Eine kleine Anekdote am Rande: schaut man sich die Baustellenabstperrung Unter den Linden an, dort wo alte Postkartenmotive aus den 1920ern abgebildet sind, findet man dort unter anderem ein Motiv, auf dem der Bahnhof Friedrichstraße als der Hauptbahnhof Berlin bezeichnet wird.
Beiträge von Hobbyist
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Das Verhältnis zwischen den jüdischen Gemeinden und der DDR-Regierung war - ähnlich wie in der Bundesrepublik - ein Politikum ersten Ranges.
Aber wohl kaum öffentlich thematisiert, sprich: Neonazis gab es offiziell nicht in dem Maße. Man kam auch nicht umhin die BRD dafür verantwortlich zu machen, dass sich diese organisieren konnten.
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Jahrzentelange wurde Tegel nicht an das U-Bahn-Netz angeschlossen (mangels Nachfrage?), warum sollte man das dann ausgerechnet jetzt tun, wenn TXL bald schließt?
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Toll, jetzt sind wir also an dem Punkt der Diskussion angelangt, an dem man die gegenteilige Meinung einfach nur noch mit den Schlagworten "Piefigkeit" und "Fetichismus" anblafft.
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Jan 85
Es geht mir auch um die Fläche in Kubikmetern Freiraum. Das ist der unglaubliche Schatz. In der Mitte einer Stadt. Die Fläche stellt ja auch räumlich einen Wirkungsraum dar, soll heissen sie verhilft anderen Gebäuden zu wirken, schafft ihnen den Platz den sie brauchen damit mann sie erfassen kann. Was nicht geht wenn man 2 Meter davor steht weil man die nächste Mauer im Rücken hat. Deswegen sehe ich beides MEF und RF als ganz wichtige Wirkungsfläche für den Fernsehturm.1. Diese Freifläche im MEF wäre dann ein Schatz, wenn es "in der Mitte einer Stadt" keine weiteren Freiflächen gäbe. Dies ist hier nicht der Fall: Lustgarten, Schinkelplatz, die Fläche vor dem Fernsehturm sind ebenfalls unbebaute Flächen.
2. Welche Gebäude brauchen denn den MEF um wirklich zu wirken? Aquadom und Nikolaiviertel wirken auch ohne MEF. Und bei diesen Gebäuden wird auch nicht 2 Meter herangebaut, wenn das MEF bebaut wäre.
3. Wie in einem anderen Beitrag zu sehen war, ist das Areal um den Fernsehturm ohne Freifläche am MEF geplant worden (kein Wunder, damals standen ja dort auch noch einzelne Gebäude aus den Vorkrieksjahren, das Nikolaiviertel war hingegen noch nicht bebaut, der Vorgängerbau des Aquadoms meines Wissens nach ebensowenig). -
Ich denke, ein gewisser Herr Stimmann hat die Stadt erst recht in die Provinzialität zurückgeführt. Fast alle schlechten Kompromisse die wir heute sehen sind größtenteils durch seine Leitlinien, Richtlinien und Planwerke entstanden. Langweilige gleichhohe Steintapetenkisten wohin das geneigte Auge blickt...
Welche Leitlinien meinst Du?
Soviel ich weiß hatte Stimmann sich an die Grundrisse der Vorkriegsbebauung orientiert.
Und vor dem Krieg war Berlin doch auch nicht provinziell?
Die Kisten werden schlussendlich von den Investoren so verlangt und die Architekten führen das aus. Gut, dann könnte man natürlich auch Kritik an die heutigen Architekten richten, deren Kreativität einfach nicht umfassend genug ist.
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Natürlich nicht, lieber Camondo!!!
Danke für deine Intervention. Deshalb bauen wir nur bis zur Jüdenstraße, lassen den Fernsehturm stehen, die Marienkirche frei und bauen einen schönen Mix aus Rekonstruktionen, Historisierungen und feschen modernen Bauten! Außerdem integrieren wir auf intelligente Weise das Marx-Engels-Denkmal, wie ich es schon beschrieb.
