Münster: Bauprojekte und Stadtplanung

  • Neubau Neubrückenstraße 23

    Hier wurde relativ schnell ein recht schmuckloses dreistöckiges Haus mit Ladenlokal abgerissen. Um das Ladenlokal ist es etwas schade, da hätte ich mir ein Café oder Ähnliches durchaus vorstellen können. Fraglich, ob in einem Neubau auch ein Lokal geplant ist. Höher wird es aber hoffentlich werden. So sah es vorher aus.

  • Umbau Preußenstadion (zuletzt hier)

    Es scheint wirklich und wahrhaftig loszugehen. Man glaubt es nicht. Hellmich legt ein ganz schönes Tempo vor, was einfach ein Vorteil des Totalübernehmermodells ist. Er verliert Geld, wenn er nicht schnell fertig wird. Schon aus der Ferne sieht man die blauen Container.

    Viel Unterholz wurde gerodet, was ungewohnte Blickachsen ermöglicht.

    Man kann ihn bereits erahnen...

    Er versucht sich noch als Baum auszugeben...

    Aber zwecklos.

    Der riesige Kran ist unverkennbar und wird hoffentlich auch bald in Betrieb gesetzt.

    Viele der Fundamente der zukünftigen Westkurve sind bereits gegossen.

  • Neubau Krumme Straße (13 WE)

    Hier ist man schon sehr weit fortgeschritten. Ein ehemaliges Diözesanverbandshaus wurde abgerissen und wird derzeit durch einen ganz ordentlich wirkenden Neubau ersetzt. Auch eine Gewerbeeinheit ist geplant. Darauf aufmerksam wurde ich, weil eine Anwohnerin in der Zeitung auf die Tränendrüse drückte, dass ja jetzt mit dem Neubau die Sonne nicht mehr in ihre Wohnung scheinen würde. Das ist eine absolute Innenstadtlage, damit sollte sie klarkommen...

    So sah es vorher aus.

  • Neubau Aegidiitor (zuletzt hier)

    Der Innenausbau hat hier begonnen und es soll zum Sommer/Herbst auch fertig sein. Auch ohne Gerüste finde ich das BV gelungen, es gibt sogar 60 Prozent geförderten Wohnraum und Gastronomie. Viel mehr kann man sich eigentlich nicht wünschen.

    Mal sehen, wann es beim restlichen Block höhere Neubauten geben wird...

  • Neubau Von-Esmarch-Straße (21 WE)

    Neben der großen Bautätigkeit der Uni (siehe anderen Thread) wird in der Nähe ein ehemaliger Parkplatz mit einem Wohngebäude nachverdichtet.

  • Neubau Weseler Straße 50-54

    Wenig ist hier vor der Paywall von diesem Projekt zu erfahren, aber ich habe schon länger drauf gewartet, dass an dieser Ecke was passiert. Es scheint sechsstöckig zu werden, was hier auch in Ordnung ist. Leider ist mir die Fassade trotz Klinker zu rasterig. Das Dach wirkt ein wenig stummelig. Direkt gegenüber sieht man, wie viel besser der Altbau wirkt. So sieht der Bestand derzeit aus, was deutlich macht, dass hier was passieren muss. Stadtauswärts wäre noch Einiges zu tun an der Weseler Straße. Die Bebauung ist teilweise viel zu niedrig, alleine schon aus Lärmschutzgründen sollten hier höhere Wohnbauten errichtet werden.

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    Quelle: Maas und Partner

  • Oxford-Areal (zuletzt hier)

    Kaum ist man mal 15 Monate nicht dort, dann ändert sich auf einmal was. Einige BV stehen kurz vor dem Abschluss, auf vielen Grundstücken hat es aber auch aufgrund von Insolvenzen von Bauunternehmern noch nicht wirklich angefangen.

    Baufeld A4 Süd: KliQ (28 WE)

    Ich bin immer etwas skeptisch, wenn eine Holzfassade oder auch die später zu sehende Wellblechfassade verbaut wird. Vor allem in diesem Bretterlook kann das den Charakter eines Provisoriums haben, insbesondere, wenn die Fassade schlecht altern sollte. Allerdings wurde hier wie auch im gesamten Areal auf hochwertige Details, schöne Fenster und Farben geachtet, sodass wir mal optimistisch bleiben wollen. Es riecht auf jeden Fall sehr angenehm im Umfeld des BV.

    Die Bretter kommen nicht maßgeschneidert und müssen oben noch abgesägt werden.

    Insgesamt wird im Oxford-Areal viel auf Gemeinschaft geachtet. Hier sind wenige Zäune und Trennungen eingeplant, die kleinen Gärten des Riegels wirken offen. Damit wirkt man Vereinsamung entgegen und sorgt für soziale Kontrolle, allerdings muss man seine Nachbarn auch mögen, sonst wird es anstrengend ;) An den Punkthäusern hätte ich mir eine Etage mehr gewünscht, ansonsten kann man das so machen.

