Beiträge von Nürnberger

    Der Supermarkt am Südrand des Baugebietes kommt offenbar weg - an Ersatz auch für bisherigen Anwohner wird hoffentlich gedacht werden

    Tatsächlich ist erst durch die Bereitschaft Lidls ins neue nördlich der U-Bahn entstehende Quartier umzuziehen, die südlich liegende Fläche auch zur Bebauung frei geworden. Soweit ich weiß wird der Lidl dann in das Erdgeschoß des Blocks mit dem Hochpunkt (übrigens auch erfreuliche 12 oder 13 Geschoße) einziehen. Dieser Teil wird dementsprechend wohl auch zuerst realisiert werden, damit ein fließender Übergang ohne Nahversorgungsengpass vonstattengehen kann. Die entsprechenden Infos und weitere Planungsziele sind auf den entsprechenden Seiten des Bürgervereins Gebersdorf und der Bürgerbeteiligung zum Sandäcker-Quartier zu finden. Klingt für mich bisher alles sehr erfreulich und da es sich bei der Fläche anscheinend um ein altes "Kohlenlager" handelt, passt das Projekt ja auch hervorragend zum Thema Strukturwandel in Bezug auf Konversionsflächen.

    Spontan fallen mir jetzt noch das ehemalige Schöller-Areal (auch wenn noch nicht klar ist, was dort hinkommt - hoffentlich die EWF) und das ehemalige Kleingewerbegebiet bei Schweinau, auf dem ja jetzt leider erstmal die neue BMW-Niederlassung und der "Öko"-Edeka Platz gefunden haben (langfristig entsteht hier hoffentlich auch noch etwas hochwertigeres) als weitere größere Konversionsflächen in Nürnberg ein.


    Zur Frage der Nürnberg-spezifischen Wahrnehmung: Insgesamt sehe ich die Entwicklung in der Stadt in den letzten Jahren durchaus als dynamischer als noch vor zehn Jahren an und freue mich sehr über viele Entwicklungen in Bezug auf Lückenschließungen, höhere Gebäude und gewachsenem Gestaltungsanspruch. Nichts desto trotz bin ich der Meinung bin, dass da noch durchaus Potential nach oben vorhanden wäre. Dies betrifft neben den plumpen weiß-grauen Dämmstoffkisten mit viel zu kleinen oder wahrlos gesetzten Fenstern, die hier ja auch häufig im Forum kritisiert werden vor allem auch die städtischen Zuständigkeiten. Gerade in Bezug auf Straßen- und vor allem Platzgestaltung hinkt der Anspruch in Nürnberg - insbesondere in den gründerzeitlichen Vierteln - wirklich hinterher. Aber hoffen wir fürs erste einfach mal, dass das in den Neubaugebieten wie Lichtenreuth, der Neuen Mitte Thon oder AEG Nord besser wird, was man ja dann immerhin als Zeichen dafür interpretieren kann, dass man es auch besser hinbekommt.


    Nun zum Vergleich: Ich denke auch in anderen Städten glänzt nicht alles. Wien ist als Global City und eine der am stärksten wachsenden Städte in Europa natürlich an Unmengen dynamischer als Nürnberg. Alleine wenn ich mir die ganzen Hochhäuser, die in den letzten fünf Jahren aus dem Boden geschossen sind/momentan schießen, anschaue (alleine 17 über 100m) oder an die ganzen sich bereits in Umwandlung befindenen Bahnkonversionsflächen, wie den Nordwestbahnhof, Nordbahnhof oder die fertiggestellten Viertel am Rennweg und dem ehemaligen Süd-/Ostbahnhof (jetzt: Sonnwendviertel) denke (und das sind nur die wirklich zentral liegenden), wird ersichtlich, dass hier ein Vergleich zu Nürnberg doch stark hinkt. Aber auch in Wien, und mit Sicherheit auch in den deutschen Städten mit ähnlich hohen Dynamiken (Berlin, Hamburg, München und Frankfurt) kann man den leider in durchaus nennenswert großer Zahl erfolgenden Abriss gründerzeitlicher Bausubstanz, darauf folgende uninspierierte Nachverdichtung oder auch den Bau weiß/grauer Schachteln auf der grünen Wiesen beobachten.


