Beiträge von jan85

    Mal wieder zu meinem neuen "Lieblingsprojekt" Bhf Schöneweide (zuletzt hier). Inzwischen habe ich noch einige interessante alte und neue Quellen hierzu entdeckt.


    1. Die gute alte Deutsche Bahn selbst:

    Die DB hat auf ihrem YouTube-Kanal "Bauinfo-Portal" einige Zeitraffer-Aufnahmen von den Bauarbeiten hochgeladen. Zumindest in der Form hat es fast schon etwas Befriedigendes, dem Baufortschritt zuzusehen: Part 1: 02/19-12/20, Part 2: 01/21-11/21, Part 3: 1/22-12/22 und Part 4: 01/23-10/23 sowie als Bonus der "Einhub" der einzigartigen, temporären Fahrstühle (im letzten regulären Video sind auch schon die modernen Nachfolger zu sehen).


    Lesenswert mE auch die Prosa zu den Bauzielen: In den ersten Jahren war noch von einer Frischekur und einem verbesserten Ambiente die Rede. Mit der nervraubenden Zeit hat man es dann für die letzten beiden Updates (beide vor 1 Monat hochgeladen) doch noch etwas aufgewertet: Der Bahnhof sei "in seinem letzten baulichen Zustand" über 100 Jahre genutzt worden und werde daher nun für die heutigen Anforderungen modernisiert. Damit wird doch gleich mal ein Jahrhundertprojekt daraus, was sich immerhin mit den gefühlten Eindrücken zu den Bauarbeiten vor Ort deckt.

    An den konkreten Maßnahmen hat sich in den nunmehr bald 5 Jahren aber nichts verändert: Neue Aufzüge und Fahrtreppen für barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen sowie auch erneuerte Treppenanlagen und eine neue Personenunterführung. Zudem neue Bahnsteige mit Dächern und Sitzgelegenheiten.

    Dazu kommt natürlich BVG-seitig noch u.a. die neue Gleisführung bei den Trams und die entsprechende Verlegung sowie Neugestaltung der Halte- und Wartebereiche für Trams und Busse.


    2. Private Bau-Doku:

    Wer Zeit und Leidenschaft für solche Bauprozesse mitbringt und zudem ggf. die Berliner Schnauze liebt, findet übrigens einen weiteren YouTube-Kanal eines privaten Bahnliebhabers. Von 06/22 bis 12/23 gibt es dort stolze 14 Updates mit sehr vielen Details auch in den Videobeschreibungen. Falls jemand Lust hat zum schnellen Durchklicken: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 14. Für mich hatte es auch leicht nostalgischen Wert, da ich mich zuletzt beim Ostkreuz länger und detaillierter mit einem Bahnhofsprojekt beschäftigt hatte (inzwischen ist der Bahnhof ja längst Teil des Alltags) und es zur eigenen Überraschung doch zunehmend spannend finde.


    3. Presse-Update:

    Im Tagesspiegel-Newsletter zu Treptow-Köpenick (bekommt man leider nur im Mail-Abo, daher kein Link) gab es gestern auch eine frische Zusammenfassung der Fortschritte:


    - Im DB-Bereich läuft jetzt wohl alles nach Plan und man will "die Hauptarbeiten" im April 2024 abschließen. Aktuell werde der Zugang auf der Johannisthaler Seite errichtet und bei der Fußgängerunterführung ist man nun mit Wandverkleidung und Beleuchtung beschäftigt. Ansonsten bereitet man die Inbetriebnahme der neuen Aufzüge vor, womit die temporären Aufzüge dann Geschichte wären.

    - Bei der BVG hatte man aufgrund der frostigen Temperaturen erneut Verzögerungen, ist aber auch zunehmend auf der Zielgeraden. Aktuell legt man Gleise an der neuen Gleisschleife und arbeitet an einer barrierefreien Überquerung der Schleife in Richtung Personenunterführung. Damit will man bis Sommer 2024 fertig werden. Die Gleisarbeiten im Bereich Michael-Brückner Straße/Brückenstraße sowie am Sterndamm sollen dann im 3. Quartal 2024 beendet werden.

    - Das Bezirksamt plant indessen weiter die Gestaltung des Vorplatzes. Das neue Freiraumkonzept, das Bürgerbeteiligung und Stadtplanungsbüros erarbeitet wurde, soll übermorgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


    Ansonsten hatte ich noch irgendwo aufgeschnappt, dass der alte Fußgängertunnel wohl doch zugeschüttet werden solle (verkehrt wäre es sicher nicht, auch wenn man dann eine andere Lösung für die Obdachlosen finden muss).

    Das wird langsam etwas anstrengend: Niemand hat behauptet oder suggeriert, dass die Verkehrsflächen des ED inkl. Namensrechten in öffentlichem Besitz seien. Vielmehr wurde u.a. von ElleDeBE wie übrigens auch von Oranien kritisiert, dass insbesondere letzteres nicht der Fall sei. Bei O2 und Mercedes Benz war es halt noch nicht so problematisch, jetzt wird es aber etwas peinlich.


