In der Tat, es lässt sich nicht verhehlen, dass ich es war, der User "Valjean", der sich zu jener Äußerung hinreissen ließ. Allerdings hatte ich diesem Ausspruch den relativierenden Hinweis vorausgeschickt, dass ich dies „mit einem gerüttelt Maß an Polemik“ konstatiere und zudem die ausschlaggebenden Wörter kursiv abgebildet.
Hier ist noch das darauf Bezug nehmende vollständige Zitat von Stahlbauer:
Eine NRWsierung von Leipzig kann ich zwar nicht entdecken, dass der Entwurf aber schon an einige der mehr als hundert zur Schließung vorgesehen Gotteshäuser im Ruhrbistum erinnert, kann ich nicht verhehlen.
Obwohl die "Welt" mitnichten zu den von mir geschätzten Zeitungen zählt, finde ich den Artikel von Guratzsch keineswegs so verdammungswürdig, wie der ein oder andere hier. Eher im Gegenteil, allerdings bin ich auch kein Architekt. Den geplanten Neubau von St. Trinitatis finde ich banal und schlichtweg unattraktiv, insbesondere an dieser Stelle. Ja, ja ich weiß, dies ist nur ein „geschmäcklerisches“ Urteil, womöglich „kleinbürgerlich“ (dancingdwarf).
In dem Sinne, dass auf einen groben Klotz mitunter auch ein grober Keil gehört, heisse ich solchen Journalismus gut, der derartige Architektur kritisch thematisiert und diese bei Bedarf überzeichnend umreisst. Für Lobeshymnen sind dann wieder andere, (evtl. BDA-nahe) Journalisten zuständig.
Weiterhin bin ich der Auffassung, dass es besser gewesen wäre, an dieser Stelle keinen Kirchenneubau ins Auge zu fassen, wenn man überhaupt solch ein Projekt als notwendig erachtet.
Hinzufügen möchte ich, dass ich keineswegs zeitgemäße Architektur per se ablehne. Die Marktgalerie halte ich z.B. für sehr gut gelungen.