Die Baustellenplanen Richtung Aufseßplatz wurden die Tage bereits entfernt und ein Gerüst für ein neues großes Plakat aufgebaut. Denke, da wird kommende Woche noch ein Pressetermin mit hübschen Plakat und vollgelaufener Baugrube im Hintergrund folgen.
Nbger Süden: Abriss und Neubau ehem. Kaufhof am Aufseßplatz
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Ich bin auch gerade auf ein Projekt zur Bebauung des ehemaligen Parkhauses Ecke Landgrabenstraße/Ammanstraße gestoßen. Geplant sind zur Landgrabenstraße sieben Vollgeschoße mit Gesimsen, die die Ecksituation betonen und im Erdgeschoß Ladenflächen. In der Ammanstraße sind je nach Interpretation drei bis vier verschiedene Fassaden geplant, die neben weiß und hellgrau erfreulicherweise auch in gelb gestaltet sind. In der Straße selbst sind den Visualisierungen nach auch Baumpflanzungen und Sitzmobiliar angedacht, wobei ich mir unsicher bin, ob der Bauträger hier die Gestaltung übernimmt oder ob das nur aus Verkaufsgründen so dargestellt ist.
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In der Straße selbst sind den Visualisierungen nach auch Baumpflanzungen und Sitzmobiliar angedacht, wobei ich mir unsicher bin, ob der Bauträger hier die Gestaltung übernimmt oder ob das nur aus Verkaufsgründen so dargestellt ist.
Die Sitzgelegenheiten sind eigentlich nur Radständer, der Rest entspricht aber grob den Planungen der Stadt Nürnberg: siehe Beschluss Vpl/062/2024
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Die Baustelle hat wieder ihren urspünglichen Platz eingenommen (Der Durchgang von der Breitscheidstraße zur Wiesenstraße ist gesperrt). Die passende Bautafel hängt seit gestern, der Entwurft scheint nochmal deutlich überarbeitet worden zu sein. Vorhin auf dem Weg ins Büro kurz ein Foto davon gemacht:
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"Überarbeitet"... die Spolie vom Nachkriegsschocken (Waben) und die einzige Hommage an den Vorkriegsschocken (Klinkerfassade) wurde weggespart... die ausdifferenzierteren Farben finde ich zwar ganz gut, ich hoffe nur inständig dass das wenigstens eine Kunststeinfassade wie beim Wöhrl Neubau wird und nicht eine von diesen schnell gammelnden WDVS Fassaden, die dann eh nicht gescheit verputzt wird...
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Der erfolgte Verkauf des Projekts am Aufseßplatz an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim ist zu den üblichen Nachrichtenplattformen gelangt. Die Mitteilung, aus der sich auch Edeka als Hauptmieter der Einzelhandelsflächen ergibt, in Kurzform:
- Das Bauunternehmen Ten Brinke hat das Mixed-Use-Projekt Schocken Carré am Aufseßplatz in Nürnberg an die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim verkauft. Damit ist der Baustart bis Herbst 2026 möglich – eine zentrale Baulücke in der Nürnberger Südstadt wird geschlossen.
- Geplant sind 200 Mietwohnungen (davon 127 gefördert), rund 7.700 m² Einzelhandel mit Edeka als Ankermieter sowie soziale Einrichtungen, darunter ein Familienzentrum mit Kita und eine Erziehungsberatungsstelle. Das Projekt umfasst insgesamt etwa 43.000 m² Fläche.
- Das Schocken Carré entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Schocken und setzt auf einen urbanen Nutzungsmix aus Wohnen, Nahversorgung und sozialen Angeboten. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Südstadt zu stärken.
Die Visualisierung von der Bautafel in höherer Auflösung:

Bild: Behles & Jochimsen Architekten / Ten Brinke -
Ich weiß nicht.... so lange dieses Projekt schon diskutiert wird und diese Visualisierungen gezeigt werden, es beschleicht mich schon immer der Eindruck dass das an diesem Platz nicht passt: Zwischen dem belebten Aufseßplatz und der Wölckernstraße bereits im zweiten OG Wohnungen mit Balkonen.... und dann diese seltsame Begrünung, die mit Sicherheit nicht kommen wird....