    Diskutiert wurde mE aber primär, wie man die richtigen Konsequenzen daraus zieht und zudem, wie die Rolle von Daimler zu bewerten ist (wobei wir fairerweise nicht sicher wissen, ob sie sich freiwillig haben auszahlen lassen, oder ob Uber sie gegen ihren Willen aus dem Vertrag kaufen musste und konnte). Sicher dürfte aber jedenfalls sein, dass sich ausgerechnet dieser Ausbeuterbetrieb hier sogar Mal deutlich höhere Ausgaben als der Rest leistet. Das ist neben dem Namen der Music Hall (aber mE auch der großen Arena) ja irgendwie die unfreiwillige Komik des Ganzen. Nur kann ich leider nicht so wirklich darüber lachen. Die Uber-Fahrer vermutlich auch nicht. Ironischerweise könnte die kleine Halle so aber eher etwas bekannter werden...

    ^Naja, Mercedes hat damals einen langfristigen Vertrag unterschrieben und auch entsprechend getönt. Da fühlt es sich schon etwas so an, als wenn man Berlin jetzt bei erstbester Gelegenheit im Stich lässt, um - wie Du ja selbst andeutest - ausgerechnet den Ausbeutern von Uber das Feld zu überlassen. Dass u.a. in diesem Kontext auch die Politik Fehler macht, will ich gar nicht bestreiten. Im Gegenteil sehe ich das auch so.


    Wo ich dagegen nicht mitgehe, dass der Deutsche und der Europäische Markt für Mercedes perspektivisch so unbedeutend sind. Man sieht aktuell fast überall auf der Welt, dass zunehmend die eigenen Marken präferiert werden. Gerade in China kann man übel auf die Nase fallen, wenn man beim Preisleistungsverhältnis nicht mehr mithalten kann und ähnlich hat man es in den USA mit Tesla ja auch schon erlebt. Da kann es sich noch rächen, wenn man die etablierten Märkte ignoriert und sich dafür in aussichtslosen Schlachten zu stark aufreibt. Mercedes setzt ja schon zunehmend auf Marge statt Masse. Aber gekauft werden müssen die Autos eben immer noch zu verhältnismäßig hohen/höheren Preisen. Und dazu zählt eben auch das entsprechende Image, dass man sich lange aufgebaut hatte (und in den Kostenoptimierungs- und "Roster-Jahren" schon einmal fast nachhaltig zerstört hätte).


    Ansonsten vermute ich auch mal, dass die Politik keinen direkten Einfluss auf die Namensgebung haben wird. Da gibt es entsprechende Eigentumsrechte. Zumindest das Ergebnis sollte aber zu denken geben und ich hoffe, dass man da auch Lehren draus zieht.

    Johannes_9065 Uber hat sie vermutlich aus den Verträgen raus gekauft, sodass es sich für alle Beteiligten gelohnt hat. Kann mir trotzdem vorstellen, dass es langfristig keine gute Strategie ist. Daimler stößt das Taxigewerbe ja ohnehin schon massiv vor den Kopf: Die über Generationen gefahrene E-Klasse wird nicht mehr groß für das Gewerbe priorisiert und attraktiv gehalten, da es sich angeblich nicht genug lohnt - und jetzt diese Ubergabe. Aber auch generell ist mir der Stern ähnlich wie VW zunehmend aktionstisch und wankelmütig bis erratisch unterwegs, was man so massiv nicht nötig hätte und gewachsenen Kredit verspielt (und genau wären sie gegenüber bspw den Chinesen noch gut aufgestellt gewesen).


    Dem Image des Areals tut es wie gesagt auch nicht gut. Es mag sich also kurzfristig finanziell lohnen, Gewinner ist aber wohl höchstens Uber (wenn das Investment aufgeht).

    Merlin Hatte ich auch schon gelesen und finde ich imagetechnisch doch recht schade. Das entspricht dann halt eher den negativen Zuschreibungen des Areals (seelenlos, amerikanisiert/ohne lokale Verwurzelung und durchkommerzialisiert, fehlende Wertigkeit...). Auch finde ich den Wechsel deutlich zu schnell, womit noch das Schlagwort "austauschbar/beliebig" hinzukäme. Aber das Geld wird vermutlich stimmen, Mercedes hat einmal mehr wenig Durchhaltevermögen gezeigt und letztlich ist es wohl eh mehr eine symbolische Geschichte.

