Beiträge von Kettenhof

    Schade drum?

    ^ Wer findet es schade?
    Ich! Oder doch nicht? Als Student fand ich den Campus grottig und kalt und scheußlich. Aber die Leichtheit der Gebäude von Kramer ist - insbesondere im Nachhinein und gelegentlicher Nutzer der UniBibliothek - nicht zu leugnen.
    Dieses schlichte Gebäude dem Passivhauswahn zu opfern ist eine Schande. Denn nur deswegen ist es wohl unwirtschaftlich, das Gebäude zu sanieren. Die AGB Klötzchen werden diese Leichtheit nicht haben, das zeigt bereits die Planung neben dem Depot. Aber Wohnraum ist natürlich knapp, das alte Totschlagistrument wird sich durchsetzen.

    Aufdringliche Lichtspiele

    Animationen gibt es inzwischen keine mehr.


    Laut FAZ (Anfang Januar) gab es Beschwerden über die "aufdringlichen Lichtspiele." http://www.faz.net/aktuell/rhe…lichtspiele-11589281.html


    Gemeint war vermutlich die Animation der Querelemente im mittleren Glasteil, welche rauf und runter liefen, während die senkrechten Leuchten an der Spitze anblieben. Über das Aussehen gab es verschiedene Meinungen:
    a) ein- und ausfahrendes Lichtschwert (für Star Wars Fans);
    b) aus einen futuristischen Porno;
    c) animierter Spülvorgang, zur Visualisierung der Verballhornung Plumps-Klo (P-WC).

    Der Blickwinkel musste dann aber wie in Beitrag # 1283 sein.
    Die senkrechten Leuchten sind zwar hell, aber wenn sie nicht blinken oder den ständig den Farbton ändern, wie manchmal beim Selmi Hochhaus, ist es auch als Anwohner erträglich.

    Patrizia hat Erfahrung mit jahrelangen Baugruben

    Die FAZ schreibt heute im Lokalteil, dass es leider kein Freibad gibt. Im Februar 2012 soll es 'planmäßig' weiter gehen.


    Ich sah gerade zufällig, dass Patrizia mit leeren Baugruben in Großstädten Erfahrung hat: Das Projekt Hanse Cube in Hamburg besteht seit 2007 aus einer Baugrube, so dieser Immobilienbrief, dort Seite 2:
    http://www.wentzel-dr.de/uploa…letter_E-Mail_05-2011.pdf
    Und noch eine Quelle:
    http://www.greenimmo.de/green-buildings/hanse-cube-hamburg/


    In der Tat steht in der FAZ auch nicht, dass es im Februar 2012 weitergeht. Es könnte auch der Februar 20XX sein...


    Die Zahlen ähneln sich bei beiden Projekten: 120 Wohnung sollen jeweils gebaut werden, mal auf 4.000 mal auf 8.000 qm. Das erinnert mich an die 57 Kommunisten bei The Manchurian Candidate.

    Winterfest ist nicht Windfest

    Zitat aus einer Werbung von Patrizia AG, deren Projektgesellschaft den Vero Hochhauspark im Westend baut.
    "Stellen Sie Ihre Kapitalanlage auf ein sicheres Fundament."


    Und hier das passende Bild von mir, welches die winter- aber offensichtlich nicht windfeste Abdeckung des Fundamtes zeigt.
    http://imageshack.us/photo/my-images/197/windfest.jpg/[/IMG]


    Aber immerhin ist es jetzt ansehnlicher, als mit der grauen Plane.

    Kein Freibad bei Vero von Patrizia im Westend

    Die FAZ schreibt heute im Lokalteil, dass es leider kein Freibad gibt. Im Februar 2012 soll es 'planmäßig' weiter gehen. Es war eine Winterpause - allerdings seit Oktober! War echt kalt hier.
    Der Titel ist auch schön:
    Sozialer Wohnungsbau in Marmor Dabei ist den Renderings zu entnehmen, dass kein Naturstein an die Fassaden kommt. Auch die Reservierungsquote wird verheimlicht. Wie die FAZ vermutet, wird es daran liegen, dass zu wenige Menschen um die € 7.000 pro qm ausgeben wollen, um auf einem riesigen Parkhaus (über 200 Stellplätze) in einer ca. 25 Meter hohen "Stadtvilla" zu wohnen, die von 5 weiteren "Stadtvillen", einer Luxusmietskaserne (geplanter Querriegel) und einem noch zu errichtenden 10-geschossigen Büroturm bedrängt wird.


