Beiträge von Schmittchen

    Sollte jemand über die aktuelle, gewohnt reißerische Bild-Schlagzeile "Klatsche für die Stadt" stolpern und (wie ich) nicht hinter die Bezahlschranke kommen, dann wird ihr/ihm hier selbstverständlich jederzeit gerne geholfen. Denn wie ebenfalls gewohnt, ist es so schlimm nicht, und eindeutig schon mal gar nicht. Die heutige Pressemitteilung des Oberlandesgerichts:

    Zwischenentscheidung im Rechtsstreit um die Räumung der Frankfurter Galopprennbahn

    In dem Rechtsstreit um die Räumung der Frankfurter Galopprennbahn hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) durch Beschluss vom 6.2.2017 (Aktenzeichen: 2 U 174/16) auf Antrag des beklagten Renn-Klubs die Zwangsvollstreckung aus dem Räumungsurteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 16.12.2016 (Aktenzeichen: 2-12 O 437/15) vorläufig gegen Sicherheitsleistung eingestellt.

    Die Entscheidung bewirkt, dass die klagende Stadt die Räumung des Rennbahngeländes trotz ihres Obsiegens in erster Instanz vorläufig nicht vollstrecken kann, wenn der Renn-Klub die erforderliche Sicherheitsleistung in Höhe von 75.000 € erbringt. Es handelt sich lediglich um eine Zwischenentscheidung, die den status quo sichern soll, bis das OLG in der Hauptsache über die Berufung entscheidet. Insoweit wird in Kürze ein Verhandlungstermin bestimmt werden.

    Das OLG hält die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung für erforderlich, da die Stadt das Gelände noch vor der Entscheidung über die Berufung räumen wollte. Diese vorläufige Räumung würde dem Renn-Klub nach Auffassung des OLG einen nicht zu ersetzenden Nachteil bringen, wenn sich später herausstellen sollte, dass das Räumungsurteil des Landgerichts keinen Bestand haben kann. Die Einstellung der Zwangsvollstreckung ist grundsätzlich ohne Präjudiz für die spätere Hauptsacheentscheidung. Allerdings geht das OLG davon aus, dass die Berufung des Renn-Klubs nicht schlechterdings ohne Aussicht auf Erfolg ist.

    Wohnbauprojekt "The Link" Kölner Straße 82-84

    Die oben von sge1899ev angesprochenen Bestandsfotos und Informationen gibt es in Beitrag #326. Das ist das vor der ehemaligen Tankstelle hängende Poster:

    Der Entwurf ist von happarchitecture, also aus dem Frankfurter Büro von Jens Jakob Happ. Auf der ablesbaren Projekt-Website ist bisher kaum etwas zu sehen. Dafür ist der Verkaufscontainer mit Fassadenansichten tapeziert:


    Foto: Schmittchen, Entwurf: happarchitecture / Project Immobilien

    Auch ist im Verkaufscontainer ist ein großes Modell ausgestellt. An der Ostseite soll demzufolge lediglich ein Fußweg gebaut werden. Eine Verlängerung der Hellerhofstraße für den allgemeinen Verkehr bis zur bisher als Wendeschleife ausgebildeten Lissabonner Straße, über die an dieser Stelle spekuliert wurde, soll es wohl nicht geben. Also kein "The Link" im Sinne einer weiteren Straßenverbindung zwischen dem "alten Gallus" und dem Europaviertel. Südseite (von der Hellerhofstraße aus gesehen):

    Die Erschließung mit Tiefgarageneinfahrt ist demnach an der Günderrodestraße vorgesehen. Westseite:


    Foto: Schmittchen, Entwurf: happarchitecture / Project Immobilien

    Auf der Stadtkarte ist das Bauvorhaben so dargestellt (bitte beachten, dass die Markierung in orangebrauner Farbe den Bestand nicht überdeckt):


    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Der kommende Bauabschnitt im Nordosten der Stadtgärten erhält übrigens diese "städtebauliche" Gestalt:


    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Die einen nennen es Planung. Andere erinnert es an ein Unglück mit der Eiswürfelmaschine, nur mit bleibenden Schäden. Keine Urbanität, nirgends. Dagegen glitzert selbst Jochem Jourdans zehn Jahre altes Konzept.

