erinnerts eher an eine Containerschule.

  • Leipzig baut wieder Platte.

    Spaß beiseite.

    Ich glaube nicht, dass die Architekten Schulz + Schulz hier einen Fehler gemacht haben. Ihr Erstentwurf aus Glas und hellem Holz hat mir gut gefallen und wäre durchaus eine Bereicherung für das Stadtbild. Ich denke, dass der Bauherr unter aktuellen Marktkonditionen das Vorhaben extrem zusammengestrichen hat und die Architekten dem folgen mussten. Da hätten auch Star Architekten nicht geholfen. Da wäre das gesamte Geld in das Honorar geflossen.

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    Ich denke, dass der Bauherr unter aktuellen Marktkonditionen das Vorhaben extrem zusammengestrichen hat

    Du findest die Angaben zum Budget pro m² BGF und Nutzfläche oben im Strang. Es war großzügig.

    Die Architekten trifft sowieso NIE die Schuld. Und Schulz + Schulz werden mit ihrem Honorar gerade so über die Runden kommen, ganz sicher.

    Öffentliche Auftraggeber orientieren sich für die Honorierung an der HOAI, für besondere Leistungen kann darüber hinausgegangen werden. Minderleistungen bzw. gestalterische Totalausfälle wie beim Global Hub sind leider nicht geregelt. Nur weil das Holz hell statt grau war und die Glasscheiben größer, war der Wettbewerbsentwurf nicht besser, das war bereits der Schrott, den wir jetzt sehen. Es soll Altbauten geben, die einen grauen Anstrich und billige Fenster bekommen und dennoch großartig aussehen. Es ist mir ein vollständiges Rätsel, wie man für diese Katastrophe mit Ansage noch Ausreden suchen kann.