Multiplexkino

  • Multiplexkino

    Noch fern der Realisierung soll nun ja vielleicht doch mal ein richtiges Kino in HD entstehen. Ich konnte mich damals jedenfalls nicht mit den eher schmuddeligen Low-Tech-Etablissements anfreunden, die außer den Programmkinos nun (hoffentlich sämtlich) über den Jordan gehen.


    http://www.rnz.de/netcontentme…Kinografik_onlineBild.jpg


    Ich denke, dass eine leistungsfähige Anbindung an HBf/ÖPNV das wichtigste Standortkriterium wäre - im Umland scheint es ja schon ausreichend autobahnorientierte Kinostandorte zu geben. Demnach wäre das Landfriedgelände mit Fußweg zum HBf sowie der Straßenbahnhaltestelle "Betriebshof" geeignet.


    RNZ-Artikel


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  • Ich konnte mich damals jedenfalls nicht mit den eher schmuddeligen Low-Tech-Etablissements anfreunden, die außer den Programmkinos nun (hoffentlich sämtlich) über den Jordan gehen.


    Die Lux/Harmonie-, Schloss- und Studio-Europa-Kinos waren durchaus anständige Kinos für ihre Zeit. Zumindest als sie noch UFA-geführt waren. Spätestens nachdem Lux/Harmonie von Cinestar übernommen wurden wurds allerdings ungemütlich - deutlich gestiegene Preise, null Investition.



    Demnach wäre das Landfriedgelände mit Fußweg zum HBf sowie der Straßenbahnhaltestelle "Betriebshof" geeignet.


    Der schon vor 15 Jahren für ein Kinocenter gehandelte Bauplatz an diesem Ort ist die DB-Brache/Parkplatz westlich in Verlängerung des BG-Chemie-Gebäudes.
    Das Problem am Hauptbahnhof ist mittlerweile, dass man von dort mit dem ÖPNV in 10 Minuten beim Luxor-Kino direkt am Bahnhof in Walldorf ist. Und dass die DB für das Gelände mittlerweile auch Kohle sehen will - alle vier in der RNZ-Grafik zu sehenden möglichen Standorte sind von der Maxime "so billig wie möglich" geprägt.

  • Spätestens nachdem Lux/Harmonie von Cinestar übernommen wurden wurds allerdings ungemütlich - deutlich gestiegene Preise, null Investition.


    Ja, ich war schon das noch neue Nürnberger Cinecitta gewohnt gewesen, als ich in HD dann den Zeitsprung in die 70er zum (evtl. Dolby-)Lichtton erlebt habe...


  • Das Problem am Hauptbahnhof ist mittlerweile, dass man von dort mit dem ÖPNV in 10 Minuten beim Luxor-Kino direkt am Bahnhof in Walldorf ist.


    Mit dem am Wochenende angebotenen 1-Stunden-Takt der S-Bahn kann man aber auch nur zufällig günstig zu einer Kinovorführung kommen, ggf. "verliert" man 2 Stunden für Hin- und Rückfahrt und der Fahrschein kostet ja auch was.


    Ein mittleres Multiplexkino in der Nähe des Heidelberger Hauptbahnhofs könnte sich andrerseits vielleicht auch ganz gut mit dem in (mit den 6 Sälen schon extrem kleinen) Multiplex in Walldorf arrangieren - wenn z.B. ein bestimmter Saal ausverkauft ist könnte man in 15 Minuten zum anderen Kino gelangen, wenn's passt.


    Und ein preisgünstiger Standort muss ja nicht unbedingt schlecht sein, das Cinecittà z.B. hatte im ersten Jahr z.B. auch nur 1 DM für die Erbpacht gezahlt (der Standort liegt auch nicht wirklich unmittelbar am Nürnberger Hauptbahnhof, auch die nächste U-Bahnstation (abends mit 24 Zügen/Stunde) ist knapp 5 Gehminuten entfernt, ein Innenstadt-Parkhaus in der Nähe wird mitgenutzt). Aber mit Ausnahme des IMAX-Teils ist es durchaus erfolgreich geworden, derzeit mit 5030 Plätzen in 22 Sälen (zu 90% unterirdisch):
    Cinecittà Nürnberg


    Zu den denkbaren Standorten für ein Heidelberger Multiplex hat sich der Gemeinderat nun auch nicht festgelegt, hoffentlich fängt das Ganze nach der Wiedereröffnung des H/L nicht wieder von vorne an.

  • Ein Standortbeschreibung für den Bereich "Alte Feuerwache" ist jetzt unter http://www.heidelberg.de/gemeinderat unter Theme Nr. 4 zur Sitzung des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses v. 21.3. verfügbar. Wäre vielleicht gar nicht schlecht, diese zerfaserte Ecke nördlich der vorhandenen Wohnbebauung an der Alten Eppelheimer Str. abzureißen und mittels eines Multiplexkinos herauszuputzen. Hier hält die Stadt immerhin 5700 m² Grund selber (wie beim Cinecittà Nürnberg könnte man hier ja Erbbaupachtzinsen nehmen, was die Investition erleichtern könnte), die häßliche Tanke im Nordzipfel müsste dann aber schon mit weichen.


