Beiträge von jack000

    Dekoratives Anführungszeichen

    Sehr positive Entwicklungen gibt es am Neptunbrunnen:

    Es gibt dort keine positiven Entwicklungen und gab es seit WWII nie, denn danach haben besserwisserische Architekten alles komplett vermasselt.

    Es gibt in Berlin innerstätig keinen hässlicheren Ort als die Gegend um das rote Rathaus. Berlin gilt natürlich als Touristenstadt, aber wer (aus dem Aus- und Inland) kommt denn auf die Idee, sich diesen Sozialismusschrott anzusehen? (Von der Frankfurter Allee und Stasi-Museum abgesehen).

    LucBXL

    Die Basisidee von S21 halte ich nach wie vor für richtig. Das Problem ist, dass S21 konzeptionell und planerisch vermasselt wurde!

    Das fing damit an: "Es begann mit einer Lüge", trotzdem wurde es in höchsten Tönen gelobt und jede konstruktive Kritik als Spinnerei diffamiert.

    Nach und nach treten alle Negativvoraussagen der Kritiker ein und die sind noch schlimmer als angenommen (Kosten, Bauzeit, Konzept, etc...).

    Ich lebe jetzt seit 21 Jahren in Stuttgart und kenne den Bahnhof nur als Ruine und Megabaustelle, aber diejenigen, die länger in Stuttgart leben, haben das alles ja noch viel länger hinnehmen müssen. Wann das fertig wird, wie viel es letztendlich kostet und ob das überhaupt so funktioniert wie gedacht, steht in Frage.

    Berufsmeckerer gibt es immer, es stellt sich aber die Frage ob es richtig sein kann ein Projekt durchzusetzen mit dem fast 50% der Bevölkerung Stuttgarts überhaupt nicht einverstanden sind (Wie gesagt wären, aktuelle Umfragen mal sinnvoll).

    Verantwortlich machen kann man für diesen Schlamassel quasi niemand (Einige sind auch bereits tot). Hier im Forum schweigen auch so ziemlich alle Befürworter, die das Projekt als unfehlbar gepriesen haben.

    Und so geht es immer weiter, jetzt beim Pfaffensteigtunnel: Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D zum Thema:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Als wäre dies noch nicht genug, gehen nach einer Veröffentlichung von STRABAG zwei der drei Vergabepakete an eine Arbeitsgemeinschaft der Konzerntochter Züblin AG mit der Firma Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Zu der letztgenannten Firma haben jüngst gleich zwei führende Mitglieder der für den Bau des Pfaffensteigtunnels verantwortlichen Bahntochter PSU gewechselt. Michael Pradel, Vorstand Technik der PSU, und Robert Berghorst, verantwortlicher Ingenieur der PSU für den Pfaffensteigtunnel, werden zum 1.9.2026 Mitglieder des Vorstandes der Firma Wayss & Freytag.

    „Die Auftragsvergabe hat nicht nur ein Geschmäckle“, so Reicherter, „sie stinkt zum Himmel. Es ist ein weiterer Hinweis, dass es nicht um Verbesserung des Bahnverkehrs, sondern um das Absahnen von Steuergeldern geht. D

    https://kopfbahnhof-21.de/pressemitteilu…K7iGdLaEd2fPZyQ

    => Es gibt bei S21 keine Hemmungen mehr, die noch nicht gefallen sind!

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^ Das Schwabenzentrum ist gerade mal 40 Jahre als und soll schon abgerissen werden, u.a. "Der verschnörkelte Bereich sei „ein Kind seiner Zeit und nicht mehr erhaltenswert“. Was haben eigentlich die Architekten vor 100-150 Jahren, im Gegensatz zu den heutigen, richtig gemacht, dass deren Gebäude erhaltenswert sind?

    Das ehemalige Rathaus von Esslingen:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das Alte Rathaus in Esslingen wurde um 1420 als reiner Fachwerkbau errichtet,

    https://www.google.com/search?q=Altes…chrome&ie=UTF-8


    Also 626 Jahre alt. Die Nachkriegsarchitekten können nichts entwerden, was wenigstens mal 50-80 Jahre Bestand hat.