    Zum Wyndham Grand wird die Baustelle schon gehören, denn es soll an die Nordwestseite des Hotelhochhauses angebaut werden. Also anstelle der ehemaligen Tankstelle. Das frühere IBM-Hochhaus umfasst das Bauprojekt nicht. Die Fläche, die bebaut werden soll, ist bereits in der Stadtkarte verzeichnet. Bitte beachten, dass die Markierung in orangebrauner Farbe den Bestand nicht überdeckt (geschieht auf der Stadtkarte nie). Er wird wohl abgerissen werden und auch diese Fläche mit überbebaut.


    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Ansonsten ergeben sich aus der Karte keine Informationen, auch nicht zur Zahl der geplanten Geschosse. Das betreffende Areal im Spätsommer 2016:


    Bild: Schmittchen

    Das ergibt sich auch aus der bereits in Beitrag #663 verlinkten Pressemitteilung. Die Adolf Lupp GmbH + Co KG ist Generalunternehmer - dem Registereintrag zufolge über eine Projekttochter auch Entwickler mit zwischenzeitlichem Eigentumserwerb. Der Meldung zufolge war Gold.Stein real estate Verkäufer (der IZ-Meldung nach wohl eher Mittler). Deren Geschäftsführer ist besagter Herr Ellenberger. Nach Fertigstellung geht das Hotel in den offenen Immobilienfonds hausInvest der Commerz Real.

    Hotelprojekt Niddastraße 60-62

    Das künftige "Novum Style" ist bereits in Bau, siehe oben #692, doch Informationen zur Planung sind weiterhin nicht zu finden. Auch ein Bauschild ist weder online noch am Grundstück verfügbar. Wenigstens sind in der Stadtkarte inzwischen die zu bebauenden Flächen eingezeichnet. Geplant ist demnach ein H-förmiger Grundriss:


    Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 02.2017, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

    Darmstädter Landstraße 180-186 ("Sky:View") wird Wohngebäude

    Das große Bürokomplex Darmstädter Landstraße 180-186 (SV) soll für eine Wohnnutzung umgebaut werden, meldet Colliers International heute über verschiedene Portale. Der Gebäudekomplex gegenüber der Binding Brauerei stammt aus dem Jahr 1991 und verfügt über eine - überwiegend leer stehende - Fläche von 24.000 Quadratmetern. Projektentwickler ist Iber Immobilien, Darmstadt (Web).

    Eurowings fliegt ab Sommer 2018 ab Frankfurt

    Getuschelt wird ja schon lange. Heute hat Eurowings-Chef Karl Ulrich Garnadt Journalisten gegenüber bestätigt, dass Frankfurt bereits ab dem kommenden Jahr angeflogen werden soll. "Wir arbeiten an einer Lösung für den Sommer 2018", sagte Garnadt laut airliners.de.

    Die geänderte Nutzungsaufteilung wird Folge des vom neuen SPD-Planungsdezernenten verlangten 30-Prozent-Anteils an öffentlich geförderten Wohnraum auf dem Baugrundstück sein. Wie ich dessen Forderung verstehe, etwa hier wiedergegeben, bezieht sich die Quote bei einem Bauvorhaben auf die geplante Wohnfläche, nicht auf die insgesamt geschaffene Geschossfläche. Bei einem Projekt mit Mischnutzung auf solch teurem Boden muss also der Wohnanteil reduziert werden, um das Vorhaben rentabel zu halten. Folge von Interventionismus wider die Vernunft ist eben oft, dass das Gegenteil von richtig eintritt. Ein Pyrrhussieg linker Ideologie.

    Die Stadt Frankfurt legt nach - Pressemitteilung von heute:

    Auch U-Bahnen und Straßenbahnen fahren ab Dezember 2018 in Frankfurt nachts

    „Ich freue mich, dass der RMV ab Dezember 2017 stufenweise die S-Bahnen auch nachts verkehren lassen wird“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann zu den entsprechenden Planungen. „Damit wächst die Region weiter zusammen und gewinnt an Attraktivität.“ Feldmann kündigte weiter an, die Stadt Frankfurt werde ab Dezember 2018 schrittweise damit beginnen, auch bei den innerstädtischen U- und Straßenbahnlinien den Nachtverkehr einzuführen. „Der große Erfolg des Nachtbusnetzes zeigt, dass eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist“, so der Oberbürgermeister. „In einer urbanen Metropole erwarten die Bürger einfach ein entsprechendes Angebot. Mit der gleichzeitigen Einführung des durchgehenden Nachtverkehrs bei S-, U- und Straßenbahn wird der öffentliche Nahverkehr auch nachts optimal vernetzt.“