    ErSieEs Eine politische Entscheidung zu revidieren, ist ja grundsätzlich gar nicht verboten und auch kein ungewöhnlicher Vorgang. Nur sollte es dann mE im selben Rahmen geschehen und öffentlich vermittelt werden wie die ursprüngliche Entscheidung. Tatsächlich ist die Demokratie ja ohnehin schon massiv in der Krise und dann wird weiter so gewurstelt (wie gesagt bei den Kollonaden war es ähnlich intransparent und problematisch, nur damals unter Beteiligung der CDU). Ganz so, als wäre man sich keiner Verantwortung bewusst - und am Ende noch über die problematische Gesinnung der verärgerten Bürger schwadroniert und philosophiert. Bei den Prozentzahlen geht das nur lange nicht mehr auf, dass die verdrossenen Menschen alle problematisch ticken. Da stinkt der Fisch wie so oft vom Kopf.


    Hier im konkreten Fall finde ich es jedenfalls auch absolut unangemessen, wie mit der Zeit und den Ressourcen gewirtschaftet wird und eben auch wie intransparent dabei vorgegangen wird. Die Akademie hätte längst stehen können, sollen und müssen - ob als Vollreko oder guter Hybrid. Stattdessen ist das Ganze gefühlt zur Plattform für Wichtigtuer mit Geltungsbedürfnis geworden, die in Summe viel mehr schaden als nutzen und dafür auch noch mit Steuern subventioniert werden. Für mich ist das in dieser Form schon ein kleiner bis mittlerer Skandal, auch wenn man den Begriff nicht inflationär gebrauchen sollte und die Thematik gewiss auch lange nicht die gesellschaftliche Tragweite von anderen Themen besitzt. Ein Ärgernis bleibt es aber absolut.

    ErSieEs Bei den Kolonnaden war das mE deutlich anders gelagert. Damals waren meiner Erinnerung nach vielmehr diese eine Art Alleingang.


    Bei der Bauakademie werden offensichtlich intransparent neue Tatsachen geschaffen. Wenn die Ampel-Regierung dabei eingebunden war, macht es das mE nicht wirklich besser. Denn dann wurden mE auf noch höherer Ebene demokratische Prinzipien mit Füßen getreten: Es gab einen gültigen und öffentlich bekannten Beschluss und diesmal gab es ja noch nicht einmal eine öffentliche Debatte für die Kursänderung. Diese "vertrauensvolle" Arbeit besitzt jedenfalls keinesfalls mein Vertrauen. Solche Mauscheleien im Hinterzimmer kenne ich aus Berlin genug. Bei Corona mussten Juristen die Regierung erinnern, dass es in einem Rechtsstaat sehr wohl Regeln und rote Linien gibt. Vielleicht wird es auch bei solchen etwas kleineren Themen mal Zeit. Wegducken und heimlich aus dem Verborgenen regieren kann unserer demokratischen Kultur ja wohl nicht würdig sein. Mich wundert nur, dass die CDU nicht mehr Kapital aus der mE dreisten Antwort auf ihre Anfrage geschlagen hat. Wahrscheinlich weil man Angst vor einem anti-grünen Image hat.

    Um Ökologie und Nachhaltigkeit geht es hier sicher nicht vordergründig. Absurd ist daneben ja wirklich auch, wie die Stiftung sich seit Jahren selbst Arbeit beschafft, eine eigene Agenda aufbaut und ihre eigentliche satzungsgemäße Mission beharrlich ignoriert bzw. offen in Frage stellt. Da wedelt irgendwie seit Jahren der Schwanz mit dem Hund, nur lockt es den aktuell geschlagenen Hund bzw. Bund offenbar nicht hinterm Ofen hervor. Oder so ähnlich.

    Aber auch das hatten wir ja schon, wie gefühlt jeden weiteren Aspekt. Es wurde ja schon richtig geschrieben: Produziert wird hier seit Jahren nur Papier bzw. Daten (und natürlich Kosten). Zumindest das ist sicherlich nicht nachhaltig. Aber so lange der Bund sich das weiter anschaut, ist das wohl höchstens ein Fall für den Rechnungshof oder investigativen Journalismus. Die haben aber auch so schon eine Menge Arbeit. Oder gibt es theoretisch doch irgendeine (juristische) Kontrollinstanz, die man in so einem Fall einschalten könnte?


    Ich persönlich hätte ja noch nicht mal was gegen einen hochwertig gemachten Hybrid (auch wenn ich die originale Reko einfacher und folgerichtiger finde). Aber dieses Possenspiel und diese Selbstermächtigung finde ich langsam wirklich nur noch absurd. Es bleibt eigentlich wie immer nur die Hoffnung: Was lange währt, wird endlich gut. Aber dafür muss wohl erstmal jemand entschlossen den Stachel entfernen, den man sich mit dieser schrägen Stiftung selbst in den Hintern befördert hat.


    OT: Sorry für den saloppen Stil. Aber irgendwann bleibt mE nur noch Ironie oder derber Spott, wenn man so ein Theater noch aushalten und kommentieren will.

