Beiträge von TLpz_

    Dekoratives Anführungszeichen

    Leider wurden die auf der Visualisierung versprochenen Gesimse, mal wieder, eingespart. Das wird mit der Begrünung sicher auch so sein. Oder es werden nachträglich noch Pflanzkübel mit Efeu vor den Maschendrahtzaun gestellt.


    Dafür hat man die Fallrohre besser versteckt als in der Visu. Das muss doch als Entschädigung reichen...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für mich liegt der Input daher vielmehr in der Kapazitätenerweiterung (inkl. Taktung) und Modernisierung des Fuhrparks als in ergänzenden Maßnahmen im Netz.


    Jein. Bezüglich Streckenerweiterungen schaut man mittlerweile schon etwas neidisch in andere Städte. Das Leipziger Netz ist zwar recht dicht, an einigen Stellen wären jedoch Verbesserungen erforderlich. Und diese lassen doch recht lange auf sich warten. Teilweise konzipiert, teilweise bereits seit Ewigkeiten fertig geplant. Dieses Hinwerfen von Brocken und dann passiert nichts, das ist schon frustrierend.


    Das Leipziger Straßenbahnnetz ist aktuell ausschließlich radial ausgerichtet. Die zentrale Haltestelle am Hauptbahnhof ist maximal ausgelastet und räumlich viel zu eng für die Menge der dort umsteigenden Fahrgäste. Einen zweiten zentralen Umsteigepunkt könnte man am Leuschner-Platz mit dem Einbau einer Süd-Ost-Verbindung vom Grimmaischen Steinweg auf den Ring schaffen. Wäre eine vergleichsweise kleine Investition. Tangentialverbindungen fehlen komplett. Die 74 auf dem Schleussiger Weg zeigt, dass dort ein entsprechendes Potential vorhanden ist. Das Stück von der Semmelweisstr. bis zur K.-Eisner oder K.-Liebknechtstr. hätte man damals gleich mitbauen sollen. Das wäre eine vorausschauende Verkehrsplanung der Stadt gewesen. Mockau geplant, aber wieder über den Haufen geworfen. Für die Strecke zum Herzzentrum Bürgerworkshops durchgeführt, nix weiter passiert. Verknüpfungen mit der S-Bahn an vielen Stellen nur rudimentär, auch 12 Jahre nach Eröffnung des Citytunnels.


    Aber hey: Wir bauen Monsterbrücken wie vor 10 Jahren und verkaufen das als Verbesserung für den ÖPNV...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Bahn repliziert hier ihre grundsätzlichen Probleme auf kleinem Raum. Anstatt Leipzig Hbf. als den Knotenpunkt für Süd-Ostdeutschland zu manifestieren, werden ausnahmslos alle konkurrenzfähigen Linien über Halle Hbf. geführt. Nicht nur die Sprinter Berlin-München gehen an Leipzig vorbei sondern nun auch Paris sowie die geplanten Verbindungen nach Mailand bzw. Rom. Das kenne ich aus keinem anderen europäischen Land. Man stelle sich vor, man würde Frankfurt über Offenbach "anschließen", Köln über Bonn oder Stuttgart über Ludwigsburg. Für mich ist das alles ein Stück weit absurd. Und politisch wird dazu weder in Leipzig noch aus dem Freistaat einfach keine Aussage getätigt.


    Was sollen Leipzig und der Freistaat dazu auch sagen? Das wurde alles Anfang der 90er Jahre entschieden, als Kumpelei zwischen Kohl und Vogel. Damals wurde der Knoten Erfurt zementiert. Die Auswirkungen sieht man jetzt. Leipzig ist gewachsen, kann ein entsprechendes Fahrgastpotential aufweisen, die schnellste Strecke von Berlin in Richtung Süden geht aber ein paar Kilometer an Leipzig vorbei. Aber ob ein Fernverkehrstunnel und eine Stecke durch das Vogtland damals leichter zu realisieren gewesen wäre, ist m.E. fraglich. Der ZUg ist im wahrste Sinne des Wortes abgefahren...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Auch in der Sprayer-Szene ist übrigens diese Frage - zu Recht- evident: was die meisten als "Verwahrlosung" wahrnehmen, wird in der Sprayerszene als "demokratische Partizipation im Stadtraum" gefeiert.

    Demokratische Partizipation im Stadtraum... Sorry, aber die meisten Sprayer haben scheinbar zu viel an den Dosen geschnüffelt. Das ganze ist i.d.R. Sachbeschädigung, nix anderes!

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^

    Kratzer an deinem Auto lässt du doch sicherlich auch auf eigene Kosten entfernen, wenn der Täter nicht gefunden werden kann.


    Nö, die lasse ich nicht entfernen oder beheben. Das wäre bei jedem einzelnen Kratzer einfach nicht wirtschaftlich. Wird bei Immobilien ebenso sein. Und warum soll die Stadt hier irgendetwas "zur Verfügung" stellen? Wer pflegt dann die Gerätschaften und bessert sie aus oder beschafft neue? Wer führt dann den Verleih und die Rücknahme durch und bezahlt die Mitarbeiter dafür?

