Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • Quartier East

    Nach nur 7 Jahren sind die Gerüste gefallen! Und weil es sooooo lange gedauert hat und weil es 4 Häuser sind, habe ich mal 6 Bilder eingestellt.

    Blick aus der Windeckstraße in den Innenhof.


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    dann die 4 Häuser in 3 Bildern festgehalten, das 2 Bild zeigt die teilweise erhaltene Fassade der beiden Mittelbauten. Das 3 Bild, also der östlichste Bau gefällt mir ausgesprochen gut, auch in Kombinaton.

    dsc_0005e3jyn.jpgdas stand früher mal hier


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    und dann noch einmal von ost nach west und einmal umgekehrt


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  • Ja, das Ensemble sieht gut aus. Doch an jeder Balkonbrüstung erkenne ich Wasserspeier. Es wundert mich, dass die Architekten nicht wissen, was herunterfallendes Wasser aus solchen Höhen verursacht. Für den Wasserablauf hätte es auch andere Lösungen gegeben.

  • Auch wenn es etwas länger gedauert hat, wie thomasfra berichtet, wenn das Ergebnis so gut ausschaut dann gerne länger!. Ich finde das Ensemble total gelungen, abwechslungsreich.


    Um es kurz zu machen, sogar das Betrachten der Bilder erfreut einen, wenn man bedenkt was sonst so überall "angestellt" wird.

  • Unsere Geduld - und erst die der direkten Anwohner - wurde schon ganz schön strapaziert über die Jahre. Als die Häuser in der Windeckstraße seinerzeit fertig waren, wurde der 3. Bauabschnitt auf der Projektwebsite ja mit 'Coming soon' angepriesen... Aber das Warten hat sich wirklich gelohnt. Als ich gestern Nachmittag auf meinem Rundgang von der Schulmannstraße aus sah, daß das Gerüst verschwunden ist, konnte ich es erst kaum glauben. Und gerade das Eckhaus ist wirklich ein architektonischer Hingucker ersten Ranges geworden. Dafür die Genehmigung zu erteilen, auf die frühere Fluchtlinie zurückzugehen, hat sich in diesem Fall mehr als gelohnt. Und man darf nicht vergessen, daß erst dadurch die Erhaltung der beiden Altbaufassaden möglich wurde. Stadtreparatur in bestem Sinne und herausragender Qualität - was etwas abgeschwächt für das gesamte Ensemble gilt.

  • Toll, großes Kino. Ich weiß gar nicht was mir besser gefällt. Die Häuser wirken irgendwie als Ensemble, sind aber grundverschieden und für sich gesehen auch schön.

    Folgende Dinge möchte ich aber hervorheben. Zur EZB hin hat das linke haus keine Rücksprünge und der gläserne Risalit wirkt hier wie ein Torpfosten. Würde auf der Seite der Straße auch so ein Objekt stehen, wäre das ein richtiges träumsche. Beim rechten grauen Haus ist die Fassadengestaltung und die Formgebung zwar nichts, was man nicht schon mal irgendwo gesehen hätte aber die Rücksprünge der zwei obersten Etagen machen es im Kontext mit den zwei Altbauten zu einer richtigen Perle. Ebenso finde ich, dass das Eckhaus einige Elemente der alten Großmarkthalle gekonnt aufnimmt. Das wirkt sehr harmonisch, wenn man den Blick schweifen lässt.

  • Ja, das Ensemble sieht gut aus. Doch an jeder Balkonbrüstung erkenne ich Wasserspeier. Es wundert mich, dass die Architekten nicht wissen, was herunterfallendes Wasser aus solchen Höhen verursacht. Für den Wasserablauf hätte es auch andere Lösungen gegeben.

    Man kann das richtig machen und falsch.


    In Offenbach (Bj. 1972, Plattenbau) hatte ich einen Balkon, bei dem die Wasserspeier der primäre Abfluss sind, und wenn diese verstopft sind, läuft das Wasser, wenn es sich gestaut hat, in die (alle paar Jahre wieder undichte) Dichtungsfuge zwischen den Betonplatten und verursacht Wasserschäden in Wohnungen mehrere Etagen unterhalb der verstopften Wasserspeier.


    Hier (Köln, Bj. 1984) habe ich einen Balkon mit Innenabfluss, dennoch gibt es diese Wasserspeier: Die beginnen innen auf 4-5cm Höhe, und wirken nur als Abfluss, wenn der Bodenabfluss des Balkons verstopft ist und das Wasser schon 4 cm hoch steht - bei 3m² sind das immerhin gut 120l Wasser mit entsprechendem Gewicht. Dichtungsfugen gibt es auch hier, die liegen zur Wohnungsseite nochmal 5 cm über dem Wasserspeier


    Was falsch ist, ist einfach, oder?


