Beiträge von LevHAM

    Es gibt Neuigkeiten, Dieter Becken sagt der MOPO, dass er nur auf die Zusage der Stadt bezüglich des Naturkundemuseums wartet, dann könne er direkt anfangen mit dem (Weiter-)bau. Im April oder Mai könne man loslegen. Der Bau würde drei Jahre dauern, plus ein Jahr für den Bezug, heißt, frühstens 2030 alles fertig. Er möchte den Elbtower genau so bauen, wie der Architekt sich das vorstellt.

    https://www.mopo.de/hamburg/hambur…ir-an-zu-bauen/

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^^ Die Antwort auf diese Frage ist vermutlich relativ einfach: Becken hatte nie ernstzunehmende Mietinteressenten, nie ernstzunehmende Finanzierungsoptionen und hat seit unzähligen Monaten nicht mehr getan, als sich aus übersteigertem Geltungsdrang medial zu profilieren.

    Wer würde denn auch in dieser Situation ernsthaft Interesse haben? Also ich würde, hätte ich ein Unternehmen und grundsätzliches Interesse in den Elbtower zu ziehen, auch nicht mehr als Lippenbekenntnisse wagen derzeit. Ist die Sache mit dem Museum aber durch und ein Weiterbau steht fest sähe das anders aus.

    Ich persönlich bin sicher, dass genügend Potenzial besteht das Teil zu vermieten.

    https://www.welt.de/regionales/ham…g-verdammt.html

    Sehr gut geschriebener Artikel in der Welt zur Lage des Elbtowers. Man kommt auch zum Schluss dass ein Weiterbau die sinnigste Option ist und dass man mehr Wagen sollte, auch ein Empire State Building stand lange zu Teilen leer und hat sich schlussendlich wirtschaftlich doch gelohnt.

    Bis zur Sommerpause am 23.07. will die Politik wohl weiterhin eine Entscheidung bezüglich des Naturkundemuseums im Elbtower oder nicht präsentieren.

    (Lässt sich lesen, wenn man sich kostenlos registriert)

    Das kann doch nur ein Scherz sein. Die ganze Zeit wird erzählt wie der Verkehrsknoten Hamburg am Limit ist, und das stimmt ja wirklich, und wie wichtig die Erweiterung der Kapazität ist besonders zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bereich Altona. Und nun soll das alles nicht mehr der Fall sein? In anderen Teilen Deutschlands wird so viel investiert in die Bahn Infrastruktur, und hier gibt es nur Flickwerk und nichts vernünftiges, woran liegt das nur?

    Geschosshöhen, wie ich sie mir mal notiert habe:

    8.+ OG 3,85m

    6.-7. OG 4,50m

    2.-5. OG 3,60m

    1. OG 4,50m

    EG ?

    Die Höhe des Erdgeschosses weiß ich leider nicht. Sieht aber auf Renderings nach mindestens 6-7m aus und scheint z.T. auch in zwei Geschosse aufgeteilt zu sein (also ein Zwischengeschoss eingezogen).

    Dann gibt es im Keller zwei Technikräume, die eine Höhe von 8m haben. Die sind aber wohl kaum nutzbar für das Museum. Ich bin mir aber sicher, dass es im Sockel Flächen gibt die Höher sind. Zum Beispiel im Bereich des "überdachten Innenhofes" in der Mitte des Dreiecks.

    hansefix sind wir mal ehrlich, man kennt es doch. Selbst wenn man "realistisch" rechnen würde für den Naturkundemuseum Neubau, so wissen wir doch alle, dass aus beispielsweise 500 Millionen am Ende ja doch 1 Milliarde und mehr würde. Von daher finde ich dass der Elbtower da wie gerufen kommt. Und es passt meiner persönlichen Meinung nach auch gut zusammen.

    Hanse82 das liest sich ja fast als ob die arme Stadt und Senat Opfer der Elbtower Geschichte wären. Ich sehe das komplett anders: die Stadt ist für das ganze maßgeblich verantwortlich. Erstmal war es die Stadt selbst, die mittels des Masterplans überhaupt ein Projekt dieser Größe angestoßen hat. Dann war es wieder die Stadt selbst, die aus mehreren Investoren, die Angebote eingereicht haben, den windigsten ausgewählt hat, einen, dem schon ein gewisser Ruf vorauseilte, allen Warnungen zum trotz. Hat sich für entsprechende Personalien sicherlich sehr gelohnt, persönlich. Ich sehe die Stadt in der Pflicht hier zu übernehmen, sollte das mit Becken nichts werden. Wie schon von hansefix geschrieben findet sich alles, sobald erstmal wieder eine Perspektive da ist. Selbst wenn die Stadt das Gebäude selbst zuende baut werden sie ihn danach ziemlich sicher noch mit einem Gewinn verkaufen können.

