Beiträge von LevHAM

    Der Kritiker bevor man Schiene und Straße für teuer Geld einhaust ist es im Vergleich dazu wohl günstiger, die 245m zu bauen und wie angedacht zu nutzen. Das Gebäude kleiner zu bauen heißt auch langfristig deutlich geringere Einnahmen weil weniger Nutzfläche. Und gerade die oberen Stockwerke können richtig gute Einnahmen erzielen. Und der bisherige Bau ist auf 245m ausgelegt, was höhere Baukosten bedeutet und weniger Nutzfläche als eigentlich möglich bei einem Bau dieser Größe. Ich glaube Midas hatte das auch schon einmal gut erläutert ein paar Seiten früher.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ha…lbtower242.html

    In diesem Artikel werden auch nochmal die Optionen bzw Möglichkeiten genannt, wie die Stadt sie sieht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Laut Vertrag kann Hamburg nun das Grundstück zurückkaufen - und macht noch fünf Millionen Euro Gewinn. Doch die Senatorin möchte, dass die Alt-Investoren selbst die restlichen 145 Meter des Wolkenkratzers bauen, 100 Meter sind schon fertig. Gelingt ihnen das nicht, bekommt die Stadt den Turm-Stumpf geschenkt - und kann dann andere Investoren suchen.

    Das liest sich deutlich positiver, als man beim Durchlesen der Posts hier vermuten mag. Ob die alt-Investoren sich dafür wohl gewinnen lassen? Kühne, Signal Iduna und Commerz Real wurden ja nun schon mehrfach "verdächtigt" das Projekt zu übernehmen.

    https://kurier.at/wirtschaft/sig…obox=1705662853

    Die österreichische Presse schreibt zum einen dass ca. 500 Millionen nötig sind zum fertigbauen, was bedeutet, dass 450 Millionen verbaut sind. Wobei, der Grundstückspreis ist da wahrscheinlich noch abzuziehen? Dann sind 328 Millionen verbaut, wobei die Schulden, die jetzt aufgelaufen sind, auch schon verbaut sind, also doch eher 350+.

    Auch steht da übrigens dass die Zahlungsschwierigkeiten beim Elbtower wohl der Anstoß waren für den gesamten Zusammenbruch des Signa Imperiums.

    Ich bin ganz bei Elbphilharmonie , nachdem ich mir das alles wieder und wieder durchgelesen habe. Dieses ein Jahr nach Fertigstellung bezieht sich darauf:

    Beim eintreten einer wirtschaftlichen Verschlechterung ist der Wiederkauf bis ein Jahr nach Fertigstellung möglich. Das heißt es ist während des Baus immer möglich, jedoch auch noch nach Fertigstellung, nämlich bis zu einem Jahr, danach NICHT mehr, also das Gegenteil von dem, was angenommen wird. Das würde auch Sinn ergeben, alles andere wäre wirklich sinnbefreit.

    Und dann gibt es eben on top noch die "Meilensteine", bei deren nicht erreichen die Stadt auch handeln kann -- diese müssen im jetzigen Fall aber wohl gar nicht mehr bedient werden.

    Danke für die Infos, auch an tunnelklick .

    Auch wenn da 2029 steht, ich denke alle Seiten sind daran interessiert dass das schneller von statten geht. Ich meine, Insolvenzverwalter von einer Signa werden ja auch gerne VOR 2029 das Geld sehen wollen. Was wollen die mit einem Hochhausstummel, den sie nicht weiterbauen können und der laufende Kosten verursacht?

    Wir können nur froh sein dass die, sicher nicht ohne Hintergedanken, derart rangeklotzt haben beim Bau. Wäre man nicht schon 100m hoch hätte womöglich später tatsächlich ein Abriss zur Debatte gestanden.

    Ich denke schon dass eine Frau Pein weiß, wovon sie redet. Es ist davon auszugehen dass die hier entscheidenen Passagen eben die geschwärzten sind.

    Es kann doch keiner so dumm sein und ein Wiederkaufsrecht so auslegen dass es erst ausgeübt werden kann, wenn der Bau steht. Damit wäre man ja einer Insolvenz des Bauherren (kommt mir irgendwie bekannt vor) völlig ausgeliefert ohne jeglichen Handlungsspielraum. Dann könnten sie ja theoretisch 100 Jahre bauen und keiner kommt ran.

    Wenn 300 Leute zwei Jahre bauen, wie viele Jahre bauen dann 5? Das erinnert mich jetzt an den Matheunterricht in der Schule :D.

    https://www.finanzen100.de/finanznachrich…9849_259591195/

    Hier ist die Rede von:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Mit Einreichen des Antrags sei ein Fall der „Wirtschaftlichen Verschlechterung“ nach Paragraf 10.7 des Grundstückskaufvertrags eingetreten.

