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Das gerade in letzter Zeit häufiger gehörte Argument, dass Leipzig ja noch unendlich Platz bieten würde, weil auf einer kleineren Stadtfläche vor 80 Jahren schon mal deutlich mehr Menschen lebten, ist derart fadenscheinig, dass man es schnell in der Mottenkiste versenken sollte.
Das ist schon richtig, allerdings sollte Leipzig auf seiner aktuellen Stadtfläche, immerhin das doppelte des Vorkriegswertes, sicherlich 600'000 Einwohner einigermaßen komfortabel unterbringen können.
Wenn man allerdings die kolportierten 600'000 Einwohner für das Jahr 2020 auf eine durchschnittliche jährliche Bevölkerungszunahme herunterbricht und dabei die aller Wahrscheinlichkeit nach eintretende Korrektur nach Veröffentlichung des Zensuses mit einkalkuliert, so würde dies einen gleichbleibend enormen Zuwachs bedeuten wie er in den beiden vergangenen Jahren zu verzeichnen war.
Das erscheint mir einerseits doch ein wenig zweifelhaft und andererseits stünde zu befürchten, dass die Stadtplanung damit überfordert wäre.