    Richtig, das ist genau das Henne-Ei Problem von dem ich mal sprach, in dem wir uns befinden. Wenn die auf die großen Mieter warten können sie lange warten, solange das so ein großes Fragezeichen ist wann denn weitergebaut wird.

    Und meiner Meinung nach ist die Stadt an der gesamten Situation auch absolut nicht unschuldig. Diese extreme Zurückhaltung und das "ist ja nicht unser Ding"-gehabe ist in dem Hinblick absolut unpassend. Die Stadt hat Angst sich "den Schuh anzuziehen", meiner Meinung nach tragen sie ihn aber schon längst. Wahrscheinlich braucht es Bauernopfer, die politisch über die Klinge springen, um da als Stadt tätig zu werden.

    Was sind denn nun die nächsten Fristen, war da nicht etwas Ende April? Greift ab dann das Rückkaufrecht der Stadt?

    Es gibt ja durchaus einen Unterschied zwischen das Gebäude auf dieser Höhe beenden und für immer so belassen oder das bisher gebaute fertigstellen mit dem Plan, zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu bauen. Nummer 1 ist aus verschiedenen oft erörterten Gründen zum Glück nicht möglich und keine Option.

    Nummer 2 allerdings hört sich zumindest nach etwas an, dass man sich überlegen sollte. Steckt man weiteres Geld erstmal in die Fertigstellung des Sockels und die vielleicht ersten 10-15 Stockwerke so können dort zeitnah Mieter einziehen und es kommt erstmal Geld rein. Damit kommt auch wieder Bewegung in die Sache und ein Weiterbau wird realistisch, womit wieder Interessenten, die Mieten könnten im restlichen Gebäude, auf den Plan kommen.

    Ich bin sicher dass es in Hamburg einen Markt gibt für den Elbtower, aber dass in dieser Situation keiner sich zu Wort meldet ist ja klar.

    Und was die Lage angeht: historisch gesehen ist es eine schäbige Randlage, aber das ändert sich mit dem Bau der HafenCity doch grundlegend. Das ist nun eine top Adresse, dazu noch mehr als gut angebunden sowohl zu Straße als auch zu Bahn. Am Hauptbahnhof ist man in 4-5 Minuten, am Jungfernstieg in 6-7 mit der Bahn.

    Skyscanner hat die nachgefragtesten unserved routes ab Deutschland zusammengetragen. Grundlage sind wohl Suchanfragen und auch Buchungen über die Reiseapp Skyscanner.

    https://www.aerointernational.de/aktuelles/skys…eutschland.html

    Hier das Ergebnis für Hamburg:

    Was mich hier ein wenig wundert: Bangkok gehört zu den höchstfrequentierten unserved markets ab Hamburg, absolut. Aber New York sieht mehr Fluggäste. Auch Miami und Los Angeles sind sehr stark. Alles fehlt hier in der Liste.

    Auch interessant ein Artikel über Condor und ob die in Frankfurt langfristig erfolgreich sein können gegen Lufthansa und Co.

    https://reisetopia.de/kolumne/condor-lufthansa-frankfurt/

    Hier wird natürlich unter anderem Hamburg mit ins spiel geworfen. Ich sehe hier absolut keinen Hub, finde aber dass es durchaus eine erfolgsversprechende Möglichkeit für Condor wäre, mehr in die Fläche zu gehen, und auch Städte wie Düsseldorf und Hamburg an das Langstreckennetz anzuschließen.

    Das ist irgendwie komplett Konträr zu dem, was im gestern Abend verlinkten Abendblatt Artikel von Hanse82 steht. Becken und Kühne scheinen komplett andere Anschauungen zu haben was die Lage betrifft. Der Elbtower ist leider längst zum Politikum geworden, was dem Projekt nicht dienlich ist. Mit dem Henne-Ei-Problem hat Kühne aber Recht, ich schrieb es ja Sonntag oder gestern schon. Ohne baldigen Weiterbau oder zumindest Anzeichen dafür ist ein nennenswerter neuer Mieter kaum denkbar.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Stadt als Verkäufer des Baugrundes ist doch nicht verpflichtet eine Wirtschaftlichkeitsberechnung stellvertretend für den Investor durchzuführen und ...

    Grundsätzlich hast du Recht, in dem Fall finde ich aber schon, dass man der Stadt vorwerfen kann, Benko ausgewählt zu haben, da es ja deutliche Warnungen gab und ihm sein Ruf vorauseilte. Und an anderen Investoren hat es auch nicht gemangelt, waren es nicht mindestens zwei, die teilweise sogar mehr geboten haben?

    Ich muss dazu aber auch gestehen dass ich, als Fan des Projekts, auch nichts davon wissen wollte und einfach nur gehofft hatte, dass er den Bau noch gestemmt bekommt. Aber ich trage ja auch keine Verantwortung in der Stadt Hamburg.