    Grafittientfernung mag keine Raketenwissenschaft sein, aber scheinbar auch nicht so einfach dass es Firmen gibt, die sich darauf spezialisiert haben. Spezialfirmen zum Rein- und Rausrollern von Mülltonnen gibt es dagegen nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Mit CDU, AfD und BSW zeichnet sich eine Ratsmehrheit für eine Abschaffung des Logos ab. Die Verwaltung hat aber schon kundgetan, dass weder zwei der größten Petitionen, die Leipzig bisher gesehen hat, noch eine Stadtratsmehrheit sie interessieren und sie stur auf ihre Kompetenz in dieser Frage beharrt. Die Beteiligten, vor allem auch die Fraktionen, die sich als progressiv verstehen, sollten in sich gehen und sich fragen, warum sie bei so einem Thema, das weder komplex ist, noch Fachwissen erfordert, noch große Geldausgaben bedeutet, sondern einfach eine Geschmacksfrage ist und welches dennoch so enorm viele Leute bewegt, warum sie nicht einmal hier Bürgerbeteiligung zulassen wollen.

    In Zeiten, in denen (Social-Media-) Nutzer zumeist nach der Überschrift aufhören zu lesen und dann ihre Kommentare unter diversen Einträgen platzieren frage ich mich, ob Bürgerbeteiligungen das Non-plus-ultra sind. Hinzu kommen die Medien, die mehrheitlich ebenfalls nur noch auf Clickbaiting aus sind anstatt zu recherchieren und zu informieren.

    Zu den Darstellungen/Abbildungen von Rundling meine Meinung:

    Der Löwe aus dem Stadtwappen sieht als (neues) Logo für Amtsblatt oder Onlineangebote/soziale Medien so richtig doof aus. Das neue Logo hingegen wirkt als Stadtwappen in Fahnen o.ä. überhaupt nicht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die CDU-Fraktion und die Fraktion Die LINKE im Leipziger Stadtrat fragen dazu nach:

    Neues Stadtlogo und Corporate Design der Stadt Leipzig

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…4&refresh=false

    Das neue Corporate Design der Stadt Leipzig – Nachfrage zu Anfrage VII-F-10137

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…1&refresh=false

    Ah, wieder eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Rächer der Empörten. 90% der Antworten sind öffentlich nachlesbar. Und im Vergabegremium der Stadt Leipzig sind beide Stadtratsfraktionen vertreten, die Linken sogar mit Vorsitz. Also wenn die nicht wüssten, zu welchem Preis der Auftrag bewilligt wurde. Und die Vergabe war EU-weit, also öffentlich durch jedermann einsehbar.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Meldung zur Nonnenstraße verstehe ich so, dass dies nur zur Bauzeit so ist. Man kann ja auch durch andere Fahrradstraßen mit dem Auto durchfahren, wenn man kein Anlieger ist. https://www.leipzig.de/newsarchiv/new…e-wird-umgebaut

    Das ist ja die Krux an den Leipziger Fahrradstraßen: Es sind keine! Es sind lediglich Straßen, an denen das Verkehrsschild "Fahrradstraße" aufgestellt wurde. Baulich und verkehrsrechtlich entsprechen sie in keinster Weise den Richtlinien für Fahrradstraßen. Da könnte man auch an einem Feldweg ein Verkehrsschild VZ 330.1 stellen, trotzdem wäre es keine Autobahn...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und irgendwie wird es im Tenor der Pressemeldungen so dargestellt, als hätte man 700 K € nur für dieses neue Logo ausgegeben und nicht für einen komplett neuen Web-Auftritt. Außenwirkung ist eben auch in dem Bereich wichtig.

    In den 700k beinhaltet nicht nur einen/den Webauftritt, sondern ein komplettes CI für die Stadt und die Eigenbetriebe (außer Marken wie Zoo oder Gewandhaus). Dazu gehört weitaus mehr als ein Logo. Das wird in der Diskussion gerade irgendwie (bewusst?) unterschlagen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bei der derzeitigen Haushaltslage 700.000 Euro für ein neues CI und Logo auszugeben ist mutig, um es freundlich auszudrücken.


    Der Auftrag für das CI ist aber schon ein paar Tage alt, schließlich wird das nicht von heute auf morgen mit einem Finger schnippen erstellt. Auch die Stadt muss Verträge einhalten...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Es ist mein absolutes Herzensprojekt in Leipzig, denn das kann richtig, richtig gut werden.