    Weiß jemand, ob es sich bei den Wasserspeiern um den primären Abfluss handelt?

  • Du kannst davon ausgehen, dass es nur die Notentwässerung ist.

    Ansonsten wäre es nicht zulässig.


    Aus DIN 1986-100:

    Wenn Dritte nicht beeinträchtigt werden, darf das Niederschlagswasser auch direkt über Wasserspeier oder Tropfleisten auf das Grundstück abgeleitet werden.

    Unterstreichung von mir

  • Wow, eine der schönsten Fertigstellungen des Jahres. Die Kleinteiligkeit gefällt mir, so hätte die Europaallee aussehen müssen.


    P.S. Wasserspeier habe ich auch auf meinem Neubau-Balkon, aber auch nur als Notüberlauf, wenn der Abfluss verstopft.

  • Franziusstr. 35 ("Blaues Wasser")

    Vor anderhalb Monaten hatten wir uns gefragt, was wohl aus dem "Blauen Wasser" wird. Die FNP berichtet heute, dass ein Bauantrag in der Pipeline sei, dessen Sinn und Zweck der Wiederaufbau unter Erweiterung des Vorhabens zu einer Ganzjahresgastronomie sei. Der Umbau sei ohnehin geplant gewesen, sei aber aber durch den Brand (Ursache war anscheinend eine defekte Steckdose) und die Pandemie verschleppt worden. Eine Wiedereröffnung sei in 2022 angepeilt, der Bauantrag werde wohl hoffentlich bald genehmigt.

  • Quartier East

    Das ist mit Abstand mein liebstes Wohnungsneubau- bzw. Sanierungsprojekt. Was hat man aus dieser versifften Ecke mit den vielen kleinen Brachflächen und den heruntergekommenen Altbauten tolles gemacht. Ich muss daher nochmal ein paar Bilder nachschießen.



    Bilder von mir.

  • "ATREEUM", Hanauer Landstraße 211 + Lager mit Wirtschaftshof, Hanauer Landstraße 200

    Wenn die Bohrpfahlwand (sieht man gut im Vordergrund) für das ATREEUM fertig ist, geht's in die Tiefe



    Laut Bauschild soll an der Hanauer 200 ein Lagergebäude mit Wirtschaftshof auf einer gemeinsamen Tiefgarage entstehen. So sieht es zurzeit aus


    Bauschild

  • Neubau Gemeindezentrum Sankt-Nicolai-Gemeinde und Mehrfamilienwohnhaus an der Waldschmidtstraße

    Die Neue Nicolaikirche ist eine evangelische Kirche in unmittelbarer Nähe des Zoos. Eingeweiht wurde die nach einem Entwurf von Robert Curjel erbaute Kirche im Jahr 1909. Nach Kriegszerstörung wurde sie 1959 von Hans Bartholmes weitgehend neu aufgebaut. Neben der Kirche, an der Waldschmidtstraße, befindet sich u. a. ein Gemeinde- und Pfarrhaus der Sankt-Nicolai-Gemeinde. Dieser Bestand soll abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Anschließend ist eine Sanierung des Innenraums der Neuen Nicolaikirche geplant.


    Fotos der Kirche ...


    Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/70/Frankfurt%2C_Rh%C3%B6nstra%C3%9Fe_Nikolaikirche_%281%29.jpg/1147px-Frankfurt%2C_Rh%C3%B6nstra%C3%9Fe_Nikolaikirche_%281%29.jpgBild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/52/Neue-Nicolaikirche_Frankfurt_am_Main.JPG/1108px-Neue-Nicolaikirche_Frankfurt_am_Main.JPG

    Bild links: Karsten Ratzke mit CC0 1.0 Universal, Bild rechts: Gaki64 mit CC BY-SA 3.0, beide @Wikimedia


    ... und ein Luftbild des Ensembles (unten rechts der Zoo-Eingang Rhönstraße, der ebenfalls abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll):


    neue_nicolaikirche_luftbild.jpg
    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)


    2017 richtete die Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Regionalverband ein Wettbewerbsverfahren für den Neubau aus. Das Preisgericht zeichnete den Beitrag von Turkali Architekten mit dem ersten Preis aus und empfahl die Realisierung. Der Entwurf sieht ein mehrgeschossiges Wohnhaus vor und zwischen diesem und dem Kirchengebäude eine eingeschossige Anlage mit einem großzügig dimensionierten Hofraum. Um diesen Hof sollen die wesentliche Funktionen des Gemeindezentrums wie Gemeindesaal, Gruppenräume und Gemeindebüros gruppiert werden.


