Gera: Bauprojekte und Stadtplanung

  • Gera: Bauprojekte und Stadtplanung

    Hallo,


    ich bin neu in diesem Forum und finde es sehr interessant, hier andere Bauprojekte und Architektur aus der ganzen Bundesrepublik mitzuverfolgen. Ich bin zwar kein Architekt, dennoch interessiere ich mich sehr für Architektur und Stadtentwicklung. Besonders in meiner Heimatstadt verfolge ich aufmerksam die verschiedenen Projekte und habe mich entschieden, hier im Forum etwas davon zu zeigen. Vielleicht interessiert es ja jemanden. :)




    Biermannquartier Untermhaus


    Nach viel Diskussion und Bürgerprotesten in den vergangenen Jahren wurde das gesamte Projekt rund um die Biermannvilla in der Leibnizstraße noch einmal überarbeitet, sodass Anfang 2016 der Bebauungsplan genehmigt wurde. Kurz darauf erfolgte eine grobe Baufeldfreimachung mit Fällung von vielen Bäumen. Danach wurde es ruhig. Nun soll es weitergehen. Anfang 2018 ist Baubeginn für große Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände. Auch die geschichtsträchtige Villa soll erhalten werden, zumindest die Fassade.


    Die Villa von der Leibnizstraße aus


    Das Gelände hinter der Villa, wo neue Mehrfamilienhäuser errichtet werden.




    Eckhaus Tobias-Hoppe-Straße / Leibnizstraße


    Die Sanierung dieses Eckhauses wurde schon vor über zwei Jahren begonnen. Es wird immer mal ein bisschen daran gebaut, dann tut sich wieder wochenlang nichts. Bleibt zu hoffen, dass es bald fertig gestellt wird.



    Von der anderen Seite sieht es etwas besser aus.


    Dieses Haus steht auf der anderen Straßenseite und wurde letztes Jahr fertiggestellt. Ein schönes Beispiel, was so eine aufwendige Sanierung bewirken kann.




    Neubau Uferstraße / Tobias-Hoppe-Straße


    An der Ecke Uferstraße und Tobias-Hoppe-Straße, nur einen Steinwurf vom Biermannquartier und dem obigen Eckhaus entfernt, wird ein seit langem verwildertes Grundstück bebaut. Leider konnte ich bisher keine weiteren Informationen oder Visualisierungen finden, auch eine Bautafel steht bisher nicht. Letzte Woche wurde per Tieflader ein großes Drehbohrgerät angeliefert, da der Untergrund sehr instabil ist und somit über 200 Bohrpfähle verbaut werden sollen. Allerdings war das Gerät heute verschwunden, von den Bohrpfählen ist bisher nichts zu sehen.





    Sanierung des ehem. Waschhauses Mohrenplatz 3?


    Am Mohrenplatz 3, unterhalb des Schlosses, tut sich etwas am ehemaligen fürstlichen Waschhaus. Ein Gerüst wurde aufgebaut und teilweise wurde der Putz entfernt und das darunterliegende Fachwerk freigelegt. Ich hoffe, dass hier grundlegend saniert wird. Die herrschaftlichen Häuser ringsum sind auch noch im Dornröschenschlaf und warten auf Investoren.





    Neubau von Mehrfamilienhäusern in Heinrichsgrün


    In der Tschaikowskistraße im Stadtteil Heinrichsgrün wird ein schon ewig brachliegendes Grundstück direkt an der Weißen Elster bebaut. Es entstehen drei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage. Nach deren Fertigstellung soll das restliche Grundstück mit Einfamilienhäusern bebaut werden.


    Die Tiefgarage ist im Rohbau beinahe fertiggestellt, es wurde teilweise schon mit dem Bau der Decke begonnen.



    Hier die Bautafel, auf dem weißen Feld unten rechts entstehen die Mehrfamilienhäuser. Der Rest des ganzen Geländes wird dann voraussichtlich mit Einfamilienhäusern bebaut.


    So sieht die Visualisierung aus (Bild von http://www.eigentraum.de).