    Das Grundstück läge zwar nicht direkt am Hbf (ca. 400 m), aber zumindest die Straßenbahnlinie 22 wäre unmittelbar vor der Tür und auch der an eine Ecke angrenzende Parkplatz südlich des HSB-Geländes könnte für die Besucher genutzt werden. Zwischen dem HSB-Betriebshof und dem stark befahreren Czenryring gelegen, dürften auch weniger nachbarschaftliche Probleme zu erwarten sein.

  • Dort soll ein Kreativwirtschaftszentrum entstehen, angesichts der geringen Anzahl an charmanten (von Ordnungsfanatikern zerfasert genannten) Gebieten und Gebäuden in guter Lage auf jeden Fall schützenswert, ist der Bedarf an Immobilien für die Kreativwirtschaft in der Region doch relativ hoch. Herausgeputzt ist in Heidelberg schon mehr als genug. Der aktuelle Bestand aus Feuerwache, Straßenbahnbetriebswerk und Landfried bietet eine hervorragende Möglichkeit, wichtige städtebauliche Tendenzen (Kreativwirtschaft, temporäre Architektur, Selbstorganisation, Bürgerbeteiligung,.....) an der zukünftig wichtigen Schnittstelle zw. Bergheim, Neuenheimerfeld, und Bahnstadt zuzulassen. Ein Großkino mit gar 21 Sälen mit einem schlecht platzierten Haupteingang wäre schlicht zu monofunktional, um diese Schnittstellenfunktion zu übernehmen. Für eine konventionelle städtische Nutzungsmischung in einem Neubau ist der Bedarf an dieser Stelle aktuell nicht vorhanden.
    Die Alternativkultur war einmal eines der Aushängeschilder von Heidelberg. Momentan gibt es zusammen mit der ganzen Region wieder einen Aufwärtstrend, nicht nur im Rahmen des allgemeinen Trends der Kreativwritschaft.
    Es gibt noch so viel nachzuholen...Der internationale Anspruch der IBA könnte hier seinen konkreten Ort finden.
    Als Ergänzung zum neuen (konventionellen) Zentrum um den Hauptbahnhof könnte hier ein neues unkonventionelles Zentrum enstehen, dass sich unmittelbar auf die nähere Umgebung bezieht. Das Großkino gehört in die Bahnstadt, wo eh enorm viel Kerngebiet ausgewiesen wurde.


    Die Bergheimer könnte so mal eine wirklich spannende Achse werden, vom Bismarckplatz zum Landfried/Feuerwache, als Bindeglied zw. altem (Altstadt) und neuem Zentrum (Hauptbahnhof).

  • Das Großkino gehört in die Bahnstadt, wo eh enorm viel Kerngebiet ausgewiesen wurde.


    Leider wohl insbesondere basierend auf Flächen, welche die US-Armee erst Ende 2015 an den Bund zurückgeben? Bis das dann soweit wäre, könnte noch ein Jahrzehnt (1/5 Heidel) vergehen. Ansonsten ist das freilich ein geeigneter Standort.

  • In einer ruprecht von 1998 wird ein Artikel angezeigt (ist der echt?), in dem der Bau des Heidelberger Multiplexkinos angekündigt ("auf jeden Fall") wird: ruprecht Nr. 53.
    Dazu meine Frage: auf welchem Gelände ("ehemalige Autowerkstatt") befand sich 1998 denn dieses Gelände des Unterwegs-Theaters?


    Die für damals geplante Sitzplatzanzahl wird ja auch für die heutigen Planungen als Maßstab genommen, wobei zwischenzeitlich von den ehemals 2.600 kommerziellen Kino-Sitzplätzen 1.150 [2.250] weggefallen sind (Kammer-LS 274, Schlosskino 463, Studio Europa 409, [Lux/Harmonie vorauss. ab 2013: 1.105])

  • Neuer Standort

    Es wird von einem angeblich bereits beschlossenem Standort für das entstehende Multiplexkino berichtet, und zwar bei der Czernybrücke Süd (Ecke DaVinci u. Eppelheimer Str.)
    RNZ-Artikel
    Wenn die dort erwähnte Brücke zur Haltestelle der Linie 5 gebaut wird, erscheint die Anbindung an den ÖPNV zusammen mit der ca. 200 Meter entfernten Haltestelle Gadamerplatz der Linien 22 und 26 akzeptabel. Die Parkplätze des gegenüber geplanten Einkaufzentrums könnten abends gut für das Kino verwendet werden.

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  • Wobei in dem Artikel der falsche Steg erwähnt und dieser falsche Steg auch noch falsch verortet wird. Vom Ochsenkopf würde eine Brücke hierher gut einen Kilometer lang sein und quasi parallel zur Bahn laufen :lach: