Liebe DAF-Foristen,:)
ich habe nun etwa 5 Jahre die Diskussionen im DAF passiv mitverfolgt. Wenn ich mich nun nicht anläßlich der Juryentscheidung zum Wiederaufbau des Schlosses registriere, wann dann?
Ich glaube, daß die weitere Diskussion zum Palast der Republik und zum Sinn des Schloßprojekts nicht weiterführt. Die FAZ äußert sich insofern übrigens treffend, vgl.:
http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154…?rss_googlefeed
Mich würde vielmehr interessieren, welche Meinungen hier zum Innenausbau des Schlosses bestehen. Der Entwurf von Stella lehnt sich sehr stark an den alten Grundriß an (sogar ein kleiner Spalt des Großen Schloßhofs ist ja offenbar vorgesehen). Zugleich nimmt Stella sich so stark zurück gegenüber Schlüter zurück, daß zu abzusehen ist, daß entspr. den bisherigen Plänen (Parzinger) zumindest annäherungsweise alte Raumfolgen wiederhergestellt werden.
Daraus folgen aber doch 2 erörterungswerte Fragen: 1. Welche Räume sollen wiederhergestellt werden? 2. Wie soll das geschehen, wenn eine Komplettrekonstruktion, finanziell gesehen, erst einmal unrealistisch ist?
Ich möchte diese Fragen aufwerfen, auch wenn dazu schon etwas geschrieben wurde, da der Stella-Entwurf ja nicht vorlag und damit der Bereich hinter den Fassaden im Grunde eine „black box“ war. In nächster Zeit wird es aber Entscheidungen geben müssen.
Mein Vorschlag zu 1.:
Wiederherstellung zumindest des Weißen Saales (mit Treppe), des Rittersaales, der Roten Kammer, der Roter- und der Schwarzer-Adler-Kammer, der Bildergalerie, der Braunschweigischen und der Kleinen Galerie, des Elisabeth-Saals, des Bunten Gangs, des Garde-du-Corps-Saals, des Thronzimmers, des Großen Säulensaals, des Marmor- und (mein Favorit: ) des Pfeilersaals, des Sternsaals, des Speisesaals und aller Treppenhäuser.
Die Schloßkapelle ist laut Tagesspiegel ja schon im Stella-Entwurf vorgesehen (ich hoffe, es stimmt). Schade, daß die Erasmus-Kapelle zur Spreeseite hin lag!
Mein Vorschlag zu 2.:
Zwar strenge Beachtung des Grundrisses, aber eine ganz nüchterne Ausgestaltung („museums-weiß“), denn eine starke historische Ausgestaltung stößt auf unüberwindliche Widerstände und verbaut evtl. sogar die Möglichkeit zu einer innenarchitektonischen Weiterentwicklung.)