Beiträge von tunnelklick

    Schreyerstr. 4-6 (eigentlich Stresemannallee 15 - VDE)

    Der Fassade gehts augenscheinlich nicht gut, ließ mich an Abbruch denken, aber auf der Rückseite, wo sich auch der Eingang befindet, ist klar erkennbar, dass der gesamte Komplex nach wie vor genutzt wird...


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    Ein Bauschild, das auf irgendwelche genehmigungsbedürften Arbeiten deutet, gibt es derzeit nicht.

    Paul-Ehrlich-Str. 12-18 (Neubau, fertig)


    Dieses Projekt, ausführlich hier und zuletzt dorterwähnt, ist im Wesentlichen fertiggestellt. Nicht erkennbar ist, ob die überbaute Lücke zwischen den Bestandsbauten von den Nachbargebäuden aus begehrbar ist, oder ein eigenständiges Gebäude; für Ersteres und gegen Letzteres spricht, dass es kein Treppenhaus gibt...


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    Betrachtet man die Rückseite, sieht es anders aus. Für Ersteres bräuchte man die Treppenanlage nicht, für einen 2. Rettungsweg erscheint sie mir etwas überdimensioniert.


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    Und die Türen direkt an der Treppe sehen aus wie Wohnungseingänge:


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    Der Neubau auf der früheren Freifläche ist abgesehen von den Außananlagen fertig und schon teilweise bewohnt. Markant ist die geringere Balkontiefe vor dem 2. OG, die dem Gebäude Leichtigkeit verleiht, weil die Wohnungen im 1. OG sich nicht unter tiefe Balkonplatten des Obergeschosses ducken müssen,


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    der Schattenwurf verrät es:


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    Bilder von mir

    Der oben zitierte Planungsstart korrespondiert mit der Erweiterung der Planungsaufträge an die Bietergemeinschaft MKS* Fernbahntunnel FFM Schüßler-Plan I Sweco I DB E&C I ILF, c/o Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, über die Machbarkeitsstudie hinaus. Es geht um fünf Zusatzaufträge mit dieser Begründung:


    "Eine Vielzahl von beeinflussenden Faktoren für den zu trassierenden Tunnelverlauf traten erst während der Ermittlung der Grundlagen zutage. Hinzu kommen betriebliche Anforderungen die erst während der Planung getroffen werden konnten. Diese Umstände haben direkten Einfluss auf die Planung der unterirdischen Station und begründet die erforderlichen, zusätzlichen Leistungen zur Erfüllung des urspünglichen Hauptvertrages. Die Leistung war zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe nicht absehbar und ist im Hauptvertrag nicht enthalten. Aus Sicht der Projektleitung ist die bereits vertiefte Kenntnis im Projekt des Planers die Rechtfertigung einer Beauftragung des AN mit dem Nachtrag. Durch den Verzicht einer erneuten Einarbeitung eines neuen Planungsbüros können Synergieeffekte genutzt werden und die entstehenden Planungskosten wirtschaftlich gehalten werden.


    Folgende zusätzliche Leistung ist mit der Anordnung vom 5.3.2021 zu erbringen:


    - Erstellung von 21 zusätzlichen Trassierungsvarianten ergänzend zu dem im Hauptvertrag vereinbarten Variantenentwurf. inkl. Lage- & Höheplänen.


    - Erstellung von zusätzlichen Stationsvarianten ergänzend zu dem im Hauptvertrag vereinbarten Variantenentwurf inkl. Lage-, Längsschnitt- & Querschnittplänen, Planung der Aufweitungs- & Verzweigungsbereiche und Kostenermittlung.


    - Ermittlung der technischen Grundlagen für zusätzliche Bauwerke inkl. Bauphasen- und Logistikkonzept und Grobkostenschätzung; Aufgrund der zusätzlichen Trassierungsvarianten und der damit verbundenen Erstellung von zusätzlichen Lüftungs-, Entrauchungs- und Rettungskonzepte wurde die Ermittlung der techn. Grundlagen für zusätzliche Bauwerke der Y-Varianten notwendig.


    - Konzeption von zusätzlichen Lüftungs-, Entrauchungs- und Rettungskonzepten aufgrund zusätzlicher Tunnelsysteme mit entsprechenden Y-Bauwerken


    - Konzeption von erforderlichen ausrüstungstechnischen Systeme der Stations- und Tunnelanlagen für den Maschinenbau (Versorgungstechnik wie Heizung, Klima, Lüftung, Sanitäranlagen & Frischluftversorgung und Brandschutzeinrichtungen wie Entrauchung, Löschwasserleitung, Sprinkleranlagen & Belüftung von Feuerwehraufzügen) und elektrotechnischen Systemen (Energieversorgung, Kabeltrassenplanung, Gebäudeautomation, BMA & SAA, Beleuchtung und weitere Elektroinstallationen)."