    Verkehrsdezernent Klaus Oesterling sagte, man werde auf stark nachgefragten Verbindungen während der Nachtzeit einen durchgehenden Halbstundentakt anbieten. Dazu wolle man ein spezielles Nachtliniennetz schaffen, das zum Teil auf vom Tagesverkehr abweichenden Linienführungen und Liniennummern fahre.

    Das Straßenbahn-Nachtnetz könnte aus den Straßenbahnverbindungen Linie 11 Höchst-Gallus-Hauptbahnhof-Ostbahnhof-Fechenheim, Linie 12 Nacht Schwanheim – Niederrad – Hauptbahnhof – Innenstadt - Gravensteiner Platz und Linie 16 Ginnheim – Hauptbahnhof – Südbahnhof – Oberrad - Offenbach Stadtgrenze bestehen.

    Das U-Bahn-Nachtnetz könnte sich zusammensetzen aus den Linien U2 Nacht Südbahnhof – Heddernheim – Niederursel – Riedberg – Kalbach - Nieder-Eschbach, gegebenenfalls mit Flügel nach Ginnheim, U4 Bockenheimer Warte - Seckbacher Landstraße, U5 Nacht Konstablerwache - Preungesheim und U7 Nacht Heerstraße – Hauptwache - Enkheim. Das bisherige Nachtbusnetz müsse dann entsprechend angepasst werden.

    Die neuen Verkehre erfordern weder zusätzliche Strecken noch zusätzliche Fahrzeuge. Bereits überschaubare Fahrgastzuwächse würden den Mehrverkehr finanzieren.

    Mit der Ausweitung des Nachtverkehrs auf das Schienennetz setze die Stadt auch einen Auftrag aus der Koalitionsvereinbarung von CDU, SPD und Grünen um, so der Verkehrsdezernent.

    S-Bahnen sollen rund um die Uhr fahren

    Endlich! Der RMV wird ab Mitte 2018 durchgehenden Verkehr der S-Bahn anbieten. Die leidige Nachtlücke (abgesehen von der S8) wird also geschlossen. Auf Teilstrecken wird schon früher rund um die Uhr gefahren. Warum die Tunnelstrecke erst später hinzukommt und einiges mehr steht unten in der heutigen Pressemitteilung des RMV. Wie ich den letzten Absatz verstehe, besteht die Möglichkeit, dass ab Ende 2018 ergänzend auch einzelne U-Bahn-Linien durchgehend betrieben werden.

    Start des Nachtschwärmer-Konzepts

    Im Rahmen eines Termins zur Weiterentwicklung der Infrastruktur hat der Geschäftsführer des RMV, Prof. Knut Ringat, am heutigen Dienstag, den 31. Januar 2017, das Konzept eines durchgehenden Nachtverkehrs der S-Bahn vorgestellt. Die Einführung eines Nachtverkehrs im S-Bahnnetz war bislang nicht möglich, da unter anderem die Bauarbeiten für die Modernisierung des elektronischen Stellwerks im S-Bahntunnel keine durchgehenden Fahrten ermöglichten. Bis August 2018 ist der Tunnel voraussichtlich noch täglich nachts zwischen 01:30 und 04:30 Uhr für den Linienverkehr gesperrt.

    "Mit dem sich nun abzeichnenden Ende der Bauarbeiten", so Prof. Knut Ringat, "können wir das langgehegte Wunschprojekt eines durchgehenden Angebotes der S-Bahn endlich angehen." Ringat kündigte die Ausweitung des Nachtverkehrs in drei Phasen an, die sich nach den nächtlichen Baufortschritten im S-Bahntunnel orientieren.

