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Ist das denn tatsächlich so? Mich würde z. B. mal interessieren was es kosten würde, an den Eingangstoren der Stadt P+R - Anlagen zu bauen und die vorhandenen Stadtbahnlinien bzw. die Hauptbuslinien dorthin zu verlängern bei gleichzeitig massiver Taktverdichtung, sagen wir mal 5min-Takt mit Fahrzeugneubeschaffung, Streckenverlängerung, Busspuren etc.
Mannheim hat das übrigens. Wird aber nur zu speziellen Gelegenheiten genutzt (z.B. Adventssamstage). Konkret an der Stelle, wo sich die A656/B37 in die Stadt ergießt den P+R-Parkplatz Friedensplatz mit 1700 Plätzen und direkter Straßenbahnanbindung (Haltestelle Luisenpark) die bei Bedarf verdichtet wird.
Für den Nahverkehrsplan 2018 der Stadt Ludwigshafen wurde die Einrichtung zusätzlicher P+R-Flächen in Verbindung mit den vorhandenen Stadtbahntakten evaluiert. Eine positive Bewertung - auf verfügbarer Fläche - hat dabei im wesentlichen nur ein Ausbau der P+R-Flächen Rheingönheim Endstelle (Pendler Altrip/Neuhofen) und Giulini (Ortseinfahrt B44).
Kosten sind leicht berechnet. Sagen wir mal Verdichtung der Linie 6 zwischen Giulini (P+R B44) in Ludwigshafen und Luisenpark (P+R A656) in Mannheim auf einen 5-Minuten-Takt, gleichzeitig Bau eines Parkhauses am P+R Giulini um dort auf dieselbe Kapazität wie am anderen Ende zu kommen?
Grob gesagt 30 Millionen Einmalkosten - die Hälfte fürs Parkhaus, die andere Hälfte für die Bahnen. Vergleichsweise billig da keine zusätzliche Strecke gelegt werden muß. Danach um die 5 Millionen jährlich zusätzliche Betriebs- und Verwaltungskosten, die Ticketeinnahmen nicht gegengerechnet.
Bei einer Abschreibung der Einmalkosten über 20 Jahre und vollkommen utopischer 100%-Auslastung der P+R-Plätze an beiden Enden sind wir pro Parkplatz und Tag bei zwei Einzelfahrkarten PS2. Dem doppelten eines Rhein-Neckar-Tickets. Oder demselben, was ein Tiefgaragenplatz in der Innenstadt zum Mieten plus Verbrauchskosten des Fahrzeugs auf dem Weg vom Stadtrand dorthin kostet...
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Ist das so unrealistisch?
Solange Ludwigshafener im Rahmen der Überlegung "was mach ich während der Baustelle" anstelle dem Auto fürs Pendeln nach Mannheim (!) allenfalls noch einen Roller in Betracht ziehen... mit der unterschwelligen Begründung, dass man dann Rad- und Fußwege ja zum am Stau vorbeifahren mißbrauchen kann...
(Und ja, da kenn ich einige. Mit Straßenbahn keine 100m vor der Tür...)
