Beiträge von sw-grisu

    Tetelberg

    Für den Tetelberg spricht eindeutig das vorgeschlagene Architekturkonzept. Sowohl die Optik von außen, als auch die Möglichkeiten die sich dadurch im inneren ergeben. An der Moskauer Straße wäre es einfach wieder ein billig wirkender klassischer Hochhausklotz, der mehr abschreckt als einlädt. Das einzige was für die Moskauer Straße spricht ist die Erreichbarkeit. Das aber auch nur begrenzt. Die Erreichbarkeit am Tetelberg verschlechtert sich zum bisherigen Standort in meinen Augen nicht. Zudem bietet der Tetelberg noch Reservegelände für weitere Behörden. Für Wohnbebauungen ist die Gegend nmM eher ungeeignet.

    ^^

    Also in meiner direkten Nachbarschaft werden gerade zwei zusammenhängende Gründerzeitbauten saniert. Mit Abschluss der Arbeiten werden darin 20 Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Ja, ich bin auch fast vom Glauben abgefallen. Der Bauträger lässt tatsächlich im kleinen Innenhof eine "Tiefgarage" graben. Zu-/Ausfahrt erfolgt über einen Aufzug.


    Sehr löblich und ich bin mir sicher, dass er nicht auf den Kosten sitzen bleibt.


    Bestimmt nichts für jeden Bestandsbau, dennoch, bei Neubauten bin ich bei DUS-Fan. Ansonsten bekommen wir die Straßen nie leer.


    Und bezüglich Wien: Ich kenne noch ein besseres Beispiel. Santiago de Chile. Im gesammten Innenstadtbereich, der nicht gerade klein ist, gibt es keinen einzigen Stellplatz im Freien. Dafür wurden rechtzeitig massiv Parkhäuser gebaut. Die Straßen sind nach wie vor voll mit Autos, in den Parkhäusern hatte ich dennoch nie ein Problem einen Platz zu bekommen. Zeugt also davon, dass es ein ausgewogenes Verhältnis gibt.

    ^^

    Die Stellplatzverordnung gehört sogar noch verschärft. Zumindest in den Innenstadtbezirken. Denn, lieber früher als später, muss die Stadt dazu über gehen, parken im öffentlichen Raum zu verbieten. Und dazu werden einfach Stellplätze benötigt. Wer glaubt dass es in Zukunft weniger Autos geben wird, der glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten. Die Kisten werden weniger genutzt, aber sie werden immer noch da sein. Wir müssen allerdings dahin kommen, dass die Autos nicht mehr im öffentlichen Raum geparkt werden dürfen. Und dazu werden noch viele Stellplätze benötigt. Ich frage mich nämlich schon seit Jahren, mit welchem Recht die öffentliche Hand Stauraum für private Güter zur Verfügung stellt und auch noch unterhält. Der Platz kann viel sinnvoller genutzt werden.

    Mit dem wenigen was man aktuell aus den Lageplänen heraus lesen kann bin ich auch für den Siegerentwurf. Jedoch nicht bei der Illustrierten Fassade. Da bevorzuge ich eindeutig den Drittplatzierten. Diese ist wesentlich angenehmer aufgeteilt. Außerdem sieht Backstein immer wertiger aus als alle anderen modernen Verkleidungen. Abgesehen von Naturstein.

    :-)

    ^ Über die Kubatur kann man streiten. Ich finde den Hauptbau auch etwas klobig. Aber mit Brutalismus hat das Ganze nun wirklich rein gar nichts zu tun, da die Fassaden ja noch verkleidet werden.


    Ich habe ja extra das Wort "deutscher" mit eingefügt. Ganz so schlimm wie das, was unter "Brutalismus" läuft ist es ja nicht, dennoch war ich bei dem Bild erst einmal geschockt. Live ist es leider derzeit nicht viel besser. Aber richtig; warten wir erst einmal die Fassadenverkleidung und die Entrüstung ab. Ändern kann man eh nichts mehr.