    Es scheint gar nicht mehr die Frage zu sein, ob der Fernbahntunnel gebaut wird, sondern nur noch, wie er gebaut wird.


    * MKS soll wohl Machbarkeitsstudie heißen.

    Four Frankfurt – timeline

    Die nicht enden wollende Diskussion um zwei Hochhäuser in München (seit 2/2019) hat mich noch mal den Zeitablauf dieses Projekts anschauen lassen:


    06/2015: Kauf des Grundstücks durch G & P

    11/2015: Auslobung des Architektenwettbewerbs

    02/2016: Aufstellungsbeschluss für B-Plan (B 702 Ä2)

    03/2016: Wettbewerbsentscheidung

    -?-/2017: Abbruchantrag

    04/2018: Beginn Abbruch und Bauantrag für Bodenaushub mit Sicherungsmaßnahmen (Verbau, Gründung, Bodenplatte)

    11/2018: Baugenehmigung für Bodenaushub mit Sicherungsmaßnahmen (Verbau, Gründung, Bodenplatte)

    12/2018: Beschluss des B-702 Ä2 als Satzung (In Kraft seit 2/2019)

    01/2019: Ende Abbruch und Baubeginn (Schlitzwände, Aushub pp.)

    03/2019: vier Bauanträge für Hochhäuser

    03/2021: Grundsteinlegung

    04/2021: Betonage Bodenplatte, auch Genehmigung/Beginn Hochbau?


    Was wir nicht wissen ist, wie lange vor dem Verkauf des Grundstücks mit der Stadt im Hintergrund über die Machbarkeit gerungen wurden; der Verkauf des Grundstücks war ja schon länger im Gespräch. Auch wenn der formale Ablauf hier sehr zügig vonstatten ging, man braucht einen langen Atem.

    Planungsstart für Fernbahntunnel beschlossen


    "Bund und Deutsche Bahn (DB AG) treiben die Planungen für Aus- und Neubaumaßnahmen aus dem Bedarfsplan auf der Schiene voran. In der jährlich stattfindenden sog. "Fulda-Runde" wurden 15 Projekte festgelegt, für die Finanzierungsvereinbarungen unterzeichnet (die Grundlage für den Start eines Projekts), Planungen konkret begonnen bzw. Planungen konsequent fortgeführt werden." Das lesen wir in einer PM des BMVI von gestern.

    In der Kategorie "Planungsstart 2021" finden wir das Projekt "Knoten Frankfurt: Fernbahntunnel". Planungsstart klingt für mich nach mehr als Machbarkeitsstudie. Was aus ihr geworden ist, wissen wir nicht, Planungsstart könnte aber bedeuten, dass die Untersuchungen zur Machbarkeit nahtlos in die ersten Planungsschritte übergehen; heißt zumindest, sie meinen's ernst.

    Fritz-Kissel-Siedlung (Ziegelhütten 46-54)

    Im Nachgang zu #713 ein Fernblick auf die Gebäude. Das westlichste der Gebäude (54) noch im Urzustand, bei der 52 haben die Abbrucharbeiten begonnen, 50 und 48 sind ohne das Obergeschoss mit den Abstellräumen, auf die 46 könnten schon bald die vorgefertigten Module aufgesetzt werden.








    Bilder von mir


    Leunastr. 22/Emmerich-Josef-Str. 68, 68a (Neubau)


    Das Neubauvorhaben Leunastraße 22 u.a ist fertiggestellt. Auf einem 1965 m² Grundstück, das noch nie bebaut war, wurden drei Wohngebäude mit schätzungsweise 30 Wohnungen nebst TG errichtet. Das Grundstück am westlichen Ortsrand von Höchst, direkt gegenüber dem Seeacker und dem Tor Ost des Industrieparks (der Seeacker war eine Arbeitersiedlung der Farbwerke Höchst AG, die 1962 abgerissen wurde für die Anlage eines riesigen Parkplatzes, der bis heute existiert).


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 03.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 2012, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 03.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



    Die Lage nur wenige Meter vor dem Zaun des Industrieparks hat das Projekt um Jahre verzögert. Es gibt für das Grundstück keinen B-Plan, die Zulässigkeit der Bebauung wird nach § 34 BauGB beurteilt (Einfügen in die nähere Umgebung). Aufgrund des Gefährdungsrisikos im Nahbereich vorm Zaun des Industrieparks wollte die Stadt schutzbedürftige Wohnnutzung nicht genehmigen. Der EuGH hatte in einem Fall die Fa. Merck in Darmstadt betreffend zuvor entschieden, dass die Abstände zu Störfallbetrieben nicht nur in der Bauleitplanung, sondern auch bei 34er-Vorhaben zu berücksichtigen seien. Heute werden neue BVH im Gefährdungsbereich der Industrieparks im Rahmen des § 34 BauGB darauf überprüft, ob sich aufgrund ihrer Nutzung Beschränkungen des Anlagenbetriebs im Industriepark ergeben können, für Wohnbauvorhaben im Einzelfall aber erst ab einer BGF von 5.000 m² und mehr. Hier dürfte die BGF nicht über 3.000 m³ reichen. 2016 wurde genehmigt, 2018 fertiggestellt (siehe oben #189).



