Ich weiß ja nicht, was Wagahai meint, aber entscheidend ist nur, was die Politik für das Ergebnis der VA nimmt.
Da kann man so Aussagen in der Presse lesen:
Die grün-rote Landesregierung kündigt an, „Stuttgart 21“ so zu beenden, „wie es das Volk gewünscht hat.“
oder
Kretschmann wörtlich am 4. 10. 2011: "Bei der Volksabstimmung geht's natürlich erstmal darum, ist man für oder gegen Stuttgart 21 ..."
Und direkt nach der VA: "Wir werden dieses Votum akzeptieren. Das wird die ganze Landesregierung machen"
Sich auf die Vorstellung zurückzuziehen, dass hier lediglich über das Ausstiegsgesetz abgestimmt wurde, ist zwar formal richtig, negiert aber den Kontext, in dem die VA stattfand; letzlich brauchen manche Projektgegner diese Ansicht, damit sie ihr Selbstbild als "Bürgerrechtler" und Vertreter einer schweigenden Mehrheit gegen das Projekt aufrecht erhalten können. Aber die Politik, zumindest die, die es angeht (und es betraf ja sowieso nur die Landesgrünen), versteht das halt anders.