Beiträge von Orakel

    Schon interessant wie du den Begriff der angeblich Ewiggestrigen instrumentalisierst, um deine ganz persönlichen Ansichten als allgemeingültige Wahrheit darzustellen.

    Dabei muss ich spontan an die Hochhäuser denken, die sich in der Vergangenheit in das Frankfurter Westend gefressen haben. Es gibt unzählige Beispiele aus der Vergangenheit, wo man herzlich wenig Rücksicht auf gewachsene Strukturen genommen hat - was selten wirklich gut gegangen ist. So würde man heute auch in Frankfurt den Standort von so manchem Hochhaus vermutlich anders wählen. Du merkst es sicher schon: das passt alles irgendwie ganz hervorragend zu dem Begriff ewiggestrig.

    Na ob sie GIGANTISCH gut aussieht ist sicherlich Geschmackssache. Auf jeden Fall ist sie derart GIGANTISCH klotzig, dass schon überlegt wird das ganze gewachsene Umfeld an diesen unmaßstäblichen Bau anzupassen.

    Fakt ist jedenfalls, dass die Bahn überall in Deutschland neue Brücken baut. Da ist es schon interessant, welche mediale Aufmerksamkeit das Teil bekommt. Hätte man das Ding in - sagen wir - Gütersloh gebaut, dann würde sich kein Schwein für diesen Koloss interessieren. Zumindest würde in Gütersloh vermutlich kaum wer versuchen sich diesen Brecher schönzureden.

    Dabei finde ich die Brücke optisch eigentlich ganz okay. Irgendwo am Hafen würde sie bestimmt eine gute Figur machen, aber mitten in der Stadt ist sie optisch schon herausfordernd. Aber vielleicht wäre daneben noch Platz für den ein oder anderen Elbtower. Dann passt es wieder.

    Volle Zustimmung, besser hätte ich es auch nicht zusammenfassen können. Vergleichbar uninspirierte Gerümpelarchitektur habe ich zuletzt in Magdeburg am Breiten Weg gesehen (der Block südlich der Danzstraße).

    Dabei gibt es in Braunschweig (anders als in Magdeburg) doch hinreichend optische Anknüpfungspunkte, die als Grundlage für einen besseren Städtebau dienen könnten. Es scheint sich aber auch niemand großartig über dieses seelentötende Ungetüm aufzuregen. Was sagt das über unsere Gesellschaft aus?

    Gibt es eigentlich einen Grund, warum man diesen 50er Jahre Bau mit den Pfennig-Münzen an der Fassade derart verunstalten musste?

    Das war doch der einzige halbwegs gelungene Nachkriegsbau in dem Karree. Jetzt ist das so ein zeitgeistiger Klotz, den man vermutlich schon in wenigen Jahren nicht mehr sehen mag.

    Ralf Schmitz realisiert schon bessere Entwürfe als einige seiner einschlägig bekannten Kollegen für neues klassisches Bauen. Dennoch handelt es sich hier um gänzlich andere Architektur, die ich persönlich nicht gegeneinander aufwiegen mag.

    Die Rosenberger Höfe sind auch räumlich gut platziert, zwischen der gründerzeitlichen List und dem von Backstein geprägten Vahrenwald. Man muss ja auch immer den jeweiligen städtebaulichen Kontext sehen.

    Im Bereich neue Klinkerarchitektur gehört Stefan Forster sicher zu den fähigsten Architekten derzeit. Finanzielle Zwänge spielen ja leider auch fast immer eine Rolle.

    Mir ging es hier um diese doch sehr ungewöhnliche Anlehnung an Frank Lloyd Wright. In Natura sieht das echt klasse aus. Ich habe sowas in Deutschland beim Geschosswohnungsbau jedenfalls noch nicht gesehen, auch nicht in Düsseldorf. Und daher empfinde ich das für Hannover als bereichernder als es so mancher klassischer Entwurf wäre.

    Mir geht es also nicht um neue klassische Bauten, sondern um einen differenzierten Blick auf Architektur. Auch ein Grund, warum ich in einem anderen Forum nicht mehr großartig aktiv bin.

    Nach einigen Verzögerungen nähern sich die "Rosenberger Höfe" von Stefan Forster endlich ihrer Fertigstellung. Seit einiger Zeit ist der Frankfurter Architekt vermehrt auch in Hannover aktiv. Tatsächlich habe ich mir einige Bauten von ihm in Frankfurt angeschaut. Ich muss aber sagen, dass sein Komplex in der Calenberger Neustadt und eben dieser hier - meiner Meinung nach - zu seinen allerbesten Leistungen zählen.

