Beiträge von Schmittchen

    Tegut-Supermärkte

    Ein Update zu Beitrag #975 und damit zur Zukunft der Frankfurter Tegut-Märkte: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme aller 20 Tegut-Filialen durch Edeka gestattet (PM). Damit kommt hier weder ein Konkurrent wie Rewe zum Zug noch gibt es verweigerte Übernahmen. Edeka wird 14 Supermärkte selbst betreiben, darunter alle drei bisherigen Tegut-Filialen auf der Berger Straße. Sechs Filialen werden zu Netto-Discountmärkten umgebaut.

    Im Einzelnen, die Zuteilung Edeka und Netto ergibt sich aus einem Artikel der Frankfurter Rundschau:

    1. Berger Straße 195 wird Edeka
    2. Berger Straße 226 wird Edeka
    3. Berger Straße 40-42 wird Edeka
    4. Bleichstraße 57 wird Edeka
    5. Eckenheimer Landstraße 127 wird Netto Marken-Discount
    6. Friedberger Landstraße 408 wird Edeka
    7. Gravensteiner Platz 4-6 wird Edeka
    8. Joachim-Biermann-Straße 5 wird Edeka
    9. Kaiserstraße 62-64 wird Edeka
    10. Kleyerstraße 96 a wird Netto Marken-Discount (Markt noch in Bau)
    11. Kurt-Schumacher-Straße 30-32 wird Edeka
    12. Leonardo-da-Vinci-Allee 4-8 wird Edeka
    13. Mailänder Straße 8 wird Edeka
    14. Neue Mainzer Straße 6-10 wird Edeka
    15. Pfortenstraße 3 wird Netto Marken-Discount
    16. Radilostraße 17 - 19 wird Edeka
    17. Flughafen Terminal 1, Ebene U1 wird Edeka
    18. Triebstraße 51 wird Netto Marken-Discount
    19. Voltastraße 70 - 72 wird Netto Marken-Discount
    20. Walter-Kolb-Straße 13 wird Netto Marken-Discount

    Lahnstraße 60 - ehemalige Leuchtenfabrik wird Wohngebäude

    Die Architekten teilen in einem Social-Media-Beitrag mit, dass mittlerweile die Baugenehmigung für die Lahnstraße 60 vorliege und die Bautätigkeit in Kürze beginne. Dies als Update zu dem in Beitrag #758 vorgestellten Umnutzungsprojekt. Verbunden ist die Mitteilung mit einer hier bisher nicht bekannten Ansicht (Vergleichsfoto aus ähnlicher Perspektive im verlinkten Beitrag):

    lahnstr.60_planung_09.2026_(c)_hammerschmidtarchitects.jpg
    Bild: Hammerschmidt Architects / PGIM

    Wohnbauprojekt "Moerfy" Mörfelder Landstraße 10-18

    Im August berichtete tunnelklick vom Abbruch des verbliebenen Bestands auf dem 5.345 m² großen Grundstück an der Mörfelder Landstraße. Unterdessen hat die Buwog Bauträger GmbH eine Subseite zum Bauprojekt online gebracht. Daraus geht der – etwas sperrig klingende – Projektname "Moerfy" hervor. Zudem gibt es überarbeitete Ansichten, bisher waren diese bekannt. Offenbar wurde die Planung der 181 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten lediglich in Details verändert bzw. weiterentwickelt. Zum Baubeginn wird das 4. Quartal 2026 genannt, zur geplanten Fertigstellung das 1. Quartal 2029.


    moerfy_sachsenhausen_(c)buwog&sfa_01.jpg


    moerfy_sachsenhausen_(c)buwog&sfa_02.jpg


    moerfy_sachsenhausen_(c)buwog&sfa_03.jpg
    Bilder: Stefan Forster Architekten / Buwog

    Als Nachtrag eine Grafik: Im Nordosten der Wohnanlage ist ein ausgedehnter Flügel plus Querbau geplant. Das war so wohl bisher nicht bekannt.

    moerfy_sachsenhausen_(c)_sfa.jpg
    Bild: Stefan Forster Architekten

    Keineswegs ist der Abbruch beschlossene Sache. Ausgelobt wurde ein Realisierungswettbewerb zur Zukunft des Areals. Die Pressemitteilung der Stadt:

    Wettbewerb für die Zukunft des Wittwer-Baus startet

    Neun Teams nehmen am Realisierungswettbewerb für den Wittwer-Bau in der Königstraße teil. Gesucht werden Ideen für die Zukunft des Gebäudes und seines Umfelds. Das Preisgericht soll im März 2027 über die Entwürfe beraten.

    Für den „Wittwer-Bau“ in der Königstraße 30/32 wird ein neuer Weg eingeschlagen. In einem Realisierungswettbewerb sollen Ideen für die Zukunft des Gebäudes und seines Umfelds entwickelt werden. Darüber wurde der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am 22. September 2026 informiert. Neun Teams aus Architektur- und Landschaftsplanungsbüros nehmen an dem Wettbewerb teil, darunter zwei aus Stuttgart. Das Preisgericht soll im März 2027 über die Entwürfe beraten.

    Der Wittwer-Bau liegt an einem der zentralsten Orte der Stuttgarter Innenstadt zwischen Schlossplatz, Königstraße, Kunstmuseum und Kleinem Schlossplatz. Das Gebäude gehört zu den prägenden Geschäftsbauten der Innenstadt aus der Zeit des Stadtumbaus der 1960er Jahre. Über Jahrzehnte war es der Hauptstandort eines Traditionsbuchhändlers, dessen Name bis heute mit dem Gebäude verbunden ist.

    Gebäude und Umfeld gemeinsam betrachten

    Der Wettbewerb soll eine umsetzbare Gesamtkonzeption entwickeln, die städtebauliche, architektonische, funktionale, soziale, ökologische und wirtschaftliche Anforderungen miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei die Einbindung des Gebäudes in sein Umfeld.

    Besondere Aufmerksamkeit gilt dem öffentlichen Raum zwischen dem Kunstmuseum, der Königstraße und dem Kleinen Schlossplatz. Die Planungen sollen Antworten auf die anspruchsvolle topografische Situation und die Erschließung geben. In einem freiraumplanerischen Ideenteil geht es zudem um Perspektiven für die Entwicklung, Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums.

    Die teilnehmenden Teams sollen sich ohne Denkverbote mit dem Gebäude beschäftigen. Erhalt, Teilerhalt, Umbau oder Neubau sind im Rahmen einer überzeugenden Gesamtkonzeption möglich.

    Wettbewerb schafft Grundlage für weitere Planung

    Erste Überlegungen zur Neustrukturierung und Sanierung des Gebäudes hatte der Bauherr bereits im Oktober 2025 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik vorgestellt. Seitdem wurde in der Stadtgesellschaft intensiv über die Zukunft des Wittwer-Baus und seines Umfelds diskutiert. Mehrere öffentliche Veranstaltungen fanden statt. Auch die Architektenkammer griff die Diskussion auf, und der Städtebaubeirat befasste sich im Juli 2026 mit den Planungen.

    Mit seiner zentralen Lage bietet der Standort die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stuttgarter Innenstadt zu leisten. Der Wettbewerb soll dafür unterschiedliche städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Perspektiven zusammenführen.


    Über das Verfahren soll die Projektwebsite http://www.zukunftsort-koenigstrasse-30-32.de informieren.

    Das Städel hat ein Foto von Carl Friedrich Mylius in der Sammlung, das die Gasse Unter der Katharinenpforte im Jahr 1865 zeigt. Die Blickrichtung müsste ungefähr Norden sein, Mylius' Standort demnach erhöht im Übergangsbereich Bleidenstraße und Kleiner Hirschgraben. Die Hausnummern 2 und 4 sind also rechts abgebildet. Das Haus ganz rechts dürfte die Bleidenstraße 28 sein. Im Hintergrund ist die Hauptwache samt Soldaten zu sehen.

    katharinenpforte_mylius_1865.jpg
    Bild gemeinfrei / Städel Museum, Frankfurt am Main

    Handschriftlich ist auf dem Foto vermerkt "Unter der Katharinenpforte No. 2, eigentl. Hölzle & Chelius, Abbruch April 1866". Zu nachfolgenden Bauten in diesem Bereich bis zur Zerstörung 1943/44 habe ich nichts gefunden. Es ist jedoch gut möglich, dass die von Mäxken fotografierten Untergeschosse samt Treppenstufen ursprünglich zu einem Haus gehörten, das auf dem Foto von Mylius zu sehen ist.

    Die Gasse und ihre Umgebung auf dem Ravensteinschen Plan. Der ist von 1862 und zeigt noch den Bestand den Mylius fotografierte.

    vbcvbcvbcvb.jpg
    Grafik: gemeinfrei

    S-Bahn Rhein-Main

    Die 98 Züge des Typs ET430 der S-Bahn Rhein-Main erhalten ein neues Design. Die Fahrzeuge werden bis Sommer 2029 innen und außen neu gestaltet, und durch ein neues Sitzkonzept erhalten sie 15 % mehr Kapazität. Der Ein- und Ausstieg soll künftig schneller gehen. Eine erste Klasse wird es nach dem Umbau der Wagen nicht mehr geben. Nach Abschluss der Umgestaltung des Typs ET430 werden die 112 S-Bahn-Züge älterer Baureihen modernisiert.

    Ein umgebautes Fahrzeug wurde heute am Frankfurter Hauptbahnhof vorgestellt. Im Regelbetrieb wird ein erster solcher Zug ab Ende Oktober fahren.

    s-bahn%20rhein-main_redesign_ext.jpg


    s-bahn%20rhein-main_redesign_int.jpg
    Bilder: RMV/Sven Moschitz

    Die Pressemitteilung des RMV:

    S-Bahn Rhein-Main zukünftig mit mehr Platz und im neuen Design unterwegs

    Rhein-Main-Verkehrsverbund und Deutsche Bahn gestalten alle S-Bahnen der Baureihe ET430 der S-Bahn Rhein-Main neu. Die Züge des Typs ET430 bieten dann unter anderem Platz für mehr Fahrgäste, neue Displays für die Fahrgastinformation und Steckdosen. Trichterförmige Einstiegsbereiche sorgen für einen schnelleren Ein- und Ausstieg und damit eine verbesserte Pünktlichkeit. Durch ein neues Sitzkonzept steigt die Fahrgastkapazität um 15 %. Heute wurde das erste umgebaute Fahrzeug am Frankfurter Hauptbahnhof vorgestellt.

    Auch von außen zeigt sich die S-Bahn Rhein-Main in einem neuen Design. Die Fahrzeuge sind nun in S-Bahn-Grün und RMV-Blau unterwegs und damit künftig leicht als S-Bahn zu erkennen.

    Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und RMV-Aufsichtsratsvorsitzender: "Die S-Bahn Rhein-Main bewegt nicht nur Frankfurt, sondern die ganze Region. Sie verbindet uns mit zwei Landeshauptstädten und vielen weiteren wichtigen Städten und Gemeinden im Ballungsraum. Sie garantiert die Mobilität vieler Menschen in der Region und ist damit ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung und ein Symbol für die Verbundenheit Frankfurts mit dem Rhein-Main-Gebiet. Ich freue mich für die vielen Fahrgäste, dass sie künftig mit modernisierten Fahrzeugen noch besser unterwegs sind."

    "Für die täglich über 500.000 Fahrgäste der S-Bahn Rhein-Main beginnt heute ein neues Zeitalter. Mit dem Redesign von 98 S-Bahn-Fahrzeugen schaffen wir mehr Kapazität und machen die S-Bahn fit für das kommende Jahrzehnt. Wir freuen uns, wenn bald die ersten neugestalteten Züge auf den Linien S1, S4, S8 und S9 fahren. Die Voraussetzungen für noch mehr Nutzerinnen und Nutzer sind geschaffen", so Prof. Knut Ringat, Vorsitzender der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds.

    "Die S-Bahn der Zukunft stellt die Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste in den Vordergrund", so Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG. "Die neuen Raumkonzepte haben wir daher gemeinsam mit Fahrgästen und Experten ausgearbeitet. So entstehen Fahrzeuge, die mehr Platz und bessere Orientierung bieten und zugleich einen schnelleren Fahrgastwechsel ermöglichen. Hinzukommen die verbesserte Fahrgastinformation und neue Sitze mit Steckdosen. Als einer von fast einer halben Million Fahrgästen, der die S-Bahn fast täglich für den Arbeitsweg nutzt, freue ich mich sehr, dass uns nach dem intensiven Prozess von 2021 bis heute gemeinsam ein so tolles Ergebnis gelungen ist."

    Umgestaltung der Einstiegsbereiche für schnelleren Fahrgastwechsel

    Im Herbst startet der Fahrgastbetrieb mit dem ersten umgebauten Fahrzeug, sowie die Serienausfertigung der modernisierten Fahrzeuge. Bis Sommer 2029 sollen alle Fahrzeuge des Typs ET430 umgebaut sein.

    Die Mehrzweckbereiche wurden neugestaltet und jene für Rollstühle und Kinderwagen und die für Fahrräder getrennt. Für Fahrräder stehen je Zugeinheit zwei Bereiche zur Verfügung. Einer davon mit sechs Abstellplätzen, in denen die Räder fest fixiert werden können. Die neue Gestaltung der Einstiegsbereiche erleichtert zugleich den Ein- und Ausstieg und soll so dazu beitragen, Haltezeitüberschreitungen zu reduzieren. Mit dem Verzicht auf die 1. Klasse und der neuen Innenraumaufteilung steigt die Kapazität der Fahrzeuge um 15 % auf dann 559 Fahrgäste pro Fahrzeug.

    Für eine bessere Fahrgastinformation stehen künftig größere Monitore zur Verfügung, die unter anderem Informationen zum Fahrtverlauf und zur Orientierung beim Ausstieg anzeigen. Erstmals stehen 34 Steckdosen pro Fahrzeug zur Verfügung.

    Ja. Auf dem ehemaligen Fabrikgelände von Akzo Nobel an der Kettelerstraße entsteht das dritte Rechenzentrum für CloudHQ in Offenbach. Geplant ist eine Leistung von 93 MW. Die Stadt stellt dazu den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 656 "Datencenter Kettelerstraße" auf. Auszug Planungsunterlagen:

    bbbbbbb.jpg

    Die Schornsteine werden 46 Meter hoch.

    vvvvv.jpgGrafiken: Xaal Ventures SARL / KUA dc solutions GmbH

    Garner Hotel Frankfurt – Main Station

    Das Hotel Continental schräg gegenüber vom Hauptbahnhof, Baseler Straße 56, war gefühlt schon immer da. Jetzt wurde das Hotel umfassend modernisiert und unter der Marke Garner wiedereröffnet, wie Novum Hospitality und IHG Hotels & Resorts heute mitteilten. Weitere Informationen in einer Pressemitteilung.

    1111.jpg


    2222.jpgBilder: Novum Hospitality

    Abbruch oder Umnutzung des Juridicums?

    Der von linken Parteien dominierte Magistrat vermochte es bekanntlich nicht, die bereits vorliegenden Untersuchungen zum baulichen Zustand des Juridicums zu akzeptieren (oben #366 ff.) Diese kamen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass der Erhalt und Umbau des Hochhauses aus ökonomischer und ökologischer Sicht nicht zu empfehlen ist. Stattdessen wurde ein "Zukunftslabor Juridicum" initiiert (oben #374).

    Jetzt liegt dessen Abschlussbericht vor. Zu einem eindeutigen Ergebnis kommt das "Zukunftslabor" freilich nicht. Vielmehr soll die Sache ungeachtet der an sich eindeutigen Erkenntnislage weiter verzögert, verkompliziert und verteuert werden. Mit einem "Architektinnen-und-Architektenwettbewerb", der "beide Entwicklungsrichtungen" vergleichbar machen soll.

    Die heutige Pressemitteilung der Stadt:

    Zukunft des Juridicums: Abschlussbericht empfiehlt vertiefte Prüfung von Weiterbauen im Bestand und Neubau

    ffm. Das „Zukunftslabor Juridicum“ ist abgeschlossen. Am Mittwoch, 16. September, wurde der Abschlussbericht im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim vorgestellt und öffentlich diskutiert. Sechs unabhängige Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen haben darin vier Szenarien für die Zukunft des Juridicums untersucht. Zwei Entwicklungsrichtungen sollen nach ihrer Empfehlung weiterverfolgt werden: das Weiterbauen im Bestand mit Mischnutzung sowie Abriss und Neubau mit Mischnutzung.

    Der Bericht zeigt, dass das bestehende Juridicum grundsätzlich weiterbaufähig ist. Für den Erhalt sprechen unter anderem der gute Zustand der Tragstruktur, erhebliche Lastreserven sowie die Eignung für unterschiedliche Nutzungen und flexible Grundrisse. Es wurde auch deutlich, dass die vorhandene Tiefgarage unabhängig vom Juridicum abgerissen werden kann. Ein Neubau bietet hingegen größere planerische Freiheit bei Baukörper, Nutzung, Erschließung und Gestaltung. Aus ökologischer Perspektive bewertet das Gremium aus Expertinnen und Experten einen Abriss kritisch. Ein Neubau müsste daher gegenüber dem Weiterbauen im Bestand einen funktionalen, städtebaulichen und ökologischen Mehrwert nachweisen.

    Architektinnen-und-Architektenwettbewerb soll konkrete Lösungen vergleichbar machen

    Die Expertinnen und Experten empfehlen als nächsten Schritt die Durchführung eines Architektinnen-und-Architektenwettbewerbs, der beide Entwicklungsrichtungen berücksichtigt. Weiterbauen im Bestand und Neubau sollen anhand konkreter Entwürfe untersucht und miteinander verglichen werden. Ziel ist es, gemeinsam mit der ABG als künftige Eigentümerin des Grundstücks die überzeugendste Lösung für den Standort zu finden und eine belastbare Grundlage für die weitere Entscheidung zu schaffen. Demnach könnte bis Ende 2026 eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen und die Entwürfe im ersten Halbjahr 2027 erarbeitet werden.

    Mischnutzung für beide Varianten

    Unabhängig davon, ob das Juridicum erhalten oder durch einen Neubau ersetzt wird, empfiehlt das Gremium aus Expertinnen und Experten eine Mischnutzung. Neben Wohnen sollen kulturelle, soziale, gewerbliche und bildungsbezogene Angebote berücksichtigt werden. Von einer reinen Wohnnutzung des Bestands und des Neubaus rät das Gremium mit Blick auf die Lage, die unterschiedlichen Nutzungsbedarfe auf dem Kulturcampus sowie die Anforderungen an Öffentlichkeit und Durchlässigkeit ab.

    Das Zukunftslabor war als ergebnisoffener und interdisziplinärer Prozess angelegt. Sechs Expertinnen und Experten aus Stadtplanung, Architektur, Tragwerksplanung, Nachhaltigkeit und Immobilienwirtschaft untersuchten die unterschiedlichen Szenarien. Wissenschaftlich begleitet und moderiert wurde der Prozess durch das Frankfurter Forschungsinstitut FFin der Frankfurt University of Applied Sciences. Zwischenergebnisse wurden in Workshops mit weiteren Institutionen und Stakeholdern diskutiert. „Ziel war es, Chancen, Risiken und Zielkonflikte transparent zu machen und nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe für die weitere Entscheidung zu entwickeln. Diesen Auftrag hat das Zukunftslabor erfüllt“, sagt Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal.

    Weitere Informationen zum „Zukunftslabor Juridicum“ finden sich unter frankfurt-university.de/zukunftslabor. Weitere Informationen zum Kulturcampus Bockenheim gibt es unter Stadtplanungsamt: Kulturcampus Bockenheim – Ein innovativer Transformationsprozess.

    Mit weiteren Informationen nun die Pressemittlung zu dem oben erwähnten Termin, gekürzt um diverse Statements:

    Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt

    Das Mitmachmuseum Experiminta bleibt in Frankfurt. Ab Herbst 2027 zieht es in das ehemalige Finanzamt in Höchst. Darauf haben sich das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und die Experiminta geeinigt. Bis zum Umzug bleibt das Museum am bisherigen Standort, Hamburger Allee 22-24 geöffnet. [...]

    Was ist die Experiminta?

    Die Experiminta in Frankfurt ist ein interaktives Mitmachmuseum, das seit 2011 auch durch viel ehrenamtliches Engagement betrieben wird. An rund 200 Versuchsstationen können Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen spielerisch die Welt der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entdecken. Anfassen, Ausprobieren und Begreifen stehen im Mittelpunkt. Mit etwa 125.000 bis 130.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist die Experiminta eines der beliebtesten Museen Frankfurts. Neben der Dauerausstellung bietet sie Workshops, Sonderausstellungen, Science Shows, Schnupperflüge im Flugsimulator und Projekte wie „Experiminta on Tour“ an. Das Museum wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt, Stiftungen und regionalen Unternehmen unterstützt und ist als außerschulischer Lernort bekannt.

    Warum zieht die Experiminta um?

    Der aktuelle Standort der Experiminta in der Hamburger Allee 22–24 ist aufgrund massiver Feuchtigkeitsschäden in den Untergeschossen nicht mehr dauerhaft nutzbar. Eine Sanierung wäre nur mit hohem Aufwand möglich und könnte nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden. Da das Land Hessen keinen eigenen Bedarf für das Gebäude hat und eine Sanierung unwirtschaftlich wäre, wird der Standort aufgegeben.

    Wie viel wird der Umbau und der Bezug der neuen Räumlichkeiten kosten?

    Die Herrichtung des neuen Standorts im ehemaligen Finanzamt in der Hospitalstraße 16a in Höchst wird rund zwei Millionen Euro kosten. Diese Summe wird vom Land Hessen vorfinanziert und über eine zusätzliche Investitionsmiete während der 20-jährigen Mietvertragslaufzeit refinanziert. Das Land unterstützt die Experiminta zudem mit einer vergünstigten Miete auch am neuen Standort. Bereits seit 2011 erhält die Experiminta am bisherigen Standort Mietvergünstigungen.

    Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

    Bevor die Experiminta ihre neuen Räume beziehen kann, werden ein Aufzug in das Gebäude eingebaut sowie eine energieschonende Beleuchtung installiert. Die Raumzuschnitte werden angepasst, die Bodenbeläge erneuert sowie die Brandmeldeanlage modernisiert.

    In welchem Zeitraum sollen Umbau und Umzug stattfinden?

    Der Umbau des neuen Standorts soll bis Herbst 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin kann die Experiminta am aktuellen Standort bleiben, solange sich der Gebäudezustand nicht wesentlich verschlechtert.


    Die FAZ beziffert die in Höchst zur Verfügung stehende Fläche mit 2.700 m². An der Hamburger Allee sind es bisher 2.750 m².

    Merianplatz

    Heute wurde sie offiziell enthüllt, die von epizentrum in Beitrag #283 noch vermisste Baumskulptur am Merianplatz. Sie ist dem Gedenken an die im Sommer 2025 auf dem Platz vergifteten Platanen gewidmet. Die Skulptur aus Baustahl, rund zwei Meter hoch und knapp 200 Kilogramm schwer, wurde von Auszubildenden des Grünflächenamts entworfen und gefertigt.

    11111.jpg


    22222.jpgCopyright: Grünflächenamt, Fotos: Christian Chur

    Experiminta Science Center

    Das den sogenannten MINT-Bereichen gewidmete "Mitmachmuseum" Experiminta muss seinen langjährigen Standort an der Hamburger Allee in Bockenheim verlassen. Das Gebäude gehört dem Land Hessen und soll verkauft werden. Der Mietvertrag wurde daher zum 31. Dezember gekündigt.

    EXPERIMINTA_Au%C3%9Fenansicht.jpg
    Bild: Experiminta (Uli Planz) mit Lizenz CC BY-SA 4.0 @Wikimedia

    Seit der Kündigung wurden neue Räume im Stadtgebiet und auch außerhalb gesucht. Jetzt steht fest, dass Museum in Frankfurt bleibt. Mit dem seit 2024 leerstehenden früheren Finanzamt an der Hospitalstraße in Höchst wurde ein neuer Sitz gefunden. Einzelheiten sollen morgen bei einem Pressegespräch mitgeteilt werden, schreibt die FAZ an dieser Stelle.

    6743_finanzamt_hoechst_hospitalstrasse.jpg
    Bild: Schmittchen

    Die Deko-Handelskette Depot musste ihre Filiale in der Kaiserstraße 6 infolge Insolvenz schließen. Gleiches gilt für die Filiale der asiatische Supermarkt-Kette go Asia im Untergeschoss des früheren Karstadt-Warenhauses, dies allerdings wegen des bevorstehenden Gebäudeumbaus. Heute wurde bekannt, dass go Asia die rund 600 m² große Fläche in der Kaiserstraße 6 übernehmen und dort wieder eine zweite Filiale in der Innenstadt eröffnen wird (Q).

    Büroprojekt "Die Direktion"

    Nachdem die erste Phase der Neuentwicklung vom Neubau großer Rechenzentren geprägt war, beginnt nun offenbar auch die Entwicklung und Vermietung von Büroflächen. Mit als erstes erscheint ein Projekt namens "Die Direktion". Gelegen ist es am ehemaligen Hauptportal des Industrieparks, an der Ecke zur Stroofstraße. So sah es dort im April 2024 aus (die Werkhalle am rechten Bildrand wurde zwischenzeitlich abgerissen):

    6742_frankfurt_westside_planungsbereich_die_direktion.jpg
    Bild: Schmittchen

    Geplant ist die Schaffung von 4.300 m² Bruttogrundfläche für Büros, Co-Working und Gastronomie. Auch eine Dachterrasse soll es geben. Zur Fertigstellung ist 2029 angegeben. Ein kurzes Exposé samt Grundrissen findet sich hier.

    Verglichen mit meinem Bestandsfoto dürfte es eine Revitalisierung werden. Die verklinkten Bestandsbauten zu beiden Seiten des Eckgebäudes gehören den Grundrissen zufolge mit zum Projekt.

    frankfurt_westside_projekt_die_direktion.jpg
    Bild: © Frankfurt Westside / BEOS AG / bloomimages

    Projekt "Westend Gardens"

    Fortune fehlt beiden Projekten in diesem Thread. Schlechte Nachrichten gibt es gerade zur geplanten Revitalisierung der Ludwig-Erhard-Anlage 4-8, dem aus dem Jahr 1992 stammenden Bauteil der ehemaligen Oberpostdirektion. Zwei Gesellschaften, die das Projekt „Westend Gardens“ aktuell verantworten, Näheres lässt sich hier nachlesen, haben beim Amtsgericht Hamburg Insolvenz angemeldet. Es handelt sich um Gesellschaften, die in Verbindung mit dem Hamburger Projektentwickler Garbe stehen. Das berichtet die Immobilien Zeitung heute.

    Auf Nachfrage erfuhr die IZ, dass erste Entkernungsmaßnahmen durchgeführt wurden, sich dann aber herausgestellt haben soll, dass die ursprüngliche Konzeption wirtschaftlich nicht mehr umzusetzen war. Als Gründe wurden unter anderem gestiegene Bau- und Finanzierungskosten genannt. Zurzeit sollen „verschiedene alternative Entwicklungs- und Nutzungsperspektiven für die Immobilie untersucht“ werden. Die Zustimmung aller Finanzierungspartner für ein „neues Konzept zur Fortführung und Strukturierung des Projekts“ liege aktuell nicht vor.

    Foto von 2023, mehr gibt es hier.

    5598_westend_ensemble.jpgBild: Schmittchen

    Neubau Insulin-Produktionsanlage | 36.000 m² | Baustart Oktober 2026 | Investitionssumme zwei Milliarden Euro

    Die EU-Kommission hatte in einem "Non-Aid-Verfahren" zu prüfen, ob staatliche Investitionshilfen für Sanofi in Höhe von 400 Millionen Euro für den Bau eines neuen Insulinwerks zulässig sind. Die Entscheidung fiel jetzt zugunsten des zwei-Milliarden-Euro-Projekts. Schon im Oktober will Sanofi mit dem Bau beginnen. Das neue Werk wird die bisherigen Produktionsstätten, in Frankfurt-Höchst wird seit 1923 Insulin hergestellt, ersetzen. Die PM der Stadt:

    Oberbürgermeister Josef und Wirtschaftsdezernent Kößler: „Ein starkes Bekenntnis für den Pharma-Standort Frankfurt“
    EU-Kommission gibt Sanofi-Investition für modernes Insulinwerk frei

    „Das letzte Hindernis ist aus dem Weg geräumt. Brüssel stimmt dem Bau des modernsten Insulinwerks der Welt im Industriepark Höchst von Sanofi zu. Jetzt kann es losgehen. Mit 36.000 Quadratmetern so groß wie fünf Fußballfelder ist dieses Pharmaprojekt ein starkes Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt und Hessen“, sagt Oberbürgermeister Mike Josef.

    „Vor dem Hintergrund mehrerer gescheiterter Investitionsprojekte in letzter Zeit bin ich sehr froh, dass nun dieser wichtige Schritt für diese Investition gelungen ist. Es ist ein Beitrag, um die globale Insulinproduktion resilienter zu machen, und stärkt den Wirtschaftsstandort Frankfurt, der sehr viel diverser ist als nur europäischer Finanzplatz oder nationales und internationales Verkehrsdrehkreuz“, sagt Josef. „Gleichzeitig möchte ich mich bei Bund und Land für die gute Zusammenarbeit bedanken. Das zeigt wieder einmal, wie stark wir gemeinsam sind.“

    Die Neubaupläne Sanofis hatten eine starke politische Komponente, da von Stadt, Land und Bund insgesamt Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe zugesagt wurden. Die staatlichen Investitionshilfen für das Zwei-Milliarden-Euro-Projekt mussten von der EU-Kommission in einem Non-Aid-Verfahren überprüft werden. Dies gilt besonders für staatliche Investitionen in Großkonzerne.

    „Das neue Insulinwerk, das das alte Werk ersetzen soll, ist von hoher strategischer Bedeutung für die Pharmaindustrie, die Versorgungssicherheit und die regionale Wirtschaft“, sagt der Oberbürgermeister. „Es ist ein zentrales Element der europäischen Pharmastrategie“.

    Für Nils Kößler, Bürgermeister und Dezernent für Wirtschaft, Recht und Innovation, steht das übergeordnete strategische Interesse im Vordergrund. Er sagt dazu: „Der Neubau einer modernen Fertigungsanlage und der Erhalt der Insulinproduktion am Industriepark Höchst sind Grund zur Freude für die Stadt Frankfurt. Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlichem Umfang werden abgesichert, dazu kommen die vielen positiven Effekte für die lokale Wirtschaft, Zulieferer, Dienstleister etc.“ Entscheidend sei aber die Absicherung der Insulin-Versorgung von einem Drittel der Diabetespatientinnen und -patienten in Deutschland. Kößler dazu: „Deutschland muss in einer veränderten geopolitischen Situation auch strategisch denken und an seiner Resilienz arbeiten. Nicht auszudenken, wenn die Versorgung von heute auf morgen wegbräche, weil zum Beispiel eine Lieferkette nicht mehr trägt, eine Transportroute versperrt wird, ein neuer internationaler Konflikt ausbricht.“

    Kößler verweist in dem Zusammenhang auch auf das „Standortbekenntnis auf Jahrzehnte“, das die Milliardeninvestition für das Pharmaunternehmen bedeute. Sanofi sei mit der Insulinproduktion ein Erbe von Kernbeständen der früheren Hoechst AG und Farbwerke. Seit 1923 wird in Frankfurt Insulin hergestellt. „Diese Verantwortung ist durch die öffentliche Förderung nun noch einmal deutlich gestiegen“, sagt Kößler.

    Gebäude G650 mit bestehender Insulin-Wirkstoffproduktion:

    sanofi-industriepark-hoechst-g650-1.jpgBild: Martin Joppen / Sanofi

    Sanofi im Industriepark Höchst:

    sanofi-industriepark-hoechst.jpg
    Bild: C. Stoll / Sanofi

    Zum Thema berichtet auch die FAZ.

    Die FAZ befasst sich heute mit dem Four (hinter Bezahlschranke). Besonderen Neuigkeitswert dürften die Ausführungen zum Distrikt Marquet haben. Eröffnet werden soll die Food Hall spätestens Anfang 2027. Neben Gastronomieangeboten, einer Kochschule und einem Weinladen wird eine Brasserie des schwedischen Kochs und Restaurantbetreibers Björn Frantzén genannt. Frantzén ist der weltweit einzige, der drei Restaurants mit je drei Sternen betreibt. Im Distrikt Marquet vertreten sein wird auch Martin Weghofer, der bereits ein mit Stern ausgezeichnetes Restaurant im Main Tower führt.

    Den Zwischenstand beim Ausbau des Distrikt Marquets illustriert die Zeitung mit einem Foto.

    Erwähnung findet auch das denkmalgeschützte Gebäude Junghofstraße 11, in dem sich einst unter anderem das Foyer des Hermann-Josef-Abs-Saals der Deutschen Bank befand. Der Saal wurde bekanntlich abgerissen, doch die Junghofstraße 11 soll an der Fassade, dem Eingang und dem Treppenhaus wieder wie zur Zeit der Erbauung 1959 aussehen. Die ausgelagerten Originalbauteile wurden inzwischen an alter Stelle eingebaut.

    Der Baustart ist Anfang 2027 geplant. Weitere Einzelheiten teilt Uniper selbst mit, die Presseinformation findet sich hier. Daraus die Fakten:

    • Standort: „New Heart on the Block“ am Kennedydamm / Hans-Böckler-Straße 37–39, 40476 Düsseldorf
    • Geplanter Einzug: 2030
    • Fläche: rund 36.500 Quadratmeter
    • Gebäude: 31 Etagen, rund 120 Meter Höhe
    • Arbeitsplätze: rund 1.800 Arbeitsplätze für rund 2.900 Mitarbeitende
    • Architekt: UNStudio/HPP
    • Projektentwickler: die developer Projektentwicklung GmbH


    newheartontheblock.jpg
    Bild: Uniper SE