    Baufeld A2: Grüner Weiler (106 WE)

    Hier wurde ein Teil mit Holzfassade und ein Teil mit Wellblechfassade errichtet.

    In der Sonne gibt es nette Spiegelungen.

    Das BV umschließt einen großen Innenhof mit Spielplatz, auf dem schon einiges los ist.

    Zu Erschließung der Wohnungen gibt es offene Laubengänge, um Platz zu sparen. Auch hier ergeben sich sehr offene Bereiche vor den Wohnungen.

    Dank des schönen Grüntons, der Liebe zu Fassadendetails und der netten Kubatur der Viergeschosser ergibt sich hier ein schönes Projekt, das sehr auf Gemeinschaft wert legt.

    Baufeld A3.2: Kita-Wohnen (30 WE und Kita)

    Ordentliches Bauvolumen und der Baum durfte stehen bleiben.

    Grüner Trichter

    Im Norden des Gebiets wurde ein Park angelegt, der auch viele Sportmöglichkeiten bereit hält. Die Fußballkleinfelder, Tennis- und Bouleplätze werden bereits gut angenommen. Mit den kleinen Hügeln sieht das recht idyllisch aus.

    Hier scheint es eine offene Entwässerung zu geben, wie auch im York-Quartier.

    Baufeld D: Kita am Sonja-Kutner-Weg

    Auch hier wurde eine Holzfassade verbaut. Natürlich wurde es etwas farblos, ich glaube die Kinder hätten es sich bunter gewünscht.

    Direkt in Sichweite befindet sich ein weiterer späterer möglicher Bildungsweg mit dem grünen Freiherr-Vom-Stein-Gymnasium.

  • Ecke Schifffahrter Damm/ Dieckstraße

    Hier wird gerade ein Autohaus abgerissen, um dort Wohnungen zu errichten. Viele Infos gibt es darüber nicht, allerdings ist das Areal recht groß. Die Umgebungsbebauung ist eher locker, aber 3 Stockwerke (+ 1 an der Kreuzung) sollte drinsitzen.

  • Neubau Schifffahrter Damm 88-90

    Neben dem im Bestand sanierten und erweiterten Bau 82/84 entsteht gerade für zwei alte Wohnhäuser ein Gebäude mit 4 Geschossen plus Staffelgeschoss errichtet. So sah es vorher aus.

    Das Gebäude wird leider nicht im Blockrand gebaut, sondern etwas schräg gestellt. Das liegt an der Situation der beiden Nachbargebäude, die genauso platziert sind.

    Hier haben wir den Umbau von 2020, der mit dem Fritz-Höger-Preis und dem Erich-Mendelsohn-Preis ausgezeichnet wurde (jeweils für Bauen mit Backstein).

    Insgesamt ein gelungener Bau, allerdings frage ich mich, ob hier wirklich Wohnfläche geschaffen, oder vernichtet wurde. Vor dem Umbau stand das Gebäude zwar leer, war dann aber besetzt und hatte insgesamt 22 Wohnungen. Nach dem Umbau sind daraus trotz Aufstockung 16 geworden.

  • Stadthof an der Warendorfer Straße (über 100 WE)

    In einem Innenhof sollen sehr zentral über 100 Wohnungen entstehen. An sich ist das sehr gut, allerdings müssen dadurch auch Häuser weichen, die als Ateliers genutzt wurden. Dieser Platz ist in MS eh schon knapp. Es sollte in MS endlich auch viel mehr aufgestockt werden.

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    Quelle: Maas und Partner

  • Neubau Praxis für Pathologie am Hohenzollernring (zuletzt hier)

    Die Gerüste sind gefallen und es ist gut geworden. Mir gefällt das Staffelgeschoss sehr. Die müssen ja gar nicht so plump sein wie sonst häufig...

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  • Neubau Klosterstraße 85

    Wenig ist über dieses BV direkt neben der Synagoge in der Klosterstraße zu erfahren. Vorher sah es so aus. Der Neubau wirkt ganz okay mit den typischen Sandsteinfaschen, allerdings ist er genauso hoch wie der Altbau, der durch sein charakteristisches hellgrün etwas Farbe ins Viertel gebracht hatte. Mehr Wohnraum wurde hier ziemlich sicher nicht geschaffen.

  • Preußenstadion (zuletzt hier und hier)

    Sie legen so ein Tempo vor, dass die Bilder vom Wochenende schon wieder nicht mehr aktuell sind. Am Wochenende waren die Ränge auf etwa der Hälfte gelegt, die Stützen der anderen Hälfte stehen Stand jetzt bereits und die Stufen werden gerade montiert. Wenn sie so weiter machen (und sich auch von Weltkriegsbomben nicht stoppen lassen), dann könnte die Westkurve zur neuen Saison bereits nutzbar sein.