    Auf seiner Website weist Stefan Forster bei den "Rosenberger Höfen" dann auch noch einmal auf Parallelen zu den Prairie Houses von Frank Lloyd Wright hin. Diese sind tatsächlich nicht zu übersehen. Man darf mich gerne korrigieren, aber ich wüsste nicht, dass vergleichbares beim Geschosswohnungsbau in Deutschland schon mal realisiert wurde. Ganz sicher der architektonisch eigenständigste Entwurf, den Stefan Forster bisher realisiert hat. Auf seiner Website findet sich eine Bildergalerie.


    Hannover 07 – Stefan Forster GmbH https://share.google/etLWyU4GdQATrzhSV

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    Fakten stehen für sich selbst

    Na, das merkt man, gerade in diesem Strang!!!

    Wie sehr Fakten für sich sprechen merkt man auch tagtäglich bei TikTok & Co. Die sozialen Medien bringen die ganze Kompetenz vieler Menschen ans Licht. So bunt ging es in unserer Gesellschaft seit dem Mittelalter nicht mehr zu.

    Aber das mit dem Autoritären stimmt schon. Meiner Meinung nach ist die Situation derart ernst, dass der Staat hier durchaus etwas ins Autoritäre abdriften darf. Tatsächlich halte ich ein Klimastrafrecht für dringend geboten.

    Aber wenn die DAF-Richtlinien eingehalten werden ist hier alles gut. Das meine ich durchaus ernst. Und damit sollte das geklärt sein.

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    Du meinst, als Gesinnungspolizei respektive Forumsverfassungsschutz hat die Moderation solche "unerlaubten" Meinungsäußerungen zu löschen?

    Es fragt sich nur, ob es sich bei der Leugnung einer bewiesenen Tatsache um eine Meinung handelt. Eine Meinung ist eine persönliche Ansicht, Tatsachen hingegen Sachverhalte die bewiesen oder widerlegt werden können. Wobei das Wort "Gesinnung" suggeriert, dass man hier tatsächlich unterschiedlicher Auffassung sein kann.

    Selbstverständlich obliegt es dem DAF-Team zu entscheiden, wie in diesem Forum damit umgegangen wird.

    Fakt ist ja auch, dass es bisher keinerlei Klimastrafrecht gibt. Gäbe es dieses, würde so mancher Politiker vielleicht vorsichtiger agieren. Und das DAF vielleicht auch.

    @ Rohne: Der Klimawandel, aufgrund von CO2-Emissionen, ist eine wissenschaftlich wiederholt bewiesene Tatsache. Der Klimaschutz ist im Grundgesetz verankert (Art. 20a und Art. 143h).

    Das Leugnen des Klimawandels ist somit - zumindest nach meinem Verständnis - verfassungsfeindlich. Man darf sich schon die Frage stellen, ob es erlaubt sein sollte, sich hier entsprechend zu äußern.

    Kann dann weg.

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    Auch wenn ich was Salz in Suppe streuen muss… mir gefällt Los 4 am besten. Wenngleich auch nicht optimal. Die anderen Lose sind mir alle zu rückwärtsgewandt.

    Das ist hier natürlich eine mutige Äußerung, aber ich sehe das ähnlich. Mir ist das alles zu narzistisch. Alles sehr glatt mit strengen Fassadengliederungen, gepaart mit einigen Bögen. Nirgendwo die Leichtfüßigkeit einer echten Altstadt. Gebaut wird das alles vermutlich recht wohltuend aussehen, dennoch bleibt bei mir ein etwas bitterer Nachgeschmack und eine Assoziation an das Dritte Reich.

    Der 1. Preis von Los 4 haut mich jetzt auch nicht vom Sockel. Dennoch finde ich die fast schon postmoderne Naivität des Entwurfs geradezu wohltuend im Vergleich zu den anderen Gewinnern.

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    Wow, ich bin positiv überrascht.

    Ich hab schon gedacht, so ein Kommentar würde gar nicht mehr kommen. Ohne selbst da gewesen zu sein: auf den Bildern sieht das alles richtig richtig gut aus.

    Eigentlich schade, dass etwas erst ein "Kreativquartier" sein muss, damit moderne Architektur zeigt was sie kann. Wäre ähnliches im Wohnungsbau die Regel und nicht diese immer gleichen erbärmlichen Kisten, die Kritik vieler Traditionalisten am Modernismus wäre leiser.

    Irgendwann muss ich mir das mal in Natura anschauen. Hoffentlich werde ich dann nicht enttäuscht.

