Beiträge von tzuio09

    Deine Theorie ist gar nicht so mutig. Schliesslich geht es gar nicht mal nur ums aussehen, sondern auch um das Sicherheitsgefühl. Es gibt ausreichend Studien, die aufzeigen wie die soziale Normen in einer heruntergekommenen Umgebung stärker gebrochen werden, als in gepflegten Umgebungen. Viele kennen die "Broken-Windows-Theorie", die sehr deutlich aufzeigt, dass Kriminalität auch von ungepflegten Umgebungen ausgeht.


    Auf Bahnhöfe gemünzt kann man also durchaus feststellen, dass architektonisch bessere Bahnhöfe auch deutlich sicherer und sauberer werden würden, was letztendlich auch in steigendem Passagieraufkommen enden würde.

    Die Kritik in meinem Beitrag hat sich übrigens an alle Parteien gerichtet. Bahn, Stadt, Land, Bund...ich glaube einfach nicht dass sich eine Verkehrswende einläuten lässt, wenn man in Deutschland weiter so mit Infrastruktur umgeht. Das mal generell. Wenn Bibinje sagt Dortmund hat bald einen modernen Bahnhof, dann muss ich dem wirklich laut widersprechen. Was ist denn an diesem HBF modern? Es ist architektonisch absolut grausaum (ohne das Grüne U), es ist einzig und allein zweckmässig und modern sind höchstens digitale Out-of-Home Flächen und die Anzeigetafel in der Haupthalle.


    Modern würde bedeuten, dass es minimale Distanzen gibt (Stichwort U-Bahn-Tunnel Anbindung), grosszügige, behindertengerechte Aufgänge, Aufenthaltsqualität wenn man mal 15 Minuten warten muss und ein Angebot von ToGo Artikeln, die über schlechten Kaffee, ne Bäckerei und einen McDonald's hinausgehen.

    Und natürlich ist Dortmund ein Drehkreuz. Sei es, wenn ich "innerorts" von der U-Bahn,S-Bahn oder RE in einen Fernzug einsteige oder wenn ich mit dem Fernzug in Dortmund ankomme, um nach Münster, Unna, ins Sauerland oder Ostwestfalen umzusteigen.

    Mir fallen fast alle Bahnhöfe in der Schweiz ein, die nachts nicht wie ein Tatort aussehen (sehr gute Formulierung übrigens ;-). Auch Holland und Dänemark würde ich teilweise dazuzählen. Auch alle öffentlich zugänglichen Bereiche von Flughäfen sehen zu keiner Tages- oder Nachtzeit aus wie ein Tatort. Sie werden schlicht anders geplant und überwacht.

    Das war sicherlich das beste und tragfähigste Konzept. An sich ist es ja schon absurd genug, dass die Stadt Dortmund hier immer wie ein kleines Kind zur Bahn kriechen muss um diese anzuflehen "IHREN" Bahnhof zukunftsfähig zu machen. Wobei das an sich schon das falsche Wort ist: nichts an den aktuellen Umbauten ist zukunftsgerichtet, es ist viel mehr eine Ausbesserung von Dingen, die man bereits in den 90ern hätten machen müssen. Aufzüge zum Beispiel. Ein echtes visionäres Zukunftskonzept gibt es doch eigentlich nicht - man kann gerne noch so viel über Verkehrswende und Mobilität der Zukunft reden. Wenn selbst am grössten Verkehrs-Knotenpunkt des Ruhrgebiets in dieser Form an wirklich allen Ecken und Enden gespart und gegeizt wird, ist das alles wenig fortschrittlich.


    Mir muss mal bitte noch jemand erklären, wieso bei einem Neubau der Bahnsteige und Gleise, diese grossen ungenutzten Abstände zwischen den Gleisen bleiben. Eine Öffnung der Gleise hin zur Stadtbahn wird jetzt auch keine 100 Millionen kosten. Wir reden hier von 10 Treppen und 10 Rolltreppen. Den Mehrwert des Posttunnels sehe ich weniger, da auf der westlichen Seite deutlich geringeres Passantenaufkommen herrscht. Im Osten jedoch hat man bereits einen ausgebauten und gerade renovierten Passantentunnel, der bis zum ehemaligen RWE Tower führt und der direkt zur U-Bahn führt, besser geht es kaum.

    Nur die Zugänge oder auch die Bahnsteige an sich? Der Platz wäre ja eigentlich da und die Gleise wurden eh neu gelegt. Was mir beim letzten Besuch in Dortmund mal wieder auffiel, wie sehr es sich staut am Gleis und wie schlecht sich Fahrgäste verteilen, weil es zweiter Aufgang fehlt. Dieser Punkt wurde bei der Planung scheinbar völlig ausser Acht gelassen. Gerade zu Stosszeiten staut es sich, Züge fahren verspätet ab, ein schneller Gleiswechsel von Regional- zu den Fernzügen ist kaum möglich.


