Beiträge von MiaSanMia

    Darin zu investieren wäre langfristig die billigste Art Klimaschutz. Eine gut geplante U-Bahn ist auch dermaßen schnell, da kommt auch kein Auto mit.

    Darin sind sich alle einig. Auch die CSU, die ja genau das mit ihrer Idee erreichen will: Mehr Bundesmittel durch höheren Eigenanteil. Wenn auch halbgar und kurzsichtig, aber kreatives Denken ist ja erlaubt :D

    Denn: Bundespolitik != Kommunalpolitik.

    Zumindest theoretisch darf ein Bundesland bzw. zuständige Bezirksregierung einen kommunalen Haushalt nur abnehmen, wenn er ausgeglichen ist. Darüber hinaus können sich Kommunen auch nur begrenzt verschulden, ohne dass eine Zwangsverwaltung durch das Bundesland droht. In der Praxis drücken die Länder natürlich je nach Region ein Auge zu, aber das kann kein Maßstab sein. In jedem Fall ist die Handlungsfähigkeit einer Kommune dahin, wenn Einnahmen nur noch zur Kredittilgung aber nicht mehr für Investitionszwecke verwendet werden können.

    In München wird der Schuldenstand laut Kämmerei trotz sprudelnder Steuereinnahmen von 3,7 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf 8,9 Mrd. Euro im Jahr 2027 ansteigen. In diesem Zeitraum sind Investitionen in Höhe von 13,3 Milliarden Euro vorgesehen (4,5 Mrd. für Schulen, 2,1 Mrd. für Wohnen, 1,4 Mrd. für ÖPNV).

    Daher wird es eine U9 ohne Bundesfördermittel nicht geben können. Das trifft auch auf den viergleisigen S8 / Gütertunnel im Osten der Stadt zu, der heute schon 2-4 Milliarden Euro kosten dürfte.

    Die Rathaus-CSU hat schon viele Ideen vorgebracht, um ihre U-Bahn-Träume verwirklicht zu sehen. Auch diesmal wird es höchstwahrscheinlich bei einer Idee bleiben, wie gesagt, die Rathausmehrheit ist dagegen.

    Natürlich ist es für die Stadt ungünstig, mit dem demnächst in Bau gehenden Vorhaltebauwerk der U9 in erhebliche finanzielle Vorleistung zu gehen (560 Millionen Euro), wenn noch nicht ansatzweise klar ist, ob die Linie später überhaupt kommt und gefördert wird (kein Beschluss ohne Förderzusage). Eine Finanzierung allein durch die Stadt ist so gut wie unmöglich, daher wäre dann das Vorhaltebauwerk umsonst.

    Dann nenne es den größten Arbeitsplatz.

    Wir wollen nicht kleinlich sein, aber der Ordnung halber: Da kommen dann immer noch Audi mit 40.000 am Werk Ingolstadt und BMW mit Standort München (Werk-1 und benachbartes FIZ in Summe ~40.000) drüber 8o

    ^


    Stimme dir zu, die Idee ist Unsinn, da zu kurzsichtig.

    Aber beim größten Arbeitgeber Bayerns

    Der größte Arbeitgeber in Bayern ist BMW (~75.000 Mitarbeiter), dann kommen Siemens (~62.000), Audi (~ 45.000) und MAN (~23.000). Dahinter reiht sich der Flughafen mit rund 33.000 Mitarbeitern ein. Allerdings arbeiten diese 33.000 Menschen nur am Flughafen, verteilt in über 450 Betrieben. Die zwei größten davon sind die Lufthansa (~12.000) und die Flughafengesellschaft (~9.000).

    Nach rund vier Jahren pandemiebedingter Abstinenz fliegt Air China seit 19.01.24 wieder zwischen München und Shanghai (3x wöchentlich mit einem Airbus A350-900). Deutsche Reisende benötigen zudem seit Kurzem kein Visum mehr, sofern die Reisedauer 15 Tage nicht überschreitet, umgekehrt dürfen auch Chinesen seit August 23 wieder uneingeschränkt in Gruppen einreisen.


    https://www.munich-airport.de/…hen-und-shanghai-22153663


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    Die Rathaus-CSU schlägt vor, dass die Stadt den Großteil ihrer Anteile - 18 % von 23 % insgesamt - am Flughafen verkaufen soll, um mit dem Erlös - rund 1 Milliarde Euro - den Bau der U9 zu finanzieren. Diese kostet nach heutigem Stand zwischen 4 und 6 Milliarden Euro, Förderzusagen seitens des Bundes und Landes gibt es noch keine. Die CSU spekuliert darauf, dass die Förderbereitschaft bei einem größeren Investitionsbeitrag seitens der Stadt stark zunimmt.