    Rotes Rathaus Das Krasse an dem Planungsprozess dieses Vorplatzes ist mE, dass ja noch nicht einmal fest steht, wie es finanziert wird, aber wohl der Bezirk dafür aufkommen muss (nachdem den Bezirken zuletzt erst massiv die Mittel gekürzt wurden). Zuletzt hat man erstmal die Bürger befragt und die Ergebnisse gesammelt. Parallel steht man im Austausch mit Fachleuten. Das kann alles noch dauern, ganz davon abgesehen dass eine integrierte Planung womöglich sehr viel sinnvoller gewesen wäre.


    Heißt, dass wenn in "ein paar Jahren" hoffentlich die größten Verkehrsbaustellen sowie das Radparkhaus dann mal fertig sind, in Summe weit über 100 Mio investiert wurden und der Verkehr wieder brummt - dass man dann man womöglich gerade erst beginnt den wirklich hässlichen und runtergerockten Platz neu zu machen.


    Und Schöneweide ist jetzt keiner der größten Verkehrsknoten der Stadt, aber mit der wichtigste im Südosten und auch gar nicht mal so klein. Laut einer älteren Quelle vor einigen Jahren nutzten schon damals knapp 50.000 Menschen täglich den Bahnbereich, die aktuelleren, zuvor von mir genannten, 20.000 Nutzer kommen offenbar nochmals von der BVG hinzu. Und aktuell wird hier im Südosten von Berlin ja recht massiv neu gebaut (sehr viel Wohnraum aber auch viele Büros und Gewerbe), sodass mit steigender Nutzung zu rechnen ist. Schöneweide liegt dazu auch u.a. auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und BER, hat auch generell viele (Direkt-)Verbindungen...

    ^^Korrekturen und Updates zu Schöneweide:

    Je mehr ich zum Umbau lese, desto mehr verstehe ich, dass ich nichts bzw. nur Bahnhof verstehe.

    - Der beschriebene kleine Fahrrad-Container ist nur eine provisorische Lösung und noch NICHT das geplante neue Radparkhaus. Dieses wird doch deutlich größer, noch Jahre dauern und dafür dann wohl trotzdem immer noch das erste echte Radparkhaus Berlins werden.

    - Insgesamt dauert der Umbau der Anlagen jetzt schon deutlich länger als 5 Jahre (laut einem Artikel von 2018 wird dort insgesamt eher schon seit 10 Jahren gebaut, gefühlt eine Ewigkeit) und es werden in Summe auch nicht 20 Mio, sondern deutlich über 100 Mio investiert. Die Bahn baut u.a. noch ein Verbindungsgebäude zwischen historischem Eingangsgebäude und den Bahnsteigen.

    - Die temporären externen Fahrstühle bleiben vorerst noch bestehen, da irgendwelche unbekannten unterirdischen Leitungen gefunden wurden. Solche Fahrstühle soll es deutschlandweit nur hier geben.

    - Der (hässliche) Vorplatz wird ebenfalls neu gestaltet aber hier wird es auch nochmal Jahre dauern (auch weil das erst noch geplant wird).

    - Was mit den merkwürdigen Metallkonstruktionen sowie dem alten Fußgängertunnel passieren soll, ist nirgendwo verbindlich nachzulesen und wohl auch noch unklar (dabei wären das mE Kernthemen für eine schönere Gestaltung). Für letztere ist wohl eine unterirdische Bahnhofsmission geplant (aktuell bevölkert eine kleine Gruppe Obdachlose das unübersichtliche Areal).

    - Spannend wäre mE auch, was mittelfristig mit den diversen alten Buden passiert (aktuell u.a. Imbisse/Bäcker, Zocker"hallen" etc).


    Kurzfazit: Seit ich vor ein paar Jahren hergezogen bin, beschäftigt mich dieser Bahnhof doch deutlich mehr als früher. Trotzdem finde ich ihn sowie die Bauarbeiten weiterhin extrem unübersichtlich. Ich kann es kaum erwarten, wenn das alles mal keine Baustelle mehr ist (falls ich das noch erlebe). Allerdings kann man wohl jetzt schon sagen, dass man hier ein ziemliches Unikum hat - im Guten wie leider auch im Schlechten - und dass zumindest der extrem trashige und siffige Look hoffentlich zunehmend entschärft wird. Wer sich für Infrastruktur interessiert, sollte sich den Komplex und die Baustelle(n) aber vielleicht mal selber anschauen kommen.

    Arbeitslosenquote zuletzt relativ stabil - aber 40.000 zusätzliche Arbeitslose seit Corona, knapp 16.000 seit 2022

    Zum November haben sich die Zahlen nur marginal erhöht, im Jahresvergleich ist die Quote aber um 0,6 Prozentpunkte oder 15.768 Menschen gestiegen (ähnlich wie z.B. in Hamburg mit +0,7), nämlich auf über 190.000 Menschen bzw. 9,2 Prozent. Zugleich gab es aber auch über 1 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Jobs. Und beide Werte werden voraussichtlich weiter mehr oder weniger deutlich parallel zueinander ansteigen. Der gleiche Trend ist bundesweit nämlich überall zu beobachten und hängt natürlich auch stark mit dem Zuzug insbesondere auch von Flüchtlingen zusammen.

