Beiträge von JausD

    Ich denke, alles was den Hofgarten in irgendeiner Form antastet, wird als politisch inakzeptabel ausscheiden.


    Das killt ja aller Voraussicht nach auch den jetzigen Standort definitiv.


    Generell haben alle auf den Rhein bezogenen Standorte den Nachteil, dass halt Uferzugang oder Parkfläche verbaut wird,


    Bis jetzt würde ich daher zum Standort Kaufhof Wehrhahn tendieren, der diese nach dem U-Bahnbau und den Problemen der Kaufhäuser ziemlich gebeutelte Ecke aufwerten würde. Es müsste allerdings tatsächlich eine Art Solitär werden, der auch nicht den Blockrand einhält, denn irgendeine Art Vorplatz / Vorfahrt wird man brauchen.

    Historisch wäre das allerdings natürlich nicht ohne Vorbild. Die Tonhallenstraße heißt ja nicht umsonst so, sondern weil vor dem Krieg dort (allerdings auf der Karstadt-Seite) die alte Tonhalle als Konzert- und Veranstaltungshalle stand. Damals hatte man also noch keine Probleme, dies als erweitertes Zentrum zu sehen und eine solche Einrichtung dorthin zu geben.

    Ich hatte tatsächlich einmal einen Plan gesehen, der einen Tunnel etwas östlich der Kaiserswerther Straße vorsah, etwa vor dem Hilton entlang führte und den Bahnhof Theodor-Heuss-Brücke vor dem damaligen Fachhochschulgebäude haben sollte. Davon habe ich allerdings nicht mehr gehört und mit dem Wegzug der Fachhochschule mit vielen ÖPNV-Nutzern ist da wohl auch der Anreiz nicht mehr so da.

    Daher gehe ich davon aus, dass die Trasse im Bereich der Kaiserswerther Straße bleiben wird, allerdings wohl tatsächlich nur mit 2 Haltepunkten (was ja kein Schaden ist; vom Haltepunkt Golzheimer Platz stadteinwärts zum Bahnsteig Kennedydamm kann man ja fast buchstäblich einen Stein werfen).

    Wobei das Commerzbank-Haus an der Kö (vormals Dresdner Bank) nach seiner bisherigen Innenaufteilung ein ziemlich "extremes" Gebäude ist, mit der Schalterhalle als riesiges offenes Atrium und demzufolge wenig tatsächlicher Bürofläche.


    Da bin ich mal gespannt, ob und wie das Gebäude umgebaut werden soll. Je nach der Zielstruktur könnte das sehr aufwändig werden und noch eine Weile dauern.

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    Karstadt Sport wurde geschlossen.

    Daher war ja gerade die Frage, was mit dem rückwärtigen Teil des Häuserblocks zur Oststraße hin geschieht.

    Interessanterweise ist das bisherige Karstadt Sport Gebäude nicht in den Planbereich eingeschlossen. Hier gab es doch auch einmal die Gerüchte, das letztlich der ganze Häuserblock bis zur Oststraße überplant werden sollte?

    Es stimmt schon: Ich habe den Eindruck, dass "Hotel" in den letzten Jahren bei manchen Entwicklern mehr zum bequemen Ausweg wurde, wenn ihnen nichts besseres eingefallen ist oder sie die Finanzierung für Wohnen nicht gestemmt bekommt haben

    Man kann davon ausgehen dass einer der an diesem Projekt beteiligten ganz einfach pleite ist, was in diesen Zeiten nicht ungewöhnlich wäre.


    Wenn es einen Wirtschaftszweig gibt, an dem die Corona-Krise weitgehend vorbeigegangen ist, dann ist es doch die Bau- und Architekturbranche.