    Die Grün-Rote Rathausregierung hält dagegen wenig von der Idee und will an den Anteilen festhalten.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…rathaus-anteile-1.6337562

    Ein Herzenthema der CSU die Nürnberger ICE Strecke über den Flughafen zu verschwenken ist es sicher nicht. Gerade mit einem fränkischen Ministerpräsidenten...

    Nein, sowohl die DB, die Lufthansa als auch die Bayerische Staatsregierung setzen sich seit langem für eine ICE-Anbindung ein (vgl. "Taskforce Intermodalität")


    Voraussetzung für die Realisierung einer Fernbahnanbindung ist zunächst die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan.


    Wir erinnern uns, im Februar 2023 hatte der Bund einer Aufnahme nach einem gemeinsamen Vorstoß aus DB, LH und Staatsregierung eine Absage erteilt: Begründung: "eine [...] dauerhaft abweichende Änderung der Verkehrsstruktur gegenüber der aktuellen Verkehrsprognose ist nicht nachzuweisen." Daher läge keine "Rechtsgrundlage" für eine Aufnahme vor. Bei der künftigen Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans könne die Aufnahme des Projekts aber geprüft werden.


    Im November 2023 hat der Bundestag und Bundesrat dann das "Genehmigungsbeschleunigungsgesetz" verabschiedet.

    Darin taucht nun die Anbindung des Flughafens erstmals im Plan als "Vorhaben des potenziellen Bedarfs" auf:

    Eine absehbare Umsetzung ist jedoch erst mit der Einstufung als "Vorhaben des vordringlichen Bedarfs" zu erwarten. Damit dies geschieht, müssen die erforderlichen Kriterien erfüllt sein - und genau hier kommt nun die EU mit ihrem TEN-V ins Spiel. Mag sein, dass Teile daraus wieder in den Schubläden verschwinden, aber hoffen auf´s Beste können wir ja.


    Generell bedeutet aber ein Fernbahnanschluss nicht direkt ein ICE Anschluss. Wenn irgendein Zug nach Regensburg den Flughafen anfährt, reicht das wahrscheinlich schon um diese geplante EU Regelung einzuhalten.

    Denke ich nicht. Der ÜFEX vom Flughafen nach Regensburg HBF (und ab 12/24 weiter nach Nürnberg HBF) ist mit all seinen Stopps kein Fernverkehr. So wird er von der DB Regio und mit roten Regionalzügen betrieben.

    Rex

    Ah okay! Intressant! Kannst du auch etwas zu anderen Grundstücken sagen wie zb das eine an der Landsbergerstraße und zum Erdbeerfeld Untermenzing?

    Ich antworte hier, da es besser passt als im Thread "Truderinger Feld".


    Erdbeerfeld Untermenzing:

    Soweit die Planung der Stadt bekannt ist, soll die neue Feuerwache und Schule im Bereich der heutigen Freisportanlage entstehen. Diese wiederum würde auf einen Teil der heutigen "Allgemeinen Grünfläche" nach Osten auf das Erdbeerfeld verschoben.

    Dass sich die ÖDP aufregt, ist klar. Die Motive der örtlichen Initiative sicher vielschichtig, denn diese ist ganz bestimmt nicht nur um die lokale Frischluft besorgt... :saint: Ob Acker oder Freisportanlage ist aus klimatischer Sicht kein dramatischer Unterschied. Bäume, die im Zuge der Feuerwache weichen müssen, können auf der heutigen Ackerfläche ebenfalls ersetzt werden.

    Aus pragmatischer Sicht macht eine Schule im nördlichen Teil zudem sehr viel Sinn, denn die S-Bahn Station Untermenzing ist nur ein paar Meter entfernt. Schule mit guter ÖPNV-Anbindung = weniger MIV = gut für die Umwelt.


