Beiträge von thobi

    Letzteres ist bzw wird glücklicherweise wohl nicht passieren.


    Was aber passiert ist: Es gibt jetzt auf der Marsstraße beidseitig zwischen Seidlstraße und Pappenheimstraße Radstreifen auf der Fahrbahn, die die alten und sehr schmalen Hochbordradwege ersetzen. Die Anzahl der Autostreifen wurde dafür reduziert. Außerdem hat die Schwanthalerstraße jetzt zwischen Martin-Streif-Straße und (ich glaube) Goethestraße ebenfalls Radstreifen. Hier gab es vorher meines Wissens gar keine Radwege.

    Ich war im Februar zum ersten mal in der neuen Mitte und fand es schon recht ansprechend. Vor allem durch die Blockrandbebauung wirkt das das bisher fertige sehr urban und es entstehen auch ein paar nette Platzsituationen. Außerdem gibt es schöne grüne und von der Straße abgeschirmte Innenhöfe! Auch finde ich die Fassaden bisher recht hochwertig und vergleichsweise abwechslungsreich.

    Ich denke, das wird ein sehr lebenswertes Viertel! Vor allem wenn der Bahnhof Altona noch verlegt wird und der Bahnlärm wegfällt.

    Wie seht ihr das?

    Bürgerbegehren für bessere Rad-Infrastruktur

    Seit Donnerstag gibts in München zwei Bürgerbegehren für bessere Rad-Infrastruktur:


    1. Radentscheid München, der sich allgemein für bessere Infrastruktur einsetzt


    2. Altstadt-Radlring, mit dem Ziel eines durchgehenden Radrings um die Innenstadt entlang des Altstadtrings



    Mehr Infos:
    https://www.radentscheidmuenchen.de/
    https://www.br.de/nachrichten/…schriftensammlung,RLzIIlr

    Vielen Dank für die Bilder, Heinzer! Das sieht doch schon sehr schön aus. Wie empfindest du denn die Aufenthaltsqualität in den bereits fertiggestellten Bereichen?

    "Radlhauptstadt" München

    Guter Kommentar in der SZ zur Thema Radverkehr in München:


    - es gibt große Lücken im Radnetz der Stadt München
    - Winterdienst sehr schlecht bewertet
    - 70% aller Autofahrten in Deutschland unter 10km, die Hälfte unter 5km
    - es fehlt ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept, welches mehr Leute zum Umsteigen bewegt und die Stadt dadurch lebenswerter machen kann


    http://www.sueddeutsche.de/mue…tadt-muenchen-1.3503074-2

    Ein kritischer Artikel in der SZ über den Münchner Nahverkehr:http://www.sueddeutsche.de/mue…er-desastroeser-1.2809764


    Kritisiert wird, dass sich die Verkehrspolitik seit der Regierungsbeteiligung der CSU in München zu stark auf das Auto konzentriert (s. Ringtunnel) und wichtige Projekte für den ÖPNV (Stammstrecke, Tram-Westtangente, U9) und den Radverkehr (Rosenheimer Straße) nicht oder nur sehr langsam vorankommen.

    Ausbau Hauptbahnhof

    Der Hamburger Hauptbahnhof soll ausgebaut werden, da er mit über 500 000 Fahrgästen täglich seine Leistungsgrenzen längst erreicht hat.


    Dafür wird überlegt, die Südfassade zu öffnen, um neue Abgänge zu schaffen. Der Steintordamm würde dann evtl. in eine Kommunaltrasse umgewandelt werden, d.h. eine Querung ist nur noch für Busse, Taxis und Radfahrer erlaubt.


    In diesem Jahr soll von der Bahn eine Personenverkehrsstromanalyse für die Abläufe innerhalb des Bahnhofsgebäudes erstellt werden, die Wirtschaftsbehörde wird an einer Verkehrsanalyse zum Umfeld des Bahnhofes arbeiten.


    Der Umbau soll bereits 2017 beginnen.