    Vergleiche ich die Dynamik mit dem was ich von anderen deutschen Städten zwischen 0,5 und 1 Mio Einwohnern so mitbekomme würde ich Nürnberg in ungefähr dieser Reihenfolge hinter Köln, Düsseldorf und Leipzig, mit Stuttgart und Dresden in etwa gleichauf und vor Bremen, Mannheim/Ludwigshafen, Hannover, Dortmund, Essen und Duisburg einreihen. Ist natürlich rein subjektiv und ich behaupte keineswegs über alle Projekte in allen Städten Bescheid zu wissen. Allgemein habe ich aber das Gefühl, dass sich im Moment in fast allen Städten sehr viel tut. Der Größe und Bedeutung Nürnbergs folgend würde ich also sagen, dass im Moment schon mehr als dem Bundesdurchschnitt entsprechend passiert, gerade aber im Vergleich zu anderen bayerischen Städten (die auf Grund zu stark divergierender Größen leider auch nicht wirklich vergleichbar sind) steht die Stadt nicht so prickelnd da. Nimmt man aber Fürth und Erlangen mit ins Boot dürfte die Dynamik doch nochmal deutlich höher sein.

    Weiß nicht, ob hier schon mal irgendwo darauf hingewiesen wurde, aber das Super Future Collective hat auch einen Entwurf für den Umbau der ehemaligen Oberpostdirektion erstellt. Spannend finde ich hier die Aufstockung auf insgesamt elf Stockwerke und die damit veränderte Wirkung auf den Rathenauplatz (siehe Visualisierung) sowie die geplanten offenen Hofzugänge.


    Beim Franz & Sue-Entwurf haben sich mittlerweile übrigens auch Details der Fassadengestaltung geändert und auf die ursprünglich geplante Aufstockung im nördlichen Bereich wird anscheinend verzichtet. Aktuelle Pläne: [hier].

    Ich glaube dieser Lückenfüller in der Künhoferstraße 22 von der Schultheiss Wohnbau AG hat hier noch keine Erwähnung gefunden. Ziemliche Stangenware mit vermutlich billigen Fassadenelementen. Aber immerhin ein Satteldach mit für Nürnberg typischen roten Ziegeln und zur Straße ausgerichtete Balkone. Letzteres dürfte zumindest eine komplett tote Fassade verhindern und für einen gewissen Anschluss an das nördliche Nachbarhaus sorgen. Spannend ist auch, ob die Fassadenbegrünung im Erdgeschoß umgesetzt wird.

    Nachdem der Kaufhof mittlerweile verachwunden ist, hat nun scheinbar der Abriss des zugehörigen Parkhauses gegenüber begonnen. [...] Mir ist nicht bekannt, was hier nach dem Abbruch entstehen soll, weiß jemand was dazu? Finde ich spannend.

    Dem heutigen Artikel der NN lässt sich entnehmen, dass es für das Grundstück des Parkhauses noch keine genauen Pläne für die Nachnutzung gibt, es aber laut Vertreter Ten Brinkes eine Wohnbebauung werden solle. In der Zwischenzeit wird es als Baustellenlager während der Errichtung des Schocken-Carres genutzt.

    Unter Punkt 4: Standort einer Ausweichspielstätte für die Musik- und Tanztheatersparten des Staatstheaters Nürnberg während der Durchführung des Bauvorhabens Opernhaus kann man hier übrigens auch eine Machbarkeitsstudie für eine Oper am Standort Kongresshalle einsehen.

