Beiträge von Oberleitung

    Der Entwurf für die Bundespolizei ist fürchterlich und lässt jeden Bezug zur Bausubstanz des Hauptbahnhofs vermissen. Funktionale Architektur (barrierefrei etc.) kann auch mit schönen Fassaden funktionieren.

    Die Entwicklung war doch abzusehen. Schon der Mikrozensus 2015 für Frankfurt hat folgendes ergeben:

    Große Abweichungen zwischen den betrachteten Bevölkerungsgruppen sind auch hinsichtlich des Anteils der Familien (Paare mit Kindern und Alleinerziehende) erkennbar. Während der Familienanteil bei der Bevölkerung ohne
    Migrationshintergrund bei insgesamt 15,1% liegt, verzeichnet die Bevölkerung mit Migrationshintergrund einen mehr als doppelt so hohen Anteil von 36,6%.

    Verbunden mit der höheren Geburtenrate gerade außereuropäischer Ausländer, wird der Anteil von Kindern mit MH schon in wenigen Jahren die 80% überschreiten.

    Die Fertigstellung des Haus 1 vom DB Campus verzögert sich auf Ende 2027, siehe hier. Die gesamthafte Fertigstellung des Campus bis 2028 halte ich angesichts des Baufortschritts für sehr ambitioniert.

    Die Sondervermögen dienen v.a. der Querfinanzierung der Sozialleistungen, die die letzten Jahre wegen der Massenzuwanderung explodiert sind. Wie das funktioniert: Die Mittel aus dem gewöhnlichen Bundeshaushalt für Infrastrukturinvestitionen werden drastisch reduziert und ersetzt durch die Mittel aus dem Sondervermögen. Es fand zwar insgesamt eine leichte Erhöhung 2025 ggü. 2024, die Erhöhung 2026 wird jedoch minimal sein. Ein Taschenspielertrick der Politiker. https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/…t-2025-und-2026

    Die Baupreisinflation durch die enorme Geldmengenausweitung der EZB trägt ihr übriges dazu bei, dass das Gesamtbauvolumen kaum steigt.

    Wow, der Siegerentwurf ist mit Abstand der schönste und eleganteste. Vor allem die Farbe passt als Gegengewicht zu Silberturm und Galileo. Die Kritik hier kann ich nicht ganz nachvollziehen bis auf die etwas zu niedrige Höhe. Die meisten anderen Entwürfe sind die immer gleichen modernistischen Ansätze ob kleine Versprünge wie Barkow Leibinger (steht so ähnlich im Europaviertel hust) oder gestapelte Boxen wie Schneider+Schumacher oder Sauerbruch Hutton. Gut, dass die Jury sich für den ansprechendsten Entwurf entschieden hat.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Autobahn zerschneidet den Stadtraum und legt einen irrsinnigen Lärmteppich über die Landschaft. Schon der derzeitige Ausbauzustand bewirkt ein Höchstmaß an Verkehrlärm.

    Die beigefügte Lärmkarte zeigt doch eindeutig, dass zwischen Friedberger und Seckbacher Landstraße für nur sehr wenige Wohnungen die Autobahn der dominante Lärmverursacher ist. Die Friedberger Landstraße als oberirdische min. vierspurige Straße verursacht auch viel Lärm und verläuft viel näher an den meisten Wohneinheiten.

    Mit einer Erweiterung der Galerie Seckbach (240m Länge) im Rahmen des 6-spurigen Ausbaus für beide Richtungsfahrbahnen bin ich auch fein, an der Stelle ist die Autobahn wirklich nah an der Bebauung. Aber weiter nördlich sind fast nur Kleingärten, Parks und ein Blumen- und Zierpflanzengroßmarkt. Das ist einfach rausgeworfenes Geld, wenn da keine dichte Bebaauung nahe der Autobahn entstehen soll.

    Wenn man deine Argumente fortführt, muss man die A661 bis zum Homburger Kreuz überdeckeln, denn auch an Preungesheim, Frankfurter Berg und Bonames geht sie in gewisser Nähe entlang. Das ist volkswirtschaftlich jedoch nicht sinnvoll.

    was ist daran großartig, es ist eine Steuerverschwendung, eine Autobahn, wo weder Bebauung noch Berge im Weg sind, in einen Tunnel zu verlegen, nur damit einige Kleingärtner ihre Ruhe haben. Die Krönung ist noch dann ein paar PV-Anlagen auf den Deckel zu stellen, die ab und zu Flatterstrom erzeugen. Genau wegen solcher Politik geht es in Deutschland bergab! Das Geld wäre deutlich besser in den Ausbau der Kapazität der Verkehrsinfrastruktur (Straßenbahn, Umgehungsstraßen, mehr Spuren) angelegt als in einem überdimensionierten Stahlbetonbauwerk, dessen Instandhaltung auch jahrzehntelang Geld Kosten wird.