    ^^ Du hast die Frage falsch gestellt. Richtig wäre: „wozu unterhalten wir eigentlich sowas wie ein „Denkmalamt“?


    Meine Meinung mag eine Einzelmeinung sein, aber ich stehe dazu: bei so viel geballter Inkompetenz gehört der Saustall ausgemistet oder aufgelöst.

    Heinrich-Heine Allee 20/22

    Thorti: danke für den Hinweis auf die Webseiten des Projektentwicklers. Nach einem ersten Überflug über die vorgestellten Projekte muss ich dir zustimmen. Da ist noch verdammt viel Luft nach oben.


    Auch ich bin bei der Bezirksvertretung und empfinde den Vorschlag als viel zu profan für die Seite der HHA. Gegenüber sieht es teilweise ja leider heute schon so übel aus.


    Von mir ein ganz klares: Ja, da muss deutlich nachgebessert werden. Die Begründung der Bezirksvertretung mit dem Verweis auf die bestehende Oper ist allerdings voll daneben. Genau die ist keinerlei Maßstab für eine gelungene Architektur und gehört dringend ersetzt. Von daher wäre der Verweis auf einen anstehenden Neubau der Oper und somit für eine angemessene Nachbarschaft passend gewesen.

    Im Zeitraum Mai bis Juli 2017 gab es hier die letzten Diskussionen zum Bauprojekt Jakobshof. [...] Ich schau in einem Jahr mal wieder rein.


    Ein ganzes Jahr habe ich nicht ganz gewartet, aber immerhin 11 Monate. Inzwischen hat sich einiges bewegt. Von der Bilker Allee kommend fehlen auf der linken Seite noch ein paar Gebäude. Bei den Aufnahmen habe ich mich auf die Sichtachsen und die Abstände zwischen den Gebäuden konzentriert. Meine persönliche Meinung dazu halte ich mal zurück.


    Die Bilder sind von mir, vom 14.06.2019:



    Blick von der Bilker Allee, direkt hinterm Tor.



    circa 50 Meter tiefer im Innenhof, immer noch Blick in die Längsachse



    Links der linke Gebäuderiegel, rechts der hintere Querbau



    Blick vom Querbau Richtung Ausgang (Bilker Allee)

    Kronenstraße 10/12

    ^^ Fuchsbau: Vielen Dank für den Hinweis. Bin mal gespannt wieviele Hotels Düsseldorf noch bekommt. Mir soll es Recht sein. Wir haben immer wieder Besuch den wir im Hotel unterbringen müssen. Geschickt geplant kommt man da derzeit schon günstig dran. Die bestehenden Gebäude sind nicht gerade ein Highlight, genauso wenig wie der geplante Neubau. Er reiht sich in die gesichtslosen Bauten der Friedrichstraße gut ein.


    Ganz im Gegensatz zum anderen BV, welches in der Sitzung behandelt werden soll. Es geht um die Anfrage(n) für die Kronenstraße 10/12. So richtig verstehe ich das nicht. Es gibt zwei Anfragen zu diesem Objekt. Im ersten Teil (Bauvoranfrage) wird ein Komplettabriss und Neubau beschrieben. Im zweiten Teil (Baugenehmigung) dann lediglich (Gott sei Dank) eine Sanierung der straßenseitigen Gebäude und Neubau im Innenhof. Was auch immer die Umstände dieser parallelen Anträge sind, meine Meinung ist klar. Optisch gehören zu den Gebäuden 10 und 12 auch das Gebäude 8, die zusammen erhaltenswert sind. Mit einem Abriss würde wieder ein Stück Düsseldorf verloren gehen, das man mit einem gewissen Engangement auch wieder mit Charme versehen kann. Ich verstehe auch das Denkmalamt immer weniger. Einen Unsinn wie den Bunker an der Aachener Straße stellt man unter Denkmalschutz. Aber dass nach und nach ganze Straßenzüge ihr altes schönes Gesicht verlieren und durch solch blasse Neubauten ersetzt werden, das ist kein Problem. Ich frage mich echt wozu wir ein Denkmalamt noch vorhalten.

