Knackpunkt in meinen Augen: Die quasi nichtexistente gastronomische Infrastruktur in dieser Gegend. Denn viele möchten einen Konzertabend damit ja verbinden. Der Pizza-Hut von gegenüber wird da wohl eher mit Naserümpfen von den Damen und Herren aus den Nobelvororten und dem Seenland aufgenommen. Die Öffnungszeiten der Angebote in der BMW Welt kenne ich nicht. Ansonsten is in der Gegend Diaspora. Auch hab ich irgendwo - vielleicht hier im Forum - den Kommentar vernommen, dass die Zielgruppe stärker im Stadtsüden und südlichen Umland heimisch ist und somit ein Konzertsaal im Norden nicht das Ideale sei.
Es gibt aber ganz klar Vorteile für diesen Standort, nämlich ein Grundstück in städtischem Besitz, die von Olympiapark-Gesellschaft lange erstrebte Belebung des Parks, die Möglichkeit eines städtebaulichen Akzents an dieser exponierten Stelle und die Möglichkeit, die Gasteig-Philharmonie so zu belassen und für weniger rocklastige Veranstaltungen im populären zeitgenössischeren Bereich zu nutzen, sei es für Jazz, Chanson- und sonstige Konzerte. Sowas findet eh immer wieder statt dort. Joan Baez, Liza Minelli, eher gesetztere Sachen die ausschließlich Sitzplätze erforderlich machen.
Ein Abriss des Gasteigs scheitert an den Kosten und daran dass er noch nicht abbezahlt ist, aber ein Komplettumbau ist auch Geldverschwendung.