Beiträge von LukaTonio

    Vielen Dank Bau-Lcfr, dass du dir trotz knapper Zeit überhaupt die Mühe machst Fotos zu machen und sie zu posten. Das Gebäude ist toll. Es ist großstädisch ohne ein Hochhaus sein zu müssen und es ist elegant und erhaben obwohl es nicht historisierend ist.
    Es ist um Meilen besser als der traurige kleine deutsche Bruder, der weiße PWC Klotz am Humboldthafen


    auch die Innenbeleutung. bei uns gibts Neonröhren

    Die parkend Visualisierung ist wirklich enttäuschend. Gerade die zentralen Balkone mit den mittigen Abtrennelementen sieht aus wie Mallorca Tourismus. Auch sehr schade, dass offensichtlich der gleiche Fehler ständig wiederholt wird und dieselben Gebäudeentwürfe mehrfach nebeneinander gebaut werden (dürfen)

    Bei the Core finde ich sehr schade, dass die Fassade zum Quatiersplatz hin anders als bei the spring einheitlich von unten nach oben gehalten wurde. Ich fand es spannend und für die deutsche Architektur leider unüblich, dass ab einer gewissen Höhe die Fassade nochmal anders gerastert wurde. Ansonsten finde ich es sehr löblich, dass mit diesem Gebäude Bezug auf alte Backstreingebäude der Bahn genommen werden soll.


    The crown vom Wasser aus gesehen, ist ungegliederte, viel zu langgezogenene, niedrige, triste, graue in Beton gegossene Melancholie. Allerdings kann es sein, dass das Gebäude durch die qh Entwickler falsch betitelt wurde. Ich meine das rechte Gebäude vom Wasser aus gesehen. Das linke Gebäude von gmp ist durchaus gegliedert, mit hochwertigen Materialien konzepiert und mit einem Turmabschluss versehen. Insgesamt hätte ich mir aber die Türmabschlüsse im Quartier eher als Punkthochhausabschlüsse und weniger als Riegel gewünscht.


    Colonnades ist unterdurchschnittliche Investorenstangenware, was anhand der Wettbewerbsergnisse nachvolliehbar ist. Selbst Kleihues war schlecht. Da scheint was mit der Wettbewerbskonzeption falsch gelaufen zu sein.


    Was positiv hervor zu heben ist, ist die Urbanität des Quatiers. Es wird allerdings abseits von the core alles sehr grau. Wenn ich einen Vergleich ziehen würde, würde ich eher Sao Paulo und sicher nicht London nehmen

    Umgebung bei Gestaltung aufgreifen

    Da das von Adama in Phase 1 beschriebene Grundstück geschwungen ist, würde ich mir entlang der Taunusanlage ein Punkthochhaus wünschen, was diesen Schwung organisch zurückhaltend aufgreift. Vielleicht hat Jeanne Gang Lust für Frankfurt was zu entwickeln, was an die Form der DZ Bank anschließt und hinsichtlich der Fassade ihr Gebäude in Chicago aufgreift.
    Das der frühere Entwurf die Topographie der Taunusanlage überhaupt nicht aufgreift, halte ich für einen gestalterischen Fehler.


    Alternativ oder zusätzlich wäre es eine Idee für ein oder zwei Hochhäuser mit geringer Höhe an die (neo)klassizistischen Bestandsbauten anzuknüpfen und Mäckler oder den Berliner Traditionalisten eine Chance zu geben.


    Ich würde es als schade, unurban und monoton empfinden, wenn das ganze Areal von nur einem Architekturbüro bespielt würde.


    Was die Erdgeschossnutzung angeht schließe ich mich vollauf Golden Age an.

    Wow der Entwurf sieht auf dem Rendering bereits sanierungsbedürftig und trostlos aus. Könnte auch eines der Unigebäude in Bockenheim sein.


    Frankfurt ist in Deutschland die Wundertüte. Von herausragend gut bis unsagbar furchtbar ist architektonisch nur in Frankfurt wirklich alles möglich.

    Ich finde den Entwurf großartig. Geschwungene Kanten, Gesimse, Backstein Optik und schwarze Sprossenfenster im Industrieloftstil schaffen am ehesten das Wunder zwischen zeitlos, freundlich und elegant. Würde ich mir auch in der Europacity wünschen, um an den Kornversuchsspeicher anzuschließen und Architektur-Fan glücklich zu machen:-)

    Etwas breiter, etwas plumper. Schade, dass die Balkone nicht trotzdem unten etwas weiter auskargen und es nach oben auf eine glatte Fassade zuläuft.


    Und schade, dass es nicht mehr möglich ist Ersatzflächen für den sozialen Wohnungsbau anzubieten. Wohntürme leben von einem zerbrechlichen Klima, in dem es wenig juristische Handhabe gegen Personen gibt, die sich daneben benehmen. Es ist natürlich ein furchtbares Vorurteil, dass dies exklusiv arme Menschen tun, aber wer 1 Mio in eine Wohnung investiert, denkt an sowas.