    „Damit kann die Stadt Hamburg nun ihr kaufvertraglich gesichertes Wiederkaufsrecht sowie ...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Das Grundstück könnte die Stadt sogar mit fünf Millionen Euro Gewinn zurückkaufen. Sie hatte es für 122 Millionen Euro verkauft, nun könnte sie es für 117 Millionen wieder erwerben. Die Stadt bekäme außerdem quasi geschenkt den rund 100 Meter hohen Baukörper dazu - im Wert von mindestens 300 Milionen Euro."

    Dekoratives Anführungszeichen

    Den Rohbau gibt's nicht für lau, auch das regelt der Kaufvertrag. Der Wiederkaufspreis bemisst sich nach dem ursprünglichen Kaufpreis und einer Pauschalentschädigung für die baulichen Anlagen, abzüglich potentieller Vertragsstrafen und Aufwendungspauschalen.

    Der Wiederkaufspreis dürfte also deutlich höher liegen, als der Weiterverkaufspreis, den die Stadt bei einer Veräußerung erzielen könnte, weil man diesen Wiederkaufspreis nicht 1 zu 1 wird weitergeben können. Darauf hat "MathiasM" in einem Beitrag #288 zutreffend hingewiesen.

    Dann ist aber das aus dem von Janny verlinkten Artikel, was auch sonst überall so steht, falsch.

    Und was den Kaufvertrag angeht: ein Kaufvertrag mit einem Unternehmen, welches gerade untergeht. Wie viel ist der überhaupt noch wert, und Kleingedruckte Nebensätze mit "Details"?

    Und selbst wenn noch ein Betrag X für den Rohbau dazu kommt sagt mir mein Gefühl dass die Stadt auf jeden Fall einen guten Deal macht.

    https://www.mopo.de/hamburg/jetzt-…r5KTAEqI24sGVaY

    Nun ist es geschehen, die Elbtower GmbH hat Insolvenz angemeldet.

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    „Damit kann die Stadt Hamburg nun ihr kaufvertraglich gesichertes Widerkaufsrecht sowie die Übernahme aller Planungs- und Bauverträge geltend machen“, sagte Bausenatorin Karen Pein (SPD) jetzt.

    Nach Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters werde man umgehend mit diesem in Kontakt treten.

    Auch wurde nochmal klar gestellt dass es am Ende ein privatwirtschaftliches Projekt bleiben soll.

    Nun haben wir doch den Fall dass die Stadt den Rohbau für lau bekommt und einem anderen Investor sehr, sehr günstig verkaufen kann. Gut möglich dass es genau das ist, worauf Kühne o.ä. gewartet haben.

    Ich finde das ist ein gutes Zeichen.

    Ich verstehe es so dass es bisher "irgendwie" doch weitergeht, man auf eine Finanzspritze hofft und gleichzeitig Projekte veräußert um Liquidität rein zu bekommen. Für den Elbtower ist das glaube ich eher schlecht, denn es verzögert die Übernahme durch einen anderen Investor ggf weiter und alles liegt weiter in der Schwebe.

    Kurzfristig gibt es, wie ich es sehe, zwei Optionen:

    1. Der Elbtower gehört zu einem DER Prestigeobjekte von Signa, die sie auf jeden Fall halten wollen. Dann wird die jetzige Hängepartie wohl noch lange so weiter gehen, denn wer weiß wann die eine Geldspritze bekommen, das geht nun seit Monaten und bisher ist nicht viel passiert.

    2. Signa sagt der Elbtower ist verzichtbar und es wäre sinnvoll das Projekt zu verkaufen. Dann kann es sein dass, auf jeden Fall schneller als bei einem Weiterbau in Option 1, jemand das Projekt übernimmt. Vielleicht ja auch Investoren aus dem mittleren Osten o.ä.?

    Festzustellen ist auf jeden Fall: die Zeit rennt, wir haben schon Mitte Januar, bald kommt der Frühling und es ist noch nichts passiert. Ich muss zugeben dass ich damit nie gerechnet hätte.

    Der heißteste Kandidat ist nach wie vor United meiner Meinung nach, und auch am wahrscheinlichsten. Solange sich hier Geld verdienen lässt und dies nicht zu sehr auf den Nacken der großen Drehkreuze geht wird United keinen Grund sehen nicht her zu kommen.

    Mir persönlich wäre aber jetBlue oder Emirates deutlich lieber, aufgrund eben der Unabhängigkeit.

    Dass AA aus JFK kommt wäre m.M.n. höchst unwahrscheinlich, das Angebot von AA ab JFK nach Europa ist nur noch ein Schatten seiner selbst, unlängst sind Philadelphia und Charlotte zu den primären Transatlantik Gateways geworden von AA. Wenn, dann wird es eine der beiden Städte.