Es wäre fatal, töricht und schlimm, wenn wir dieses Viertel einfach wieder so aufbauten, wie es vor 90 Jahren dort stand. Das war ein sehr guter Hinweis von Dir.

Da hast Du garnicht mal so unrecht. Wir können durchaus eine Mischung aus Vorkriegsbebauung, DDR und eigene Gestaltung schaffen:
- Bebauung des MEF in Anlehnung an alte Strukturen (meinetwegen mit etwas Grünfläche für das Marx-Engels-Denkmal)
- teilweise Bebauung des Areals zwischen Fernsehturm und Spandauer Straße unter Beibehaltung der Brunnenanlage sowie Sichtbarmachung alter Stadtgrundrisse.
- dabei Nutzung von sowohl moderner, als auch klassisch angelehnter Architektur. -
Merkwürdig, dass dir die Zerstörung dieses Viertels durch die Nazis (Germania-Planung, Ost-West-Achse) die einen viel größeren Raum der Ausstellung einnimmt, nicht aufgefallen ist. Das scheinst Du völlig auszublenden.
Na was denn nun? Mir soll es nicht aufgefallen sein oder ich blende es aus?
Es war eben nicht nur die Zerstörung durch Kriegseinwirkung und Abriß der Ruinen durch die DDR:
Durch sehr rare Fotografien wird der Abriß der Gebäude dokumentiert. Rar deswegen, weil das Fotografieren der Zerstörung durch die Nazis verboten war. Gezeigt wird auch was an deren Stelle geplant war zu bauen. Eine jegliche Maßstäbe sprengende Vergewaltigung dieses wie er hier ja immer wieder beschworen wird, historischen Stadtraumes.Ich hatte vor einem Monat hier an dieser Stelle schoneinmal darüber geschrieben hier der link.
http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?p=395224#post395224http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?p=395224#post395224Ups, dann kann es sein, dass ich bei einer anderen Ausstellung war im Ephraim Palais vor etwa 4 Jahren, da ging es um die Mitte Berlins.
Zum Thema: die Planungen der Nazis empfinde ich ebenfalls als völlig überzogen und größenwahnsinnig.
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Ich weiß ja nicht, ob schon alle in der Ausstellung "Geraubte Mitte" waren, daher will ich einen kleinen Überblick über die Ausstellung geben. Gegenstand der Schau ist die Vertreibung und Ermordung jüdischer Bürger am Beispiel von fünf Familien und ihrer Häuser.[...]
Also ich war bei einer Ausstellung (Ephraim Palais) mit einer umfassenden Darstellung des Areals über die Jahrhunderte.
In Erinnerung blieben mir persönlich zwei Einschnitte: zum einen der 2. Weltkrieg mit all seinen Zerstörungen und zum zweiten die schlichte Plattmachung durch die DDR, eine, ich würde es formulieren als, Entbürgerung dieses Viertels zum Zwecke einer staatlichen und ideologischen Selbstverwirklichung.
Gerade die Gegenüberstellung des dichten Viertels der gewachsenen Entwicklung und der leeren Freifläche der Freiräumung waren schon ziemlich bedrückend.
Zitat von KlarenbachDennoch war ich überrascht, wie stark die Restflächen genutzt wurden. Das liegt meiner Ansicht nach daran, dass das Rathausforum eher sonnig ist, während das Marx-Engels-Forum Schatten bietet.
Aber doch nicht das ganze Jahr über.
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Ich denke, dass das Thema Entschädigung für Opfer des Naziregimes tatsächlich nichts mit der Debatte über die Zukunft des Freiraumes zu tun hat. Arisierungen hat es überall in Deutschland gegeben, die Regelungen über Entschädigungen für NS-Opfer sind Bundesrecht. Wer also der Meinung ist, dass NS-Opfer ungenügend entschädigt worden wären, der muss das Bundesrecht ändern. Daher ist das ganze Thema hier off topic.