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    Mod: Der Artikel von Rainer Schulze ist mittlerweile online.

    Nachfrage macht blind?

    Ich sehe auch den von porteño erwähnten nachfragebedingten Wertanstieg ....


    Also, wer das kauft, muss schon ziemlich blind - und klein - sein. Es ist die Kernsanierung eines Hauses aus den 60'ern - und die Decken bleiben drin. Daher seht in der Baubeschreibung auch:
    "Aufgrund der weitgehend unverändert bleibenden Altbausubstanz ist die Erfüllung der DIN 4109 Schallschutz nicht durchgängig gewährleistet."


    DIN 4109 ist nur dazu da, damit einigermaßen menschenwürdige Zustände herrschen und nicht jedes Reiskorn, welches runterfällt, beim Nachbarn zu hören ist.
    Die Leute aus Sachenhausen - siehe Beitrag Schmittchen zum Cayenne Pflug - hätten dann die Lärmbelästigung nicht über dem Dach sondern unterm Dach.
    Es geht zwar nichts über Lage, Lage, Lage - aber für den Preis erwarte ich - nach dem Lottogewinn - doch einen Neubau mit erhöhtem Schallschutz.

    Doch kein Freibad

    Die Baustelle ist jetzt Winterfest. Es wurde reichlich Wasser abgepumpt, der Boden mit Styropor abgedeckt, und eine leider graue Plane drüber gelegt. Das weiße Styropor sah aus wie Schneeklötzchen - Bild mit vom Wind aufgedeckter Plane:


    "][/URL]


    Hartnäckig hält sich das Gerücht, in der Feuerbachstraße gebe es einen - verrohrten - Bach, der zu hohen Grundwasserständen führt. Stimmt das, denn der Straßenname ist irreführend, Herr Feuerbach war Jurist.

    Schaurig Schön mit Schallschutzgerüst

    Im letzten Bild sieht man ein Gerüst.
    Im Gegensatz zu anderen Baustellen ist dies nicht mit irgendeiner Plane bespannt, welche nur ein wenig den Staub weghält. Wer sich fragt, warum keine Plane: Es ist ein Schallschutzgerüst, Typ Protect vom Gerüstehersteller Layher - so die kleinen Aufkleber. So wenig Mühe macht Schallschutz: Einfach ein normales Gerüst aufstellen und Bleche reinklemmen!


    Überhaupt ist dies die erste Baustelle, welche ein wenig Rücksicht auf die Nachbarn nimmt. Sehenswert ist z.B. die Wasserkanone auf der Rückseite der Baustelle, welche zur Staubbindung eingesetzt wird. Bekanntlich ist ja Baustaub auch Feinstaub. Laut Luftmessbericht der Stadt Düsseldorf wurde in 250 Meter Nähe einer Baustelle noch ein 14-fache Überschreitung der Feinstaubbelastung durch eine Baustelle festgestellt. Wer im Internet "Baustelle Staubbindung" googelt/bingt, wird sich wundern, was da alles in anderen Bundesländern verlangt wird.

    Vero - Baustopp oder neues Freibad?

    Heute ist ein kleiner Artikel in der FAZ - Rhein-Main Teil zu dem Schallschutzgerüst, mit Bild.
    Dort wird auch geschrieben, dass es im Januar weiter gehen soll. Derzeit sieht es aber eher nach Baustopp aus, warum auch immer:



    Bild von mir


    Ein Freibad wäre aber auch schön.....

    Baustellenlärm

    Die Baustelle macht sogar im vorbeifahrenden Auto einen beeindruckenden Höllenlärm. Und lärmmindernde Maßnahmen sind keine ersichtlich - also von wegen "unvermeidbarer Lärm".


    Die Schreiben der Deka/Bauleitung sind typische Abwimmelschreiben. Denn auch die Stadt Frankfurt kann keine Nachtbaugenehmigung erteilen, welche die bundesweite Vorschrift zum Baulärm aushebelt, die AVV Baulärm. Des Nachts - und die Nacht beginnt um 20:00 nach der Vorschrift - ist selbst in Gewerbegebieten grundsätzlichn nur 50 Dezibel für Baulärm zulässig. Der Messort ist das GEÖFFNETE Fenster beim Anwohner, also nicht an der Baustelle!