    Errichtung einer Hochwasserschutzmauer


    Im Zuge des grundhaften Ausbaus des Hochwasserschutzes in der ganzen Stadt wird derzeit von der Heinrichsbrücke bis zur Sebastian-Bach-Straße auf einer Länge von knapp 700 m eine Hochwasserschutzmauer errichtet, um den Stadtteil Heinrichsgrün besser zu schützen. Nachdem metertief Spundwände in den Damm getrieben wurden, wird nun die Mauer aus Beton gebaut und danach mit Steinoptik verblendet.



    Am Hofgut wurde letztes Jahr schon eine solche Mauer errichtet, sodass man eine Vorstellung bekommt, wie die in Heinrichsgrün aussehen wird. Soweit ich weiß, soll die Mauer irgendwann durchgängig von Heinrichsgrün bis zur Stadtgrenze in Richtung Bad Köstritz sein.




    Campus Rutheneum, Neubau und Sanierung


    Zwischen Reichsstraße und Burgstraße steht ein Schulteil des Goethe-Gymnasiums. An dieses Gebäude schließt sich das ehemalige Reußische Regierungsgebäude an, welches seit Jahren verfällt. Daneben stand bis vor kurzem ein 5-geschossiger Plattenbau. Dieser wurde Ende letzten Jahres abgerissen. Auf dieser Fläche soll ein Neubau mit Unterrichtsräumen und Mensa sowie eine Einfeldsporthalle entstehen. Im ehemaligen Reußischen Regierungsgebäude laufen derzeit Sicherungsarbeiten. Dieses soll denkmalgerecht komplett saniert werden.
    Soweit ich weiß soll noch dieses Jahr die Sporthalle errichtet werden. 2018 beginnt die Sanierung des Regierungsgebäudes und der Neubau, sodass der gesamte Campus 2019 fertiggestellt wird.


    Dazu berichtete die OTZ kürzlich: http://gera.otz.de/web/gera/st…-Millionen-Euro-479250112


    Rechts das schon bestehende Schulgebäude, links daneben das heruntergekommene ehemalige Reußische Regierungsgebäude.


    Das Regierungsgebäude mit Ehrenhof.


    Die Freifläche, auf welcher Neubau und Sporthalle entstehen.


    Sobald ich mal eine ordentliche Visualisierung finde, werde ich diese hier posten.




    Neubau Schulkomplex Friedericistraße


    In der Friedericistraße baut die Grundig-Akademie direkt gegenüber der schon bestehenden Akademie einen neuen Schulkomplex mit Sporthalle. Soweit ich weiß, soll hier die freie Gemeinschaftsschule einziehen. Aktuell werden die Stahlbetonpfeiler aufgestellt.



    Die Bautafel. Ziemlich unspektakulär.



    Alle Bilder sind, sofern nicht anders angegeben, von mir selbst gemacht.



    Viele Grüße,
    Clemens

  • Neubau Eckhaus Untermhäuser Straße


    In der Untermhäuser Straße (es müsste Hausnummer 8 oder 10 sein) entsteht derzeit ein neues Mehrfamilienhaus. Das Erdgeschoss enthält lediglich Garagen und Abstellräume, im 1. bis 3. OG erhalten die hinteren Wohnungen Balkone. Die hintere Wohnung im 3. OG bildet zusammen mit dem 4. OG eine Maisonettewohnung mit großer Dachterrasse. Fenster und Garagentore sind schon drin und verputzt wurde es schon größtenteils.


  • Erweiterung Fachwerkhaus Untermhäuser Straße


    Direkt hinter dem im letzten Post gezeigten neuen Eckhaus, quasi im Hinterhof, wird ein altes Fachwerkhaus saniert und durch einen großzügigen Anbau erweitert. Die schöne Dachform wurde beibehalten, es sieht sehr vielversprechend aus.



  • Ersatzneubau Tierheim Gera


    Durch das Hochwasser 2013 wurde das Tierheim, welches sehr nah an der Weißen Elster steht, so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Sanierung keinen Sinn gemacht hätte.
    Daher wird nun auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern für 2,6 Millionen Euro ein Ersatzneubau geschaffen. Das Geld kommt zu 100% aus dem Programm zur Beseitigung von Hochwasserschäden.


