Beiträge von rotfuxx

    Axocat, ich denke nicht, dass da alles ausverkauft ist. Zudem investiert auch die Gewoba in das Gebiet. Dann gibt es für den mittleren Geldbeutel etwas zur Miete. Zwei Bauträger stehen sogar in Verhandlungen mit dem Senat, um anspruchsvollen sozialen Wohnungsbau in der Überseestadt zu realisieren (natürlich nicht mit Wasserblick).

    Mir wäre die ganze Ecke einfach ein bisschen zu tot. Die kritische Masse an Bewohnern und Besuchern ist noch lange nicht erreicht, um diesem weitläufigen Areal Leben einzuhauchen.

    Allerhöchstens der Europahafen wirkt in den warmen Monaten ein bisschen rummelig, aber selbst das ist kein Vergleich zur Schlachte, zum Viertel, zum Osterdeich oder zum Werdersee.

    Also der Bubble verspricht nun, dass ab dem 7. April Zimmer buchbar sind. Bis dahin muss aber noch einiges beim Innenausbau getan werden. Zumindest preislich ist es eine deutliche Verbesserung des Angebots in diesem Bereich, da bisher nur zwei eher hochpreisige Hotels Konferenzbesuchern zur Verfügung stehen.

    Vielen Dank, habe kurz vorher einen Fotorundgang gemacht, aber bisher noch keine Zeit gefunden, sie zu veröffentlichen. Das ist hiermit hinfällig.

    Ich wusste gar nicht, dass am Molenturm ein kleiner Strand geplant ist. Hört sich gut an, wenngleich dieses immer noch ein bisschen versteckte Kleinod Bremens damit endgültig kein Geheimtipp mehr sein dürfte.

    Vielleicht schlägt es mich mal "Shipyard Island" oder man bekommt eine Sondergenehmigung für "die Insel".

    Ich teile weitgehend Deine Einschätzungen zum bisherigen Stand des Projekts und den einzelnen Bauvorhaben. Beim Überseehafen und der Großmarkt-Ansiedlung bin ich mir leider nicht ganz sicher. So traurig es ist, dass hier mehrere hundert Meter Wasserseite verloren gingen, so schwierig ist es angesichts der Bremer Haushaltslage eine Komplettsanierung nicht benötigter Kajenanlagen zu legitimieren. Zudem suchte der Großmarkt eine neue Fläche, da er in der Flughafenstadt ebenfalls störte.

    Was kann man da jetzt raus machen? Meiner Meinung nach sollte sich der Großmarkt nach außen öffnen. D.h. Besucher sollten die Möglichkeit haben das Gelände zu besichtigen und es sollte vielleicht auch einen an Endverbraucher gerichteten angrenzenden "Kleinmarkt" geben. Der Großmarkt grenzt schon jetzt an eine Kunsthochschule, immer mehr Wohnbebauung entsteht im nahen Umfeld und das Gebiet wird schrittweise für den Tourismus erschlossen. Unter diesen Umständen kann man meiner Meinung nach den Großmarkt nicht nur als business-to-business-Veranstaltung verstehen.

    Vielen Dank, KleinerHeld. Von den Planungen habe ich bisher überhaupt noch nichts mitbekommen. Scheint vom Konzept so in Richtung prizotel zu gehen, dass wohl sehr gut läuft.

    Die Verortung der Kreiszeitung (deren launige Verballhornung des Hotelnamens schon Lesespaß generiert) als "neben dem Universum" erscheint mir dann aber doch ein bisschen irreführend, wenn es sich an der Universitätsallee Ecke Tönjes-Vagt Weg befinden soll.

    Genau an dieser Stelle sind mir allerdings vor kurzem Vorbereitungsarbeiten aufgefallen. Sprich: Es wurden hunderte junger Birken geschreddert. Dachte, dass wäre ein Maßnahme, um die Bewaldung des Baufelds zu verhindern (könnte sonst irgendwann vielleicht teuer und argumentationsreich werden, die Fläche zu roden), aber so macht das natürlich mehr Sinn.