    Die "Landsbergerstraße" ist lang, keine Ahnung welches Grundstück du dort meinst :D

    Rex


    Es wird immer schnell von verspielter Glaubwürdigkeit und verlorenem Vertrauen in die Politik gepoltert. Aber weder die Klatschmedien, noch die lautesten Schreihälse sind eine vernünftige Quelle.

    1. Ja, die Stadt hat die Positionen übernommen. Dabei muss jedoch jedes Vorhaben einzeln im Detail geprüft werden. Nicht nur hinsichtlich der Sinnhaftigkeit einer ausbleibenden Bebauung, sondern auch hinsichtlich der z.T. nicht unerheblichen Rechtsfolgen für bereits begonnene Planungen. Eine pauschale schwarz-weiß Entscheidung wäre unsinnig.
    2. Der Flächennutzungsplan (FNP) bestimmte für das vorliegende Grundstück in alter Fassung vor Planung des Neubauquartiers eine "Sportfläche", eine "Allgemeine Grünfläche" und ein "Reines Wohngebiet". Dabei beschränkte sich die "Allgemeine Grünfläche" auf den südlichen Rand, dort wo heute noch der Hachinger Bach unterirdisch verläuft.
    3. Der Flächennutzungsplan nach Planung des Neubauquartiers bestimmt eine "Allgemeine Grünfläche" und ein "Allgemeines Wohngebiet". Die "Allgemeine Grünfläche" wird dabei um einen Streifen zw. bisherigem "Reinen Wohngebiet" und "Sportfläche" beschnitten. Als Ausgleich wird die "Allgemeine Grünfläche" am Südwestende des Plangebiets um eine ähnliche Fläche erweitert.
    4. In der Folge ist der Flächensaldo der "Allgemeinen Grünfläche" nahe 0.
    5. Die im alten FNP eingetragenen, fiktiven "Vorrangigen Maßnahmen zur Verbesserung der Grünausstattung" entfallen im neuen FNP, da sie mit der Quartiersentwicklung umgesetzt werden.

    Vergleich des FNP vor und nach der Änderung:


    fnp1.png


    Unabhängig von den im FNP festgesetzten Nutzungen wurde das Grundstück bislang zum größten Teil als landwirtschaftliche Ackerfläche genutzt. Es fällt nicht schwer zu erkennen, dass der ökologische Mehrwert einer solchen Nutzung für Flora und Fauna marginal ist.

    Das 17-seitige Gutachten der Stadt ergibt hierzu:

    Das Planungsgebiet besteht zu großen Teilen aus Ackerflächen und intensiv genutzten Grünflächen. An den Rändern finden sich Ruderalfluren, Straßenbegleitgrün und Wege. Die vorhandenen Gehölzstrukturen bestehen im Wesentlichen aus Siedlungsgehölzen mit überwiegend einheimischen Arten. Eine detaillierte Untersuchung des Baumbestands hat ergeben, dass sich in drei Bäumen (Specht-)Höhlen befinden. Zwei dieser Bäume sind als amtliches Biotop kartiert. Diese Höhlenquartiere wurden im weiteren Planungsprozess vertiefend untersucht, mit dem Ergebnis, dass die Bäume zum Zeitpunkt der letzten Untersuchung im Dezember 2019 weder als Fledermaus- noch als Vogelquartier dienten und wurden zum Schutz vor einer späteren Besiedelung prophylaktisch verschlossen. Vorkommen artenschutzrechtlich relevanter weiterer Säugetiere, Totholzkäfer, Reptilien und Amphibien sind unwahrscheinlich, da sich die vorhandenen Strukturen auf Grund der Störungen durch die Nutzung der Flächen nicht als Habitat eignen.

    In einer abgeschobenen Fläche im Nordosten des Plangebiets sind Vorkommen des Nachtkerzenschwärmers und Wildbienen möglich, jedoch nicht bestätigt. Derartige sich verändernde Flächen stellen für die Arten keinen dauerhaften Lebensraum dar bzw. der Verlust solcher Flächen liegt im allgemeinen Lebensrisiko der Art. Es sind weder naturschutzrechtliche Schutzgebiete noch gesetzlich geschützte Vegetationsbestände vorhanden.