    Trotz diesem einordnenden Kontext ist die Tendenz wirklich schmerzhaft, nachdem die Zahlen bis 2019 über lange Jahre hinweg von weit über 300.000 und fast 20 Prozent auf fast exakt 150.000 sowie unter 8 Prozent gefallen waren. Ein Teil dieser starken Dynamik ist nun erstmal wieder egalisiert und wird sich wohl auch nicht so schnell wieder erholen.

    Quelle rbb24

    Quelle Berliner Zeitung

    Baufortschritte in Schöneweide - Fertigstellung im 1. Halbjahr 2024?

    Die DB und die BVG bauen den Verkehrsknoten Schöneweide ja schon seit einigen (5?) Jahren intensiv um. Das letzte bebilderte Update findet sich hier. Beim letzten Bild liegen inzwischen nun erste Tramgleise. Außerdem sieht die gesamte Baustelle sehr viel aufgeräumter aus und einige neue Wände und Wege wurden neu verkleidet bzw. verlegt. Am Vorplatz ist ein (sehr) kleines Fahrradparkhaus entstanden (ich schätze 20-30 Stellplätze plus 4 Lagerboxen - es gibt aber noch eine Menge Fahrradbügel ganz in der Nähe). Andererseits ist immer noch reichlich zu tun. Immerhin sieht mE nun aber erstmals seit Monaten wirklich danach aus, als wenn es beim geplanten Zeitfenster bleiben könnte.


    Da es nun endlich konkret mit einer Fertigstellung werden könnte, habe ich mir nochmal diverse Unterlagen angesehen und so weiterer Details erfahren:

    - insgesamt werden 50 Mio investiert

    - der S- und Regio-Bhf wird primär modernisiert (u.a. neue Aufzüge und Rolltreppen), die BVG-Infrastruktur für Busse und Trams neu strukturiert und die Trassenführung sowie der Umsteigeverkehr optimiert

    - die Infrastruktur für Fahrräder und Fußgänger sowie die Aufenthaltsqualität sollen ebenfalls aufgewertet werden, was auch dem Einkaufszentrum massiv helfen dürfte

    - aktuell steigen hier täglich über 20.000 Menschen um mit deutlichem Wachstumspotential


    Ich kann es kaum erwarten. In den letzten Jahren hat die ganze Gegend massiv unter der großen Baustelle gelitten. Es gibt dort praktisch keinerlei Aufenthaltsqualität und auch der ÖPNV-Betrieb leidet massiv. Die riesigen Straßen- und Verkehrsflächen werden leider auch künftig das Bild dominieren. Dennoch wird es hoffentlich immerhin etwas sauberer und aufgeräumter wirken und die Leistungsfähigkeit des ÖPNV wird enorm profitieren.


    Nähere Infos:

    bvg

    db

    berlin.de

    @Hulloder Also ich habe Minimalist so verstanden, dass er sich eher auf die Gestaltung der Grünanlage bezieht als auf deren Zusammenspiel mit der vorhandenen Architektur.


    Ansonsten würde ich tatsächlich einfach mal abwarten, wie es in einigen Monaten rüber kommt. Die Häuser werden dann immer noch stehen, aber die Natur eine ganz andere Wirkung erzeugen. Und ich glaube sehr wohl, dass es dann auch im Verbund mit Bahngleisen, Zügen und größeren, teils seriellen Bauten (gerade in Bahnhofsnähe ja gar nicht unüblich) was her machen wird. Das Tolle an Berlin ist ja gerade die unglaubliche Fülle und Vielfalt an Parks und Grünanlagen. Und jedes dieser Areale hat sein eigenes spezielles Flair. Da ist für jeden was dabei. Ich persönlich freue mich jedenfalls auch auf diesen Grünzug.


    Ein gutes Schlusswort vor einer kleinen Pause, die diesem Thread verordnet wird, der zuletzt etwas in eine Schleife geraten ist..