    Den Ansatz eines günstigen Hotels für Besucher des Technologieparks und vor allem der Uni halte ich für sehr gut. Selbst mit Rabatt sind Munte und Atlantik schon eine teurere Angelegenheit und lohnen sich meiner Ansicht nur, wenn man gleich die Konferenz vor Ort abhält (dann kann man wenigstens gute Gesamtpakete schnüren).

    Mod: Ich habe den Strang mal umbenannt. Er dient nun als Sammelstelle für alle kleinen Projekte in Bremen. Gruß, Dykie!

    Neues aus der Überseestadt

    Wenngleich ob noch nicht freigegeben, kann man die Promenade vom Europahafen mittlerweile bis zum Landmark-Tower befahren. Dort noch einmal als wäre es eine Selbstverständlichkeit die Absperrung vor den Restaurantbesuchern öffnen und die Fahrt fortsetzen.

    Für die Wohnbebauung hinter dem Landmark-Tower (Hafenkante und was die nicht noch für Marketing-Phantasienamen haben) sind die Erschließungsstraßen nun fertiggestellt und die Bauvorbereitung läuft.

    Auf dem Gelände für das "Krokodil" (Sheddach-Bau) am Speicher XI werden die ersten Bauvorbereitungsarbeiten getätigt.

    Für das GOP-Varieté und Steigenberger Hotel am Wesertower sind bereits die Gründungsarbeiten weit fortgeschritten, so dass das wohl diesen Herbst langsam Form annehmen wird.

    Zudem liefen heute noch einige "Lord Helmchen" (Schwarzer Anzug, schlecht sitzender Bauhelm und Kulli mit Laserpointer) über das an den Wesertower in Richtung Kellogs angrenzende Gelände. Da soll wohl die Firmenzentrale von einem Windanlagenhersteller hin, wenn ich mich recht erinnere. Sah mir schon alles sehr geschäftig aus, weshalb da wohl auch in nächster Zeit ein "erster Spatenstich" für den Wirtschaftssenator im Terminplan vermerkt ist.

    Bin mal gespannt, ob dieses Eingangstor zur Überseestadt in nächster Zeit ausreichend "Leben" auf sich ziehen kann. Es ist jedenfalls schon auffällig, dass in letzter Zeit vermehrt Hochseeschiffe wie die MS Stubnitz oder die MS Cap San Diego anlegen (am Wesertower ist die letzte Anlegemöglichkeit vor der nur noch für Binnenschiffe passierbaren Eisenbahnbrücke). Die lockten beide sowohl Touristen als auch im Fall der MS Stubnitz Liebhaber alternativer Musik.

    Allerdings muss man das schon wissen, denn die hoch frequentierte Schlachte ist einfach noch zu weit entfernt, als dass sich Laufpublikum hierhin verirren könnte. Ob die Schlachte wirklich deutlich über die "Am Brill" Kreuzung hinauswachsen kann, hängt sowieso stark davon ab, ob es gelingt, die stark trennende Wirkung der Bm-Smit-Straße durch Ampeln oder eine Verkehrsberuhigung in Höhe der Schlachte aufzuheben.

    Nur im Hinblick auf Bremen finde ich es schon erstaunlich, dass Söge- und Obernstraße einfach mal die Plätze beim Samstagverkehr tauschen (die eine in den 20ern, die andere in den 40er und vice versa).

    Dies wirft doch ein bisschen zweifelhaftes Licht auf Frequenzzählungen ohne Langfrist-Betrachtung.

    Für zwei größere Bauprojekte sind nun die Wettbewerbsentscheidungen gefallen.

    Im Holz- und Getreidehafen hat sich die Berliner Architektengruppe LIN mit dem Entwurf "Das Krokodil" durchgesetzt.

    Die Eckdaten: 2-geschossiger Bürobau für die Kreativwirtschaft in Industrieoptik (Sheddach) mit insgesamt rund 4.600 qm.

    Link zum Krokodil

    Außerdem hat die Siedentopf GmbH nun die ersten Screens für das geplante GOP Varieté und Steigenberger Hotel am Weser Tower vorgestellt.