Regula Lüscher hatte ursprünglich diesen Aspekt in die Diskussion gebracht. Und zwar als Grund gegen eine Bebauung.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/stadtpl…8,22545800.html -
Zu alledem bewirbt er sein Projekt "Ella" mit einer Homepage, auf der die Lage des Objektes im Thälmannpark regelrecht verschleiert wird. Stattdessen ist auf der Homepage vom Kollwitzplatz und vom "Altbaustil des 20. Jahrhunderts" die Rede. Auf dem Foto sieht man den Wasserturm.
Nun sind die alten Plattenbauten im direkten Umfeld aber auch nicht gerade für Werbung geeignet...
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Die Bebauung im Raum Molkenmarkt wird sogar dazu führen, dass sich die Bedeutung dieser Grünflächen zunehmen wird.
Das würde bedeuten, der Molkenmarkt würde gerade ebenfalls als Grünfläche genutzt? Dafür scheint mir das Areal aber etwas menschenleer.
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Diese Gebäude in der Bildmitte könnte durchaus als eine Vorlage für eine Neubebauung an dieser Stelle dienen. Mit dem Humboldtforum gegenüber, direkt am Wasser und im Zentrum der Stadt würden das sicherlich Topadressen werden. Für eine abwechslungsreiche Architektur wäre eine kleinteiligere Parzellierung nötig, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein Aquadom 2.0 berechtigte Kritiken hervorrufen wird.
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Kennst du das Wort "Metapher"? Taliban sind religiöse Fundamentalisten. Lüscher scheint eine städtebauliche Fundamentalistin zu sein.
Natürlich weiß ich, was eine Metapher ist. Das macht Deine Argumentation aber nicht sachlicher.
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Weißt Du eigentlich, was Taliban bedeutet, oder warum musst Du diesen unsachlichen Zusammenhang mit Lüscher hertellen?Versuch es doch mal mit mehr Sachlichkeit.
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Also ich finde so etwas schon Schwachsinn. Es gibt doch heutzutage x sogenannte "Innovationen", die höchst zweifelhaft sind. Man denke nur an Windows-Betriebssysteme.
So kommt mir dieser Plan auch vor. Zwanghaftes Ästhetisieren und Durchziehen eines "neuen" Prinzips. Es muß halt irgendwas Neues sein. Der jetzige Plan ist eigentlich recht optimal, und er wird immer wieder auch von auswärts gelobt. Er ist der optimale Kompromiß zwischen Maßstabsgerechtigkeit und Anschaulichkeit.
PS: Auf dem Plan sind übrigens auch etliche Linien farblich nicht mehr unterscheidbar und zu einer Linie fusioniert worden. Tolle Ästhetik!

Niemand sagt, dass dieser vorgestellte Plan jetzt eingeführt wird (weder der runde, noch die anderen Varianten). Da hat sich einer mal hingesetzt und eine interessante Variante des Netzplans vorgestellt.
Dass, was Du zeigst, ist das was ich meinte: mangelnde Souveränität.
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Hier sind die weiteren Darstellungen zu finden (einfach auf die Bilder klicken):
http://www.thelocal.de/gallery/culture/1753/ -
Diese runden Bögen sind ja ganz interessant, allerdings finde ich es schade, dass dadurch die Symmetrie des ursprünglichen Baus völlig zerstört wird. Andererseits: Jahrzehnte lang hat man sich für das Gebäude nicht interessiert, da kann man ja nur froh sein, dass wenigstens irgendwas passiert.
Die Freiberger Holding scheint sich aber doch recht viel Zeit mit dem Areal zu nehmen, hoffentlich nicht aus finanziellen Gründen.
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Der ÖPNV-Plan als Kreissruktur ist gewöhnungsbedürftig, nicht durchsetzungsfähig aber interessant allemal. Vom selben Künstler gab es, glaube ich, auch noch weitere Darstellungen.
Als Schwachsinn muss man es aber nun nicht gleich bezeichnen, dafür sollte man schon souverän genug sein.