    Die Konzeptvisualisierung der DB sieht aus wie eine Flüchtlingsunterkunft, die Überarbeitung 1 wie ein ehemaliges Gefängnis der Gestapo. Nur bei der Überarbeitung 2 bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Aber Google Gemini wohl auch nicht, weshalb es sich wohl an einer dieser Berliner Investorenkisten orientiert hat. Wo ist jetzt noch mal die gute Architektur?

    :/

    Kein Beitrag zu Schön und Frölich?

    Kürzlich war die Eröffnungsparty im Schön und Frölich. Damit wird das ehemalige Jolly Joker als Konzert- und Veranstaltungszentrum wiederbelebt.

    Keine Frage, die ehemalige Großdiskothek war jahrzehntelang (neben dem Farmers Inn in Uetze na klar, welches heute noch so aussieht wie vor 50 Jahren) einer der kultigsten Locations für Nachtschwärmer in Norddeutschland. Keine Ahnung wie viele Nächte ich im Jolly verbracht habe. Mir ist von Leuten berichtet worden, die für das Jolly Joker regelmäßig sogar den Weg aus Göttingen in Kauf genommen haben.

    Zurückzuführen ist der Name Schön und Frölich übrigens auf die dort einst ansässige Maschinenbaufabrik Schönau und Frölich. Ich hoffe, das Konzept als Konzert- und Veranstaltungszentrum geht auf. Die Zeit der Diskotheken scheint ja endgültig vorbei zu sein.

    Eröffnungsparty: Braunschweig feiert die Geburt eines neuen Kultortes | regionalHeute.de https://share.google/sheRnCXMBGTRExEEt

    Auf jeden Fall ein sehr technoides Stück Postmoderne. Meine erste Assoziation war das ehemalige Pressehaus von Gruner und Jahr am Baumwall in Hamburg, welches mittlerweile wirklich unter Denkmalschutz steht.

    Tatsächlich scheint es mit der Wertschätzung solcher Gebäude aber bisher generell noch nicht so weit her zu sein. An der Mainzer Landstraße / Westendstraße in Frankfurt soll jetzt ein ganz ähnliches Gebäude eine komplett neue Fassade erhalten, was ich sehr bedauerlich finde.

    Viele Gebäude dieser Art fallen mir spontan nicht ein. Insgesamt ist der Bau hier in Leipzig vielleicht etwas arg dekonstruktiv, dennoch ein ungewöhnliches und feines Stück Architektur.

    Edit.: In dem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte das alte taz-Gebäude in der Rudi-Dutschke-Straße 23, weil das (meiner Meinung nach) eines der gelungensten Bauten in Berlin seit der Wende überhaupt ist. Wie konnte ich das hier jetzt nur außer Acht lassen?!

    Noch ein paar Worte, da in der Öffentlichkeit zum Thema Kampfmittelräumungen häufig völlig falsche Annahmen bestehen. Ich weiß nur wie in Niedersachsen vorgegangen wird, vermute aber, dass es in Hessen nicht viel anders sein wird.

    Das Land wertet alliierte Kriegsluftbilder aus und überprüft bei begründetem Verdacht selbst einzelne Verdachtspunkte, vorrangig bei öffentlichen Bauprojekten.

    Private Häuslebauer und Investoren können beim Staat eine kostenpflichtige Luftbildauswertung beantragen und bekommen infolgedessen eine Handlungsempfehlung. Gab es auf einem Grundstück Kriegseinwirkungen, obliegt es dem Bauherren auf eigene Kosten eine private Räumfirma zu beauftragen, die die Fläche untersucht. Aufgefundene Munition oder Bomben werden dann wiederum vom Staat entsorgt.

    Tatsächlich werden bestimmt 99 % aller Kampfmittelsondierungen von Privatfirmen durchgeführt. Im Falle der U5 wird das Land Hessen für die Trasse sicherlich vorab eine detallierte Luftbildauswertung auf einzelne Verdachtspunkte durchgeführt haben. Aber auch hier werden private Räumfirmen involviert gewesen sein. Besonders Untersuchungen für tiefe Pfahlgründungen und Spundwände sind sehr aufwändig.