    Bezogen auf die Darstellungen des geltenden Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung ergeben sich unter Berücksichtigung der o.g. Maßnahmen durch die beabsichtigte Flächennutzungsplan-Änderung keine relevanten Änderungen in den Auswirkungen auf das Schutzgut Tiere und Pflanzen.

    Stattdessen ist mit der Freilegung des Bachs, zusätzlicher Pflanzungen diverser Bäume und Gehölze und der Aufweitung der Allgemeinen Grünfläche im südwestlichen Bereich des Grundstücks "eine Stärkung der übergeordneten Grünbeziehung und örtlichen Grünverbindung verbunden".


    Quelle: https://geoportal.muenchen.de/…5_truderinger_strasse.pdf

    Baustart


    Begonnen wurde mit der Baufeldfreimachung letzten Spätsommer, inzwischen sollten ein paar Baugruben erstellt sein. Auf Google Maps sind die Anfänge davon zu sehen, erstaunlicherweise ist aber StreetView aktueller als das Satellitenbild und zeigt bereits das gesamte Areal freigeräumt (abhängig von der Position auf der Truderingerstraße).


    Das Grundstück ist in zwei Hälften real geteilt:

    • Die westliche Hälfte mit ca. 435 Wohneinheiten und Gewerbe ist im Besitz der Büschl Gruppe (läuft dort unter "Park Immobilien Projekt Truderinger Straße GmbH & Co. KG"), wobei diese nach Fertigstellung einen Teil an die städtische Wohnungsbaugesellschaft verkaufen wird. Zur Fassadengestaltung von 195 Wohnungen beauftragt sind hier wohl "03 Architekten" (die bekanntlich auch den städtebaulichen Entwurf für das Gesamtprojekt gewonnen haben) und "Robert Meyer & Tobias Karlhuber Architekten" von 240 Wohnungen.
    • Die östliche Hälfte mit ca. 450 Wohneinheiten ist im Besitz der "Orplid GmbH & Co. KG", die ihr Projekt bislang auch ebenso nennt. Bzgl. Architektur findet sich im Netz "wgp Architektur", welche zumindest "1. Preisgruppe" angeben und einige Visualisierungen zeigen: https://www.wgp-muenchen.de/kopie-von-kls3

    Warum "Orplid"? Wohl wegen der geplanten Freilegung des Hachinger Bachs... https://de.wikipedia.org/wiki/Orplid_(FKK) ^.^

    Interessant: Auf der Draufsicht ist östlich der Bahnlinie weitere Blockbebauung eingefügt.

    Ja, da dort das Gebiet der SEM MNO beginnt, siehe Übersichtsbild oben.


    ....und die Englschalkinger Straße als Unterführung ausgeführt.

    Ja, in Variante A (Gleisausbau oberirdisch) ist sie natürlich als Unterführung geplant.

    In Variante B (Gleise in einem Tunnel) wird sie ebenerdig oder als Brücke geführt: https://stadt.muenchen.de/dam/…plan_1-500_Variante_B.jpg

    Update, KW-1


    Ausnahmsweise mal eine Aufnahme zur späten Stunde.

    Unschwer zu erkennen ist, dass es nach wie vor sehr gemächlich mit dem Aushub voran geht.

    Auf Nachfrage bei einem am Tor ansprechbaren Bauarbeiter: Noch vor Ort wird hier der gesamte Aushub in seine diversen Bestandteile zerkleinert und getrennt, die Altlasten auf dem Grundstück seien erheblich, die Zertifizierung "nachhaltige Baustelle" wird angestrebt. So war auch die "Zerkleinerungsanlage / das Sieb" rechts im Bild noch lärmend in Betrieb. Mitte Februar soll dann jedoch der Rohbau starten.

    Diesen wird dann ebenfalls die Firma Ed. Züblin ausführen, wie auf der Expo Real im vergangenen Herbst bekannt wurde.


    IMG-5915.jpg

    Selbst erstelle Aufnahme

    Auf dem 4,75 ha großen Grundstück zwischen Marienburger- und Memelerstraße soll ein gemischt genutztes Quartier mit maximal 500 Wohneinheiten entstehen. Heute befindet sich dort die Baustoffhandlung Geith sowie eine Ackerfläche.

    Das Plangebiet liegt zudem direkt westlich der Bahntrasse, welche in den kommenden Jahren viergleisig ausgebaut werden soll - entweder ober- oder unterirdisch (siehe entsprechender Thread).

    Nördlich des Areals wird im Zuge der Stadterweiterung SEM MNO (östlich der Bahngleise) die Englschalkingerstraße vierspurig nach Osten verlängert.

    Übersichtsbild (rot gestrichelt: Ausbau der Bahntrasse; Pfeil: Verlängerung Englschalkingerstraße; Orange-blaue Umrandung: Plangebiet):


    1234567.png

    Eigene Darstellung


    Eigentümer des Grundstücks sind die Baywobau sowie die ABG Real Estate. Nach dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans im Dezember 2022 wurde nun vor Kurzem der Realisierungs- und Ideenwettbewerb entschieden. Der Realisierungsteil umfasst dabei den südlichen Bereich als allgemeines Wohngebiet, der Ideenteil den nördlichen Bereich als Mischgebiet mit Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel. Alle Teilnehmer haben zwei Varianten ihrer Entwürfe erstellt, eine für den Fall eines oberirdischen Gleisausbaus, eine für den Fall eines Tunnels.

    Erhalten bleibt die denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1914.


    1. Preis: Su & Z Architekten


    Preis-1-Modell-Nord-West-su-und-z-Variante-A.jpg


    Preis-1-suundz-Architekten-Lageplan-1-500-Variante-A.jpg


    Weitere Preisträger: https://stadt.muenchen.de/info…service-stadtplanung.html


    https://stadt.muenchen.de/infos/marienburger.html

    In vielen Ländern funktionieren große Warenhäuser auch in heutiger Zeit noch wunderbar, nur die sind 15 Jahre voraus. Wer mal in Thailand bei Central war oder in den Niederlanden oder oder kennt das.

    Auch in Deutschland funktionieren viele große Kaufhäuser prima. Es braucht nicht alle par Jahre einen Totalumbau, Wasserfälle oder monumentale Showarchitektur.

    Was es in erster Linie braucht ist guter Service und einen Eigentümer, der weiß was er macht. Mit der Signa ist das, wie jetzt Stück für Stück bekannt wird, nicht der Fall gewesen: Gravierende Managementfehler der Signa-Führung wirkten sich direkt auf die Warenhauskette aus, auch gewinnbringende Kaufhäuser mussten in der Folge schließen.


    Mit der dritten, nun harten, Insolvenz will man sich daher endgültig von Signa trennen. Nur bei 30 von insgesamt 92 Galeria-Filialen ist Signa der Vermieter, jedoch gehen 65 % der Mietzinsen an den österreichischen Konzern. Neben den hohen Mieten sind es zudem teure, externe Dienstleistungen und jetzt die Insolvenzen der Signa-Gruppe, welche das operative Geschäft der Galeria "massiv behindern" und "Entwicklungsmöglichkeiten einschränken". Die Filialen selbst dagegen "funktionieren bereits gut".

    Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen, neuen Eigentümern; die ersten Reaktionen zeigen offenbar, dass das Geschäftsmodell von Galeria in deutschen Städten nach wie vor "hoch attraktiv" ist.


    https://www.iz.de/unternehmen/…itte-insolvenz-2000022352

    Wohnungsbauzahlen 2023


    Fertiggestellte Wohneinheiten: 9.837

    Genehmigte Wohneinheiten: 9.083


    Damit wäre das Ziel von jährlich 8.500 fertiggestellten Einheiten erstmals nicht nur erreicht, sondern sogar weit überschritten. Und das ausgerechnet im Krisenjahr der Immobilienwirtschaft. Wie kann das sein? Genauere Aufschlüsselungen wurden noch nicht veröffentlicht, daher mal abwarten, ob es sich nicht um einen Tippfehler handelt... ^.^