    Gerade die längeren südlichen Gleise hätte man doch eigentlich mit einem ganz einfachen Aufgang zum Personentunnel im Osten (U-Bahn Verteilerebene) verbinden können, nicht? Man hätte folglich die DB Gleise super schnell an die U-Bahn angebunden, den eh schon viel zu kleinen Haupttunnel entlastet und einen schnelleren Gleiswechsel über weitere Aufgänge ermöglicht.

    Ich bin auf twitter auf diesen Post der Stadt Dortmund gestossen (Bild im Tweet). Demnach wird aktuell am Nordausgang ein Vordach gebaut? Scheinbar geht man also nicht gerade davon aus, dass sich 2023 irgendetwas am Grünen U tun wird. Das Geld könnte man sich sonst wirklich sparen.

    Das ist für den Ostenhellweg eine positive wie negative Nachricht. Zum einen würde der Ostenhellweg mit C&A den letzten großen Anziehungspunkt verlieren, zum anderen eröffnet das natürlich ganz neue Möglichkeiten für eine Umgestaltung und Quartierentwicklung. Die Immobilie wird man zwar nicht abreissen aber - wie schon aufgezählt - neu bespielen und dann hoffentlich auch Richtung Brüderweg hin öffnen.

    Die Ruhr.Nachrichten berichten über die Gastropläne auf der Kokerei Hansa. Im Salzlager und in der Alten Gastiuefkühlanlage soll nun endlich die schon vor langer Zeit angekündigte Eventlocation entstehen. Initiator Sascha Mies will die Location praktisch innen bewalden, neben der Eventlocation soll es im Obergeschoss eine Lounge geben, dazu ein gehobenes Restaurant im Untergeschoss und draussen ein Biergarten. Sollte die Brücke am Deusenberg gebaut werden würden hier der Emscherradweg praktisch durch den Biergarten verlaufen.

    Ich glaube auch dass durch diese Planung der Hellweg massiv aufgewertet wird. Für Autofahrer ist das natürlich schwierig. Praktisch fährt man von der Funkenburg bis zur Haltestelle Rüschebrinkstrasse der Straßenbahn hinterher - ohne eine Überholmöglichkeit. Wahrscheinlich ist aber auch genau das der Weg, den man gehen muss, vorausgesetzt man erhöht mittelfristig auch die Taktung der Strassenbahn auf der Linie.

    Ich habe mir den Fortschritt am Hafen am vergangenen Samstag mal angeschaut und war schwer beeindruckt. Die Promenade und der Platz vorm Leuchtturm sind wirklich toll geworden. Man spürt eigentlich an jeder Ecke das enorme Potential des Hafenquartiers. Eigentlich unvorstellbar, dass das keine Erfolgsgeschichte wird. Ich bin noch etwas überrascht, dass die Vermarktung noch nicht richtig heiss läuft. Wenn Lensing, Leuchtturm, die Akademie erst einmal stehen und die Promenade frei ist, dürfte da schon deutlich mehr Leben sein und damit auch schnelle Nachfrage nach mehr Fläche für Gastronomie und Co. Ich hoffe nur sehr, dass diese dann auch sehr "Dortmunderisch" daherkommt - heisst lokale, junge Unternehmen aus der Kategorie Neues Schwarz, Bergmann (die ihren Standort hoffentlich noch ausbauen und behalten dürfen), Hitzefrei, Dyllong/DeLuca und Co statt Systemgastronomie.


    Kann mir dann auch die von Kreuzviertel angesprochene Hoffnung auf Nebeneffekte gut vorstellen. Gerade die Strassen in direkter Nachbarschaft hin zur Schützenstrasse, vielleicht sogar über die Mallinckrodtstrasse hinaus werden sicherlich schnell eine Wertsteigerung erfahren.

    Die Zahl ist ja erst einmal egal. Den Punkt, den larselino anspricht ist ja nicht so falsch. Wenn ich nach Dortmund zurückkommen würde, würde ich doch genau da wohnen wollen. In irgendeinem loftartigen Bau am Hafen mit Blick aufs Industrieviertel und Ausgehmeile untendran. Gibt es bei den o.g. Bestimmungen keine Ausnahmen, die der Industrie einen gewissen Schutz gewähren?


    Beim Hafen sehe ich durch die Nähe zur dichtbesiedelten Nordstadt das Ganze aber auch ohne Wohnungen weniger kritisch als z.B. bei der Stadtkrone oder Phoenix West. Dass gerade viele Arbeitsplätze nach und nach aus der Stadt auf die grüne Wiese ziehen ist in der Tat ein Problem, das sich Dortmund stellen muss bzw, leider dafür sorgt, dass das Ruhrgebiet stark pendlergetrieben bleibt. Es gibt wenig Orte, wo sich Büro-Wohnen-Kultur-Kulinarik dicht nebeneinander treffen.