    Der Neubau entsteht auf einer Freifläche direkt neben dem bisherigen Tierheim, allerdings wurde das Gelände aufgeschüttet sodass es auch vor künftigen Jahrhunderthochwassern geschützt ist.


    Ende 2017 wird der Bau bezugsfertig sein, danach wird das bisherige Tierheim abgerissen und das Gelände renaturiert.




  • Stahlo baut für 45 Millionen ein neues Werk


    Die Stahlo Stahlservice GmbH, ein Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie, investiert 45 Millionen Euro in ein neues Werk. Das 45.000 Quadratmeter große Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum derzeitigen Standort im Industriegebiet Gera-Langenberg. Da der Pachtvertrag für die jetzige Immobilie 2019 ausläuft, war die Firma gezwungen, sich nach einem neuen Standort umzusehen und hat sich glücklicherweise wieder für Gera entschieden. Dank eines neu zu errichtenden Gleisanschlusses werden zukünftig bis zu 80% des Wareneinganges per Schiene angeliefert. Durch die unmittelbare Nähe zur Autobahn wird der Warenausgang überwiegend per Lkw erfolgen.


    Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2019 geplant, ein Termin für den Baubeginn steht noch nicht fest. Die Produktion soll verdoppelt werden, außerdem wird die Mitarbeiterzahl von 75 auf 120 erhöht.


    Hier der Artikel aus der OTZ.

  • Möbelhändler investiert 62 Millionen


    Der weltweit zweitgrößte Möbelhändler XXXLutz plant, für 62 Millionen Euro zwei Einrichtungshäuser zu errichten. Direkt an der Autobahnabfahrt A4 Gera-Langenberg, gegenüber des schon bestehenden Möbelhändlers Rieger, erwarb das Unternehmen ein 4,4 Hektar großes Grundstück. Dort soll ein Möbelhaus der Stammmarke XXXLutz sowie eines des Mitnahmemarktes Mömax entstehen und ca. 240 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Baubeginn und Eröffnungstermin sind noch nicht bekannt.


    Dies wird das erste XXXLutz-Einrichtungshaus in ganz Mitteldeutschland.

  • geplante Sanierung eines Wohngebäudes in der Sommerbadstraße


    Die Wohnungsbaugesellschaft "Glück Auf" will an der Sommerbadstraße ein langgestrecktes Wohnhaus "aufwerten". Aktuell steht jede zweite der 52 Wohnungen leer, das Haus ist ziemlich in die Jahre gekommen. Derzeit wird das Teilstück mit der schlechtesten Bausubstanz abgerissen, um an dieser Stelle Parkplätze, einen Spielplatz und Grünfläche zu errichten. Danach soll der Rest des Hauses energetisch umfangreich saniert und mit neuen Balkonen ausgestattet werden.



    Die Lage ist ja nicht gerade schlecht, mitten im Zentrum und gegenüber des großen Parks, aber leider auch direkt an der 4-spurigen Tangente. Ich würde da nicht einziehen wollen, auch wenn es wunderschön saniert wurde... Zumindest nicht im Erdgeschoss.

  • Ich bin da regelmäßig mit dem Zug vorbeigefahren. Die Gebäude schienen mir gepflegt und vor noch nicht allzu langer Zeit ansprechend saniert worden zu sein. Die fehlende Außendämmung, bei Sanierungen solcher Gebäude meist obligatorisch und entstellend, fand ich immer sehr positiv. Das wird sich nun wohl ändern.

  • ^ Du hast Recht, so schlecht sehen die Häuser von Weitem nicht aus. Wenn man näher ran geht sieht man allerdings den Putz bröckeln, viele Wände weisen Risse auf und das Dach hat eine Überholung nötig. Ich glaube, die Fenster haben auch schon bessere Zeiten gesehen. Wie es von innen aussieht weiß ich gar nicht.


    Durch diese vielbefahrene Straße verdreckt die straßenseitige Fassade leider enorm schnell und sieht sehr abschreckend aus.

