Beiträge von Danny Berlin

    Theseus532

    Wem das Grundstück vorher gehört hat, kann man einfach im Internet nachlesen. Die Bestandsgebäude sind baufällig. Das Grundstück darf bebaut werden, was auch im Rahmen der Bauordnung und Vorgaben erfolgen wird. Der Grundstücksinhaber und Investor kann selbst in diesen Rahmen entscheiden, was er baut. Auf der einen Seite ist es Deiner Meinung nach kein besonders attraktiver Ort, auf der anderen Seite willst Du besonders attraktive Architektur. Du kannst Dir ja mal die Mühe machen und bei Immoscout o.ä. nachschauen, ob es grad besonders viele oder wenige Wohnungen im Angebot gibt.


    Die Bestandsbauten zu renovieren wäre absurd. Leider haben hier immer ganz viele eine und vor allem ihre Meinung, bequem aus ihrem Sessel von zu Hause aus, aber machen sich nicht die Mühe ein paar Hintergrundinformationen einzuholen und dann ihre Sichtweise darzulegen.

    Deine Skepsis ist absolut nachvollziehbar, "Arty Deco". Die meisten Menschen denken wahrscheinlich so. In vielen Lebenslagen. Die Geschichte zeigt, dass es aber eben doch auch ein paar wenige Menschen gibt, die das durchbrechen und die Welt gestalten und verändern. Alleine die Chance zu haben, daran teilzunehmen - im Gegensatz zu allen anderen Ländern Europas und vor allem auch den vielen anderen Bundesländern, kann einen auch stolz und Mut machen. Muss einen auch nicht stolz machen, kann aber. Und man kann sich darüber freuen, nach den vielen Jahren, ja fast Jahrzehnten, wo wir als Region von den vielen großen Entwicklungen "der Großen" abgeschnitten waren. Und ja, es ist nur eine Chance, aber es ist eben eine die man positiv begleiten kann, wenn man will und dann sind wir diejenigen, die etwas draus machen können, wenn wir wollen. Und alle die nicht wollen, müssen auch nicht.

    Schön, dass Admin Bato Dein Beitrag gefällt. Und offenbar auch Deiner Ansicht ist. Vor allem, dass "Du das Hochhaus nicht brauchst". Danke für diesen Input. Dieses Hochhaus wird aber von anderen dringend benötigt. Viele Gewerbeflächen sind auf Grund der Nachfrage sehr teuer geworden. Wenn wir unser Grün in der Stadt erhalten wollen, müssen wir punktuell hoch bauen, um Fläche zu schaffen und den Druck aus der Nachfrage nehmen zu können.


    Alles in allem muss ich sagen, dass dies ein Hochaus ist, dass ich gut brauche. Aber vor allem ganz viele andere brauchen. Es wäre schön, wenn wir alle wieder einmal mehr an uns alle denken würden und nicht immer nur an uns selbst.

    Hoffnungslos

    Mir persönlich fällt leider nichts mehr zu solchen Entwicklungen bzw. eben Nicht-Entwicklungen" ein. Leider habe ich die Hoffnung für Berlin verloren, wir hätten so viel aus der Stadt machen können. Eine ganze Generation wird Stolz auf Projekte wie die Heidestraße sein können/müssen. Schade um die vielen tollen Ideen, Vorschläge, Lösungen, Planungen.

    Architektenkind: Auto

    Sicherlich wäre es hier verkehrt eine Grundsatzdebatte über das Auto zu führen. Dennoch erlaube ich mir einen Hinweis: Weder die autogerechte Stadt, noch die autolose Stadt sind realitätsnah. Es sind immer Extreme eines Zeitgeistes als drastische Reaktion auf die bisherige. Das Auto der Zukunft hat seine Berechtigung genauso wie der ÖPNV. Das Auto der Zukunft ist nicht das von heute. Es darf keinen Diesel oder Verbrennungsmotor haben und das wird es auch nicht. Car-Sharing-Konzepte gehören dazu.

    Bemerkenswert: Neubau Eisenacher Straße 41, Ecke Grunewaldstraße

    Wir haben seit einigen Jahren die Diskussion in Berlin, wie man z.B. über Dachausbauten zusätzlichen Wohnraum auf Bestandsbauten entstehen lassen kann. Und dann entsteht ein Neubau wie dieser, in der Lage. Das ist schon bemerkenswert.

    Verhindert Senat Hines Projekt via BVG?

    ^
    Ich denke, dass hier bereits ausführlich über die Details des Problems der Bebauung diskutiert wurde.


    Mein Aspekt bezieht sich auf die aktuellen Äußerungen der BVG Chefin Nikutta, die derzeit übrigens zusammen mit der Wirtschaftssenatorin in China weilt.


    Die Lokalpoltik ist nicht böse. Sondern sie vertritt ihre Interessen. Das kann man gut finden oder eben nicht. Das ist recht einfach. Wir müssen uns die Welt auch nicht unnötig kompliziert malen.


    Sinnfreies Vollzitat des Vorposts gelöscht.
    Bato

    Verhindert Senat Hines Projekt via BVG?

    ^^ Danny Berlin
    Wie Baukörper schreibt. Verschwörungstheorien helfen nicht weiter.