    Ich glaube das ist es worauf möglichen Investoren warten (auch Kühne): dass der Verkauf scheitert, das Ding für ein Appel und ein Ei an die Stadt geht. Die Stadt wird nicht bauen wollen, aber auch nicht abreißen, daher wird die Stadt sich auf Investorensuche begeben.

    Und jetzt hat die Stunde geschlagen für die, die wirklich wollen. Ist doch logisch dass man nun einen viel, viel besseren Deal machen kann, da die Stadt den Verkauf viel nötiger hat und Aufgrund des geschenkten Rohbaus noch viel größeren Spielraum beim Preis hat.

    Waren es 350-400 Millionen die da schon verbaut sind? Wenn das Ding für einen Spottpreis an einen neuen Investor geht sieht die gesamte Kalkulation wahrscheinlich wieder ganz anders aus und das Projekt lohnt sich deutlich mehr.

    Was aber Mietquote etc angeht glaube ich dass wir hier ein Henne-Ei Problem bekommen, bzw schon haben.

    Wer wird denn jetzt groß Flächen anmieten wollen? Wo nicht ansatzweise bekannt ist wann es denn wohl fertig wird, und ob überhaupt.

    Bevor sich hier was bewegt muss der Bau weitergehen. Wenn jetzt aber eine bestimmte Mietquote vorausgesetzt wird sehe ich schwarz, außer es ist halt die Stadt.

    Wer weiß was hinter diesen Aussagen von Kühne steckt, der ja mit seinem eigenen Geld mit drin hängt in dem Schlamassel. Vielleicht möchte er so die Stadt ein wenig "unter Druck setzen", indem er nichmal ins Bewusstsein ruft, dass dort eine Ruine, ein Schandfleck, stehen bleibt, wenn man mit dem Naturkundemuseum nicht ausreichend große Flächen anmietet.

    Ich glaube auch, dass schlaue Interessenten und Investoren jetzt die Füße still halten. Denn der Insolvenzverwalter will natürlich so viel Geld wie möglich da rausschlagen. Die besten Deals kommen glaube ich erst zustande, wenn das ganze gescheitert ist, bzw wenn die Stadt vielleicht gar das Wiederkaufsrecht gelten machen musste und den Rohbau umsonst bekommen hat. In diesem Fall eröffnet sich für einen Verkauf ja ein viel, viel größerer Spielraum nach unten. Sofern die Stadt nicht selbst bauen will, aber das glaube ich kaum.

    Einen Abriss sehe ich als die nach wie vor mit Abstand blödeste Idee, in jeglicher Hinsicht.

    Schlussendlich war es doch die Stadt selbst, die mit ihrem Masterplan bzw Bebauungsplan für die HafenCity ein Gebäude diesen Formats dort haben wollte. Ich finde es in der Hinsicht ehrlich gesagt etwas fehl am Platze, sich derart und konsequent aus der Verantwortung zu ziehen für das, was da abgeht, besonders im Hinblick darauf, dass die Stadt das Projekt an Benko vergeben hat.

    Stellt sich dies so als wahr heraus wäre das nochmal ein echter Skandal in sich. Wahnsinn.

    Also bis Ende April muss es nun eine Einigung geben mit Becken, und was passiert sonst, geht der Elbtower dann unter den Hammer, oder greift dann dieses Kaufrecht der Stadt?

    Vielleicht ist das der Plan. Man möchte die Vergabe extra scheitern lassen um selbst zu bauen. Das muss aber natürlich "unfreiwillig" passieren, sonst Shitstorm.

    Langsam Frage ich mich, was hinter der Entscheidung für Becken steckt. Auch ich finde die Lösung am sympathischsten, keine Frage. Aber wie es in der Presse klang, hat man ja ab einem gewissen Punkt nur noch exklusiv mit Becken verhandelt, die anderen waren also raus, und sind offensichtlich nicht aus Gründen X und Y eigenständig raus, oder ist dies der Fall?

    Da es sich hier um zwei große Konzerne handelt(e) bin ich geneigt zu glauben, dass es hier keine Probleme bereitet hätte, die Kohle bereitzustellen.

    Ob die Entscheidung wohl aufgrund von "political correctness" gefällt wurde, oder um die möglichst höchste Akzeptanz der Bevölkerung zu erzielen? "Hamburger Investor übernimmt den Elbtower" liest sich ja angenehmer als "türkischer Baukonzern übernimmt den Elbtower". Das wäre ja wieder gefundenes Fressen für Wutbürger-Dieter.

    Das ist nicht spekulativ sondern Fakt. Und jeder, der nur halbwegs Ahnung hat von dem Thema wird zustimmen. Das macht für mich nicht den geringsten Sinn die Höhe beizubehalten, außerdem wurde das hier schon x mal durchgekaut und man kam jedes mal auch zu dem Schluss, dass es ein Urheberrecht des Architekten gibt und dieser auch schon abgewunken hat. Das läuft nicht.