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    Grafik: Stadtplanungsamt Frankfurt a.M., 2018



    Bemerkenswert ist, dass alle Gebäude Mansard- und Satteldächer aufweisen, eine wohltuende Abwechslung im Neubau-Einerlei der staffelgeschossigen Flachdachkisten. Der Baumbestand wurde größtenteils erhalten.



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    Das Haus E.-J- 68 nimmt Proportion und Kubatur das Nachbarhauses auf, eine gelungene Doppelhausanlage von alt und neu.


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    Bilder von mir


    Über Bauherrschaft und Entwurfsverfasser ist mir nichts bekannt.


    Wenn schon, denn schon. Die erwähnte Siedlung Seeacker in einem alten Falkplan:


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    Wer regieren möchte, muss wenigstens 47 Sitze haben, d.h.


    - Grün-Schwarz (43) geht nicht ohne dritten Partner

    - Grün-Rot-Rot geht nicht (46)

    - Grün-Schwarz-SPD, ein stabiles Weiter-so (59) ginge

    - Grün-Schwarz-Volt ginge (47)

    - Grün-Schwarz-Gelb ginge (50)

    - ohne Grün geht zwar rechnerisch was, aber realistischerweise nichts.


    Die Kleinparteien vereinen zusammen 12 Sitze, mit Volt 16 Sitze.


    Uff...

    Ob alles bestens ist uind der Ruf des Vereins unnötig ist oder nicht, kannst du beurteilen wie du willst, aber es ist und bleibt eine Meinungsäußerung. (unter vielen) im öffentlichen Meinungsstreit. Der Verein hat sich der Stärkung der direkten Demokratie verschrieben, kann er machen, aber deshalb muss man nicht teilen, was er äußert. ich bin kein Gegner der direkten Demokratie aber vieles daran sehe ich kritisch, und insbesondere die Institution des Ombudsmanns. Die Überprüfung der Entscheidung über die Unzulässigkeit des Begehrens erfolgt durch eine unabhängige Instanz, wir nennen sie Justiz. Und wenn die Initiatoren sich bei der Vorbereitung ihres Antrages mehr Mühe gegeben hätten, sprich ihre Begründung unabhängigerweise kritisch hätten prüfen lassen. etwa durch Inanspruchnahme einer Beratung durch Vereine wie diesen oder durch anwaltliche Beratung, hätten sie diese Bauchlandung vermeiden können. Vermutlich hat aber das Ego der Protagonisten dies verhindert; Und nu? Natürlich sind die anderen dran schuld...


    Was das Gutachten des Rechtsamtes angeht, so dürfte dieses nicht veröffentlicht werden. Seine Essentials fließen in die Begründung des Magistratsbeschlusses ein, eine M_Vorlage, worüber die StVV dann abstimmt. Beim Radentscheid war es vermutlich so, dass Kopien oder Auszüge in den Fraktionen kuriserten, welche sich daraufhin zweite Meinungen eingeholt haben; vielleicht haben diese die Auffassung des Rechtsamtes mehr oder weniger bestätigt, was dann dazu geführt hat, dass die Initiatoren den Antrag zurückgenommen haben. Meines Wissens ist deshalb über die Unzulässigkeit des Radentscheids gar nicht förmlich abgestimmt worden, oder?


    Nachtrag: ich finde ein Bürgerbegehren, das zwangsläufig auf eine mit Ja oder Nein zu beantwortende Frage lautet, grundsätzlich nicht passend in laufenden Prozessen, in denen das Material für eine abschließende Beurteilung gesammelt wird. Die abschließende Entscheidung ist später das Ergebnis einer Abwägung, in die alles Für und Wider einfließt. Ein Bürgerbegehren wägt nicht ab, es stellt allenfalls einen Abwägungsbelang zur Entscheidung; abwägen müssen die Abstimmungsberechtigten, die können aber nur abwägen, wenn sie umfassend und transparent informiert werden. Das leistet ein Bürgerbegehren nicht, schon gar nicht mit falschen Tatsachenbehauptungen. Dass die Informationen des Magistrats zum Thema bisher dürftig oder intransparent waren, kann man jetzt wirklich nicht behaupten; wenn ich daran denke, welche Fülle von Informationen allein in diesem Forum zusammengetragen wurden!