    Als Sitzungspunkt im nächsten Verkehrsausschuss wird auch das Ausbauprogramm der S-Bahn Nürnberg besprochen. Die Liste der zu untersuchenden Maßnahmen ist erfreulich umfangreich:


    - S-Bahn nach Neuhaus a.d. Pegnitz mit Elektrifizierung

    - S-Bahn nach Simmelsdorf-Hüttenbach mit Elektrifizierung (Schnaittachtalbahn)

    - S-Bahn nach Markt Erlbach mit Elektrifizierung (Zenngrundbahn)

    - S-Bahn nach Cadolzburg (Rangaubahn)

    - S-Bahn nach Gräfenberg (Gräfenbergbahn)

    - optimierte S-Bahn nach Neustadt (Aisch) nach geplanter Betriebsaufnahme ab 12/2021 mit neuen Haltepunkten Breslauer Straße statt wohl Unterfürberg, Breiter Steig statt und/oder Burgfarrnbach und Forsthausstraße, vermutlich auf der Rangaubahn (wohl als Ersatz für zumindest Dambach oder auch zugleich Westvorstadt) sowie Taktverbesserungen und Barrierefreiheit

    - Ausbau S-Bahn zwischen Fürth und Erlangen mit eventuellen neuen Haltepunkten Vacher Straße, Stadeln Süd und Stadeln Nord

    - Durchbindung Gräfenbergbahn - Fürth auf dem Nordring mit den Haltepunkten Nürnberg Nord, Thon, Wetzendorf und Muggenhof

    - Prüfung einer S-Bahn auf dem Güterring (vermutlich Südring) mit neuen Haltepunkten (evtl. Wiederinbetriebnahme Zollhaus und Langwasser)

    - S-Bahnverlängerungen unter Einbindung von Nebenbahnen (bspw. Roth - Hilpoltstein mit möglicher Verlängerung (Bypass) nach Allersberg)

    - Neu-/Ausbau S-Bahnstationen mit P+R wie zum Beispiel Erlangen, Feucht West, Neumarkt Süd, Ansbach-Schalkhausen, Ansbach-West, Interfranken

    - Kapazitätssteigernde Maßnahmen zwischen Nürnberg und Fürth mittels neuem S-Bahngleis oder Neuordnung der Schienenbelegung sowie Einrichtung bzw. Ausbau bestehender bzw. neuer Haltepunkte wie beispielsweise Rothenburger Straße, Steinbühl, Fürth Hbf [Gleis 8], Jansenstraße, Neusündersbühl, Stadtgrenze + zusätzlich Ausbau Frankenstadion, Einrichtung Optionalhalt Wiener Straße zur Erschließung GVZ Hafen

    - Bündelung am Nürnberger Hbf. zur Erreichung besserer Umsteigebeziehungen (wohl mittels neuer Überwerfungsbauwerke in den Bereichen Steinbühl und Dürrenhof)

    - Neuordnung des Linienkonzepts und neue Haltepolitik mit möglichst vielen Stationen im Kernbereich (dürfte wohl hauptsächlich die S3/S5 zwischen Nürnberg Hbf und Feucht betreffen)

    - Untersuchung des Taktschemas (20/40 min - Takt vs. 15/30 min - Takt)

    - Einführung von Express-S-Bahnen


    Sicher kann man auf die Ergebnisse der Untersuchungen gespannt sein. Dass das ganze Maßnahmenpaket umgesetzt wird, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich - also mal sehen was sich am Ende als wirtschaftlich herausstellt bzw. übrig bleibt.

    Wie die NN berichten ist die Entscheidung um den zukünftigen Namen entschieden. Das Projekt soll künftig unter dem Namen Schocken-Carré auftreten. Die Namen, welche ebenfalls prämiert wurden waren darüber hinaus Südstadt-Schocken, Schocken², Südside und Schocken First. Zumindest unter den prämierten Einreichungen ist Schocken-Carré definitiv auch der mir persönlich am zusagenste.

    Am 1. Juni soll übrigens der Neubau des Schulzentrums Südwest starten. Neben dem Sigmund-Schuckert-Gymnasium und der Peter-Henlein-Realschule sollen auch die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken und eine Schul- und Stadtteilbibliothek im Komplex ihren Platz finden. Das in drei Bauabschnitte aufgeteilte Projekt soll in rund sieben Jahren fertig gestellt werden und kostet insgesamt 191 Millionen Euro.