    Die Suche nach Blindgängern ist häufig umfangreicher als man gemeinhin denkt. Erst einmal gibt es verschiedene Sondierverfahren, die unterschiedlich kostspielig sind, aber auch eine unterschiedliche Sicherheit gewährleisten. Oberflächensondierungen z. B. sind erheblich günstiger als Bohrlochsondierungen, gewährleisten in der Regel aber auch nur eine Sicherheit bis zu einer Tiefe von ca. 3 m. Nicht selten wird im Vorfeld einer Baumaßnahme eine Oberflächensondierung durchgeführt und diese später durch eine weitere Maßnahme ergänzt, gerade wenn aufgrund der Bodenbeschaffenheit von einem tieferen Bombenhorizont ausgegangen werden muss. Da Blindgänger mit der Zeit in die Tiefe wandern können liegt dieser meist bei mindestens 5 m, häufiger aber auch bei 10 m oder mehr.

    Außerdem kommt es immer wieder vor, dass neue Luftbilder zur Auswertung beschafft werden, die bisher nicht zur Verfügung standen. Diese können z. B. bei der Luftbilddatenbank Carls zugekauft werden.

    Kampfmittelsondierungen werden übrigens meistens nicht von Kampfmittelräumdiensten durchgeführt, sondern von beauftragten Tiefbauunternehmen. Der Staat hat nur die Pflicht aufgefundene Kampfmittel zu entsorgen.

    Der ehemalige Kaufhof an der Marktkirche wird nach einem Entwurf von Herzog & de Meuron umgebaut. Das berichtete die HAZ vor wenigen Minuten (hinter der Bezahlschranke). Die Entkernung des ehemaligen Warenhauses läuft bereits. Hauptmieter wird eine Berufsbildende Schule, aber auch Wohnungen und Geschäfte sollen entstehen.

    Siegerentwurf für Hannovers ex-Horten-Kaufhof-Haus steht fest: Kleid aus Ziegel und Glas https://share.google/OxskDBDnwbbtUtm2n

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    Menschen aus Hamburg haben statistisch mehr Geld in der Tasche als Leute in Berlin und Umland und sind zudem ihren seit eh und je eher regionalen Flughafen gewohnt. Hanseatische Bescheidenheit hält.

    Eigentlich ist es Hamburg noch nie leicht gefallen sich in Bescheidenheit zu üben. Die heutigen repräsentativen Terminals von Gerkan, Mark und Partner waren die ersten ihrer Art in Deutschland. Auch wenn die Architektur heute vielleicht schon wieder etwas angestaubt wirkt, wurde sie später, u. a. in Stuttgart und Düsseldorf, wieder aufgegriffen.

    Auch Langstreckenverbindungen hat es von Hamburg aus in der Vergangenheit immer wieder gegeben, z. B. nach Nordamerika, Shanghai und Kapstadt. Übrigens gab es Langstreckenverbindungen einst sogar von Hannover aus. Ebenfalls nach Nordamerika, aber auch nach Phuket, Mombasa und in die Karibik.

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    Der Haj ist relativ teurer, so dass der BER neben Ham durchaus für Niedersachsen in frage kommt.

    Viele schätzen auch die Umsteigeverbindung Mit Quatar ab BER. Das ist ein super Beginn.

    Ich sag ja auch gar nicht, dass der BER kein Potential hat. Ich denke schon, dass es langfristig eine Reihe von Langstreckenverbindungen geben wird - vorrangig für Umsteiger und internationale Touristen. Was den deutschen Urlaubs-Reiseverkehr angeht, wird sich das Einzugsgebiet des BER ansonsten aber auch langfristig hauptsächlich auf den Brandenburger Raum beschränken. Mehr verhindert einfach der nach dem Krieg entstandene föderale Aufbau Deutschlands, mit diversen mittelgroßen Airports.

    Ich wüsste auch gar nicht was daran verkehrt sein sollte, nur weil andere Länder zentralistischer strukturiert sind. Auf den föderalen Aufbau Deutschlands kann man doch irgendwie auch stolz sein. Und der Norden ist mit seinen drei Airports doch auch gut aufgestellt.

    Außerdem wird allein die Lage des BER schon verhindern, dass dieser auch "nur" den Airport von München einholen kann. Dafür hat Bayern einfach eine ganz andere Prosperität als Brandenburg. Mein Gott, das ist doch auch okay. Ich persönlich würde so einen Monsterairport wie in Frankfurt oder München gar nicht vor der Haustür haben wollen. Zwei von der Sorte sind doch für Deutschland mehr als genug. Im Sommer besuche ich häufiger einen Baggersee in Isernhagen, das liegt unmittelbar neben Langenhagen. Da geht dann alle fünf Minuten ein Flieger drüber weg, bei dem man dann fast mit der Hand nach dem Fahrwerk greifen kann. Mehr Flugbetrieb braucht eigentlich kein Mensch - zumindest kein Anwohner.