Ich verstehe die Lageeinstufungen nicht. Das alleinige Kriterium scheint hierbei die Zentrumsnähe zu sein. Das widerspricht doch dem ehernen Grundsatz, dass bei Immobilien nur drei Sachen wichtig sind: Lage, Lage und Lage.
Und die ist nun mal komplett unterschiedlich am Riedberg oder in Bergen oder in Seckbach im Vergleich zu Fechenheim, Oberrad oder am Frankfurter Berg. Das zum Beispiel die nordöstliche Sonnentaustraße am Frankfurter Berg eine bessere Lage sein soll, als 2/3 des Riedbergs kann ich als Ex-Bewohner der Sonnentaustraße und jetziger Riedberger nur belächeln. Da liegen Welten dazwischen hinsichtlich Publikum vor Ort, verfügbarem Einkommen, Schul- und Betreuungssituation, uvm. Gleiches lässt sich über den Vergleich Kalbach mit dem Ben-Gurion-Ring (aka "Golanhöhlen") sagen. Angeblich selbe Lage, aber völlig unterschiedliche Welten. Und da finden sich sicher noch viel mehr Beispiele.
Schlussendlich kann man den neuen Mietspiegel aber erst richtig beurteilen, wenn ein Mietrechner hierfür verfügbar ist und man sehen kann, was da hinten raus kommt. Die starke Kritik der Immobilieneigentumsverbände ist für mich aber absolut nachvollziehbar.