    Voraussichtlich relativ glimpflicher Jahresrückblick 2023 und Ausblick 2024

    Die Berliner Wirtschaft entwickelt sich nach wie vor sehr dynamisch - allerdings in beide Richtungen. Unter dem Strich dürfte das Berliner BIP 2023 nach diversen Schätzungen um ca. 1 Prozent gewachsen sein (Bund wohl -0,3 bis -0,4%). Zudem stiegen die Reallöhne in der zweiten Jahreshälfte erstmals wieder an; der Effekt wird sich in 2024 wohl noch verstärken und könnte den rückläufigen Konsum so wieder etwas stabilisieren. Die sozialversicherungspflichtigen Jobs sind Stand September ebenfalls um gut 1 Prozent gestiegen und es wird offenbar auch wieder mehr eingestellt bzw. zunächst gesucht. Das gilt gerade auch im IT-Sektor, wo es zuletzt weltweit eher Kahlschlag gab - Berlin erzielte in dem Sektor dennoch 16 Prozent BIP-Wachstum. Wachstum gab es auch im Gastgewerbe (+17%, aber bislang kein Beschäftigungswachstum), in der Verkehrswirtschaft (+21%) und bei den Dienstleistungen insgesamt (+10%). Dagegen gab es u.a. schmerzhafte Rückgänge in der Immobilienwirtschaft (-4,3%) sowie auch bei Restaurants und Gaststätten (-7%).


    Für 2024 liegen die Schätzungen je nach Quelle bei einem BIP-Wachstum von 0,5 bis 1,5 Prozent (für den Bund reichen die Schätzungen von -0,2 bis +0,9%). Der angesprochene Effekt der wachsenden Beschäftigung/Stellenausschreibungen sowie steigender Reallöhne könnte hier ebenso helfen wie der insgesamt starke Dienstleistungssektor. Allerdings könnte gerade letzterer auch noch verschleppte Negativeffekte abbekommen (Dienstleister spüren Konjunkturdellen teils verzögert). Durch den hohen Zuzug u.a. von Flüchtlingen wird ansonsten auch die absolute Zahl der Arbeitslosen eher deutlich zunehmen und könnte den Stand von 200.000 Menschen so wieder übersteigen.

    Quelle Sueddeutsche Zeitung

    Quelle Berliner Morgenpost (leider hinter Paywall, Abruf über Onleihe der Berliner Bibliotheken - dort Ausgabe vom 22.12.)


    Fazit: Die Berliner Wirtschaft erweist sich in anhaltend herausfordernden Zeiten weiter als relativ resilient, wobei gerade die anhaltende Schwäche in Bau- und Immobilienwirtschaft aber massiv weh tut. Gegenüber Gesamtdeutschland schlägt sich die Hauptstadt wie schon in den vergangenen Jahren (egal ob gute oder schlechte Phasen) einmal mehr überdurchschnittlich, allerdings entwickeln sich andere Volkswirtschaften aktuell schon wieder (deutlich) dynamischer.

    ^^Zumindest die Visualisierungen sprechen mich nicht so recht an. Wirkt mir etwas zu wolkig und unklar. Interessant erscheint mir aber die Bahn im Hintergrund auf dem ersten Bild. Ist das nicht die gerade erst geleakte Schwebebahn? Aber von der hätten die Büros doch normal gar nichts wissen können. Vielleicht ja doch Zufall oder was anderes. Oder ggf. noch schnell nachträglich eingebaut...

    Architektur-Fan

    Du kennst doch bestimmt das geflügelte Wort, das sicher auf viele Städte gut zutrifft:

    "Berlin ist dazu verdammt: immerzu zu werden und niemals zu sein."

    - Karl Scheffler, 1910, in: "Berlin, ein Stadtschicksal"


    Ich verstehe aber, was Du meinst. Die Stadt kommt gefühlt seit Jahrhunderten oder gar seit ihrer Gründung nie wirklich mal zur "Ruhe", es gibt entweder Boom oder Baisse, Krieg oder (Wieder-)Aufbau, Eingemeindungen oder Teilung und dann Wiedervereinigung. Und in den inzwischen fast 35 Jahren seit der Wende ist die Innenstadt wirklich fast immer Baustelle (zu Deinen Beispielen kommen ja noch City West und Alexanderplatz, Überarbeitung des Potsdamer Platzes und Neubau am Kulturforum...). Ich kenne Berlin seit meinen frühesten Erinnerungen gar nicht anders.


    Allerdings kann der Gendarmenmarkt doch wenig dafür. Der hat die Auffrischung jetzt einfach mal gebraucht. Immerhin liegt man bisher gut im Zeit- und Kostenrahmen. Es wird also hoffentlich nicht ganz so ewig lange brauchen, wie manche der diversen Dauerbaustellen.

    Backstein hat es perfekt auf den Punkt gebracht. Es musste sowieso was passieren und dann hat man gleich auch die Infrastruktur aufgewertet - und hierbei neben Strom- und Wasseranschlüssen übrigens auch Versickerungsanlagen installiert. Jeder einzelne Aspekt davon ist sinnvoll und zumindest bei langfristiger Betrachtung auch angemessen für so einen zentralen Ort. Gerade wenn man den Gendarmenmarkt als Vorzeigeplatz und trubelige Veranstaltungen als urbane Lebensqualität betrachtet, will man doch ein stimmiges Gesamtbild erreichen und kein marodes Pflaster oder unnötige Störfaktoren.