    Die Eckdaten: Varieté mit Platz für 400 Besucher. Hotel mit 139 Zimmern und 550 qm Konferenzbereich plus 230 qm Wellnessbereich.
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    Link zum GOP/Steigenberger

    Dudler-Architektur ist (leider) geradebei mehreren Stadtbild prägenden Bauvorhaben in der Bremer Innenstadt auf dem Vormarsch.

    Das Eckgebäude gegenüber der Sparda-Bank kommt aus der gleichen Feder. Den Volksbank-Neubau an der Domsheide kann man definitiv als "inspired by" ansehen.

    Die Dudler-Architektur ist zwar definitiv nicht das Schlimmste, was man diesen Plätzen antun kann. Sie ist immerhin zurückhaltend und klassisch, womit zumindest das bisherige Ensemble nicht zerstört wird. Allerdings bin ich der Auffassung, dass die Bauten so orts- wie zeitlos sind. Ein bisschen mehr Bezug zur hanseatischen Tradition täte den Bauten an solch markanten Punkten schon gut (da ist der geplante Landesbank-Neubau schon viel versprechender). Alternativ können einge Bauten auch mal Akzente setzen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Zwar ist es sehr angenehm so einen weiten, offenen Platz zu haben, aber ein paar Bänke oder Blumenkübel wären sicher nicht verkehrt.

    Da die Platzfläche häufig genutzt wird (Freimarkt, Weihnachtsmarkt, Musikveranstaltungen, Unternehmenspräsentationen, Demonstrationen) halte ich es für sinnvoll, dass die Fläche lieber freigehalten wird. Das erhöht die Flexibilität und bei größeren Menschenmassen werden Blumenkübel zu fiesen Stolperfallen.

    Überdachte Sitzmöglichkeiten befinden sich unter der Rathausarkaden und die Treppenstufen vor der Bürgerschaft werden auch gerne genutzt. Sommertags kommen dann noch die Tische und Stühle der Außengastronomie dazu.

    Dorf mit Straßenbahn

    Ich wohne jetzt bereits einige Jahr in Bremen und muss sagen, dass ich den Marktplatz durchweg gelungen finde.

    Das ganze Ensemble wirkt in sich schlüssig und verrät viel über die Bremer Geschichte. Rathaus und Schütting (Handelskammer) stehen sich offen gegenüber. Der Dom ist leicht versetzt und im Blickfeld des Roland. Dazu noch die kleineren Kaufmannshäuser, die vom privaten Reichtum der Hansestädte zeugen.

    Achja und dann ist da noch die Quetschkomode ... äh die Bürgerschaft. Ich finde es persönlich finde es ganz gut, dass die Frühe-Neuzeit-Idylle durch solch einen meiner Meinung vergleichsweise guten 1960er-Jahre-Bau durchbrochen wird. Genauso wie die permanent passierende Straßenbahn, die zahlreichen Passanten und die Musikanten unter den Rathaus-Arkaden zeugt es eben davon, dass die "gute Stube" kein artifizielles Touri-Mekka, sondern das lebendige Zentrum Bremens ist (das gilt für das Schnoor nur bedingt, auch wenn zahlreiche der Restaurants auch bei Bremern beliebt sind).

    Ansonsten dominiert in den zentrumsnahen Stadtteilen das Altbremer Haus (z.B. Ostertor, Steintor, Peterswerder, Gete, Schwachhausen, Flüsseviertel), wobei einige Straßenzüge aus meiner Sicht Gesamtkunstwerke sind, gegen die eine Vielzahl der heutigen Stadtquartiergestaltung nicht mithalten kann. Ich weiß, dass mag Satteldach-Folklore sein, aber die Häuser wirken einfach besser aufeinander abstimmt.

    Insgesamt ist Bremen schon eine besondere Stadt, bedingt durch die vergleichsweise niedriggeschossigen Bauten in den zentrumsnahen Stadtteilen und der mit Abstand höchsten Eigentumsquote deutscher Großstädte. Beides führt zusammen mit dem hohen Fahrradverkehrsaufkommen zu einen - meiner Meinung nach lebenswerten - Mix aus urbanen und dörflichen Flair.