    Man kann den Radentscheid nicht mit dem Schauspielhaus vergleichen, schon deshalb nicht, weil das Schauspielhaus-Begehren ein kassatorisches ist (will den StVV-Beschluss zum Abriss kassieren), der Radentscheid ein initiatorisches Begehren (will etwas, wozu es noch keinen StVV-beschluss gibt). Was der FR-Interviewpartner äußert ist eine interessante Meinungsäußerung. Am Gebot eines Kostendeckungsvorschlagen festzuhalten muss man nicht tun, andere Bundesländer habe das wieder abgeschafft, aber es gibt gute Gründe zu fordern, dass sich die Initiatoren eines Bürgerbegehrens Gedanken über die finanzielle Seite ihres Begehrens machen müssen, die Stadtverordneten müssen es schließlich auch. Es kann auch sein, dass mancher über ein Scheitern seines Bürgerbegehrens frustriert ist, wie schrecklich! Muss man die Initiatoren jetzt auch noch in Watte wickeln, weil nicht alle Mitbürger ihrer Meinung sind?


    Ich kann nichts falsches daran finden, die Behauptungen der Initiatoren einem Faktencheck zu unterziehen und falsche Tatsachenbehauptungen zu widerlegen oder richtig zu stellen und irreführende sprachliche Ungenaugigkeiten zurechtzurücken.

    ^ Ich weiß nicht, von welchen verwaltungsrechtlichen Winkelzügen du sprichst, vielleicht geht's dazu ein bißchen genauer, und was überhaupt ein Winkelzug sein soll, aber ich empfehle einen Blick ins Gesetz. Eine unabhängige Ombudsstelle hätte nichts anderes zu prüfen als der Magistrat. Die Entscheidung über die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit trifft auch nicht der Magistrat, der schlägt unter Verweis auf das Ergebnis der Prüfung vor, es entscheidet die Stadtverordnetenversammlung. Sie trifft darüber keine politische Entscheidung, sondern entscheidet über die Zulässigkeit, also eine Rechtsfrage des Inhalts, ob das Begehren die formalen Voraussetzungen erfüllt. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens können gegen diese Entscheidung einen Rechtsbehelf ergreifen und am Ende entscheidet der HessVGH über die Zulässigkeit. Was also soll intransparent, nicht nachvollziehbar oder undemokratisch daran sein, dass das Rechtsamt das Begehren für unzulässig hält?


    Es gab einen Beschluss der Stadtverordneten, die mit großer Mehrheit für den Abriss gestimmt haben. War diese Entscheidung illegitim? Kann sein, dass dir das Ergebnis nicht passt, aber undemokratisch war diese Entscheidung nicht. Die Entscheidung einer ggf. kleinen Minderheit (schau mal nach den Quoren in Städten püber 100.000 EW) soll demokratischer legitimiert sein?


    Welchen Flurschaden ach so legitime Bürgerbehren anrichten können, haben wir zuletzt in Wiesbaden erlebt. Also bitte: Bürgerbegehren sind nicht demokratischer als Entscheidungen der der Stadtveordneten und sind nicht besser als Entscheidungen der StVV. Sie repräsentieren oft genug nur eine Lautstarke gut organisierte Interessengruppe; das soll man bitte nicht mit dem Wohl der Allgemeinheit verwechseln.

    Freiligrathgstr. 11 (ehem. Hochbunker)

    Der Abriss des ehemaligen Hochbunkers Freiligrathstraße 11 ist beendet. Versteckt im Blockinnenraum ist der Abriss unter'm Radar vorangegangen, nachdem es im Frühjahr letzten Jahres Ärger wegen der Lärmbelästigung durch das penetrante Gehämmer der Abbruchgeräte gab.


    Die Abbruchgegenehmigung trägt ein 1996er Aktenzeichen, wann sie letztlich erteilt wurde, wissen wir nicht, tatsächlich abgebrochen wird aber erst seit Beginn 2020. Das attraktive rd. 2.000 m² Baugelände ist jetzt baureif. Eigentümer lt. Bauschild sind Privatleute aus Bad Vilbel, die ihren Lebensunterhalt mit dem Handel von Nahrungsergänzungsmitteln verdienen (Vitacare), auch wenn die Website das nicht erkennen lässt. Entwurfsverfasser für den Abbruchantrag waren Scharnberger Architekten, die wir in letzter Zeit von einigen Wohnbauprojekten in Frankfurt kennen. Vorzeigbares zu diesem Vorhaben konnte ich nicht finden.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 03.2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Luftbild 2019 und 2020, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Wüßten wir nicht, dass hier ein Bunker stand, wir würden es nicht mehr erkennen, er ist restlos verschwunden:


    Rückseite Wittelsbacher Allee:


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    ...Rückseite Scheidswaldstraße:


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    Fotos von mir



    Mod: Dazu bereits oben die Beiträge #1.246 und #1.252 von oliverr.