    M.E. kann es nur richtig gut werden wenn auch der andere Block abgerissen wird. Traurig, dass einem Gebäude gehuldigt wird, welches nicht einmal 20 Jahre in Nutzung war bzw. einer Unrecht- Zeit von 40 Jahren (ohne diese meinerseits irgendwie relativeren zu wollen). Dafür ignoriert man den Punkt der Stadtgründung an dieser Stelle völlig.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^ wenn alle Stufen offen sind und der Wasserpegel steigt, wird sich auch wieder ein höheres Strömungsverhalten einstellen. Dementsprechend sich der mitunter starke Bewuchs verringern.

    Aber ich kann den "alles zum paddeln" Fetisch auch schwer verstehen. Naturnahe Kanalabschnitte mit viel Grün zur Verschattung des Gewässers und Lebensraumgestaltung für die dortige Fauna hielte ich wesentlich erstrebenswerter als diesen gewollten Paddeltourismus a la Meck-Pomm oder Brandenburg. Das wirkt immer stark wie eine 1990er Jahre Idee, die so als Gegensatz zum damaligen Status Quo von überbautem Wasser stand. Heute aber Stadträume am Wasser mit Zugängen für Anwohner:innen und der mögliche Effekt auf das angrenzende Mikroklima einen viel höheren Wert haben.

    Kann man nicht beides haben, paddeln und Stadträume am Wasser? Leipzig ist sehr grün und von jeder Menge Wasser durchzogen, warum soll man das nicht nutzen? Am und im Wasser? Und wegen des Paddelns sieht der Bereich am Ranstädter Steinweg nicht so aus wie er aussieht. Das liegt eher an den vielen Blechkarossen, die dort durch die Gegend bewegt werden wollen...

    ^Bahnstrecken, oder wie gestern der Citytunnel, müssen eben manchmal gewartet werden. Ist lange geplant und darüber wurde ausführlich informiert. Passiert übrigens auch bei Tunneln auf der Autobahn, die sind auch des öfteren mal gesperrt und man muss drum herum fahren.

    Ein Armutszeugnis ist eher, sich nicht über Verkehrswege und -mittel im Vorfeld zu informieren.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Thema "Umgestaltung Hauptbahnhofsumfeld" - Statt über eine sechsgleisige Haltestellenanlage am Hauptbahnhof wird gerade mal wieder über die MIV-Fahrstreifen zwischen Hauptbahnhof und Bimmel-Haltestelle diskutiert. Es gibt einen Antrag der CDU-Fraktion, einen korrigierenden Antrag der AfD-Fraktion und einen Verwaltungsstandpunkt. In einer Woche wird im Stadtrat darüber abgestimmt.

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…2&refresh=false

    Zum Glück münden die Anträge der CDU zu Verkehrsthemen oft in rechtswidrigen Beschlüssen...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Und "eigentlich" liegt es wohl klar auf der Hand, wer den ÖPNV zwar immer fordert, aber kaum was dazu gibt und öfters mal blockiert: das Dezernat für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig. Die LVB planen und planen, legen Ideen, Studien und Entwürfe vor. (...) ... egal, ob Erweiterung der Haltestelle Hauptbahnhof auf sieben Gleise, eine Verlegung der Haltestelle Hbf. Westseite in die Kurt-Schumacher-Straße und damit auch gleichzeitige Nutzung der Linien 10, 11 und 16 (Entlastung der Haltestelle Hauptbahnhof) oder das Thema Mockauer/Tauchaer Straße. (...) Die LVB reißen sich den Arsch auf, aber irgendwann haben sie auch die Faxen dicke und keinen Bock mehr, von der Stadt Leipzig permanent zurückgewiesen zu werden.

    DAvE LE, diese Darstellung ist leider etwas einseitig. Ganz so unschuldig sind die LVB da sicher auch nicht. Jahrelang hat man den gedeckelten Zuschuss der Stadt ohne Murren hingenommen, anstatt eine entsprechende Lobbyarbeit zu suchen. Viele der aktuellen Gleissanierungen sind Kombiprojekte von Stadt, LVB, Stadt- und Wasserwerke, da geht es nicht ohneeinander.

    Auch so etwas wie die Erweiterung der Haltestelle Hbf. geht nicht mal einfach so, hier müssen andere Verkehrsarten berücksichtigt und ggfs. umgelenkt werden. Das kostet auch die Stadt entsprechendes Geld. welches knapp und manchmal eben nicht verfügbar ist. Da muss man priorisieren, und da stehen Kitas und Schulen glücklicherweise etwas weiter oben in der Liste (schon aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen der Stadt). Letztendlich muss bei großen Bauprojekten auch immer der Stadtrat zustimmen. Da sind manchmal eben auch dem Dezernat 6 die Hände gebunden...

    Auch die LVB machen aus meiner Sicht in Ihrer Planung jede Menge Fehler. Das fängt bei der mangelhaften Verknüpfung mit den S-Bahn-Linien an, setzt sich über eine mangelhafte Struktur des Busnetzes fort und endet bei solch verhältnismäßig kleinen Netzerweiterungen wie einer Süd-Ost-Kurve am Augustusplatz.