Kalt, tot, deutsch.
Beiträge von Bauchef
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Wie in Leipzig mit unverminderter Liebe und Detailqualität restauriert wird, ist einfach atemberaubend! Leipzig gilt schon jetzt als europäischer Wegweiser in Sachen Restauration und Rekonstruktion! Aus (vermeintlichem) Müll schafft man wieder Perlen! Gruss und weiter so aus Zürich.
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Geradezu absurd einleuchtend, wie Herr Braunfels den Schlossklumpen öffnet und sich in Berlin endlich jemand die Welthauptstadt Paris zum Vorbild nimmt. Doch statt sofort zu handeln, wird die Point de Vue mit einem Billy-Regal zugemauert, eisern, stur und feige. Würde sich auch nur ein Prominenter mit Durchsetzungskraft um das Zentrum der deutschen Hauptstadt scheren, er würde den Hof mit aller Kraft durchsetzen. Doch Mut, selbständiges Denken und Kritik gegen die Obrigkeit gehörten noch nie zu den preussischen Tugenden. Deshalb verdient Berlin kein anderes Schloss. Selber schuld.
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Wenn sich auch Schweizern der Sinn dieser riesigen Prestige-Spargeln nicht erschliesst: Das Ding hat Kraft und ist selbst für westliche Massstäbe gut gestaltet. Es gibt dem weit aufgerissenen Forum ein Zentrum, die Flügelis sind witzige Zugaben. Jetzt nur noch meine «Passagen am MEF» bauen, und der Platz ist gerettet!
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Und hier also ein überarbeiteter Entwurf für die «Passagen am Forum». Bevor einige, geistig übersichtlich ausgestattete Zeitgenossen wieder von Stalinismus faseln, so sei diesen Clowns entgegnet: Es handelt sich um eine Interpretation Haussmannscher Natur, dessen Epigonen auch in Berlin ihre Perlen hinstellten. Wagner (Otto, nicht der andere) mag mitschwingen. Schlicht gesagt: Der grandiose europäische Städtebau fände hier seine angemessene Reminiszenz!

Bild -Link:
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Und hier also ein überarbeiteter Entwurf für die «Passagen am Forum». Bevor einige, geistig übersichtlich ausgestattete Zeitgenossen wieder von Stalinismus faseln, so sei diesen Clowns entgegnet: Es handelt sich um eine Interpretation Haussmannscher Natur, dessen Epigonen auch in Berlin ihre Perlen hinstellten. Wagner (Otto, nicht der andere) mag mitschwingen. Schlicht gesagt: Der grandiose europäische Städtebau fände hier seine angemessene Reminiszenz!

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Bauchef: Ja, meckern ist immer leicht
Dank und Respekt also erst mal für deine Mühe! Dennoch empfinde auch ich deinen Entwurf als unbefriedigend. Er reiht sich allerallerbestenfalls gerade noch so in die Sprache der letzten Prestigebauten der DDR ein, etwa die Gendarmenmarktumbauung. Dann wäre ihm nur "völlig überholt" zu attestieren. Eher sehe ich deinen Entwurf jedoch im heutigen Skopje (der große Stadtumbau findet zur Zeit statt) oder Ex-Sowjetrepubliken stehen. Oder das andere Extrem in Las Vegas. Ok, es ist nur ein grober Entwurf, aber er ist schon in der Kubatur und Befensterung zu gleichförmig, grobschlächtig. Heute kann man doch viel historisierender historisierend bauen - vor allem mitteleuropäischer 
Eine liebevolle Reminiszenz an die grandiosen Bauten u.a. eines Ivan Zholtovsky, der mit dem reichen Zitatenschatz vornehmlich südländischer Klassik dem Stalinismus ein «menschliches Antlitz» versah. Seine Bauten und die anderer sind auch heute noch herrlich anzuschauen. Mein Vorschlag ist zwar Sozenzucker, aber preussisch streng gehalten - man möchte diesen Ort nicht völlig «verwessern».