    Ich hoffe nicht, dass diese Handhabe das Ende für Wohntürme bedeutet. Ich erinnere mich, dass dies vor Jahren das Problem war, warum in D keine Wohntürme gebaut wurden.

    Die Überarbeitung von Caruso ist schade. Das Gebäude wirkt weniger plastisch und der Dachabschluss mit den Gesimsen wirkte hochwertiger. Was aber wirklich störend ist, ist die Abschlusskante im Erdgeschoss aus schwarzem Blech würde ich tippen. Selbst ohne den Ursprungsentwurf zu kennen, der hier eine interessante Lösung vorsah, wirkt diese nun wirklich billig und retro Kaufhaus Architektur in NRW. Sehr schade. Köln ist so eine coole Stadt, sie hätte besseres verdient.

    das ist ja furchtbar. Jetzt im Ernst.


    Bei der alten Planung dachte ich:


    Frankfurt wird langsam eine Metropole, die es mit den Großen aufnehmen kann. Elegant, stilvoll, großstädtig und kleinteilig. Architektur an der man gern vorbeischlendert. Kein Tower aber schon Vorzeigecharakter.


    Jetzt denk ich: billig, piefig, Klotzartig, Sozialbau, zurück in die 50iger Jahre. Erbärmlich.


    Und was das Traurigste ist, wegen der Wohnungsnot werden sie die Wohnungen trotzdem los. Ich könnte weinen.

    Wenn die Welt ohnehin untergeht, ist mir dies Projekt hier die mit Abstand liebste Form;-)


    Negative Pauschalkritik zum eigenen Frustabbau ohne jeglichen konstruktiven Ansatz. Kopf hoch, du hast jetzt immerhin eine Partei im Bundestag die dich repräsentiert abekoeln.


    Wir freuen uns derweil weiter an diesem großartigen Projekt. Die Vielzahl an liebvollen Fassadendetails macht richtig Freude

    verschiedene Ideen

    danke für die Möglichkeit. Ich hätte als Zugezogener ein paar Ideen:


    1. als Wichtigstes muss ein Masterplan für die Konstabler Wache entwickelt werden. Es könnte auch 100 Highriser mehr in Frankfurt geben, solange die Konsti so bleibt, wird Frankfurt nicht als urbanes Zentrum sondern als triste Mittelstadt wahrgenommen. Die Idee einer Plaza mayor mit Arkaden ist sehr gut, es gibt aber auch andere Möglichkeiten. In jedem Fall wird es einen Masterplan, eine Vision, Durchhaltevermögen und viel Geld brauchen.


    2. Die Hauptwache. Hier würde ich vorschlagen, dass diese seltsame Erhöhung beseitigt wird und ein neuer aus dem Boden ragender Bahnhof von Calatrava geplant wird, der auch den Bahnhof am Ground Zero in New York gestaltet hat. Es könnten Beziehungen zwischen einem luftigen Neubau und der existenten alten Hauptwache hergestellt werden.


    3. Die Kleinmarkthalle abreißen und durch etwas Ähnliches wie die Markthalle in Rotterdam ersetzen. Durch den Verkauf der Wohnungen um die Halle herum wird die Halle selbst als PPP Projekt finanziert und ein weiteres Highlight.


    4. Der hoffentlich entstehende Neubau von Schauspiel und Oper sollte ein spektakuläres Pendant zur alten Oper werden.


    5. Die Reihenhäuser am Ufer des Main sollten optisch unterteilt werden.


    6. Das Hugendubl Haus am Goetheplatz sollte abgerissen und elegant ersetzt werden, um den Platz zu vervollständigen.


    Das wären alles tolle Ergänzungen. Trotzdem, London oder Paris ist, wenn man Berlin, Hamburg, Frankfurt und München unverbombt und unzerstört zusammennimmt. Wir sind föderalistisch, dass hat seinen ganz eigenen Reiz.

    Das Gebiet wird zwar durchmischt, ich sehe aber nichts was auf Erdgeschossnutzung schließen lässt. Damit bleibt das Gebiet tot und unurban auch wenn es kein reines Gewerbegebiet mehr ist. Das ist schade, weil architektonisch hat es einiges zu bieten.


    Eine längerfristige Erwägung wäre, dass Kraftwerk welche den Zugang des Quartiers zum Main und somit zu einer höheren Aufenthaltsqualität blockiert, zu verlegen und so neues Bauland für Wohnungen am Wasser zu schaffen. Bei den Immobilienpreisen im Moment müsste sich das rechnen.


    Ich erkenne deine Ansicht an, unterstütze aber nicht die Prämisse auf der du sie stützt.


    Du hast recht, dass in unmittelbarer Nähe zu den UNESCO Bauten ein Bau mit großer Geste durchaus seine Berechtigung haben könnte. Das hast du wahrscheinlich mit den Architekten der Jury gemeinsam.