    Baubeginn soll im Oktober 2021 sein (Q). Es wird mit Gesamtkosten von insgesamt 9,3 Millionen Euro gerechnet. Zwei Jahre später ist die Fertigstellung vorgesehen. Für das Vorhaben wurde inzwischen eine Baugenehmigung erteilt, wie Turkali Architekten heute mitteilen.


    Entwurf Wettbewerbsverfahren ...


    neue_nicolaikirche_entwurf_turkali.webp


    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/neue_nicolaikirche_entwurf_turkali_grafik.webpBild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/neue_nicolaikirche_entwurf_turkali_modell.webp


    ... und ein vermutlich neuerer, weiterentwickelter Entwurf:


    neue_nicolaikirche_entwurf_turkali_2021.webp

    Bilder: Turkali Architekten, Frankfurt / Sankt-Nicolai-Gemeinde, Frankfurt


    Das Wohnhaus wird für die Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG gebaut. Geplant sind 15 Drei- und Vier-Zimmer-Mietwohnungen. Etwas Gefälliges wird an dem Entwurf mit seinem wie mit einer Machete gezogenen Scheitel wohl kaum jemand finden. Doch wird man sagen können, dass er sich gerade deswegen gut in die unwirtliche bauliche Umgebung einfügt. Hier steht noch etwas mehr dazu.


    neue_nicolaikirche_entwurf_turkali_2021_gesamt.webpBild: Turkali Architekten, Frankfurt / Wohnbaugenossenschaft in Frankfurt am Main eG


  • Maulbeerstraße 6a+6b (Nachverdichtung)

    Nach den beiden genossenschaftlichen Projekten Röderbergweg 71 a-c und Waldschmidtstraße 116 gibt es in demselben Geviert ein weiteres Bauprojekt im Blockinnenraum. Im hinteren Bereich der Maulbeerstraße 6 entsteht ein Hinterhaus in Gestalt zweier Doppelhaushälften.



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 07.2021,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)


    Entwurfsverfasserin ist das Büro Nadja Hooda aus Bornheim

  • Projekt "Wingert", Wingertstraße 29-31, Ecke Wittelsbacherallee

    Nach dem letzten Beitrag von Micha81 zu diesem Prj. im März 2020 wird es wieder Zeit für ein Update. Der Abriss ist beendet und der Tiefbau hat begonnen. Meint die Ausschachtung begann dort wo die Bohrpfähle gesetzt wurden. Im anderen Teil zur Wittelsbacherallee hin sind bisher teilweise die Schablonen (vgl. rechts am Rand im oberen Bild) gesetzt:

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    Bilder: main1a

  • Hanauer Landstraße 136a


    Auf dem Grundstück Hanauer Landstraße 136a hat sich neben Tiefbaugerät auch ein Baukran eingefunden. Dieser wiederum steht jedoch ebenerdig auf dem Baugrund. Es handelt sich um eine Baulücke, eigentlich an der Lindleystraße gelegen, zwischen dem Wohn-Neubau am Osthafenplatz und der Audi-Niederlassung. Die Vorderseite, HL 136, wird vor allem von Ikarus genutzt.

    Weitere Infos zum Vorhaben konnte ich auf die Schnelle nicht finden.


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  • Die Hanauer Landstraße 136 und damit auch der zur Lindleystraße gelegene Teil gehörte vor zehn Jahren Ardi Goldman (bzw. Benjamin Goldman Nachlass). Schon damals existierte eine Planung für den Neubau eines Geschäftshauses und Loftgebäudes, die epizentrum in diesem Beitrag vorstellte.


    Die Planer von damals, inzwischen heißt das Büro Geiseler Gergull Architekten, haben das Projekt noch auf ihrer Website. Mit Angaben zu Planungszeiträumen 2009-2011 und 2015 - sowie neuerdings auch der Angabe "Baubeginn 06.2021"! Entstehen soll ein "aufgeständertes Bürogebäude mit freiem EG als Parkebene, in einer monolithischen Sichtbetonbauweise (Leichtbeton)". Die gezeigten Visualisierungen entsprechen ebenfalls noch den Ansichten aus epizentrums Beitrag.

  • ^ Solche "aufgeständerten Bürogebäude mit freiem EG als Parkebene" in ähnlicher Form und Anmutung waren ja in den siebziger Jahren besonders im Westend beliebt. Nachdem diese nun nach und nach revitalisiert, konvertiert oder gleich abgerissen werden, will man hier vielleicht ein Zeichen gegen den Zeitgeist setzen. Da man bei so viel gelebtem Denkmalschutz die Kosten nicht aus dem Auge verlieren darf, hat es für die bei den historischen Vorbildern übliche Natursteinfassade wohl nicht gereicht.