    Schon kurios: Die Tunnelbauarbeiten der Wehrhahnlinie selbst und der Ausbau der Bahnhöfe war nach meinem Empfinden recht zügig und im Zeitplan. Umso erstaunlicher finde ich, dass die vergleichsweise unkompliziertere Aufgabe der Oberflächengestaltung so verblüffend lange sich hinzieht. Wobei es sich hier natürlich rächt, dass während der Baumaßnahmen selbst nie Pläne der Stadt für die Oberflächen entwickelt wurden und die Zeit der Bauarbeiten so vergeudet wurde.

    RP-Online berichtete vorgestern über den Bau der Stadtbahn U81, die 2024 in Betrieb gehen soll.

    Der erste 1,9 km lange Bauabschnitt für die "neue Stadtbahnlinie" vom Freiligrathplatz bis zum Flughafen ist im Bau.

    Besonders der Bau der 480m langen Brücke über den "Nordstern" steht bei den Anwohnern immer noch in der Kritik, da diese zuviel Lärm befürchten - ursprünglich war für diesen Streckenabschnitt ein Tunnel geplant.


    Wo hat der Nordstern eigentlich Anwohner?

    Sicher nichts weltbewegendes, aber sicher gefällig für junge Familien.


    Wie überhaupt der ganze Straßenzug auf den Bildern erstaunlich vorstädtisch wirkt, wenn man bedenkt, dass man mitten im dichtbesiedelten Oberbilk ist.

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    Der verlinkte Plan bezieht sich natürlich nicht auf die Gesolei, sondern die Industrie- und Gewerbeausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Bezirke vom Mai bis Oktober 1902.


    Das hätte dir auch ohne Weiteres auffallen können, da etwa noch alte Schreibweisen wie Thor mit Th verwendet werden und die gesamte Cecilienallee mit Oberlandesgericht und Bezirksregierung (eingeweiht 1910/11) noch fehlen.

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    Spontan ist mir der Gedanke an das Verwaltungsgebäude von Phoenix Rheinrohr an der Fritz-Roeber-Straße gekommen, in dem heute die Staatsanwaltschaft sitzt. Ein großes, freistehendes Bauprojekt in der Altstadt, das meines Wissens 1928 eröffnet wurde (und schon 1930 nach der Weltwirtschaftskrise von der Bauherrin an den Staat verkauft werden musste).

    Die im Hintergrund schemenhaft angedeuteten Gebäudeumrisse würden dann die Kunstakademie sein.

    PS: Ich habe gerade gesehen, dass die Rheinbahn eine echte Taktoffensive startet, insbesondere an Samstagen, den Haupteinkaufstagen in der City. Sämtliche Straßenbahnen und zahlreiche Busse, die bisher am Samstag nur alle 15 Min. verkehrten, fahren ab Ende der Sommerferien samstags von 9-20 Uhr in einem 10-Minutentakt.


    Somit erhöhen sich die gefahrenen Kilometer um 3.500 km täglich - pro Jahr 1,2 Mio. Kilometer. Eine sehr beachtliche Sache, die man nur loben kann. Alle Daumen hoch!


    Einerseits natürlich tatsächlich mal gut, dass Bewegung in den starren Laden der Rheinbahn und ihres Fahrplans kommt.


    Andererseits wird damit vor allem seit Jahren überfällige Entwicklungen nachvollzogen:


    Der Abendfahrplan, der auf allen Linien bereits ab 19:00 Uhr ausdünnte, war noch vor dem Hintergrund des Ladenschlusses um 18:30 Uhr angesetzt und ist bislang in keiner Weise auf die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten eingegangen. Gerade in der Zeit von 19:00 bis 20:00 waren die Bahnen und Busse stark belastet. Das wird jetzt endlich mit der Verlängerung des Tagestaktes bis 21:00 Uhr nachgeholt.


    Die zweite Entwicklung betont den Samstag. Damit zieht die Rheinbahn jetzt dem nach, was bei der "großen" Deutschen Bahn schon immer galt, dass nämlich der Samstag als Werktag zählt und damit der Werktagsplan (mit gewissen Streichungen wie Wegfall von Verstärkern zu Schulzeiten) gilt.