    Delta hat zwar insgesamt noch weitere 113 A321neo im Orderbuch, dies sind jedoch allesamt 93,5t Standard Neos. Nach allem was Delta in den letzten Jahren offiziell hat verlautbaren lassen haben sie kein Interesse daran mit Narrowbodies über den Atlantik zu fliegen oder andere Langstrecken. Mittelfristig wird deren Langstreckenflotte nur noch aus 767-400, A330-200, A330-900 und A350-900 bestehen, mit einem halbwegs absehbaren Ende ersterer beider. Ob sich diese Strategie noch als großer Fehler herausstellen wird, immerhin hat die gesamte Konkurrenz die A321XLR im Orderbuch, wird sich noch zeigen. Da sie aber genügend Liederslots haben lässt sich auch lange Zeit noch ein Teil davon in XLR konvertieren. Bin sehr gespannt ob das passiert ...

    Canada ist ja auch so ein großer unserved market ab Hamburg, airtransat hat lange Zeit gezeigt dass eine Verbindung von Toronto klappt (und Canada 3000 hat fast genauso lange gezeigt dass sogar Flüge von diversen kanadischen Städten nach Hamburg gehen). Was zweimal die Woche mit einem A310 geht funktioniert auch 3-4x die Woche mit einer A321. Leider hat TS sich komplett aus dem deutschen Markt zurückgezogen, bisher ohne jegliche Anzeichen zurückkehren zu wollen. Air Canada hat Langstrecken mit der Marke "Rouge" eingestellt, die für den Hamburger Markt gut funktioniert hätte. Angesichts von 50 bestellten XLR will ich aber nichts ausschließen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich zitiere mich mal ausnahmsweise selber - das hier ist zwar fünf Jahre alt, aber die Möglichkeit bestünde und der Morgen-Flug (drei mal die Woche) liegt sogar *genau* in dem dafür notwendigen Zeitfenster...

    Möglich ja, erfolgsversprechend absolut, realistisch leider sehr wenig. Qatar Airways hat offiziell gesagt, wenn auch noch vor Corona, dass man keinerlei Pläne oder auch nur Interesse hätte 5th Freedom Flüge von Europa nach Nordamerika anzubieten.

    Da empfinde ich eine erneute Verbindung von Emirates nach New York schon deutlich wahrscheinlicher. Emirates fliegt seit über 15 Jahren von Europa aus 5th Freedom und ist im Hamburger Markt mehr als etabliert, bekannt und beliebt, eine sehr gute Basis. Dazu ist mit der 787 und A350 geeignetes Fluggerät am Horizont. Ein Dritter täglicher Flug aus Dubai könnte auf diese Weise super nach NYC verlängert werden.

    Problem: dem Vernehmen nach braucht Emirates, trotz bestehender 5th Freedom Rechte, ein Go des Verkehrsministeriums für eine solche Verbindung. Dieses zu bekommen ist sicherlich auch kein Selbstläufer, und viel lieber würde Emirates Landerechte in Berlin und Stuttgart bekommen.

    Damals haben sie ja Emirates mit Landerechten in Berlin und Stuttgart gelockt, O-Ton: stellt mal Hamburg - New York ein, dann können wir darüber reden. Nach der Einstellung wurde ja tatsächlich Berlin ab 2011 und Stuttgart ab 2016 in Aussicht gestellt, passiert ist nix.

    Hier ein Artikel im NDR wo sich der Bürgermeister zu Wort meldet.

    https://www.ndr.de/nachrichten/ha…rF8y4-DBc2poTzo

    Er sagt es seie nicht die wahrscheinlichste Variante, dass nun fünf Jahre nichts passiere.

    Man wartet weiter ab ob die privaten Investoren eine Lösung finden und weiterbauen, wenn nicht hat man genügend Zeit die Lage zu prüfen.

    In seinen Augen ist das Projekt kein Desaster, weil ein Weiterbau jederzeit möglich wäre und wirtschaftlich sinnvoll.

    https://www.abendblatt.de/hamburg/hambur…obox=1702573436

    Hier der Abendblatt Artikel mit Paywall, den ich letztens postete. Er scheint nun frei zugänglich zu sein.

    Um ihn auf den Punkt zu bringen: Kühne will sich einbringen, aber nur wenn die Stadt sich "klar positioniert", die scheinen sich aber rauszuhalten weitestgehend. Weitere interessierte warten darauf dass die Elbtower GmbH & Co KG auch insolvent geht, bevor sie weiter vorgehen.

    Die Hoffnung ist aber weiter dass das Projekt Elbtower aus der Signa Firmengruppe herausgelöst werden kann, so wäre ein schneller Weiterbau möglich.

    Eine Insolvenz der Elbtower GmbH & Co KG dürfte die Baustelle, wo Insider laut Artikel, um die zehn Monate lahmlegen.

    Die Investoren gehen weiterhin nicht von einem Totalverlust bzw Ausfall ihrer Investition aus, sind sicher dass weitergebaut wird, auf die eine oder andere Art. Und auch sie sagen, dass rein niemand Interesse an einer Bauruine hat.

    Ich habe den Eindruck dass Moment jeder abwartet was der andere macht, in Lauerstellung, und vor allem darauf was sie Stadt macht, aber die möchten sich da weitestgehend möglich raushalten, weil sonst noch herauskommt, dass es ja die SPD ist, die uns das eingebrockt hat.