    Zwischen der alten und der neuen Tribüne soll ein Eckgebäude entstehen, das sowohl der SC Preußen, als auch die Volleyballerinnen des USC und die Uni Baskets nutzen können. Allerdings fehlt hierfür noch die Finanzierung.

    Hier stehen Stand heute bereits alle Stützen und man setzt die Stufen ein.


  • York-Quartier (zuletzt hier)

    Hier hat sich wieder einiges getan.

    Baufeld A1 (90 WE und 5000 m2 Gewerbefläche)

    Die Gewerbeflächen sind zwar noch nicht alle vergeben, aber das BV ist trotzdem fertig.

    Kurzer Blick ins Quartier in eine der Versickerungsflächen.

    Grundschule mit Sporthalle

    Mein Lieblingsprojekt auf dem Areal. Der Recyclingklinker von auf dem Gelände abgerissenen Gebäuden hat eine wunderbare Struktur und gibt dem auch von der Kubatur her schönen Gebäude Seele und bereits bei Fertigstellung Patina.

    Schön, dass auch die Sporthalle verkleidet wurde.

    Dieser Säulengang ist doch einfach wunderbar mit dem Material. Man stelle sich das mit verputztem WDVS oder Sichtbeton vor...

    Gartenwohnen

    Hier sind links weitere Gebäude fertig geworden. Sie sind leider nicht besonderes ambitioniert geworden.

    Gremmendorfer Weg 9

    Nicht so spannend, aber Beifang.

    Gremmendorfer Weg 24 (vorher)

    Das ist dann schon spannender. Vorher war es ein recht konventionalles Haus, jetzt eine nette Kubatur.

    Gremmendorfer "Meile"

    Hier soll in Zukunft ein lebendiges Zentrum entstehen mit weniger Parkplätzen vor der Tür. Der erste Neubau steht bereits.


  • Neubau Ecke Kanonierstr./Marientalstr. (17 WE)

    Im Kreuzviertel wird direkt hinter dem altehrwürdigen Schloßtheater auf einer Brachfläche ein Wohnhaus errichtet. Dafür wurde auch ein älterer Bau abgerissen. Leider sieht die Visualisierung auf dem Schild recht konventionell aus. Drei Stockwerke plus Dachgeschoss sind wohl an der Stelle auch nicht zu übertreffen.

    Der Bau wird direkt sichtbar sein, wenn man am Haupteingang steht.

  • Neubau Dommuseum, Alter Steinweg (zuletzt hier)

    Es geht ganz gut voran. Parallel dazu wird ein Gebäudeam Alten Fischmarkt, das mit dem Neubau verbunden ist, renoviert und soll Gewerbe beherbergen.

  • Neugestaltung des Berliner Platzes

    Direkt am Hauptbahnhof stehen mehrere Gebäude, unter anderem die ehemalige Postbank, leer. Jetzt soll für 100 Millionen Euro der gesamte Block dort abgerissen und neu gebaut werden. Der Riegel zum Hauptbahnhof wird nur vierstöckig, während die anderen Gebäude 8 bzw. 7 Geschosse haben werden. Außerdem wird ein Bahnsteig für die eventuell, vielleicht, oder auch nie kommende S-Bahn-Münsterland gebaut, inklusive Durchgang zu den Gleisen durch den Neubau. Der Nutzungsmix beinhaltet neben einer Polizeiwache und Räumlichkeiten für das Ordnungsamt auch eine Hotel- und Dienstleistungsnutzung und "mögliche Wohnnutzung" (was auch immer das heißen mag). Die Architektur, die bisher zu erkennen ist, reißt jetzt nicht vom Hocker, ist halt verklinkert und zweckmäßig. Ich trauere an der Stelle immer noch den Plänen mit zwei höheren Türmchen hinterher. An diesem Standort direkt neben dem Hbf muss einfach mehr gehen als 8 Stockwerke und es müssten auch ordentlich Wohnungen möglich sein. Aber Münster ist halt sehr provinziell und kann wohl gerade so diese Stockwerkezahl verkraften. Hoffentlich überlegt man sich für den Servatiiplatz dann wenigstens ein Wohnhochhaus, inklusive Bestandsschutz für die Clubs dort.

    Hier sieht man die Ansicht, wenn man aus dem Bahnhof hinaustritt und sich nach links wendet. Das weiße ist der Riegel Richtung Bahnhof.

    Ich verstehe nicht, warum bei dem Kopfbau nicht noch mehr möglich ist. Das Metropolis gegenüber hat 15 Etagen. 3 Etagen sind es mehr als der Bestand.

    Quelle alle Bilder: Peter Bastian Architekten