    Genauso wie bei uns beiden, war sich auch die Jury uneinig und der Teil der Nichtarchitekten, diejenigen die keine "lange Kiste" wollten, haben sich gegen die Architektenfraktion durchgesetzt. Das bedeutet, dass meine Argumentation genauso eine Berechtigung hat, da sie mit dem größeren Teil der Jurymitglieder übereinstimmt. Da ganz offensichtlich angekommen ist, was meine Meinung zu diesem Thema ist, werde ich sie nach diesem Post in Zukunft nicht weiter äußern.


    Die Annahme, dass meine Vorstellung vom europäischen Städtebau, kleinteilig, Blockrand, öffentliche Erdgeschossnutzung nur in Gründerzeitvierteln funktioniert, kann nicht stimmen. In der City Süd umgeben von großen Solitären entsteht zB das Projekt Sonin Park. Die Idee trägt auch über Gründerzeitviertel hinaus. Dies sind die Viertel, wo die Menschen in Berlin, Frankfurt und Hamburg leben wollen, warum also nicht in gleicher städtebaulicher Art an anderen Stellen der Stadt weiterbauen.


    Ein für mich trauriges Gegenbeispiel hierzu ist das Europaviertel in Frankfurt insbesondere der westliche Teil. Wenn in Deutschland große Brachen zu bebauen sind, wird fast ausschließlich mit monoton gehaltenen Riegeln, Solitären und Minihochhäusern zur Auflockerung gearbeitet. Ich freue mich, dass hier anders entschieden wurde.

    Dem würde ich mich anschließen. Wenn die Alternative gewesen wäre, einen durchgängigen gleichförmigen Riegel zu bauen, gefallen mir die Rücksprünge und Verwendung verschiedener Baumaterialien deutlich besser.
    Auch das Humboldhafen Eins Gebäude würde meines Erachtens besser aussehen, wenn der mittlere Teil vollständig verglast worden wäre.

    im Ernst. das seh ich genau anders. Durch die hochgezogenen Fenster im obersten Geschoss findet das Gebäude von Henning Larsen einen Abschluss. Allerdings fehlt die Kleinteiligkeit. Das Gebäude wirkt trotz Brechungen die sehr zu begrüßen sind, massiv und eintönig vor allem zum Parkhaus/Saturngebäude hin.


    Der Entwurf von Moneo ist furchtbar und das ist noch freundlich ausgedrückt. An dem Entwurf ist alles falsch. So sollte heute unter keinen Umständen mehr gebaut werden. Das ist wie ein ödes Vorstadtreihenhaus wo der einzige architektonische Anspruch ein großes Fenster ist. Wirklich wirklich furchtbar.


    Beim Entwurf von E2A ist das Hauptgebäude auch zu monoton aber der Solitär zum Parkhaus hin gefällt mir sehr gut. Aufgrund der Form, des Sockels, der Sprossenfenster erinnert er an den Backsteinexpressionismus der 20iger Jahre. Sollte ich das falsch einordnen. Ich meine die typischen Industriegebäude dieser Zeit die jetzt als Lofts angeboten werden.


    Nachdem ich die anderen Entwürfe gesehen hab, teile ich die Meinung des Preisgerichts. Der Entwurf ist mit Abstand am Besten ausgearbeitet, da er sich an allen Seiten gut einpasst. Er ist kleinteiliger gestaltet was das Vorbeilaufen für den Fussgänger interessanter macht. Das Preisgericht sagt selbst,dass es sich nicht um einen lauten Entwurf handelt. Das es spektakulär wird, damit war aber auch direkt neben UNESCO Weltkulturerbe nicht zu rechnen.

    Boahh ist das hart. Ich würd mir so gerne selbst ein Bild machen. Aber vielen Dank für eure Beschreibungen!!!


    Was mich sehr freut ist, dass ein Entwurf dabei ist, den ihr beide toll findet. Außerdem sehr gut, dass sich die Bürger vor der Entscheidung einklinken dürfen, und somit hoffentlich Einfluss auf die Entscheidung nehmen können.


    Verschiedene besonders großartige Gebäude und Stadtentwicklungen gehen auf Bürgerengagement zurück. Bei wichtigen Projekten könnte das Schule machen.

    Ich liebe den Seitenhieb auf München am Schluss des Berichts. Anders als in Hamburg wird in München sowohl städtebaulich als auch architektonisch schon viel Mist gebaut.
    München ist ein Lehrbeispiel dafür was in Hamburg besser läuft. Rücksichtnahme auf die eigene Bautradition. Ausweisung eines großen Gebietes für hochwertige moderne Architektur inklusive Hochhäuser. Keine Verdrängung der Hochhäuser an Ausfahrtsstraßen. Städtebauliche Strukturen im Blockrand mit Erdgeschossnutzung statt Schaffung von neuen toten völlig austauschbaren Trabantenstädten im Würfel- Riegelprinzip. Plus die Schaffung einer neuen Bahnhofssituation wird zügig angegangen.