    Ich bin seit 20 Jahren in der Berliner Politik aktiv. Dies ist ein Forum, in dem jeder sachlich seine Ansichten und Erfahrungen, aber auch Meinungen kundtun kann. Dass man da unterschiedlicher Auffassung sein kann, ist normal. Allerdings halte ich es für unfair dies als Verschwörungstheorie zu bezeichnen.


    Es gibt in Berlin viele Projekte, die aus ideologischen Gründen vorangetrieben oder auch verhindert werden. Zu glauben, dass Politik aus rationalen Abwägungen und Entscheidungen besteht, ist falsch. Politik ist auch immer das Vertreten von Weltbildern und Ansichten. Diese spielen selbstverständlich immer eine Rolle. Manchmal offensichtlich, oft aber im Hintergrund, indirekt. Das hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern etwas mit legitimen Interessen der Exekutive. Genauso ist es aber legitim darauf hinzuweisen.

    Senat verhindert Hines Projekt via BVG?

    Das ist doch grober Unfug! Der Senat ist nicht Eigentümer der BVG und diese Konstruierung von Verschwörungstheorien, wer was will oder nicht, ist absurd.


    BVG Chefin wird durch Senat berufen: https://www.morgenpost.de/berl…-Chef-wird-eine-Frau.html


    BVG ist 100%ige Körperschaft des Landes Berlin:
    https://www.berlin.de/rbmskzl/…essemitteilung.108644.php


    Die Planung des Alexanderplatzes ist durch einen CDU-SPD geführten Senat erfolgt. Die Planungen begannen vor knapp 20 Jahren. De facto sind bis heute 0 Hochhäuser realisiert.

    Verhindert der Senat das Projekt via BVG mit Absicht?

    Verhindert der Senat die beschlossene Entwicklung des Alexanderplatzes über die BVG?


    Wir alle verfolgen dieses Projekt seit Jahren, die allgemeine Entwicklung des Alexanderplatzes, genauso wie die Diskussion über die Hochhäuser.


    Der Artikel in der heutigen Berliner Zeitung lässt befürchten, dass es offenbar keine Mehrheit im Aufsichtsrat der BVG geben wird, die das Projekt und die vorhandene Vereinbarung zur Baustellenabsicherung zur Unterzeichnung bringt.


    Wir alle dürfen nicht vergessen, dass der Alexanderplatz für viele noch immer "das Herz der DDR" ist, nicht nur für viele alten Anwohner, sondern auch für Teile der politischen Klasse, davon zahlreiche Mitglieder im Senat. Unsere Bausenatorin trat 1981 in die SED ein, 1987 begann Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bauakademie der DDR. Sie will eigentlich gar keine Veränderungen am Alexanderplatz, den sie für ein erhaltenswertes Paradebeispiel sozialistischer Architektur hält. Unsere grüne Wirtschaftssenatorin, Mitglied im BVG Aufsichtsrat, ist keine Hochhau-Befürworterin.


    Die amtierende Politik hat als Eigentümer einen erheblichen Einfluss auf die BVG und deren Entscheidungen. So bedauerlich es ist, aber wir können nicht ausschließen, dass die Politik und die Politiker über die BVG auf das Projekt Einfluss nehmen. Das Projekt kann nämlich nur noch durch diese Entscheidung verhindert werden.

    Es passt in jedem Fall in das kleinkarierte Bauen an dieser Stelle. Hauptkritik is der Baukörper an sich und die Gesamtgestaltung. Dieser Bau steht so oder so ähnlich in Bochum, Gütersloh oder Kassel. Da habe ich an dieser Stelle und an meine Stadt eine andere Anspruchshaltung.

    leider

    Ich bedauere mich wiederholen zu müssen, aber bei jedem Blick bedaure ich zutiefst die geringe Dichte dieser Bebauung. Nicht nur dass es in dieser Lage mindestens 2-3 Etagen mehr sein müssten, selbst die umliegende Bebauung ist es teilweise ja deutlich - nicht nur die Hochhäuser in der Leipziger, sondern auch das Mosse Palais oder die Krausenhöfe oder demnächst das neue ASV Gebäude.


    Der größte Teil ist dann auch noch zusätzlich mit den grünen "Mosaik" Steinchen geschmückt. Wirklich schade.

    Architektur

    Leider ist mir nicht klar, warum wir solche Architektur akzeptieren sollten. Wir sollten uns damit nicht zufrieden geben und mir geht es dabei nicht um die latente Meckerei, die wir als Berliner oft an den Tag legen, sondern um die grundsätzliche Frage, wie wir uns unsere Stadt vorstellen. Natürlich gibt es hier unterschiedliche Auffassungen und Meinungen und darüber muss man diskutieren.


    Der Standort liegt im Zentrum Berlins, es ist kein Lückenschluss, sondern eine der wenigen noch großen freien Flächen im Umfeld der 1A Lage der Friedrichstraße gewesen. In direkter Nachbarschaft zu den Wohnhochhäusern der Leipziger Straße. Ich möchte Euch fragen wie wir uns die weitere Entwicklung unserer Hauptstadt Berlin vorstellen, wenn wir in solchen Innenstadtlagen Bauten zulassen, wo wir uns darüber freuen müssen, dass der "rote Klinker ganz gut zum weißen Putz" passt. Oder "Mosaikfliesen" gut zur Gegend passen. Dazu brauchen wir weder Architekten noch Architektur, wenn Zweckmäßigkeit und Verordnungen sämtliche Vorgaben liefern.


    Als Berliner bin ich darüber wirklich sehr enttäuscht.