    Sehe ich ähnlich. Man stelle sich diese Höhe im gesamten "Quartier" vor - man hätte auf diese fürchterlichen Doppelhaushalten verzichten können, einen Teil der Fläche mit einem netten, schmalen Park entsprechen grossstädtische und zeitgemäss aufwerten können und hätte am Ende wahrscheinlich trotzdem mehr Wohnraum und mehr Wohnungen geschaffen.

    Wieso eigentlich nicht? Ist der Grundstückspreis so viel teurer? Wieso ist es einfacher den Neubau neben dem ADAC Gebäude zu vermarkten, als einen solch tollen Standort direkt am Wall mit S- und U-Bahnverbindung "im Haus"?. Ich verstehe gerade im Hinblick auf die Verkehrswende durchaus die Idee, dass gerade neben solch wichtigen ÖPNV Knotenpunkten eher Bürofläche entstehen sollte. Täte der Stadt auch einfach gut

    Schade, ein ziemlich langweiliger und austauschbarer Entwurf für die 1. Reihe wenn ihr mich fragt. Das timing jedoch weiss zu gefallen, die Reihe dürfte damit in kürzester Zeit fast perfekt geschlossen sein.

    Die Aussage der DB ist wirklich exemplarisch für dieses Komplettversagen dieses Unternehmens beim Thema Verkehrswende. Meines Wissens nach sind die Standzeiten der Regionalbahn sowohl in DO als auch jeweils in Richtung Sauerland nicht gerade gering. Eine weitere Station und eine Verlängerung der Fahrtzeit um 2 Minuten lässt sich also nicht vereinbaren? Ok klar.


    Ich verstehe das Zögern von DB und auch DSW hier einfach nicht. Langfristig will man sich um eine ÖPNV Verbindung kümmern. Wieso nicht gleich? Wieso ist das nicht schon vor Jahren "aufgegleist" worden? Auf was wartet man? Lieber erst alle Investoren siebenstellige Beträge in Tiefgaragen und / oder Parkplätze investieren lassen, um dann Jahrzehnte später mal mit einer U-Bahn oder eben DB Verbindung anzukommen?

    Wollte damit jetzt keine richtige Diskussion im falschen Thread anfangen, aber grundsätzlich hängt das alles etwas zusammen. In Dortmund gibt es einen sehr starken Drang großer Unternehmen raus auf die grüne Wiese zu ziehen. Am Ende ist es ein Mix aus günstigen Preisen, großem Angebot (Stadtkrone, Phoenix West etc) und dass die Innenstadt noch kein echter Benefit für Arbeitnehmer darstellt.


    Ich finde da muss man ansetzen, nur kannste von keinem kleinen Gastrobetrieb, der von einem guten Mittagsgeschäft profitiert, erwarten auf "gut Hoffnung" in der City neue Flächen umzugestalten, wenn die Frequenz einfach fehlt. Ich glaube es bräuchte mehr Bürokapazitäten in der Innenstadt, da hier jeder Euro häufiger ausgegeben wird, als da draussen.

    Das nimmt schon sehr beeindruckende Ausmasse an. Umso trauriger stimmt mich manchmal, wie wenig solcher Büro-Neubauten im Innenstadtbereich (z.B. Thema Bender Areal) zu finden sind. Da sucht eine Stadt händeringend nach Möglichkeiten die Innenstadt zu beleben, dabei wäre genau das eine Lösung. Mehr Büros = mehr Restaurants, mehr Frequenz vor und nach den klassischen Bürozeiten, mehr Nutzung des ÖPNV

    Das stimmt leider. Wobei da auch einfach die Stadt als Moderator gefragt ist oder eben kreative Ideen. In unseren Nachbarländern (NL & CH) gibt es bereits Wohnviertel, die bei einer Nachverdichtung nur begrenzte Stellflächen für PKW anbieten dürfen - heisst max. 1 Autostellfläche in einer Tiefgarage oder auf Aussenflächen pro Wohnung. Die Gartenstadt würde sich ja sogar ganz anbieten für ähnliche Ideen. Die Verkehrsanbindung ist ja nicht so schlecht.

    Je öfter ich die Bilder des Umbaus des HBF sehe, desto weniger verstehe ich die genaue Planung. Man reisst Stück für Stück alles ab, baggert jedes Gleis und jeden Aufgang auf respektive ab, aber verzichtet komplett auf eine mögliche Verbreiterung der Bahnsteige und verzichtet auf die Integration von Ladenlokalen zwischen den Gleisen. Das erschliesst sich mir irgendwie nicht