Beiträge von million

    SafeHub der Oliver-Kahn-Stiftung

    Die Meldung ist nicht neu, aber hier war sie glaube ich noch nicht zu lesen:
    Die Oliver-Kahn-Stiftung plant ein "SafeHub" (Sozialprojekt mit Fußball) an der Ecke Schulstraße / Ruheplatzstraße. Auf dem Standort befindet sich momentan ein Urban-Gardening Projekt namens Himmelbeet.

    Vermutlich eher eine Studie als eine fertige Visualisierung, aber man sieht wo die Reise hingeht:

    Quelle: Oliver-Kahn-Stiftung

    Lageplan:

    Quelle: Oliver-Kahn-Stiftung

    ^ Plangrafisch sieht es erstmal so aus, als wäre der Gewinner eine Siedlung im Wald - wohl auch deswegen, weil die Bäume besser hervorgehoben sind. Durch die Höfe, die bei dem Entwurf entstehen, schätze ich aber die tatsächliche Wirkung wenig "waldig" ein als es der Plan suggeriert. Im Übrigen halte ich nicht viel von diesen privaten oder halbprivaten Flächen die bei allen Entwürfen zu sehen sind. Ich finde gerade hier besteht eine große Qualität der Schillerparksiedlung (auch im Gegensatz zu dessen Erweiterung aus den 50er Jahren): Dass selbst die Höfe frei zugänglich sind und privates (Wohnungen) und öffentliches (Wege und "Höfe") klar getrennt sind. Ich denke diesen Ansatz sollte man im städtischen Kontext, in dem man sich hier trotz Wald befindet, weiterverfolgen.

    Neue Nutzungen auf dem Friedhof St. Johannes Evangelist

    "Kleinere Projekte"...dieses hier ist recht groß, aber wohl noch in einem sehr frühen Stadium. Umso interessanter es genau zu verfolgen:

    Auf Competitionline wurde heut ein Städtebauliches Gutachterverfahren zu einer Nachnutzung des Friedhofs St. Johnannes Evangelist veröffentlicht (Google Maps). Eingeladen waren die Baufrösche, STADT LAND FLUSS und Machleidt. Letzeres Büro wurde als Gewinner ausgewählt:


    Quelle: competitionline


    Quelle: competitionline


    Teilnehmer Stadt, Land, Fluss:


    Bild:Franz Reschke, SLF via competitionline


    Bild: SLF via competitionline

    Teilnehmer Baufrösche:


    Quelle: competitionline


    Quelle: competitionline

    Für mich ist der Gewinner die falsche Wahl. Hier wurden anscheinend die Baukörper aus dem Volumen der Kapelle entwickelt. Darin sehe ich städtebaulich keinen Sinn, die Kapelle steht hier schließlich als Solitär für sich. Die Neubauten müssen dem einen Rahmen geben. Das macht der Entwurf von Stadt Land Fluss besser. Man hätte sich dort wohl den ein oder anderen Knick sparen können, aber der Solitär kommt als solcher (zumindest im Plan) deutlich besser hervor. Zudem ist die Einarbeitung in die angrenzenden Viertel (z.T. immerhin Weltkulturerbe...) deutlich besser gelungen. Besonder die Verbindung zur Schillerpark Siedlung ist wirklich gut (auch mit Knick!). Die Baufrösche sind mir nichts halbes und nichts ganzes und am Ende auch zu hermetisch gegenüber den Nachbarn.

    Der Friedhof ist (wie wohl die meisten) übrigens tagsüber geöffnet und aus meiner Sicht wirklich einen Besuch wert. Die Kapelle scheint aber verschlossen zu sein.

    ^ Danke für den Hinweis. Hoffe man wird in einem neuen Entwurf mehr auf den Blockrand eingehen. Im Übrigen finde ich es immer noch Schade um das Brauerei(?)grundstück. Da hätte man eine schöne Mischnutzung mit ein paar Bestandsbauten unterbringen. Mal sehen, was der neue Architekt liefert.

    Dazu hatte Klarenbach als Kommentar zum Koalitionsvertrag an anderer Stelle geschrieben:

    Dekoratives Anführungszeichen


    Im Zusammenhang mit der Verkehrsberuhigung der Straße Unter den Linden werden die Planungen für den Molkenmarkt überprüft, möglicherweise müssen hier die Kapazitäten erhöht werden.