    Architektur-Fan Du kannst Dich dann ja ggf. noch entscheiden, ob es nun der "einzige halbwegs schöne und ansehnliche Ort" in ganz Berlin oder doch eher der "einzige städtebaulich völlig intakte Stadtplatz Berlins" sein soll und wie "stimmig und ausgewogen" hierbei zu definieren wären. Für mich persönlich gibt es viele mehr als nur halbwegs schöne Orte in der Stadt (aber vorne liegen meist eher grüne Parks/Gärten/Höfe mit oder ohne Wasser) und auch einige in sich stimmige Stadtplätze (von lauschigen Ecken wie im Nikolaiviertel oder in Köpenick über Gendarmenmarkt, Bebelplatz und Pariser Platz bis hin zu Leipziger und Potsdamer Platz). Oder wir einigen uns einfach darauf, dass der Gendarmenmarkt immer seinen besonderen Charme hatte und dann hoffentlich bald in neuem altem Glanz noch prachtvoller erstrahlt.

    ^Da gehe ich komplett mit. Erinnert mich stark an die Deutsche Bahn. Zwei einstige Deutsche Vorzeigeunternehmen, die leider unglaublich an Qualität eingebüßt haben, weil sie inzwischen gefühlt kaum mehr tun, als sie unbedingt müssen und die Abhängigkeit der Menschen schamlos ausnutzen. Wer wirklich fliegen muss und keine Alternative hat, wird eben wohl oder übel auch mal unnötig umsteigen und generell viel zu viel Geld für eine höchstens mittelmäßige Erfahrung ausgeben. Wer es sich dagegen aussuchen kann, wird wohl eher kein treuer Kunde oder gar Fan der Marke. Selbst in den Flugmagazinen sind die Kommentare überwiegend kritisch bis vernichtend. Dabei könnte man mit attraktiven Angeboten ja auch noch zusätzliche Nachfrage erzeugen. Immerhin tut die Lufthansa so aber vielleicht wirklich etwas für die Umwelt.


    Aber dann muss man mE auch nicht mehr schimpfen, wenn die Deutsche Wirtschaft stellenweise keine guten Produkte mehr liefern kann und auch mal Wertschöpfung kaputt geht/abwandert (macht LH bzgl Katar natürlich trotzdem). So eine Behäbigkeit muss normal doch einfach vom Markt bestraft werden. Ist wie hier auch das nicht/kaum der Fall, wird es irgendwann traurig. Ganz habe ich die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass sich da mit Zunahme der Flieger und Flüge nochmal was bewegt.


    Aber ich lasse das Thema jetzt lieber, bis sich ggf doch mal was bewegt. Trotzdem auch von mir vielen Dank für die PK.

    Und zu dem Politikbrief von Lufthansa:

    Darin steht, dass an mindestens einem Ende einer Langstrecke ein Hub sein sollte, es also in einigen Fällen auch reicht, wenn nur auf einer Seite der Langstrecke ein Hub ist.

    Die Regierung von Berlin will ja Anbindungen an Hubs auf anderen Kontinenten, von anderen Airlines als Lufthansa, wie z.B. mit Emirates an den Hub in Dubai.


    Ich finde es aber leicht irreführend, wenn sie Strecken, die nur im Sommer geflogen werden, wie Norse nach JFK und Delta nach JFK, als "eingestellt" bezeichnet werden.

    Es ist für mich einiges nicht wirklich schlüssig,


    1) bzgl. internationale Luftverkehrsabkommen:

    - Man schreibt erst wortwörtlich: Alle Fluglinien, die nach Deutschland fliegen, dürften auch Berlin ansteuern.

    - Kurz darauf heißt es dann, die Linien aus den Vereinigten Arabischen Emirate seien eine viel diskutierte Ausnahme.

    - Einen Absatz später heißt es dann, unregulierte Luftverkehrsabkommen könne es eben auch nur mit vergleichbaren Märkten geben.


    Das letztgenannte ist wohlgemerkt ein legitimer Standpunkt. Nur hätte man dann die erste Aussage gleich anders formulieren müssen: "Alle Fluggesellschaften aus Wirtschaftsräumen mit vergleichbaren Standards in Bezug auf Liberalisierung, Arbeitsrechte usw. dürfen..." So wird mE erstmal bewusst eine falsche Darstellung im Raum platziert, die dann ja auch nie genauer konkretisiert wird (für welche relevanten Länder/Regionen der Welt gilt nun was und aus welchen Gründen gibt es diverse Ausnahmen? - ALLE Fluglinien stimmt faktisch aber definitiv nicht).