    => Alles nur kurzfristige Abrissarchitektur!

    Nur mal ein Beispiel:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für ausländische Staatsbürger wurden zuletzt 21,7 Milliarden Euro an Bürgergeld ausgegeben.

    https://www.google.com/search?q=Ausga…chrome&ie=UTF-8

    Und das ganze Jahr für Jahr. Allein vom Kindergeld, welches jedes Jahr ins Ausland gezahlt wird, könnte man den Luisenblock jedes Jahr neu bauen. Deswegen verstehe ich nicht, wieso wegen den paar Euros eine Kostendiskussion stattfindet.

    Zumal dem ja auch Kosten gespart werden, da derzeit ja Büros gemietet werden, deren Kosten dann wegfallen.

    Hier in Stuttgart/Umgebung baut Bosch neu, baut Daimler Truck neu, Mercedes Benz Cars neu, etc... es wird dadurch nicht ein neuer Arbeitsplatz geschaffen, es werden nur Büroanmietungen verringert, die es hier kreuz und quer von den großen Firmen überall gibt.

    Luisenblock und Erweiterung Bundeskanzleramt sind die kleinsten Probleme die wir in Deutschland haben und noch haben werden!

    Ich hatte gerade überlegt, wo da ein Altbau sein soll. Aber es geht ja um die 70er Jahre Bausünde.

    Sieht ja nicht mal schlecht aus, aber ich zweifele den Bedarf an Bürofläche an.

    Und bei 23800 m2 (Büro + Wohnen) ist für 198m2 jeweils nur 1 Stellplatz vorgesehen (Fahrräder nehme ich mal aus der Betrachtung raus).

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    Hitze im Europaviertel Stuttgart
    Bratpfanne Pariser Platz

    Am Pariser Platz in Stuttgart ist es bei Hitze schwer auszuhalten. Die Stadt sieht sich – wieder einmal – mit der Frage konfrontiert, wann im Europaviertel etwas passiert.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.hitze-i…obox=1777022472

    Es wird als Begründung genannt, dass sich deswegen dort niemand aufhält. Nur hält sich da niemand auf, weil es keinen Grund gibt sich dort aufzuhalten. Weswegen sollte man sich dort aufhalten?

    => All das hatte ich hier auch schon im Forum erwähnt und es wurde schöngeredet, nun lässt es sich nicht mehr abstreiten, dass der Pariser Platz totales Architekturversagen ist!


    Nun wird es noch besser:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Pariser Platz sei bewusst als Veranstaltungsort geplant worden, sagte Gerber-Hartmann. Früher waren hier die Jazz Open, es gibt auch Verankerungen für ein Zirkuszelt. Die Freien Wähler möchten eine Auflistung der Veranstaltungen in den vergangenen drei bis fünf Jahren. „Man muss sich die Frage stellen, ob die aktuelle Ausstattung noch passt“

    Gibt es in Stuttgart keine Flächen für Veranstaltungen? Gab es jemals Bedarf da überhaupt eine "Veranstaltungsfläche" zu errichten und das ganze "Pariser Platz" zu nennen?

    => Ich stelle mir da einen Bürger aus Paris vor, der Stuttgart besucht und am Pariser Platz feststellt, dass dort nur eine tote Fläche existiert, die nach seiner Heimatstadt benannt ist. Quasi eine Beleidigung!


    Das nächste Desaster wird das neue Rosensteinviertel werden. "Bezahlbarer Wohnraum" entsteht also quasi neben den so ziemlich teuersten Wohnungen in Stuttgart im Stadtzentrum? Mit 0,x geplanten Parkplätzen für Autos?


    Die Oberkatastrophe wird dann die Bebauung der A2 Fläche sein (Wenn tatsächlich in unabsehbarer Zeit mal die Gleise verschwinden werden). Da wird nur eine Bürobetonwüste entstehen, mit Bürobauten die eigentlich keine Verwendung haben, während massiv Wohnraum fehlt.