Die Staffelung der Dachkanten finde ich gut, noch besser wäre es aber wenn auch die Fassaden vor- und zurück gesetzt wären, wodurch eine höhere Lebendigkeit entstehen würde. Mir fällt da immer das Projekt in Eberhardshof, der Georg-Hennch-Straße ein, das ich hier irgendwie passender finden würde.
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... die Spolie vom Nachkriegsschocken (Waben) und die einzige Hommage an den Vorkriegsschocken (Klinkerfassade) wurde weggespart...
Sehr schade, die Klinkerfassade war für mich ein großer Pluspunkt. Aber immerhin geht es jetzt weiter und es hätte schlimmer kommen können. Im Vergleich zu anderen Neubauten in schwarz-grau-weiß oder grässlichen Beigetönen, die im Neubauzustand schon so aussehen, als ob das Gebäude dringend mal neu gestrichen gehört, ist da immerhin Farbe im Spiel.
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Es hat sich wenig geändert am ursprünglichen Konzept.
Jetzt sind es 19 Wohnungen weniger, vielleicht weil mehr große Wohnungen von den Käufern verlangt wurden, vielleicht weil man dem Kläger entgegengekommen ist und Zufahrten geändert hat (reine Spekulation von mir).
Am interessantesten finde ich, dass die Architekten gewechselt haben: die ursprünglichen Gewinner des Fassadenwettbewerbs waren H2M-Architekten, die die weitere Planung auch begleiteten. Ihre Projektseite ist noch online: H2M
Unter der Visualisierung oben stehen jetzt Behles & Jochimsen Architekten, die man in Nürnberg vom Regensburger Viertel und vom Haus der Wirtschaft am Hauptmarkt kennt. Auf ihrer Website ist zum Schocken-Carre noch nichts zu finden.
Die Visualisierung würde ich nicht überbewerten. Hier wurde offensichtlich mit der schnellen Nadel etwas gestrickt, das man termingerecht vor der Wahl der Presse präsentieren konnte. Auch bei H2M war es so, dass der allererste Entwurf später noch abgeändert wurde, etwa die Loggien zur Landgrabenstraße waren ursprünglich offen und später dann voll verglast.
Auf der stark reduzierten Seite von Ten Brinke zum Projekt ist auch nur diese eine neue Ansicht zu finden, sowie die alte unveränderte Ansicht aus der Vogelschau. Ursprünglich waren es 7 Ansichten. Wie die angepassten Fassaden, das Dach und der Innenhof tatsächlich aussehen werden, ist wohl noch gar nicht im Detail entschieden (außer, dass die Klinker in den oberen Geschossen wohl tatsächlich wegfallen. Im EG sind auf der Visualisierung dagegen Klinker neu hinzugekommen).
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Finde den Entwurf sehr uninspiriert. Klötzchenstapelei. Alibi-Fassadenbegrünung, die eh nicht kommt. Das man jetzt quasi schon dankbar sein muss, dass mal etwas Farbe im Spiel ist, ist auch irgendwie vielsagend.
Der Aufseßplatz ist nun sicher kein Kobergerplatz von der Klientel her aber doch sehr zentral. In Fürth baut man in weniger exponierten Lagen so etwas hier mit deutlich mehr Anspruch und Wertigkeit:
Rundungen, großzügige Sockel über 2 Etagen, Betonung von Ecken, wertigere Materialien und aufwendiger gestaltete Fassaden, Vor- und Rücksprünge..
Bauvorhaben Jahnstraße 34-36
https://stadtrat.fuerth.de/vo0050.asp?__kvonr=65512
Screenshots aus der PDF
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Das Projekt ist jetzt auf der Website von Behles & Jochimsen aufgeführt:
https://www.behlesjochimsen.de/de/projekte/schocken-carre-132/
Keine Neuigkeiten, nur eine Kurzbeschreibung.
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