    Ab Dezember 2017 werden Fahrten auf den S-Bahnlinien und einzelnen Regionalbahnstrecken am Wochenende bis zum Frankfurter Hauptbahnhof durchgeführt. Dies gilt in der Ergänzung zu Flughafenlinie S8, welche bereits heute in der Nacht verkehrt. Da noch restliche Bauarbeiten im S-Bahntunnel vorgenommen werden müssen, werden diese Linien von beziehungsweise zum Frankfurt Hauptbahnhof fahren und vorerst nicht durch den Frankfurter S-Bahntunnel geführt.

    Mit Abschluss der Bauarbeiten im August 2018 wird dann ein durchgängiger Nachtverkehr im gesamten S-Bahnnetz aufgenommen. Komplettiert wird das Angebot für Nachtschwärmer wie auch für Beschäftigte im Schichtdienst bis zum Dezember 2018, indem weitere lokale und regionale Verkehre den S-Bahn-Nachtverkehr ergänzen. Ausdrücklich begrüßte Ringat in diesem Zusammenhang die Pressemitteilung des Verkehrsclubs Deutschland, nachdem dieser die Umsetzung eines Nachtverkehrs auf den S- und U-Bahnen in Frankfurt RheinMain unterstützt. "Ein durchgehender Nachtverkehr", so Ringat abschließend, "wird die Attraktivität des Rhein-Main-Gebietes deutlich stärken."

    Projekt "Mona Lisa", Mainzer Landstraße 129 (Ecke Rudolfstraße)

    Das Gebäude der Concordia-Versicherung, Mainzer Landstraße 129, wird tatsächlich abgerissen. Eine alternative Planung und im folgenden Beitrag ein Bestandsfoto von epizentrum gibt es hier. Nach dem Abbruch entsteht auf dem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück ein Neubau mit 105 Mikroapartments. Entwickler sind die Curator r.e.m. AG (Frankfurt am Main) und die Vivum GmbH (Hamburg). Das Projektvolumen wird mit 35 Millionen Euro beziffert. Der Entwurf ist von Stefan Forster Architekten, Frankfurt am Main. Im Frühjahr 2017 sollen die Abbrucharbeiten beginnen.

    Da haben Herr Forster und die Kollegen aus seinem Büro vieles richtig gemacht, denke ich. Hervorzuheben sind die gelungene Betonung der Straßenecke, die lebhafte und abwechslungsreiche Fassadengestaltung in dieser inhomogenen und derzeit auch etwas schwierigen Umgebung sowie der harmonische Anschluss an das Nachbargebäude im Westen (mit der türkischen Konditorei im Erdgeschoss). Bemerkenswert, wie großzügig dieser Neubau im Vergleich mit eben jenem Gebäude wirkt. Das kennt man bei Wohngebäuden sonst nur von gründerzeitlichen Bauten. Fassadendetail:

    Erdgeschoss an der Ecke Mainzer Landstraße und Rudolfstraße:


    Bilder: Stefan Forster Architekten | Curator r.e.m. AG / Vivum GmbH

    Weg für neue Eintracht-Zentrale frei

    Heute tagte erneut der Aufsichtsrat der städtischen Gesellschaft mit dem schönen Namen "Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH". Einer der Tagesordnungspunkte war die zukünftige Entwicklung des Geländes um die Commerzbank-Arena sein, kurz: Eintracht oder Tennis-Akademie oder irgendwie doch beides. Im Anschluss gab Markus Frank, Aufsichtsratsvorsitzender und Sportdezernent, das Ergebnis der Sitzung bekannt. Den Vorzug erhält demnach Eintracht Frankfurt. Die wenige Minuten alte Pressemitteilung:

    Aufsichtsrat der Sportpark Stadion GmbH beschließt künftige Nutzung für den Sportpark an der Commerzbank-Arena
    Verhandlungsgespräche mit Eintracht Frankfurt und Interessenten für Stadionhotel

    In der Sitzung des Aufsichtsrates der Sportpark Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklung mbH am Montagnachmittag, 30. Januar, hat Andreas Schröder, Geschäftsführer der FAAG Technik AG, eine vertiefende Nutzungsanalyse des Sportparks an der Commerzbank-Arena vorgestellt.

    Die verschiedenen künftigen Nutzungsvarianten des Geländes wurden dabei insbesondere unter dem Aspekt Sicherheitskonzept einer nochmaligen Überprüfung unterzogen. Bereits bei der ersten Vorstellung im Dezember 2016 war klar geworden, dass es im Rahmen des derzeit geltenden Bebauungsplans keine für alle Interessenten optimale Lösung gibt. Auch die nochmalige Überprüfung hat hier am Montag zu keinem anderen Ergebnis geführt.