    ... Zum vergleich die erst kürzlich renovierten Häuser wenige Schritte weiter südlich - am Erker Farbe und sonst viel Naturstein (den es natürlich schon früher gab):


    https://abload.de/img/weitere190526134ljmt.jpg


    Ja, Farbe tut an mancher Stelle Not. Aber das Beispiel hier zeigt wie man es nicht :nono: machen sollte.


    Bei einer solch symetrischen Bestandsfassade sollte man mit etwas mehr Bedacht ran gehen.


    1.) Die rötliche Farbe beißt sich mit dem Naturstein.
    2.) Egal welche Farbe, in diesem Fall bitte auch die Leibungen im gleichen Ton.
    3.) Drei verschiedene Fensterschnitte auf einer solch kleinen Fläche zerstören dann endgültig jede Hoffnung auf irgend ein ästhetisches Gespür.


    Zu den Fenstern: Die Zweiflügler aus der linken Reihe, hätte man durchgehend einbauen sollen. Damit hätten sie zu den anderen in gleicher Größe (z.B. hinter den Gittern im EG) gepasst.


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    Mod: Bitte keine Bildzitate (Richtlinien). Zitierte Texte bitte unverändert lassen, auch hinsichtlich der Formatierungen. Danke.

    Das wäre natürlich praktisch, wenn man den Bahnhof einfach so verschieben könnte. Aber das ist zum einen ein finanzieller Aufwand der in meinen Augen kaum gerechtfertigt ist, nur damit man 50 m Fußweg spart.
    Zum anderen steht das Bahnhofsgebäude mit seinen 2 Flügelgebäuden unter Denkmalschutz und das auch zu recht.


    Es geht hier nicht nur um 50 Meter, sondern um wesentlich mehr für sehr viele Menschen. Im Prinzip für alle Nutzer des Bahnhofes.


    Der unter Denkmalschutz stehende Teil kann ja unverändert stehen bleiben, auch wenn ein Abriss ( wie auch in Düsseldorf) mit Sicherheit kein Verlust wäre. Platz für eine neue Halle ist reichlich vorhanden.

    Heute war ein Artikel in der WAZ, dass sich der Neubau um weitere Jahre verzögern wird.
    Der Artikel war nur mit einem Premiumzugang zu lesen.
    Habe ich leider nicht - weiß hier jemand zufällig mehr?


    Der Artikel ist in der Rheinischen Post frei verfügbar. Kurzgefasst steht folgendes drin:


    - Baustart frühestens in 3 Jahren
    - Das bestehende Dach wird repariert (abgedichtet)
    - Grund für die Verzögerung: eingegangene Angebote lagen deutlich über den geplanten 100 Mio. und es wurden sehr wenige Angebote abgegeben.
    - Grund dafür sind die vollen Auftragsbücher in der Bauindustrie. Die Komplexität und der vorgegebene sehr kurze Zeitraum zwischen Auftragsvergabe und Baubeginn.
    - Maßnahmen der Bahn um die Ziele zu erreichen: Ausführungsplanung wird von der Bahn selbst durchgeführt. Außerdem wird zwischen Auftragsvergabe und Baubeginn ein zeitlicher Puffer von einem Dreivierteljahr eingebaut.


    Davon ab. Ich verstehe nicht, warum das bestehende Dach an der selben Stelle ersetzt wird. Wer den Duisburger HBF kennt, weiß dass es kaum einen anderen Bahnhof gibt, welcher ähnlich lange Zuwege hat. Würde man das Dach und den Haltepunkt Richtung Norden versetzen, wäre zumindest der Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich verkürzt. Optimal wäre es die Haupthalle ebenfalls zu versetzen.



    Ich habe die, nmM, optimalen Standorte in die obige Satellitenaufnahme eingezeichnet.