    Zu den nächtlichen Bodenplattenarbeiten:
    Die Bodenplatten lassen sich unterteilen, müssen also keineswegs am Stück betoniert werden; nennt nicht nur der Betonmann Fugen. Die DIN 1045 Teil3, Absch. 8.4 spricht von Arbeitsfugen. Eine andere Möglichkeit ist, den Beton so zu behandeln, dass eine Erstarrungsverzögerung eintritt - dann bleibt er über Nacht weich und morgens kann neuer Beton drauf gekippt werden.


    Aber einfacher ist es natürlich für den Bauherrn durchzumachen - und die Nachbarn können dann halt nicht schlafen. Daher kann ich nur jedem empfehlen, sich dagegen zu wehren und die Bauaufsicht anzuschreiben. Eingentlich muss diese tätig werden und für die Einhaltung der Vorschriften sorgen, zu denen auch die über Baulärm gehören.


    Näheres bei "westend21.de" die Frankfurter Initiative gegen das ungehemmte Baulärmen. Denn Baulärm, das ist das für den Laien erschütternde, läßt sich sich wirklich leicht - mit gutem Willen, Planung und Organisation deutlich reduzieren.

    Schallschutz da, Baustelle ruht.

    Das Schallschutzgerüst ist seit zwei Wochen fertig!
    Ist einfach eine durchsichtige, schwere Plane, bündig angebracht. Denn, je schwerer, desto mehr Schalldämmung.


    Hier ein Bild davon mit Spiegelung von der Plane.


    Bild von mir.


    Das 'Ruhen der Baustelle liegt also nicht am fehlenden Schallschutzgerüst.


    In der Nachbarschaft wird wegen der Ruhe schon über "Vero Beach" www.verobeach.com gelästert (Strandort in Florida).


    Allerdings muss ich sagen, da ich schräg gegenüber wohne, die Lärmbelästigung ist unerträglich und geht nonstop den ganzen Tag, hier müsste man schon Beschränkungen einhalten da hier ein reines Wohngebiet ist.


    Wie sich bei der Vero-Baustelle zeigte, ist die Sachlage wie folgt:
    Im reinen Wohngebiet sieht die AVV Baulärm tagsüber (7:00 bis 20:00) einen einzuhaltenden Wert von 55 Dezibel vor, plus 5 dB Sicherheitszuschlag.


    Wenn es laut(er) ist, einfach bei der Bauaufsicht beschweren.
    Bei westend21.de gibt es ein Musterschreiben, Anschriften der Bauaufsicht und andere nützliche Infos zu Baulärm.

    Und heute sah ich die erste, wenig intelligente Anzeige, im FAZ Immobilienteil für das Projekt K 58, ohne Angabe des Standortes. Dass es sich um die Kaiserstraße 58 handelt, erschließt sich erst aus den Seiten http://www.K58-lebensstil.de. Wenigstens ist K58 nicht so ein schwülstiger Projektname, wie sie derzeit im Westend und anderswo grassieren (Consenso, TheGrandWestend, ToutdeSuites, Vero, WestendLeben, Westend21 etc).
    Dafür scheinen alle das gleich Rendering vom Bild mit Dachterrasse zu benutzen: rechts Bambus, links quadratischer Schirm, Hintergrund Skyline, Vordergrund Flechtsitzgarnitur. Oder kommt mir das nur so vor?

    Freie Sicht auf die Wurscht

    ..... Zum anderen öffnet sie eine Blickbeziehung von der Liebfrauenstraße zur Katharinenkirche.


    Und wenn der Durchblick wieder da ist, sieht man nicht etwa die Katharinenkirche sondern den dort seit längerem betriebenen Würstelstand!
    Ich liebe planerische "Blickachsen"!

    Wahrscheinlich guckt er nach links, um den Kollegen Reichsadler am Erker zu sehen. Der Kollege Reichsadler - auf der Straßenseite - schaut nämlich nach rechts, wie es sich gehört:



    Foto von Kettenhof 2011


    Aber was hat das Haus mit den zwei Adlern mit Peru zu tun?

    Das Land Hessen sucht gute Bauherren für ein Juwel. [...] Schumannstraße 60


    Schönes Haus mit Wappen des Staates Peru am Dach, mit Lama, Chinarindenbaum und Füllhorn:


    "]http://[/URL]
    Bild von Kettenhof 2011


    und einem Frankfurter Wappen unter einem Erker:


    "]http://[/URL]
    Bild von Kettenhof 2011


    Wer weiß, was es mit diesem Haus auf sich hatte?

    Auch gut wäre aus Deiner Sicht also gewesen, die leer stehenden ZAV-Bauten weiter vor sich hin rotten zu lassen? Also bitte ...