Eine Überarbeitung findet sich, so Zeit vorhanden. Platzier Du doch mal in der Zwischenzeit was. Skizzen oder so.
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Schön. Das hat sich ja jetzt recht einfach in den Raum werfen lassen.
Mich würde jetzt mal von dir, Bauchef, in einem möglichst realistisch beschriebenen Szenario interessieren wie sich so ein Abriss politisch (Stichwort bezahlbarer Wohnraum in der Innenstadt), gesellschaftlich (Entmietung) und wirtschaftlich darstellen lässt.In Punkto Wirtschaftlichkeit möchte ich noch anmerken, dass der Block der WBM, also dem Land Berlin, gehört. Er scheint gut vermietet zu sein und verfügt mal abgesehen von hier und da bröckelndem Putz über eine gute Bausubstanz.
Soll die WBM so ein Projekt selbst durchziehen, oder den Riegel verkaufen? Oder erst abreißen und dann das Grundstück verkaufen?Szenario II: Der Riegel wird nicht abgerissen. Der Riegel wird gepimpt. Die Grundstruktur, das Tragewerk, wird respektiert. Alle Wohnungen kriegen neu Balkone gegen das MEF, die mittels Tragewerk (als Säulen verkleidet) auskragen. Die Sockelzone wird einheitlich gestaltet.
So könnte das aussehen, was natürlich nicht mehr den depressiven Agglomief einer untergegangenen Diktatur verströmt, sondern sich an mediterranen Vorbildern orientiert (Grandhotels zum Beispiel). Der lokalen, berlintypischen oft wenig eleganten, aber monumentalen Berliner Bautradition wird in preussisch -wuchtigem Stil gehuldigt. Auch wegen der prominenten Lage, die dem doch sehr grossen MEF einen dem Ort bedingten, kräftigen Rahmen und dem Rathaus samt Platte nebenan einen angemessenen Gegenpart gibt.
PS.: Viel Geschwafel hier statt konkreter Ideen - sprich, Typen, die meinen gelassenen Städtebau als Stalinbarock u.a. verulken, zeugen von Meckergeist, aber wenig Kreativitität. Deshalb hier eigene Vorschläge (auch Skizzen) platzieren statt bloss immer rumzujammern.

(Bildlink, falls für das Forum zu gross):
http://tinypic.com/r/14d0zrb/5 -
Schön. Das hat sich ja jetzt recht einfach in den Raum werfen lassen.
Mich würde jetzt mal von dir, Bauchef, in einem möglichst realistisch beschriebenen Szenario interessieren wie sich so ein Abriss politisch (Stichwort bezahlbarer Wohnraum in der Innenstadt), gesellschaftlich (Entmietung) und wirtschaftlich darstellen lässt.In Punkto Wirtschaftlichkeit möchte ich noch anmerken, dass der Block der WBM, also dem Land Berlin, gehört. Er scheint gut vermietet zu sein und verfügt mal abgesehen von hier und da bröckelndem Putz über eine gute Bausubstanz.
Soll die WBM so ein Projekt selbst durchziehen, oder den Riegel verkaufen? Oder erst abreißen und dann das Grundstück verkaufen?Szenario II: Der Riegel wird nicht abgerissen. Der Riegel wird gepimpt. Die Grundstruktur, das Tragewerk, wird respektiert. Alle Wohnungen kriegen neu Balkone gegen das MEF, die mittels Tragewerk (als Säulen verkleidet) auskragen. Die Sockelzone wird einheitlich gestaltet.
So könnte das aussehen, was natürlich nicht mehr den depressiven Agglomief einer untergegangenen Diktatur verströmt, sondern sich an mediterranen Vorbildern orientiert (Grandhotels zum Beispiel). Der lokalen, berlintypischen oft wenig eleganten, aber monumentalen Berliner Bautradition wird in preussisch -wuchtigem Stil gehuldigt. Auch wegen der prominenten Lage, die dem doch sehr grossen MEF einen dem Ort bedingten, kräftigen Rahmen und dem Rathaus samt Platte nebenan einen angemessenen Gegenpart gibt.
PS.: Viel Geschwafel hier statt konkreter Ideen - sprich, Typen, die meinen gelassenen Städtebau als Stalinbarock u.a. verulken, zeugen von Meckergeist, aber wenig Kreativitität. Deshalb hier eigene Vorschläge (auch Skizzen) platzieren statt bloss immer rumzujammern.