    Eben ein Dorf mit Straßenbahn.

    Leider

    Die Leuchtstreifen sind jetzt doch leider animiert. Die Laufgeschwindigkeit der Schrift ist zum Glück noch sehr moderat und zumindest die Mittelzeile auf "weißen Strich" festgesetzt, aber schön finde ich diese Nutzung nicht.

    Derzeit werden die Leuchtstreifen noch mit Zitaten von Munch bespielt, was zumindest dezenter ist als Werbebotschaften wie

    "MORGEN KINDERTAG!!! JEDES KIND IM BEGLEITUNG EINES ERWACHSENEN GRATIS. TOLLE MALSPASS GARANTIERT. EINTRITT ERWACHSENE: 8 EURO. HOTLINE FÜR FÜHRUNGEN: 0421-123456789"

    , die hoffentlich nicht über den Leuchtstreifen geschickt werden.

    Es wird wohl noch eine Zeit Dauern bis ich mich mit den Dingern sowie der Fassadenfarbe der Anbauten anfreunden kann.

    Von innen finde ich sowohl den modernisierten Altbau als auch die Anbauten weiterhin sehr gelungen.

    Gutes Design

    Auch wenn die Realität natürlich selten so schön ist wie die Screens, finde ich den Entwurf sehr gelungen. Zum Glück war ein richtig guter Beitrag beim Wettbewerb mit dabei, denn die anderen Entwürfe liegen aus meiner Sicht Längen dahinter.

    Neues zum Jahresbeginn

    Spätherbst und Winter sind in Baugebieten zwar nicht die Rush-Hour-Zeiten, aber bei den milden Temperaturen tut sich doch ein bisschen was.

    Beim "Borgward-Tempel" im hinteren Teil des Schuppen 1 ist bisher nur überschaubarer Baufortschritt zu bewundern. Dafür gibt es im vorderen Teil dieser riesigen Lagerfläche Neuigkeiten zu berichten. Auf 8.000 qm wird hier ein Fitness-, Fußball-, Sportbereich errichtet mit dem Namen "Werder Sports". Die Grün-Weißen geben allerdings nur ihren Namen und lassen sich vielleicht mal für Wintertraining blicken (zumindest im angrenzenden "El Mundo" haben die Fußballer vor kurzem auch was für die Figur getan).

    Zudem hat sich die Projektentwicklungsgesellschaft Siedentopf (aka Eduscho Erben) von mehreren Immobilien im Kaffeequartier mit insgesamt 26.500 qm Bürofläche getrennt. Käufer ist die DekaBank. Die nächsten drei Vorhaben der Projektentwickler sind das Steigenberger Hotel, das GOP-Varieté und ein repräsentatives Bürogebäude an der Weser.

    Abgesehen von einer Entscheidung für einen Architekturwettbewerb für ein eher kleineres Büroprojekt am Hansator war es das dann schon fast. Ich bin allerdings schon gespannt auf die Entwicklungen in 2012, da die Fertigstellung einiger interessanter Wohnungsbauprojekte ansteht.

    Sehe ich genauso. Der Vorkriegszustand war ein sehr ausgewogenen Ensemble. In der Nachkriegszeit sind hier viele Fehler gemacht worden und die autogerechte Stadt war leider nicht nur eine fixe Bremer Idee, sondern zu allem Unglück Zeitgeist (da Du wahrscheinlich in Frankfurt wohnst, kannst Du davon aber sicherlich ein noch schönes Lied singen).

    Bebauung tut diesem Platz auf alle Fälle gut, denn zurzeit wirkt es einfach nur unausgewogen weitläufig zu einer Seite mit der hässlichen Hochstraße direkt in der Blickachse.

    Ich hoffe mal, dass sich der Senat traut, nach der Schließung des Autobahnrings die Hochstraße zu Fall zu bringen. Selbst bei der AOK-Kreuzung ziert man sich derzeit ja noch, obwohl sich der Nutzen der dortigen Hochstraße mittlerweile in sehr engen Grenzen hält.