    Ich habe nur zu der Behauptung Stellung genommen, hier würden nur die Rosinen gepickt und was "gerne mitgenommen."


    Tag des Lärms also, so so. Ist das der höchste Feiertag des Jahres, wenn Betroffenheit in Besessenheit umschlägt? Und unter 01805555142 - ruf! misch! an! - gibt es denn so etwas wie Telefonsex für nur 15 Cent die Minute.


    Offiziell heißt die Veranstaltung


    http://www.tag-gegen-laerm.de


    und ist eine bundesweite Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V., gefördert vom Umweltbundesamt.


    Also bitte nicht schimpfen. Mit ruf! misch! an! (gibts Die wirklich noch?) hat es nichts zu tun.

    Die enorme Aufwertung der Umgebung nehmen die Anwohner und Besitzer gerne mit. Nur mit dem damit verbundenen Aufwand möchte man nichts zu tun haben?


    Also, dass mit der Aufwertung ist so ne Sache. Natürlich war der alte Kasten häßlich wie die Pest. Aber keiner schreit hier nach mehr Aufwertung - ist schließlich nicht Ostend. Wenn die Aufwertung kommt, dann ist gut, wenn sie nicht kommt, ist auch gut. "Gerne" ist also nicht richtig.


    Außerdem sind die 25 Meter hohen Kästchen, die dort entstehen, jedenfalls nicht meine Sache, da hier Straßenschluchten entstehen werden.

    Außerdem verlangt die Stadt genaue Schallschutzgutachten für Abbruch- und Baumaßnahmen. Und da geht der Spaß richtig los, wie soll der Gutachter die Schallemmissionen der Baustelle bei 25 verschiedenen Bauzuständen prognostizieren? Wenn er seine Unterschrift unter das Gutachten setzt, kann er sich anschließend direkt einen Flug in ein nicht auslieferndes Land buchen... :)


    Dass die Stadt Schallschutzgutachten verlangt ist völlig neu. Bis zum Frühjahr/Sommer 2011 hat die Bauaufsicht das keinen Deut gekümmert. Wenn es stimmt, dann ist Frankfurt endlich im 21. Jahrhundert angekommen - schließlich ist dies für Großbaustellen, zumal im Innenstadtbereich in anderen Großstädten und Ländern Deutschlands üblich.


    Was die Prognosen anbetrifft - der Gutachter kann doch schreiben was er will, die Bauaufsicht versteht es doch nicht oder will es nicht verstehen. Bei VERO z.B. ist der Gutachter recht trickreich: Er nimmt zum Beispiel Bagger und berechnet diese mit 100 Dezibel Schallleistungspegel. Dass der Bagger mit einem fetten Aufkleber markiert ist, auf dem 106 Dezibel steht, stört weder den Gutachter noch die Bauaufsicht. Auch wenn dann sämtliche Prognosen nicht zutreffen.
    Dies Trickserei wird inzwischen "Guttenberg Standard" genannt - liest sich gut, also summa cum laude, egal was drin steht.


    Aber rein sachlich betrachtet, geht es nicht um die verschiedenen Bauzustände, sondern um die eingesetzten Maschinen und deren Lärmpegel. Diese sind in Deutschland auf jede Baumaschine zu pappen - steht in der 32. BImSchV. Dann muss man noch ein bißchen nachfragen, wie lange die Maschinchen im Einsatz sind. Und mit dem entsprechenden Programm wird dann berechnet, welcher Lärm in gewissen Entfernungen am Immissionsort auftritt. Denn nur auf den Lärm am Immissionsort kommt es an, nicht auf den Lärm von der Quelle.


    Zitat von porteño


    Aber diese pauschale Aussage, dass Bauherren in Frankfurt nie etwas falsch machen und zu nichts verpflichtet sind, ist doch Schwachsinn.


    Das war ironisch gemeint und bezog sich nur auf den Pressetext und den einen Bauherren, der immer noch vertritt, er habe nichts falsch gemacht, wenn er monatelang...usw.


    Die Kläger waren allerdings keine Schüler...


    Nein, es war jemand, der dort den ganzen Tag im Büro sitzt und versuchte zu arbeiten, was wegen des Dauerlärms nicht ging.
    Lärmkostprobe von der Baustelle im Westend unter 0 18 05 - 555 142 - kostet nur 15ct/Minute. Bevor es gleich Gemähre wegen der kostenpflichtigen Rufnummer gibt - es war eine Aktion zum Tag des Lärms im April 2011.