    Zunächst Danke an Dus-fan für die bereit gestellten Infos.


    Zur vorgeworfenen Unhöflichkeit: wenn jemand einen Bericht verlinkt und darauf hin Fragen stellt, dann kann man davon aus gehen, dass der Bericht gelesen wurde. Daher meine etwas patzige Reaktion auf die erste Antwort. Sorry dafür.


    Zum eigentlichen Thema: ich wundere mich etwas über das Ganze, da im Mai das Objekt geräumt sein soll, logischerweise danach Baumaßnahmen zu erwarten sind, in den Unterlagen der BV3 das Baugesuch bisher aber nicht behandelt wurde.

    Was wäre mit dem riesigen Gelände zwischen Haroldstraße und Kavalleriestraße? Dort ist provisorisch das Polizei-Präsidium oder Teile davon untergebracht. Ausserdem ist das Gebäude soweit ich es mal gelesen habe Asbest-verseucht und soll früher oder später abgerissen werden.
    https://rp-online.de/nrw/staed…uch-wohnraum_aid-14415999
    Dort wäre genug Platz für einen repräsentativen Neubau und zusätzliche Wohnbebauung.


    Hab ich mir auch schon überlegt, bin aber davon ab gekommen, da ich davon aus gehe, dass das Gelände die Landesregierung beanspruchen wird. Wenn nicht, ja dieser Stelle würde ein architektonisches und kulturelles Highlight gut tun.


    Wenn wir schon in der Ecke sind: was wurde eigentlich aus der Diskussion um die zwei Wohntürme neben dem Fernsehturm? Wäre das nicht auch ein passender Standort? Oder zu klein?

    ^^ Sorry, ich vergaß die Wohnstätte des Juchtenkäfers ....


    Ironie off: Bin grundsätzlich auch zurückhaltend, wenn es um die Überbauung von Grünflächen in der Stadt geht. Aber für eine repräsentative Oper kann ich mir diesen Ort sehr wohl vorstellen. Abgesehen von den paar Bäumen (die man ggf. im Rahmen der Bebauung integrieren kann) ist die Fläche in meinen Augen eine eher mindergenutzte Brache, die auch nicht sonderlich schön aussieht (abgesehen von dem kleinen Stück unterhalb des Kö-Grabens). Außerdem würde es dem Stadtbild gut tun, wenn der hässliche braune Waschbetonbau am Nordende des GAP nicht mehr so deutlich sichtbar wäre.


    Wenn ich ein innerstädtisches Gelände wüsste, bei dem eine Überbauung anstehen würde (notwendig wäre es an einigen Stellen) dann würde ich die Stelle vorschlagen. Einzig fällt mir die Tuchtinsel ein, welche aber von der Grundfläche her noch kleiner ist als das bisherige Operngelände (ganz ab von den mehr oder weniger bekannten Problemen der Eigentümer untereinander).

    was haltet ihr von ...

    ... der Freifläche im Rechteck Kö / Graf-Adolf-Platz / Breite Straße / Carl-Theodor Straße?


    Mit dem GAP 15 ist schon ein repräsentatives Gebäude vorhanden und der restlichen Umgebung würde dort eine Aufwertung gut tun.


    Als Grundfläche stände ungefähr das doppelte vom heutigen Standort zur Verfügung, was schon einmal Gestaltungsraum bieten würde.

    lass mal gut sein

    Beim Blick auf die andere Seite der Halbinsel ist mir schon ein paar mal ein etwas in die Jahre gekommenes Gebäude aufgefallen, bei dem mir auch schon die Phantasie etwas durch ging.


    Aber auf der von dir genannten Seite kam mir noch nie in den Sinn etwas hin zu setzen. Und ich bin ehrlich gesagt ganz froh, dass das Teil so schwer zu erreichen ist, dass da hoffentlich nie etwas hin kommt.


    Lass das einfach mal weiter so grün wie es aktuell ist. Wir müssen nicht jedes Fleckchen zubetonieren.