    Nun bin ich kein Architekt sondern Dipl. Ing. Automobilindustrie (Also themenfremd). Trotzdem sind sämtliche Aussagen von mir 1:1 zu 100% eingetreten, die von Architekturstudenten / Architekten mit Abschluss hier konsequent abgestritten wurden!


    Für was bei den Protagonisten offensichtlich das Verständnis fehlt, ist die Tatsache, dass man nur 2 Augen braucht um festzustellen, dass hier in Stuttgart massiv was schief läuft. Ebenso den Sinn dafür, das wenn die gleichen Protagonisten noch weiter agieren, hier noch mehr schief laufen wird!!!

    => Oder sieht noch jemand eine positive Zukunft für A2 und Rosensteinviertel?


    Aktuelle Situation:

    • Milaneo: Leerstand erhöht sich weiter und weiter
    • Platz vor dem Milaneo ist Kriminalitätsschwerpunkt
    • Bibliothek wird innerhalb von mehreren Securitikräften bewacht
    • Pariser Platz ist eine tote Zone wo sich niemand aufhält, aber einen Baum habe ich mal gefunden
    • Wann S21 fertig wird steht in den Sternen, die Kosten sind inzwischen explodiert
    • Beiträge von den ehemals so fleißigen schreibenden S21-Befürwortern kann man hier nur noch mit der Lupe suchen
    • Was mal aus dem A2-Areal und dem geplanten Rosensteinviertel wird steht in den Sternen, bzw. ist fragwürdig geplant, bzw. gar nicht geplant.
    • Ob das Bahnkonzept überhaupt funktioniert weiß auch niemand, denn selbst kleinere Städte mit Durchgangsbahnhof haben deutlich mehr Gleise (Karlsruhe, Nürnberg, Hannover, etc...). Selbst kleinste Käffer in der Provinz haben 4-6 Gleise und für Stuttgart sind also 8 Gleise ausreichend???
    • Das ETCS-System funktioniert nicht planmäßig (=Grundangabe für die Bauverzögerungen) und man gibt der japanischen Firma die Schuld, obwohl es bei denen in Japan funktioniert
    • Eine aktuelle Umfrage würde mich mal interessieren wie die Stuttgarter und die Deutschen bundesweit zu dem Projekt S21 stehen! Kommen wir da auf über 50%?
    • etc ... (Die Liste lässt sich immer weiter führen)


    • Sieht doch insgesamt nicht besonders gut aus?
    • Wie ist die Aussage der S21-Befürworter dazu?
    • Und wer ist Schuld daran, dass es nicht so läuft wie geplant?
    Dekoratives Anführungszeichen

    Trostlose Zustände – neue Wege im Schlossgarten lassen weiter auf sich warten

    Absperrgitter, Umwege, keine Barrierefreiheit: An der Haltestelle Staatsgalerie kommt der Wegebau nur langsam voran. Die Deutsche Bahn macht weiteren Abstimmungsbedarf geltend.

    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttga…obox=1776853334


    Nun, ok. Wenn die Abstimmungen über die Wege bei der Haltestelle Staatsgalerie erstmal stattgefunden haben (Man soll ja nicht alles gleich überstürzen), ist das Thema auch ruckzuck vom Tisch 🙂

    Dekoratives Anführungszeichen

    Spitzentreffen abgesagt – Starttermin bleibt unklar

    Nach wie vor ist unklar, wann erste Teile von Stuttgart 21 in Betrieb gehen können. Ein geplantes Treffen der Projektpartner Mitte April findet nicht statt.

    https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttga…obox=1775704603

    So wie ich das interpretiere ist nun also auch das Jahr 2030 als Starttermin beerdigt. Mal schauen, wer (bzw. welche Gruppierung) da wieder wie immer die Schuld dafür bekommt.


    Mich wundert es, warum ich offensichtlich noch der einzige bin, der hier noch schreibt? Lt. Forums-Beiträge liegt das doch daran, dass S21 abgeschlossen / quasi fertiggestellt ist und somit es da nichts mehr zu diskutieren gibt, denn es gibt ja die neuen Projekte wie z.B. im Neckar baden möglich zu machen.