    Daher hatte der Aufsichtsrat unter Abwägung aller Argumente die für die Stadt Frankfurt tragfähigste Lösung zu finden. Unter diesen Voraussetzungen hat sich der Aufsichtsrat einvernehmlich dafür ausgesprochen mit Eintracht Frankfurt Verhandlungen zur Übernahme des Geländes an der bisherigen Tennisanlage für deren künftiges Profi-Camp aufzunehmen. Auch für weitere Gespräche mit den Interessenten für das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Stadionhotel gab der Aufsichtsrat grünes Licht.

    Stadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender Markus Frank äußerte sich nach der Aufsichtsratssitzung zufrieden über die getroffene Entscheidung und sagte: „Mit dieser Entscheidung für intensive Verhandlungsgespräche mit der Eintracht ist es gelungen, eine für die Stadt sinnvolle und langfristig tragfähige Lösung zu finden“. Für Sportdezernent Markus Frank ist es wichtig, dass sich die Stadt für die Tennisvereine einsetzt und den Ausbau der Tennisinfrastruktur auf dem Gelände der Eintracht im Riederwald und in den anderen Stadtteilen unterstützt.

    Bürgermeister und Aufsichtsratsmitglied Uwe Becker ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass wir eine gute Lösung gefunden haben, für den Profisport, den Nachwuchs und die Stadt. Auch für die Anhänger des Tennissports gibt es erfreuliche Nachrichten, denn die Stadt wird auch in diesem Bereich den Ausbau der Flächen fördern. Ich freue mich zudem, auch für das seit langen Jahren im `Dornröschenschlaf` liegende ehemalige Stadionhotel ein wirklich gutes Nutzungskonzept im Ansatz gefunden zu haben.“

    Hier ist also in absehbarer Zeit ein Bauprojekt der Eintracht zu erwarten. Außerdem die Sanierung des alten Stadions-Hotels - und das Ende der Tennisanlage. Dann geht es an dieser Stelle weiter. Die Gewichtung des Fußballs gegenüber anderen Sportarten und dergleichen bitte in der Lounge im Thread "Die Belange von Eintracht Frankfurt" diskutieren.

    Heute tagt erneut der Aufsichtsrat der städtischen Gesellschaft "Sportpark Stadion Frankfurt am Main". Einer der Tagesordnungspunkte ist die zukünftige Entwicklung des Geländes um die Commerzbank-Arena, kurz: Eintracht oder Tennis-Leistungszentrum oder irgendwie doch beides. Im Anschluss, voraussichtlich am frühen Abend, will Markus Frank, Aufsichtsratsvorsitzender und Sportdezernent, das Ergebnis der Sitzung bekannt geben.

    Nachtrag: Die Stadt hat Eintracht Frankfurt den Vorzug gegeben. Einzelheiten an dieser Stelle.

    Im Erzgebirge wird zur Zeit die goldene Waage nachgebildet, die namensgebende Plastik an der Hausecke. Davon berichtet Bild-Frankfurt mit schönen Fotos. Die Schmiede können dabei den originalen Arm (Foto) als Vorlage verwenden. Zusammen mit der Wandkartusche, dem Arm und der Waage selbst wird die Plastik 35 Kilogramm schwer. Der nachgefertigte Arm wird später noch vergoldet.

    Die Schmiede in Olbernhau hat den Auftrag für die gesamten Kunstschmiede- und Kupfertreibarbeiten für die Goldenen Waage, auch für den Aufsatz für den Ziergiebel, Gitter, Türen und Wetterfahnen. Für die Handwerker ist die Arbeit etwas ganz Besonderes. "So was macht man nur einmal im Leben" wird einer der Schmiede zitiert. Für die Fertigung des Hauszeichens der Goldenen Waage wird mit 650 Arbeitsstunden gerechnet.

    Auf dem Ausschnitt aus einer Postkarte von 1920 ist der Arm mit Waage, damals schon eine um 1900 entstandene Replik, halbwegs gut sehen:


    Bild gemeinfrei (urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen)