Beiträge von Valjean

    Dekoratives Anführungszeichen

    woher nimmst du denn deine ganzen zahlenspierlereien?


    Ich habe eine einzige Zahl genannt und diese mit bestimmten, für Leipzig attraktiven, Gegnern verbunden. Gegen die zweite Mannschaft eines Bundesligisten kommen sicherlich deutlich weniger Zuschauer. Allerdings wenn die Konstellation stimmt, d.h. Tabellensituation, Wetterbedingungen, Spieltagansetzung usw., könnten gegen Dynamo auch 30'000 ins Stadion pilgern. Zumindest der Bodensatz meines mittäglichen Espresso gab mir zu dieser Schlussfolgerung Anlass.

    Sofern ich mich noch richtig erinnere, waren bei der Auftakpartie des einjährigen Gastspiels des VfB in der ersten Liga, 80'000 Leute gegen Dynamo im Stadion.

    Sollte RB Leipzig in der übernächsten Saison in der dritten Liga gegen Vereine wie Dynamo, CZ Jena, Aue, Erfurt spielen, kann ich mir gegen solche Teams durchaus einen Schnitt von 15'000 Zuschauern (und mehr) vorstellen!

    Ich verfolge das Geschehen um RB Leipzig mit Interesse. Sollte es der Club tatsächlich mittelfristig bis in die erste deutsche Liga schaffen, wäre dies mit einem enormen Werbeeffekt für die Stadt verbunden.

    Ei-ei-ei das zieht nun Kreise und war so nicht beabsichtigt. Nicht das Westfalen und Rheinländer noch auf die Barrikaden gehen und gemeinsam gen Sachsen marschieren und dabei sitze ich doch in der neutralen Schweiz. Ebenso hätte ich von „Pforzheimisierung“ sprechen können, aber anhand der Lebensläufe von Schulz & Schulz bot sich der Bezug auf NRW an. (siehe auch post #110 von dj tinitus)

    Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass die an sich nachvollziehbare Vorgabe der katholischen Gemeinde einen zurückhaltenden, bescheidenen Bau zu errichten, nicht oder nur schwer mit dem exponierten Bauplatz zusammen zu bringen ist.

    Ein zu selbstbewusster oder gar als „protzig“ wahrgenommener Kirchenneubau wäre in der heutigen Zeit und angesichts der wirtschaftlichen Probleme nur schwer zu vermitteln und widerspräche auch dem heutigen Kirchen- und Glaubensverständnis.

    Allerdings baut die katholische Gemeinde nicht nur für sich alleine, sondern auch für die Stadt Leipzig und an der städtebaulich herausragenden Situation gegenüber dem Neuen Rathaus hat sie sich, wie jeder andere Bauherr an dieser Stelle ebenso, dem städtebaulichen Kontext einzuordnen.

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    "Ein bescheidener Bau"

    Wie bereits vor Beginn des Wettbewerbs geschrieben: wer im unmittelbaren Stadtzentrum baut, kann und darf sich nicht nur an seinen eigenen Ansprüchen und Erwartungen orientieren. Wenn bescheiden, warum nicht am Stadtrand? Es werden doch nicht umsonst für solche stadtbildprägenden Gebäude Wettbewerbe ausgeschrieben.


    Nun denn, womöglich ist der Entwurf gar nicht so schlecht, immerhin wird der Blockrand geschlossen. Die anderen Entwürfe sagen mir auch nicht sonderlich zu. Gerade der „space-ige“ Entwurf hat zwar einen Hinschau-Effekt, welcher sich aber schnell abnützen würde meiner Meinung nach.

    Mal abwarten wie sich der fertige Kirchenbau dann darstellen wird.


    P.S.: Köln ist, obgleich keine schöne, so doch eine populäre, beliebte und somit attraktive Stadt. Und Ruhrgebiet ist „Kulturgebiet“ – ich weiss das zu würdigen!

    In der Tat, es lässt sich nicht verhehlen, dass ich es war, der User "Valjean", der sich zu jener Äußerung hinreissen ließ. Allerdings hatte ich diesem Ausspruch den relativierenden Hinweis vorausgeschickt, dass ich dies „mit einem gerüttelt Maß an Polemik“ konstatiere und zudem die ausschlaggebenden Wörter kursiv abgebildet.

    Hier ist noch das darauf Bezug nehmende vollständige Zitat von Stahlbauer:

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    Eine NRWsierung von Leipzig kann ich zwar nicht entdecken, dass der Entwurf aber schon an einige der mehr als hundert zur Schließung vorgesehen Gotteshäuser im Ruhrbistum erinnert, kann ich nicht verhehlen.

    Obwohl die "Welt" mitnichten zu den von mir geschätzten Zeitungen zählt, finde ich den Artikel von Guratzsch keineswegs so verdammungswürdig, wie der ein oder andere hier. Eher im Gegenteil, allerdings bin ich auch kein Architekt. Den geplanten Neubau von St. Trinitatis finde ich banal und schlichtweg unattraktiv, insbesondere an dieser Stelle. Ja, ja ich weiß, dies ist nur ein „geschmäcklerisches“ Urteil, womöglich „kleinbürgerlich“ (dancingdwarf).

    In dem Sinne, dass auf einen groben Klotz mitunter auch ein grober Keil gehört, heisse ich solchen Journalismus gut, der derartige Architektur kritisch thematisiert und diese bei Bedarf überzeichnend umreisst. Für Lobeshymnen sind dann wieder andere, (evtl. BDA-nahe) Journalisten zuständig.

    Weiterhin bin ich der Auffassung, dass es besser gewesen wäre, an dieser Stelle keinen Kirchenneubau ins Auge zu fassen, wenn man überhaupt solch ein Projekt als notwendig erachtet.

    Hinzufügen möchte ich, dass ich keineswegs zeitgemäße Architektur per se ablehne. Die Marktgalerie halte ich z.B. für sehr gut gelungen.

    Ach werter "LE Mon.hist",

    mein Beitrag war als Scherz gedacht und ich nahm an, dass dies einem jeden auch gleich ersichtlich sei.

    Dass hier bereits über eine potentielle Deplatzierung der Alu-Fassade diskutiert wurde, war mir durchaus geläufig. Allerdings der unorthodoxe, gar groteske Vorschlag der Verhüllung von St. Trinitatis wurde vorher nicht thematisiert.

    Aber ich sehe schon, Architektur ist ein sehr seriöses Metier und es empfiehlt sich besser keine Späßchen zu machen.

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    spart lieber eure energie auf, und unternehmt was gegen st trinitatis ^^ alle argumente zu blechbüche ja/nein wurden bereits gehört


    Da bringst mich glatt auf eine interessante Idee, mit der man quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte!

    Wie wäre es denn, wenn man mit der denmalgeschützten Alu-Fassade den Neubau von St.Trinitatis verhüllte? :rolleyes:

    Bei der Betrachtung der verlinkten Anichten von "Speck's Hof" wiederum, freue ich mich, dass diesem das Schicksal einer originellen Verhüllung erspart blieb.

    Hinweis: Diesen Beitrag bitteschön nicht bierernst auffassen und mit einer Löschung desselbigen bin ich selbstverständlich einverstanden!

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    Unter diesem Aspekt ist es nachvollziehbar, dass die alte Fassade nicht wieder instand gesetzt wird, sondern die neue.


    Es ist für mich nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen warum die Alu-Fassade von 1968/69 denkmalgeschützt ist, nicht aber die ursprüngliche Fassade von 1908. Es wurde hier in diesem Forum bereits darauf hingewiesen, dass es sich hier um keinen 0815-Gründerzeitbau handelt. Also worin liegt diese Ungleichbehandlung begründet. Laut einem LVZ-Artikel wurden Experten des Denkmalschutzes mit der Aussage zitiert, dass die Hänsel-Fassade zu stark beschädigt sei und daher nicht mehr hergestellt werden könne.

    Sieht man sich den Vorher-Nacher-Vergleich von Barfußgäßchen 15 (!) und Barfußgäßchen 13 an, kann man auch Zweifel anbringen am kategorischen Ausschluss der Möglichkeit einer Wiederherstellung der historischen Fassade.

    Zumal ja wohl auch bei der Aluminiumhülle ein beachtlicher Anteil neu hergestellt werden muss.

    Nun, die Messe ist gelesen und das Einkaufszentrum wird nun wie geplant mit der Aluminiumfassade gebaut und ich bin ebenso gespannt wie die 15m der historischen Fassade integriert werden.

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    Ensemblewirkung der Winkel ...


    Zustimmung! Wobei hier natürlich das "Problem" besteht, dass der in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Winkel des Stadtgeschichtlichen Museums auch nicht unbedingt durch "Schönheit besticht".

    Nördlich des Winkels Brühl/Reichsstraße werden die Höfe am Brühl errichtet und es ist wohl nicht auszuschließen, dass auch die Fassade dieser "Shopping mall" Einfluss auf die Gestaltung des vierten Winkels haben wird.

    Das alleinige Kriterium der Orientierung an die Umgebungsbebauung kann daher meines Erachtens nicht zu einem (optisch) ansprechenden Ergebnis führen. In diesem Zusammengang würde ich es begrüßen, wenn der Winkel Katharinenstraße/Brühl sich in der Fassadengestaltung an Katharinum und Katharinenstraße "anlehnt" und das Ergebnis wiederum auf den vierten Winkel mit einfließt.

    Es dürfte für Herrn Wagner einigermassen schwierig sein, qualifiziertes und "hippes" Personal nach Schweinfurt zu lotsen, noch dazu in einen anonymen Gewerbepark. Aber das zeigt auch wie sehr Kommunen innerhalb Deutschlands in Konkurrenz zueinander stehen.

    1000 Arbeitsplätze sind ein gewichtiges Argument für Leipzig, aber das Gebahren von Unister kann die Stadt nicht so ohne weiteres hinnehmen, ohne womöglich einen Präzedenzfall zu schaffen und ohne den Eindruck zu erwecken von Herrn Wagner vorgeführt worden zu sein.

    Allerdings wenn ich mir die verlinkten Visualisierungen ansehe, scheint es eine vertretbare Veränderung zum genehmigten Entwurf zu sein.

    Diesbezüglich hätte ich gerne gewusst wie hoch denn das gegenüberliegende Gebäude (Novotel) ist?

    Den von Lipsius miterwähnten Eck- bzw. Rundbau der HL komm in der Nonnenmühlgasse, bzw. Ecke Martin-Luther-Ring/Harkortstrasse, fand ich seit jeher nicht gelungen. Noch dazu an solch exponierter Stelle.

    So sehr es nachzuvollziehen ist, dass nicht an jedem Nachwendebau in Abständen von 10 bis 15 Jahren ein Facelifting erfolgen muss, so ist sicherlich auch nicht jedes nach der Wende entstandene Gebäude per se schützenswert, allein weil es für eine bestimmte Epoche steht.

    Die Sanierung des Schrödterhauses stellt auf jeden Fall eine Verbesserung dar!

    Auf der Homepage der Stadt Leipzig ist eine Rede von Oberbürgermeister Jung hinterlegt, zu den Vorgängen bei den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL), gehalten auf der Stadtratssitzung am 20. Januar 2010.

    http://www.leipzig.de/de/buerger/pol…den/16127.shtml

    Das Gesamtrisiko aus den dubiosen Transaktionen der KWL- Führung beläuft sich demnach auf 290 Mio. Euro, was Leipzig noch jahrelang beschäftigen werde.

    Stellt sich die Frage inwieweit nun städtische Bauprojekte von Einsparmassnahmen betroffen sein werden?

    Danke für die Infos! Das hört sich zum Teil sehr vielversprechend an: 1. Baubabschnitt Lindenauer Hafen, Königsplatz nach historischem Vorbild (gab es hierzu nähere Informationen?) am Elster-Saale-Kanal ist man "dran" etc.

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    Zum Thema "undeutsch": hedges hat Recht, mir ging es hier weder um Nationalstolz noch um einheitliche deutsche Architektur (um ehrlich zu sein, frage ich mich eher, wie man auf so eine Interpretation kommen kann) ...


    Nun ich habe deine Äußerung keineswegs in Richtung Nationalstolz interpretiert aber doch in Richtung einer einheitlichen Architektur. Vielleicht wäre es passender von einem vorherrschendem Zeitgeist oder Konsens der Gegenwartsarchitektur in Deutschland zu sprechen, als ein Attribut wie „undeutsch“ anzuführen.

    Aber egal, ich habe nun durchaus verstanden worauf du hinaus wolltest!

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    @ Valjean: Zunächst: das alte Grassi wird weiterhin Stadtbibliothek sein, die Markthalle wird m.E. keinen bzw. kaum Sichtkontakt zum Neuen Rathaus oder zur Deutschen Bank haben, da sie beinahe komplett von Gebäuden umgeben sein wird


    Von der Stadtbibliothek nahm ich an, dass diese gänzlich in das städtische Kaufhaus umgezogen sei, offensichtlich handelt es sich hier lediglich um einen Teilumzug. Danke für die Info und danke auch für den Link!

    Ist es sicher, dass die Neue Markthalle komplett von Gebäuden umgeben sein wird, auch zum Ring hin?

    Die Markthalle in Hannover, die ich bisher nicht kannte, sieht in der Tat übel aus, ist aber auch aus einer anderen Zeit (wikipedia: 1954)

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    Wobei man sagen muss, dass das Ganze dort auch durch die Umrahmung durch einen hochwertigen Altbaubestand funktioniert [...] Trotzdem wirklich ein schönes Beispiel für eine moderne Markthalle (die aber, falls ich mich recht entsinne, auch Elemente einer älteren Halle aufgreift - würde hier ja passen), die durch das Ganze Holz auch im Inneren sehr angenehm wirkt. Aber wohl zu undeutsch, um sie hier umzusetzen (siehe katholische Kirche).


    Nun, ich habe lediglich das Bild der Halle in Barcelona von schräg oben ansehen können, und muss sagen es haut mich jetzt nicht unbedingt vom Hocker. Da sagt mir schon vielmehr die ebenso von dir empfohlene Halle in Sofia zu, wobei ich hiervon wiederum nur die Innenansicht gesehen habe.

    Das Argument "zu undeutsch" und den Verweis auf die neue katholische Kirche kann ich allerdings nicht nachvollziehen. (off-topic: Wenn der Neubau von St.Trinitatis typisch deutsch wäre, was wären dann z.B. der Passauer Dom oder die Dresdener Frauenkirche?)

    Auf der Homepage der Uni Leipzig ist eine bebilderte Beschreibung des einstigen Königsplatzes mit zwei historischen Ansichten der Markthalle, im Übrigen die beiden einzigen mir bisher bekannten. Diese Seite wird sicherlich dem ein oder anderen hier schon bekannt sein.

    http://www.uni-leipzig.de/~agintern/down…oenigsplatz.htm

    Auf jeden Fall ein wichtiges und auch sensibles Projekt für Leipzig. Man möge mir diese unqualifizierte Bemerkung verzeihen, aber noch so einen „Krampf“ wie St. Trinitatis kann Leipzig in unmittelbarer Nachbarschaft und ebenso exponierter Stelle nicht brauchen.

    Die neue Halle wird immerhin vor dem alten Grassimuseum (bis vor kurzem noch Stadtbibliothek) und in Sichtweite des Neuen Rathauses und des historischen Baus der Deutschen Bank errichtet werden

    Ich hatte mir dieselbe Frage gestellt, nachdem ich auf dem verlinkten Artikel der BILD die Zeichnung der Neuen Markthalle sah und danach die Homepage der Markthalle GmbH aufrief.

    Tja warum nicht beides verbinden, einen modernen Bau, der sich am Vorgänger orientiert.