    Hier hat der Experte "Madmind" doch das alles genau aufgeführt:

    madmind
    10. April 2025 um 17:32

    Wir reden also über das hier: " Wusstest Du überhaupt, dass es seit Jahren ein Projekt zur Verschönerung des Neckarufers entlang des Wasens mit entsprechenden Plänen, Visualisierungen und ich meine auch kürzlichen Grundsatzentscheidungen gibt?"

    madmind
    10. April 2025 um 17:32


    Also diskutieren wir über "planschen im Neckar" und nicht mehr über S21? Also bist du ernsthaft der Ansicht, das Thema sei durch? Ich sage dir, hier ist noch gar nichts zu Ende durch!

    => Die wirkliche Katastrophe kommt erst noch. Oder siehst du das anders? Oder wenn ja, wie begründest du das? Ist irgendwas nicht im Eimer?

    Soso, nach 60 Jahren ist der Lebenszyklus schon zu Ende. Andere Gebäude stehen seit über 150 Jahren in Stuttgart und da kommt keiner auf die Idee die Abzureißen. Ähnlich ist das beim Schwabenzentrum. Alles Beispiele für die Abrissarchitektur mit der Architekten die Städte nach dem WWII verunstaltet haben.

    Hoffentlich kommt da jetzt was brauchbares hin, aber die Chance sehe ich als gering an.

    Dekoratives Anführungszeichen
    • Bahn: Hitachi hat Schuld, weil die Personal abgebaut haben
    • Hitachi: Bahn lügt! Wir haben Personal aufgebaut und nicht abgebaut
    • Hitachi Rail funktioniert unter anderem in Japan, China und den Niederlanden
    • Bahnexperte und -Berater Leister: ETCS ist längst Weltstandard, von Chile bis Vietnam, Ägypten, Israel, jetzt sogar Nordamerika, China und Europa sowieso. Überall wird ETCS verbaut, wenn modernisiert oder neu gebaut wird. Digitalisierungsstrategie und Umsetzung der Bahn ist der Grund für die Verzögerungen
    • SWR-Recherche im Dezember: Es gibt noch weitere Probleme beim Stuttgarter Bahnknoten

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…HJ2iiCKKlbvGD7g

    Interessant, das es zu dem Zeitpunkt noch ein Propagandavideo gab (Von dem auch immer gesteuert):

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    Immer wenn man denkt, das man nicht noch tiefer sinken kann, kommt sowas. Wieso kommt man auf die Idee in dieser aussichtslosen Lage noch sowas zu verbreiten??

    Hier ist ein Video bei dem die Geschichte von S21 mit allen Peinlichkeiten zusammengefasst wird, sehr sehenswert:

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    Die Problematik ist ja vor allem, dass so ein Projekt gegen so heftige Widerstände durchgeprügelt wurde. Natürlich sind immer die einen gegen was die anderen für was. Aber bei einen Krümel mehr als einer fragwürdigen 50% Zustimmung (Mich würden die aktuellen Umfragewerte mal interessieren) irgendwas umzusetzen, man dann eine grüne Landesregierung hat und sich dann auch noch herausstellt, das bisher so ziemlich sämtliche Kritikpunkte eingetroffen oder übertroffen wurden, übertrifft S21 alles bisher dagewesene in Deutschland.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das ist einfach nicht schlüssig. Nicht jeder der dort arbeitet wird in den dortigen Wohnung wohnen müssen und umgekehrt wird auch nicht jeder der dort wohnt nur in diesen neuen Büros arbeiten.

    Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Natürlich ist das Delta auf die Stadt bezogen. Das kommt ja noch hinzu, das bei den Arbeitsplätzen die Arbeitnehmer von woanders (Auch außerhalb Stuttgarts, bzw. Zugezogene) herkommen und die Bewohner der neuen Wohnungen auch woanders arbeiten.

    => In Summe wird die Wohnungsnot noch schlimmer

    => Die Auswirkungen auf den Verkehr werden an den bereits überlasteten Straßen zu spüren sein. Bei dem Rosensteinviertel soll es anders werden, aber bisher wurden für die Büros und Wohnungen großzügig Tiefgaragen gebaut. So macht das Neubauareal einen recht autofreien Zustand, die Autos sind aber da. Aber halt unter der Erde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Meiner Meinung nach war Stuttgart 21 nie ein Infrastruktur-, sondern ein Immobilienprojekt zur Stadterweiterung.