  • Errichtung Hochwasserschutzmauer zwischen Untermhäuser Brücke und Cubabrücke


    Nachdem schon vor dem Hofgut an der Untermhäuser Brücke linksseitig des Gewässers eine Hochwasserschutzmauer errichtet wurde und eine weitere aktuell im Bau ist (zwischen Heinrichsbrücke und Kunstrasenplatz - siehe weiter oben), laufen derzeit die Planungen für den Abschnitt zwischen Untermhäuser Brücke und Cubabrücke.
    Dort ist linksseitig schon eine Mauer vorhanden, diese ist jedoch zu niedrig und statisch kritisch (beim Hochwasser 2013 lief es fast über und die Mauer drohte zu brechen). Diese Mauer soll saniert und erhöht werden. Desweiteren soll rechtsseitig des Flusses auch eine Mauer errichtet werden. Das ist interessant, da die anderen Mauern bisher nur linksseitig gebaut wurden. Außerdem soll im Zuge des Ausbaus linksseitig der vorhandene Geh- und Radweg verbreitert und saniert werden, hier gibt es des Öfteren unsanfte Begegnungen zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern, teilweise ist der Weg sogar zu schmal um mit zwei Fahrrädern aneinander vorbei zu fahren.

  • Bebauungsplan "Wohnen an den Elstergärten"


    Im Stadtteil Untermhaus soll eine 5,2 ha große Fläche neu bebaut werden. Derzeit befinden sich auf dem Areal überwiegend gewerblich genutzte Gebäude, viele davon stehen leer. Geplant sind Einzel- und Doppelhäuser sowie Hausgruppen.
    Im Fokus des Bebauungsplanes steht die Nachverdichtung / Schaffung von Wohnraum, Entsiegelung des Bodens, Anbindung an das Radwegenetz sowie das Fortsetzen der aufgelockerten Bebauung des des angrenzenden Quartiers "Cubaer Straße".

  • Neubau Schulkomplex Friedericistraße


    Zuletzt hier.


    Es geht zügig voran, derzeit werden die Zwischendecken und Außenwände montiert. Auch die Fenster stehen schon bereit.



  • Campus Rutheneum


    Zuletzt hier.


    Im Inneren wird fleißig entkernt und gesichert. Außen liegen bereits viele Baumaterialien bereit. Auch eine Bautafel wird scheinbar bald aufgestellt.


  • Neubau Uferstraße / Tobias-Hoppe-Straße


    Zuletzt hier.


    Ein paar Fundamente wurden gegossen und ein Bagger steht bereit. Der Bauherr (ein Immobilienbüro) wollte auf Nachfrage noch keine Visualisierungen oder Grundrisse herausrücken.



  • Mehrfamilienhäuser Heinrichsgrün / Heinrichsquartier


    Zuletzt hier.


    Man kann nun die ersten drei Häuser als solche langsam erkennen. Beim ersten Haus wird schon am 2. Stockwerk gearbeitet.






    Das Projekt nennt sich nun "Heinrichsquartier" und hat eine eigene Projektseite bekommen. Bisher waren nur 3 Mehrfamilienhäuser geplant und es hieß, die restliche Fläche wird danach mit Einfamilienhäusern bebaut. Laut der Webseite sollen es nun 6 baugleiche Mehrfamilienhäuser entlang der Weißen Elster werden und mehrere Reihenhäuser.


  • Ersatzneubau Stützmauer Liebschwitz


    Im Geraer Ortsteil Liebschwitz wird eine Stützmauer der Weißen Elster entlang der Salzstraße neu gebaut. Die vorherige Mauer war in einem furchtbaren Zustand, durch das Hochwasser 2013 hat sie derart viel Schaden genommen, dass die Straße einsturzgefährdet war und für den Kraftverkehr teilweise gesperrt werden musste. Nun wird ein Jahr lang die komplette Mauer grundhaft neu aufgebaut. Dazu ist die Salzstraße für die gesamten Baumaßnahmen voll gesperrt.




    Das Eisenbahnviadukt soll aufgrund des baulichen Zustandes ebenfalls abgerissen werden. Seit letztem Jahr fahren die Züge in Richtung Weida nicht mehr über das Viadukt sondern nehmen eine andere Strecke.