Neubau Parkplatz an der Bleiche
Obwohl ich bislang in diesem Strang sehr selten über Straßenbaumaßnahmen berichtet habe, möchte ich zum Abschluss meines Rundgangs nochmals den Blick auf den östlichen Grüngürtel der Altstadt lenken. Zwischen der Gleviner Mauer und der wichtigen Liebnitstraße im Osten als wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Stadt liegen ausgedehnte Grünflächen als Teil des genannten Grüngürtels. Ein Nebenarm der Nebel (Fluss durch Güstrow) durchzieht das Gelände in der nördlichen Hälfte.
Eine Teilfläche wird seit Jahrzehnten als Park- und Festplatz An der Bleiche genutzt, um Stellflächen für die Bewohner der Altstadt und einen Platz für Veranstaltung vorweisen zu können. Der Park- und Festplatz war in all den Jahren eher wenig attraktiv, da dieser unbefestigt war und wildes Parken an der Tagesordnung stand. Bei schlechtem Wetter konnte man den Platz kaum passieren.
Die Stadt Güstrow lässt die gesamte Fläche mit einer Größe von 5.000 m² seit Ende April 2021 von Grund auf neugestalten. Der Parkplatz wird neuerrichtet und soll nach Fertigstellung 150 Stellplätze und zehn Stellplätze für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen aufweisen. Mit diesem vergrößerten Angebot (50 Stellplätze mehr als bisher) trage man auch der wachsenden Einwohnerzahl in der Innenstadt Rechnung.
Für die zu befestigenden Flächen sind Rasengitterplatten aus Kunststein genutzt worden, die einen teilweisen Bewuchs zulassen. Damit möchte man sich trotz der Stellplatznutzung besser in den Grüngürtel einfügen. Für den Neubau mussten sechs Pappeln gefällt werden, wobei mit Abschluss der Baumaßnahmen Ende August / Anfang September 30 neue Bäume als Ausgleichmaßnahme in direkter Umgebung gepflanzt werden sollen.
Auch an eine langfristige und nachhaltige Weiternutzung des Festplatzes für Zirkusse und andere Veranstaltungen wurde gedacht. Die Flächen werden beleuchtet und Anschlussmöglichkeiten für Strom und Wasser geschaffen. Die Baumaßnahme kosten insgesamt etwas mehr als 1 Million Euro, von welcher 600.000 Euro durch die Stadt und die restlichen Finanzmittel durch Städtebaufördermittel bezahlt werden.
Meines Erachtens ist es korrekte, das Parkplatzangebot in diesen Bereichen sicherzustellen und ggf. auszubauen, um die Innenstadt von Fahrzeugen und Verkehr freizuhalten. Positiv an dieser Maßnahme ist insbesondere die komplette Neuordnung und zukünftige Regelung des Parkens in diesem Bereich.
Da man bereits im April begonnen hat, sind die Arbeiten bereits sehr weit fortgeschritten. Man bekommt bereits einen sehr guten Eindruck vom endgültigen Ergebnis, welches in knapp 4 Wochen übergeben werden soll.


Das Bauschild zeigt die Planung des Park- und Festplatzes an der Bleiche. Auch die umgebenden Wegebeziehungen sind in die Maßnahme inbegriffen.

Um für die Parkplatzsuchenden während der Baumaßnahme ein Angebot bieten zu können, wurde vorab eine provisorische Fläche nördlich des Bauareals hergerichtet, die seitdem rege genutzt wird. Zusammen mit weiteren Stellplätzen nahe der Skaterbahn stehen damit rund 100 Stellplätze zur Verfügung.

Die abgebildeten Fotografien sind durch mich aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.