    Man hat auch hier im Forum lesen können: "Es gibt sowieso bald selbst fahrende Autos, da braucht es keinen Bahnausbau". Da sieht man woher der Wind die ganze Zeit wehte. Es ging nur um die Bebauung und der ICE-Verbindung nach Ulm. Der Rest war total egal und wurde in der Ursprungsversion billigst drangeklatscht um überhaupt eine Genehmigung zu bekommen.

    Aber auch nach den sehr teuren notwendigen Nachbesserungen (So bereits u.a. 2007 nachzulesen, aber vehement abgestritten und geleugnet) wie die große Wendlinger Kurve, der Pfaffensteigtunnel (In der finanziellen Bilanz von S21 weggeschummelt), der Verbindung nach Feuerbach, etc... ist nicht davon auszugehen, dass die versprochenen Kapazitätserweiterungen Geschichten aus dem Paulanergarten sind.

    Als es noch die Möglichkeit gab, das Ganze zu stoppen, rechnete die Bahn vor, dass ein Abbruch 77 Miio. € teurer wäre als ein Weiterbau. Ich habe das damals schon für Schwachsinn gehalten und seitdem ist S21 um mehrere Milliarden € teurer geworden und vom Zeitplan immer später fertig.

    Wer beim offiziellen Baustart (Februar 2010) 55 Jahre alt war, kann als Mann bei dem durchschnittlichem Sterbealter gar nicht mehr damit rechnen S21 jemals fertig zu sehen. Hat dann aber 20 Jahre Megabaustelle hinter sich und davor mindestens 20 Jahre einen sanierungsbedurftigen Zustand erlebt.

    Die Sanierung des Kopfbahnhofes und Optimierung des Gleisvorfeldes hätte schätzungsweise 5 Jahre gedauert und vor allem weitestgehend den MIV in Ruhe gelassen. Ich habe mir ein 59€-Ticket zugelegt als ich noch in UT arbeitete, denn es war eine Plage vom anderen Stadtende nach UT zu fahren, daher bevorzugte ich dann Bus und S-Bahn.

    Ohlsen

    Vor allem wird es spannend, wenn alles so gebaut wie geplant wird, was passiert wenn der Fildertunnel (Es muss ja nicht mal ein Brand sein) mal saniert wird und dadurch gesperrt wird. Oder die Auswirkungen, wenn die S-Bahn Stammstrecke mal gesperrt wird.

    Meine Prognose: Dann bricht alles zusammen, da es für die Bahn ziemlich eng werden wird wenn alles über Wendlingen geleitet wird (Die 2 Spuren können das nicht auffangen, bzw. es müsste alles über die alte Strecke über Geislingen geleitet werden).

    Die Züge aus Schweiz/Süddeutschland würden entweder in S-Vaihingen oder am Flughafen stranden. Wenn es S-Vaihingen ist, dann ist auch der teuerste und längste Eisenbahntunnel (Wann auch immer der fertiggestellt wird, ich habe da erhebliche Zweifel an den Zeit- und Geldplanungen) außer Betrieb.

    Aber ob nun 5-doppelstöckige Wagons mit Passagieren am Flughafen oder in S-Vaihingen auf 3 S-Bahn Wagons umsteigen müssen, ist letztendlich egal.

    Für die S-Bahn gibt es bei Stammstreckensperrung gar keine Ausweichmöglichkeiten mehr. Da ist dann da endgültig Feierabend.

    Nun, natürlich hat auch der ursprüngliche Zustand seine Defizite (Aber immerhin der 2.-pünktlichste Bahnof in Deutschland), aber es kann doch nicht sein, dass 11 Mrd€ (+1 Mrd.€ (geplant) für den Pfaffensteigtunnel) ausgegeben werden und heraus kommt, dass statt Verbesserungen die einen Defizite durch andere Defizite ersetzt werden.