(Bildlink, falls für das Forum zu gross):
http://tinypic.com/r/14d0zrb/5 -
Gammlig, wacklig, überbunt, eine geschmacklose Greueltat. Eine das Hirn und den Magen beleidigende Bebauung, die an diesem prominenten Standort nichts mehr verloren hat. Kacheln, wie man sie in alten Kellerbars findet, billigste Eternitverkleidungen und Waschbeton, der sich langsam aus den Fugen schleicht.
Nur wackerste SED -Mitmarschierer können hier noch verträumt schwärmen. Sowas gehört gesprengt.
Endlich abreissen und meine «Schinkelpassagen» errichten! Oder sonstwas Schickes.
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^ Hmm, finde ich nicht ganz schlecht, aber mit diesen Zacken auf dem Dach sieht der Bau doch ziemlich grimmig aus...
... und hier jetzt bissi netter, mit kleineren Zähnen:

Post your Wilhelmstrasse -Improvement -Propositions too!
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Plattenbauten an der Wilhelmstrasse
Die DDR -Platten, wohl für besonders eifrige Parteigenossen erstellt, versuchten sich zumindest in, wenn auch geringem, lokalem Respekt. Bei einer evt. Erneuerung mit dem ganzen Energiesparentinnef könnte man sich auch an eine Fassadenauffrischung wagen. Ich schiebe mal einen Vorschlag ins Forum, der sich nicht gänzlich seiner Vergangenheit verweigert, sondern an seinen Ursprung, der in ein wenig herber Sprache, einer Sozialistischen, eher groben Postmoderne, gestaltet war, erinnert, die Plattenfugen nachspielt und mit ironisierendem Kleinzitat an die nahestehende Frankfurter Allee die Fassade abschliesst.
Zustand heute:

Bilder bitte immer mit Quellenangabe. Danke
BatoVorschlag (zur gemeinfreien Verwendung freigegeben):

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Ich schmeiß mal einen Patzschke-Entwurf für das Projekt "Wohnen in den Ministergärten" in die Runde. Realisierung/Machbarkeit ist völlig unklar.
https://model2.de/light/7065/ministergrten9ru6m.jpg
(C) Patzschke & Partner Architekten GbRGgü. der jetztigen Situation eine enorme Aufwertung. Ich denke aufgrund der Lage werden wir über die Entwicklung des Grundstückes in der nächsten Zeit sicherlich noch einiges hören.
Ungers meets Classicism. Ein sehr schönes Projekt!
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The Westin Leipzig
Das Hotel «The Westin Leipzig» scheint mir mit seiner Kachel- oder Platten -Optik schwer aus der Mode gekommen. Ausserdem sind Schiessschartenoptik durch schmale Fenster und sonstige Proportionen ein wenig erneuerungswürdig. Hier ein Vorschlag, wie so eine Fassadenauffrischung aussehen könnte (bin gerade an Prüfungen, deshalb habe ich Zeit für solche Geschichten):
Bestand:

Erneuerungsvorschlag:

Die Dachterrasse wird zum Saal erweitert, die Fluchtbalkone geschlossen, die Dienstleistungsgeschosse mit Fenstern geöffnet. Das ganze Hochhaus erhält einen kleinen kollhoffschen Chicagoer -Look. Der kräftige, kantig geschnittene Eingangsbereich wird, da gut proportioniert, belassen.
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Leipzig sollte dringend ein paar zuständige Bausachverständige in die umliegenden Städte und Länder schicken. Fantastisch, wie selbst Grossbebauungen aus den 20-ern mit Liebe zum Detail und zu Materialien erneuert werden.
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Hallo Bauchef, bei der künftigen Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platzes hatte sich die Stadtverwaltung im März 2011 für einen Entwurf namens "Esplanade" der Architekturprofessoren Petr Pelcák aus Brno sowie Ingo Andreas Wolf von der Leipziger Hochschule HTWK entschieden. Siehe u.a. http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=9597 , http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…1108#post301108 , http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthre…5490#post315490 ... .
Danke für die Infos. Das hintere Gebiet, der Hof um die Brüderstrasse scheint hier nicht einbezogen. Sind dort ebenfalls Planungen in Weiterführung der Monumentalachse unter Einbezug der Georg -Schumann -Schule an der Nürnbergerstrasse als Point de Vue im Gange? Die städtebaulich bestimmenden Bauten aus der Nazi- (?), wahrscheinlicher DDR -Zeit scheinen mir erhaltenswert, die Platten (u.a. an der Windmühle-, Ecke Nürnbergerstrasse) weniger.
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Hallo Leipzig. Die Gegend rund um den monumentalen Rossmarkt scheint mir ziemlich unaufgeräumt. Deshalb hier ein Vorschlag (unter Einbeziehung eines sichtbestimmenden Freiheitsdenkmals), wie das monumentale, einem klassischen Städtebau verpflichtete, überkommene Grossprojekt vervollständigt werden kann:

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Zitat Xalinai: «Nach dem was ich bisher mitbekommen habe, werden hier keine Rekonstruktionen des Zustands vom Februar 1944 entstehen, sondern jede einzelne wird das jeweilige Haus in einem "optimierten" Zustand, mit freigelegtem, statt feuerfest verschiefertem Fachwerk, ohne Reklamebemalung und mit frischer, freundlich moderner Farbe präsentieren. Daher bin ich jetzt, wo nichts mehr an den Beschlüssen zu ändern ist, wirklich gespannt, wie das Ergebnis wirkt - und ob es wirklich die paar Einsprengsel sind, die die "Ensemblewirkung" beeinträchtigen, indem sie den Betrachter in die Gegenwart zurückholen.»
Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Ich war positiv überrascht, als dieses Wochenende das neue Kunsthaus Zürich (knapp 200 Mio CHF) angenommen wurde, inmitten einer europaweiten Rezession. Vom Volk! Und nicht von ein paar «kunstbeflissenen Kulturschaffenden». Unterschätzen Sie Ihre Mitfrankfurter also nicht.
Schweizer sind natürlich der festen Überzeugung, dass das alliierte Bombardement nicht aus städtebaulicher, aber «anderer» Hinsicht gerechtfertigt war. Was aber doch nichts mit einem Wiederaufbau zu schaffen hat! Diese (ausschliesslich!!!) städtebauliche Diskussion ist längst historisch gebrochen. Und ein «Apple -Store» in einem schicken Altstadthaus ist Gegenwart genug.
Zugegeben: Die «Neubauten» sind zwar grauslich, aber im Vergleich mit anderen Projekten knapp erträglich. Ich empfehle eine Gasse weiterzugehen: Dort modert das in den 80-er Jahren über Frankfurt hinaus gepriesene «Wiederaufbauprojekt» mit seinen postmodernen Spielereien und wüsten Details vor sich hin. So ähnlich dürfte es in ein paar Jahren auch beim Dom aussehen: Wunderschöne Altstadthäuser und dazwischen ein paar seltsam ungestalte Dinger.
Ich hoffe für Frankfurt das Beste!
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Einer detailgetreuen Rekonstruktion kann man nur unter rüpelhaften Vorzeichen das Label «Disneyworld» anhaften, wird doch eben nur genau das rekonstruiert, sprich, der Zustand hergestellt, der irgendwer im Mittelalter oder sonstwann schon mal vorgezeichnet hat. Beim Durchgehen der «kritischen» Entwürfe siehts da schon ganz anders aus: Bauernkitsch und grobschlächtige «Interpretationen» reihen sich da neben filigrane Wiederaufbauten. Diese papierne Diskussion ist daher äusserst verlogen und wenig zielführend. Wenn neu, dann richtig - dieses zum Teil halbbatzige Irgendwas ist weder Fisch noch Vogel und gehört nicht gebaut. Ein grotesker Würg mit schlechtgemachten Details, gefangen im Korsett der Zonenplanfestschreibung. Verdient im Endeffekt wirklich die Bezeichnung «Disneyworld» - denn Schloss Neuschwanstein wurde in Florida nicht etwa kopiert, sondern ja auch bloss «künstlerisch verwertet» (und ist als Belustigung eines Lunaparks absolut legitim). Eben das passiert zur Zeit in Frankfurt. Schade um die verpasste Chance.
Die Architekten sollten ideologisch sattelfester auf der Pfanne sein. Sonst wird ihre Kritik zur hohlen Phrase und verschmiert ihre eigentliche Furcht: Dass sie vermeintlich zu Wiederherstellern herabgestuft werden und auf ihrer Homepage kein eigenes Werk «in der Mitte Frankfurts» präsentieren können.
Wie wenn das die Bewohner Frankfurts (und wohl auch anderswo) einen Deut scheren würde. Diese Leute wollen ihre Altstadt zurück. Am Besten (wenn möglich) wie in der Schweiz eine Volksinitiative «Ja zur richtigen Altstadt» lancieren! Ich kann ihnen versichern: Direkte Demokratie hat schon manchem Schweizer Beamtenfurz oder verkopften und wenig lebensnahen «Stadtgestalter», die mit wirren und schnell hingeworfenen Planungen «die Stadt für die Zukunft gewappnet» machen wollten, die Kappe gewaschen!
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In den 80-er Jahren wurde am Zürcher «Meierhofplatz» (an der Peripherie der Limmatstadt) alles abgerissen. Wüste Garagen, hingepfuschte Platten und vergammelte, ehemals stolze Bürgerhäuser standen dort im Elend herum. Wiederaufgebaut wurde in «dörflicher» Manier, das Ganze wurde auf einen Deckel gestellt, mit Tiefgarage unterkellert und ist heute zentralgeheizt (es folgen alles Neubauten oder Rekonstruktionen):
http://www.schweizfotos.com/bilder/Riegelh…fplatz-7091.jpg
http://i45.tinypic.com/n6oz29.jpg
http://www.bahnbilder.de/bilder/strasse…rich-131459.jpg
http://www.schweizfotos.com/bilder/Limmatt…Hoengg-7100.jpg
http://www.schweizfotos.com/bilder/Geschae…fplatz-7096.jpg
Bis auf die postmoderne, zeittypische Dekoschachtel (letztes Bild, Mitte) wurden die Gebäude nach Zeitgeist «interpretiert» oder in einen eher unscharf definierten «Frühzustand» versetzt. Eine derart polemische, unverständliche und ideologische Auseinandersetzung wie bei euch in Frankfurt oder Dresden usw. gab es kaum.
Wieso soll man in Frankfurt nicht genau die Gebäude, die ja schon mal da standen (also keine romantische, z.T. auch unschlüssige «Verklärung» wie am obigen Zürcher Beispiel), wiederaufbauen?
Sind deutsche Architekten von der Dauerangst geplagt, dass bei einer detailgetreuen Rekonstruktion von mittelalterlichen Häusern plötzlich wieder Braunhemden die Macht übernehmen?
Ich verstehe die Diskussion beim besten Willen nicht.