    Ich hatte dazu geantwortet:

    Dekoratives Anführungszeichen


    Der Letzte Satz von Klarenbach lässt mich aufhorchen. Der B-Plan für das Areal ist doch schon beschlossen. Wie soll da jetzt die Kapazität erhöht werden? Dauergrün auf der Grunerstraße? Ich bin gespannt.

    Der Letzte Satz von Klarenbach lässt mich aufhorchen. Der B-Plan für das Areal ist doch schon beschlossen. Wie soll da jetzt die Kapazität erhöht werden? Dauergrün auf der Grunerstraße? Ich bin gespannt.

    Carlo: Deine Gedanken finde ich nachvollziehbar. Man endet dann aber leider in einer Sackgasse der Unversöhnlichkeit. Schwierig, das hier in so einem Forum zu erörtern. Es ist außerdem nicht gesagt, dass man per se als ehemaliger Widerständler im neuen System Nachteile hat. Dafür genügt ein Blick an die Spitze unserer Staates.

    Interessant. Ich erinnere mich noch an eine CDU-Veranstaltung, zu der Frau Lompscher eingeladen war und auf der man betonte zumindest Ihre fachliche Kompetenz zu schätzen. Ich bin gespannt. Die Trennung von Verkehr und Umwelt finde ich fragwürdig, wenn man Stadtentwicklung wirklich als Ganzes begreifen möchte. Inwiefern dort bisher wirklich zusammengearbeitet wurde, kann ich aber auch nicht beurteilen.

    Hedwig Krankenhaus - Headquarter Alexianer

    Bin mir nicht sicher, ob es sich vielleicht nur um eine Studie handelt - ich stell das Projekt einfach mal ein:

    Das Hauptquartier der Gesellschaft der Alexianer soll nach Berlin in die Große Hamburger Straße verlegt werden. Dafür wird ein Nachkriegsbau abgerissen und zwei etwas abgespeckte Altbauten wieder ihren alten Fassadenschmuck erhalten.


    Quelle: Just-Architekten

    Ich fand den "Neubau" dort immer ganz gut. Auf die geplanten Gauben wirft hoffentlich der Denkmalschutz (Flächendenkmal) ein kritisches Auge.

    Parzelle 14 - Ingenhoven

    Ingenhoven Architects haben die Parzelle 14 für sich entscheiden können. Der Entwurf soll fogendermaßen aussehen:

    Credits Pressebild: © ingenhoven architects / Illustration: Alexander Schmitz, Düsseldorf

    Auf der Website des Büros ist das Bild in höherer Auflösung zu sehen. Da erkennt man dann auch gut die bei der Werkbundstadt vorgeschriebene Ziegelfassade. Grundrisse sind dort leider nicht zu finden.

    Parzelle 39 - Hild und K

    Hild und K Architektur hat sich auf der Parzelle 39 direkt an der Quedlinburger Straße durchgesetzt. Auf deren Website kann man sich den Entwurf ansehen. Die Geschosse kommen mir, wie so oft beim Neubau, etwas gestaucht vor. Die Grundrisse sind denke ich in Ordnung. Hervorzuheben ist vielleicht, dass jedes WC an der Außenwand liegt. Das ist schon etwas besonderes heutzutage... Das Fassadenrendering sieht zwar nach schöner Industriearchitektur aus, ich kann den Ausschnitt aber keinem Bereich im Grundriss zuordnen.

    Letzte Woche wurde Richtfest für das Deutschlandhaus (Mieter: Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung) gefeiert:



    Die Aktuellsten Visualisierungen zum Projekt (so frei wird der Durchgang zum Europahaus wohl nicht werden)


    Kulturstaatssekretärin Monika Grütters


    Der Richtkranz vor dem hofseitigen Neubau


    Die zukünftige Bibliothek im Rohbau


    Das zukünftige Foyer im Rohbau


    Das Gebäude ist jetzt schon teilweise "ausgepackt"


    Meines Erachtens spiegeln die Fenster zu sehr. Vielleicht eine Vorgabe durch die EnEV?

    Alle Bilder von mir.