    Es kristallisiert sich immer mehr heraus (Was schon lange vorausgesagt wurde), dass es nicht um ein Bahnprojekt, sondern um ein Immobilienprojekt geht, bei dem die Bahnbelange rechts und links irgendwie dran geklatscht wurden.

    Interessant in diesem Zusammenhang:

    "20 Hektar sollen für die Erweiterung des Schlossgartens genutzt werden. Auf der verbleibenden Fläche soll Wohnraum für etwa 11.000 Menschen sowie Arbeitsplätze für rund 24.000 Menschen entstehen."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

    => Wo wohnen dann die 13.000 Menschen, für die gar keine Wohnung vorgesehen ist? Im erheblichen Leerstand der günstigen Mietwohnungen in Stuttgart?

    Es werden ja ausschließlich Büroarbeitsplätze sein und die Montagearbeiter die z.B. von Mahle entlassen werden, werden nicht als Büroarbeitnehmer in den neuen Büros ihr Dasein finden.

    • Bahn: Hitachi hat Schuld, weil die Personal abgebaut haben
    • Hitachi: Bahn lügt! Wir haben Personal aufgebaut und nicht abgebaut
    • Hitachi Rail funktioniert unter anderem in Japan, China und den Niederlanden
    • Bahnexperte und -Berater Leister: ETCS ist längst Weltstandard, von Chile bis Vietnam, Ägypten, Israel, jetzt sogar Nordamerika, China und Europa sowieso. Überall wird ETCS verbaut, wenn modernisiert oder neu gebaut wird. Digitalisierungsstrategie und Umsetzung der Bahn ist der Grund für die Verzögerungen
    • SWR-Recherche im Dezember: Es gibt noch weitere Probleme beim Stuttgarter Bahnknoten

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…HJ2iiCKKlbvGD7g

    Mal schauen, ob es bis 2030 noch was wird. Eine Unverschämtheit finde ich es Hitachi die Schuld zu geben und seitens der Bahn Unwahrheiten zu verbreiten, obwohl es in anderen Ländern funktioniert!

    Generell:

    • Sämtliche Negativvoraussagen sind bei S21 eingetroffen und zu einem signifikanten Teil auch noch erheblich übertroffen worden! Die theoretisch gute Idee ist ziemlich vermasselt worden
    • Interessant wäre mal eine repräsentative Umfrage in Stuttgart (Oder BW) zur Zustimmung zu S21
    • Meine Frage, warum hier fast keine S21-Befürworter mehr schreiben, wurde dahingehend beantwortet, das das Thema S21 ja nun durch sei und man nun sich anderen Projekten (u.a. Bademöglichkeiten im Neckar) widmen muss. Aber dem ist nicht so, es ist genau das gekommen was ich vorausgesagt habe: Das dicke Ende kommt noch!

    Regent

    Und diese Verzögerung gilt nur für den Tiefbahnhof. Der Pfaffensteigtunnel ist bis dahin sowieso noch nicht fertig (angeblich 6 Jahre Bauzeit, wer es glaubt wird selig) und die Züge aus der Schweiz stehen vor den Toren Stuttgarts und die Fahrgäste steigen aus 5 Doppelstockwagons in 3 einstöckige S-Bahn Wagons um, die bereits mit Fahrgästen belegt sind.

    Die Frage stellt sich dann auch nach den Kosten. Zeitverzögerungen bedeuten auch Kostensteigerungen. Es ist zu bedenken, dass damals diejenigen unter den Gegnern, die 10 Mrd. € Kosten vorausgesagt hatten selbst unter den Gegnern als Spinner galten. Jetzt sind wir schon ohne die Verzögerungen offiziell bei 11 Mrd. € und das ohne die Kosten für den Pfaffensteigtunnel, die in ein anderes Budget weggelogen wurden um die Kosten für S21 zu vertuschen.

    Auch stellt sich die Frage, wie es mit Hitachi weitergeht. Die haben sich darauf eingelassen weil Folgeaufträge versprochen wurden, die kommen aber nun nicht. Ggf. schmeißt Hitachi hin und man kann noch mal von vorne anfangen.