    https://stadt.muenchen.de/info…u--und-wohnungswesen.html


    Einwohnerzahlen 2023


    Einwohner mit Hauptwohnsitz: 1.589.026

    Haushalte: 854.396

    Geborene 2023: 15.667

    Gestorbene 2023: 12.963

    Zugezogene 2023: 114.343

    Weggezogene 2023: 117.350


    Der negative Wanderungssaldo resultiert aus insgesamt vier Registerbereinigungen im 2. HJ 22 und im 1. HJ 23, die aufgrund unzustellbarer Wahlbenachrichtigungen zum Seniorenbeirat, Migrationsbeirat sowie Zensus 2022 vorgenommen wurden. Dadurch wurden in Summe 2.000 Deutsche und 19.800 Nichtdeutsche bereinigt, sodass sich ohne Bereinigung ein positiver Wanderungssaldo in Höhe von 13.200 Einwohnern ergäbe.


    https://stadt.muenchen.de/infos/statistik-bevoelkerung.html

    Danke für den Link, die Regeln dort funktionieren halt leider nicht, warum weil es einerseits alles noch komplizierter macht

    Das Urbane Gebiet funktioniert in der Praxis gut und wird von Investoren wie Kommunen zunehmend umgesetzt. Komplizierter macht es die Bauplanung nicht, sondern wesentlich flexibler. Grenzfälle wie der Wohnbau neben einem lärmintensiven Industriebetrieb können natürlich auch dadurch nicht ermöglicht werden.


    Für Baugenehmigungen, die in Stuttgart viel zu lange brauchen, bedarf es imho einer Regel, das nach 3 Monaten sie als angenommen gilt, wenn nicht gravierende Einwände angemeldet werden.

    Die Genehmigungsfiktion (für Vorhaben zu Wohnzwecken im vereinfachten Verfahren) ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen steht der Bauausführung erhöhte Rechtsunsicherheit entgegen, wenn nur auf Basis einer fingierten Genehmigung angefangen wird. Bei Nachprüfungen kann der begonnene / beendete Bau als rechtswidrig eingestuft werden, im schlimmsten Fall droht der Abriss. Zum anderen zeigt sich dort, wo die GF bereits eingeführt wurde, dass diejenigen Baugenehmigungsverfahren, bei denen eine GK nicht möglich ist, nun mehr Zeit in Anspruch nehmen, da die Baubehörden den vereinfachten Verfahren zu Wohnzwecken nun Priorität einräumen, um möglichst keine fiktiven Genehmigungen zu erzeugen.

    Für ein Projekt wie das VierGiebel wäre eine GF sowieso ausgeschlossen. Hier helfen nur mehr Stellen und effizientere Prozesse in der zuständigen Behörde.

    Es ist in der Tat sehr ungewöhnlich, dass eine Baugenehmigung derart viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Die LBBW hatte bereits im Oktober 2020 den Bauantrag gestellt.

    Im September 2022 rechnete die LBBW mit einer Genehmigung "zum Jahreswechsel", also Anfang 2023.

    Jetzt ist sie wohl immer noch nicht ausgestellt?

    Selbst wenn man die Gesetze großzügig auslegt, sehe ich nicht, wie sich die hier vorliegende Zeit in Einklang mit der Landesbauordnung BW bringen lässt (https://www.landesrecht-bw.de/…ment/jlr-BauOBW2010V12P54).

    Eine Baugrube kann auch nicht ewig offen dastehen bis man sie wieder zuschütten muss. Man muss schon höllisch aufpassen das sich hier nichts setzt oder bewegt und die Nachbarhäuser in Mitleidenschaft gezogen werden!

    Ist jetzt bei einer Bohrpfahlwand nicht akut. Dafür sind sie ausgelegt. Auch lange offenstehende Baugruben für Infrastrukturprojekte mit Bauzeit > 10 Jahre oder Tröge haben meist Bohrpfahlwände ;)

    Problematisch ist eher die Sohle der Baugrube, wenn die dort vorgefundenen Böden nicht frost- und witterungsfest sind. Dann müsste bei Baubeginn nochmal eine Schicht ausgehoben, neu verfüllt und verdichtet werden. Womöglich hat die LBBW hier noch nicht bis auf die finale Tiefe abgegraben.

    Bei unbesicherten Gruben hast du natürlich völlig Recht, die geben recht schnell nach.