Beiträge von DS-17

    Natürlich ist das ganze Projekt ein Fehlschlag. Sieht aus wie ein stil- und einfaltsloser Standardbürokomplex aus den 80ern. Wie kann jemand nur eine so trieste Graufassade wählen? Das wirkt sogar bei strahlend blauem Himmel bedrückend.

    Halte die Argumentation mit der Südstadt auch nicht für zielführend. Kann es sein, dass du selbst in der Südstadt wohnst? Die Straßenbahn erschließt die Bereiche sehr gut und sicherlich kann ein Baum umfallen, allerdings ist das nicht die Norm, sondern sehr selten. Was häufiger vorkommt sind Unfälle mit Individualverkehr und der kann in der Südstadt, genau wie von nothor geschrieben, reduziert oder beruhigt werden. Eine neue U-Bahnlinie bedeutet unverhältnismäßig hohe Kosten, auch für die Stadt. Und eine solche Steuergeldverschwendung und auch nur der Wunsch danach mit einer solchen Argumentation, nur damit eine Linie angefangen ist, zeigt doch nur, dass das Geld anderer leichter rausgeworfen wird als das eigene.

    Die Variante "Verlängerung U3" im Norden halte ich auch für vielversprechend. Die gesamte Gegend ist bereits sehr dicht bebaut und besiedelt, aber nahverkehrstechnisch völlig unterentwickelt. Allerding bin ich mir nicht sicher ob es langfristig nicht clever wäre den U-Bahnhalt Wetzendorf an der Ringbahnlinie mit direkter Umsteigefunktion zu platzieren, und nicht wie in den Skizzen im Naherholungsgebiet. Die Reaktivierung der Ringbahn sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Ich würde allerdings aus meiner subjektiven Sicht heraus eine Verlängerung vom Halt "Nordwestring" entlang der Brettergartenstraße bis in den Fürther Norden sehr gut finden, in etwa dort wo Ikea ist bzw. das Stadion von Greuther Fürth. Eine ganze Reihe an neuen Stationen könnte dort entstehen und verdichtet wird die Bebauung dort ebenfalls weiterhin. Ich glaube dass von dort sehr viele PKW-Pendler in die Innenstadt strömen.


    Sehe ich 1:1 genauso. Vor allem der Fürther Norden sollte besser erschlossen werden. Vor allem in Ronhof existiert eine hohe bauliche Dichte und entlang der Brettergartenstr. ebenfalls. Die aktuelle Planung würde sowas komplett verhindern. Möglich wäre dann nur noch ein Abzweig der U1 von Fürth Rathaus, das aber eher unrealistisch wäre, da der Tunnel unter der Pegnitz hindurch müsste.

    Tatsächlich ein sehr gelungener Bau mit der IHK. Auch die Restaurierung des Eckgebäudes ergibt ein tolles und harmonisches Bild zusammen.

    Man könnte in Muggenhof wenigstens das billig wirkende Plastikplexiglas entfernen und dafür richtiges Glas einsetzen. Das würde den ganzen Bahnhof sehr schnell deutlich hochwertiger wirken lassen.

    Also ich finde den Bau ggü dem Einheitsbrei aus Nürnberg schon doch eher gelungen. Sicherlich nichts weltbewegendes, aber doch besser als die sonstigen Nürnberger Verhältnisse, die sich auf unterstem architektonischen Niveau bewegen.

    Das ist eben das Ergebnis der bisherigen lokalen Politik. Aber hat sicherlich auch den Einfluss der Mentalität der Leute innerhalb der Region. Eine "basst scho"-Mentalität hilft eben langfristig nicht weiter und ist ganz sicherlich nicht zukunftsorientiert. Mittlerweile gibt es doch in Nürnberg bei Neubauten auch gar keine Erwartungen mehr. Die einzige Erwartung ist vielleicht noch, dass die Hässlichkeit der Klötze nicht mehr ganz so schlimm ausfallen. Das mag durch Reregulierung zu Stande gekommen bzw. beeinflusst sein, allerdings hat es sicherlich auch mit der Attraktivität der Stadt zu tun. Und hier hat die Politik der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte ganz klar versagt.

    Hätte man die Verzögerungen des FSW nicht durch unqualifizierte Kläger, die sich egozentrisch in das Geschehen rücken müssen, dann wären die Kosten deutlich geringer und das Projekt schon so gut wie fertig. Durch die ständigen Diskussionen wird hier in DE aber einfach nichts mehr erreicht und nichts mehr realisierbar. Die Diskussion um den FSW-Aufbau gibt es im Detail bereits im dazugehörigen Thread. Der Individualverkehr wird sich langfristig nicht reduzieren. Schon alleine, weil es keine Alternativen gibt und selbst geringste Taktungen (gehen wir davon aus, dass die VAG die aktuelle Taktung überhaupt jemals hinbekommen sollte), dann wird das nicht die Anforderungen aller Bürger abbilden. Es gibt ganz klar einen Trend, dass sich der Individualverkehr ganz plötzlich deutlich reduziert. Ein Trend, der von einigen wenigen heraufbeschworen wird, aber nicht von der Allgemeinheit gelebt wird. Man hört aber natürlich nur die, die am lautesten schreien. Ironischerweise sind das wohl die gleichen, die sich vehement auch gegen den FSW-Ausbau stellen.

    Das bestehende Hochhaus ist sicherlich kein Schandfleck. Der Altbau meiner Meinung nach schon. Vielleicht hätte man hier etwas besser vorgehen können und den Altbau mit dem geplanten Neubau ersetzen können. Das Problem bei Gebäuden wie dem Altbau ist aber doch, dass bei der Planung schon der Fehler gemacht wurde und in keiner Weise etwas Grün bedacht wurde. Hätte man das Gebäude 3 - 4 Meter weiter nach innen verschoben und etwas mehr Platz zur Straße hin für eine gepflegte Grünanlage gehalten, dann würde der Eindruck sicherlich deutlich positiver ausfallen. Das ist aber ein Problem, das in Nürnberg so gut wie überall vorherrscht. Ich sehe da leider keine andere Möglichkeit als Abriss und Neubau. In Sachen Architektur und Grünanlagen belegt Nürnberg sicherlich leider den hintersten der hinteren Plätze.

    Das kann doch nun mal wirklich weg. Wenn schon etwas erhalten werden sollte, dann evtl. der Eingang. Den könnte man gerne in einen Neubau integrieren, aber weder in der Fassade, noch am Gebäude selbst gibt es architektonische Highlights. Das ist ein einheitlicher Bau, den es in Nürnberg in jeder Straße gibt und das Stadtbild nicht bereichert.

    Ach ja? Erst neulich wurde Bürgermeister Vogel in den NN zitiert mit dem Satz, für Bäume müsste man halt auch Parkplätze „opfern“. Das sagt schon alles.


    Ich habe mich darauf auf deine Aussage bezogen, dass es angeblich nicht möglich ist für eine grüne und fahrradfreundliche Stadt auch für Autofahrer freundlich zu sein. Das ist durchaus möglich und wird in anderen Ländern, z. B. Australien auch gelebt. Natürlich muss man das entsprechend in der Stadtplanung berücksichtigen. Platz kann man nicht herbeizaubern und dadurch, dass Nürnberg nur Wert auf Autofahrer gelegt hat in den letzten Jahren, wurde kein weiterer Platz freigehalten. Zum anderen werden Straßen auch nicht breit genug geplant und gebaut. In Nürnberg spricht Vogel daher auch vom Opfern von Parkplätzen. Grundsätzlich ist es mit vorausschauender Stadtplanung aber kein Problem beide Verkehrsarten miteinander zu vereinen.