    Sehr schöne Bauausführung. Klar, exklusive Lage, aber 30.000€/m2 für quasi eine Doppelhaushälfte mit eher kleinem Grundstück sind schon absurd. Es ist eher ein Trugschluss, dass schöne Architektur und hochwertige Materialien so teuer sein müssen. Viel mehr bedient der Entwickler eine gestalterische Nische, um seine Rendite zu maximieren. Es bräuchte viel mehr solcher Häuser.

    Die Erwiderung geht überhaupt nicht auf die Argumente ein. Wo soll eine Voll-U-Bahn günstiger als eine teilweise oberirdische Stadtbahntrasse sein? Selbst bei offener Bauweise sind die Bauwerkskosten um ein Vielfaches höher. Und wieso wäre es schneller zu bauen gewesen, wo die Zeitverzögerungen vor allem aus dem Tunnelbau (Schneidradabnutzung wäre bei oberirdischer Trasse kein Problem gewesen!) resultieren.

    Mod: Wegen Abdrift aus "Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen" hierher verschoben.


    Die Aussage, dass bei einer Voll-U-Bahn die Strecke schon seit Jahren fertig und 400 Mio. € günstiger sei (aktuell Gesamtkosten für die Verlängerung wohl etwas über 500 Mio. €), kann ich nicht nachvollziehen. Die oberirdische Trasse ist ja schon ewig freigehalten. Probleme gab es v.a. beim Tunnelbau, wo dem Bauunternehmen wohl das Schneidrad verschlissen ist (Fehlplanung?). Auch die unterirdische Station "Güterplatz" ist bautechnisch viel komplexer als die oberirdischen Haltestellen.

    Im Gegensatz ist es so, dass dieses Projekt und vor allem die überflüssige Verlängerung durch weitgehend unbewohntes Gebiet zum Römerhof finanzielle Mittel entzieht, die viel größeren Nutzen bei Straßenbahnprojekten bewirken könnten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Niemand braucht dort ein neogotisches Kirchenmonster, die Ev. Kirche am allerwenigsten. Rekonstruktion in allen Ehren, aber nicht immer und nicht überall.

    Die alte ursprüngliche Bauform der Matthäuskirche als "Kirchenmonster" zu bezeichnen, finde ich nicht angemessen. Wenn die Kirche so sparen will/muss, könnte sie auch komplett auf den Neubau verzichten. Der Entwurf von MSW lässt bis auf das Kreuz die Kirche äußerlich nicht erkennen. Die sehr aufgeregte Fassade mit der Greenwashing-Wandbegrünung ist aus meiner Sicht unpassend, eine Verirrung moderner Architektur.

    Die HOAI-Leistungsphasen sind mir bekannt. Kostenschätzung und Kostenberechnung werden klar abgegrenzt in DIN 276. Umgangssprachlich wird natürlich viel gesagt.

    In der offiziellen Pressemitteilung des VHT steht jedoch ebenso klar, dass jetzt die Ausführungsplanung der nächste Schritt sei. Was eine vermutlich nicht mit der HOAI vertraute Redakteurin schreibt, interessiert mich weniger und ich habe auch keine Muße, einen Leserbrief zu verfassen.

    Der Aufgabenträger muss die Ausführungsplanung eben nicht zusammen mit der Bauleistung vergeben, sondern kann Ingenieurbüros mit dieser beauftragen. Wenn dies vor der Ausschreibung erfolgt, hat die Planung eine höhere Detailgenauigkeit und damit auch u.a. Kostensicherheit.

    Bei dem Projekt läuft vieles schief, was man so aus dem Hintergrund hört.

    Nichtsdestotrotz ist der Post von main1a , der sich vermutlich auf den Bericht der FAZ stützt, falsch, dass jetzt mit der Entwurfsplanung begonnen wird. "Kostenschätzung" ist eh das falsche Wort, da diese in der Lph 2 (Vorplanung) erfolgt. In der Entwurfsplanung (Lph 3) wird eine genauere "Kostenberechnung" aufgestellt. Aufgrund der vielen Verzögerungen muss diese vermutlich noch einmal aktualisiert werden. Ich denke der Aufgabenträger (hier nicht die DB!) ist überfordert mit der Projektsteuerung. Wenn man der Qualität der Entwurfsplanung nicht vertraut bzw. auf deren Basis ausschreiben zu können, zieht man die Ausführungsplanung vor die Ausschreibung, ist bei Bahnprojekten jedoch unüblich. Theoretisch könnte man jetzt sofort die Leistungen ausschreiben.