    2) bezüglich fehlende Interkontinentalstrecken bzw. gestrichene Transatlantikflügen wird tatsächlich ebenfalls unsauber gearbeitet, auch wenn die Grundtendenz evtl. nicht komplett falsch ist (der Markt tut sich hier zumindest aktuell noch schwer, was aber sicher auch an der gezielt eingesetzten Marktmacht der Lufthansa liegt, die hier mE längst nicht so einflusslos ist wie sie vorgibt):

    - Wie angesprochen gibt es Strecken, die bewusst nur im Sommer oder Winter bedient werden. New York wird zudem ja aktuell weiter angeflogen und bekommt auch bekanntlich wieder weitere Anbieter.

    - Außer L.A. und ggf. Fort Lauderdale ist seit Corona recht wenig aus ökonomischen Gründen ersatzlos weggefallen: Washington lief ja wohl gerade für die frühe Phase überraschend gut an, wurde dann aber offenbar von der eigenen Allianz für München geopfert (kein eigener Markt/keine Auslastung stimmt hier also faktisch auch nicht als Argument).

    - Dass Norse nicht mit der Lufthansa verglichen werden kann, sollte zudem auch klar sein. Dass selbst die es versuchen, zeigt mE sogar vielmehr, dass es sehr wohl einen Markt gibt und dass Lufthansa es erst recht könnte (die können die Passagiere viel eher lenken und könnten ihnen deutliche Umwege ersparen). Aber selbst bei Norse ist nur L.A. komplett ersatzlos weggefallen. Fort Lauderdale wurde ja gewissermaßen durch Miami ersetzt und NYC ist weiter im Programm.

    - Toronto wurde seit BER-Eröffnung gar nicht bedient, ebenso wenig wie NYC durch die Lufthansa angeboten wurde. Sieht aber natürlich in der Graphik besser aus und es werden ja auch weder Jahreszahlen noch die wirklichen Gründe für den Wegfall der Strecke genannt.

    - Dass man statt Interkontinentalflügen bewusst nur die Transatlantikflüge zeigt, ist mE zudem ebenfalls "interessant" um nicht zu sagen manipulativ. Denn Peking und Singapur gibt es weiterhin und im Nahen Osten wurden zuletzt neue Ziele hinzugewonnen.


    Die These "Dass die Lufthansa keine Interkontinentalflüge ab Berlin anbietet, liegt überhaupt nicht am fehlenden Willen, sondern nur einzig und allein am fehlenden Markt/Einzugsgebiet." ist so pauschal nicht zu belegen und mE sogar definitiv gelogen. Das heißt umgekehrt natürlich nicht, dass wirklich jede Langstrecke wirtschaftlich zu betreiben wäre oder dass man die Lufthansa zu einem Angebot zwingen muss/sollte (geht ja eh nicht).

    Wenn sie am BER etwas aufbauen wollte, könnte sie es aber sicher. Dass sie kein Interesse daran haben, ist offenkundig und dass sie es - entgegen der Graphik - seit Öffnung des BER selbst nie auch nur versucht haben, ist ein Fakt. Die spannende Frage für die Zukunft lautet daher mE eher, ob die LH langfristig verhindern kann, dass sich der Markt selbst entsprechend reguliert und sie dann ggf. reagieren muss. Ich würde vermuten, dass es zäh und langwierig wird aber irgendwann passieren wird.


    3) bzgl Einzugsgebieten von Hubs

    Auch hier widerspricht man sich mE ein Stück weit selbst, wenn man für Langstrecken ab BER mehr oder weniger verlangt/voraussetzt, dass es wie in London oder Paris deutlich über 10 Mio Menschen im direkten Einzugsgebiet geben müsste. Es gibt diverse weitere Hubs in Europa, die alle nie ein entsprechendes Einzugsgebiet hatten.


    Für diverse europäische Hubs gilt laut Chat GPT (also ggf. nicht komplett korrekt) grob folgender Einzugsradius von 1h:

    Madrid: ca. 6 Mio

    (Rom: ca. 6 Mio)

    Frankfurt: ca. 5 Mio (LH)

    München: ca. 5 Mio (LH)

    Wien: ca. 3 Mio (LH)

    Zürich: ca. 2 Mio (LH)

    Manchester: ca. 2 Mio


    Wieso ist es dann ökonomisch und ökologisch sinnvoll, wenn 6 respektive 5 Mio Menschen aus dem Raum Berlin sowie dem Raum Hamburg selbst für Asienflüge an diese vielen südlichen/südwestlichen Hubs umgeleitet werden, statt einen eigenen Hub im Norden Deutschlands zu etablieren und damit ggf. sogar den Luftverkehr zu entzerren/entlasten? Klar, diese Standorte wurden bereits als Hubs etabliert, aber auch da brauchte es den entsprechenden Willen und einen langen Atem.


    In Italien will man nun zudem mit viel Kraft einen bedeutsamen Hub inkl. starken US- Verbindungen etablieren, auch wenn dort ebenfalls keine 10 Mio Menschen im Einzugsgebiet leben (eher wie in Berlin 6 Mio) und es bspw. westlich in Spanien bereits Madrid sowie etwas nördlich München gibt.