    Quellen:
    - http://www.nahverkehrhamburg.d…ger-hauptbahnhof-ausbauen
    - http://www.hamburg1.de/nachric…u_des_Hauptbahnhofes.html

    Nur um mal ein bisschen für Klarheit zu sorgen, was die Abkürzungen MVG und MVV angeht:


    Die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) ist zuständig für den Betrieb der U-Bahnen, Trams und ein Großteil der (Stadt-)Busse. Darunter fällt etwa die Wartung der Fahrzeuge, die Organisation des täglichen Betriebs, etc. Die MVG ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke München (SWM) und somit im "Besitz" der Stadt München. (Quelle: Wikipedia "MVG")


    Der MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) ist der Dachverband aller Münchner Nahverkehrsunternehmen (MVG, S-Bahn München, regionale Busbetriebe, ...) und zuständig für Koordination der beteiligten Unternehmen, die Tarifgestaltung, Verkehrsplanung und gemeinsames Marketing. Gesellschafter sind der Freistaat Bayern, die Stadt München und einzelne Landkreise im MVV-Gebiet. (Quelle: Wikipedia "MVV")


    Hoffe das hilft bei der korrekten Verwendung der Begriffe ;)

    Zur neuen Mitte Garching:
    Leider kann man auf den Visualisierungen (gerade zu Nickl & Partner) nicht allzu viel erkennen, aber besonders spannend sind die Entwürfe mMn alle nicht. Helmut Jahn hätte mir wegen der "Ummantelung" noch ganz gut gefallen, ansonsten finde ich Auer+Weber eigentlich am besten. Ansonsten viel einfallsloses Zeug (Fritsch+Tschaidse, Staab, KSP). Spannender sind noch die Entwürfe von Spacial Solutions und Arge Weber (wobei spannend vermutlich nicht unbedingt gleich gut...).
    Interessant find ich auch die verschiedenen Entwürfe für den Hörsaal :D

    Vorweg: Das Projekt S21 fand ich schon immer interessant und ohne mich darüber je umfassend informiert zu haben, war ich grundsätzlich dafür. Warum? Kann ich selbst nicht so genau sagen, ich denke einfach weil das ganze etwas Modernes hat, Veränderung, scheinbare Verbesserung.
    Seit letztem Donnerstag habe ich mich damit intensiver befassen müssen, da S21 und die Frage nach dem Nutzen das Thema meines mündlichen Abiturs geworden ist. Seit dem sehe ich das alles ein bisschen differenzierter, im Moment stehe ich eher ablehnend gegenüber.


    Wir alle wissen wohl, um was es sich bei S21 handelt und was damit für Ziele verfolgt werden (Verbesserte Anbindung des Flughafens, Schaffung eines leistungsfähigeren Hauptbahnhofes und Ausbau der Zugverbindungen, Anbindung Stuttgarts an das Europäische Hochgeschwindigkeitsnetz, sprich Magistrale Paris-Budapest; sowie Schaffung von Arbeitsplätzen und neuen Stadtquartieren im Zentrum Stuttgarts).


    Doch warum ist dieses Großprojekt dann so umstritten? Meiner Meinung nach gibt es dafür vier wesentliche Gründe:


    1. Die lange Bauzeit von mindestens 9 Jahren und damit verbunden Behinderungen und Einschränkungen, v.a. im Bereich Schlossgarten. Hier sollen 282 Bäume gefällt werden. Es entsteht mitten in der Stadt über Jahre eine nicht unwesentliche Baugrube und der Bestandsbau wird teilabgerissen.


    2. Die Behauptung, ohne S21 wird die Region Stuttgart abgehängt, ist kaum haltbar. Ex-Ministerpräsident Oettinger sprach 2008 davon, dass es über Saarbrücken, Mannheim, Frankfurt und Mannheim eine Umfahrung Stuttgarts geben würde. Allerdings ist hier die Fahrzeit ca. 1h länger. (Quelle: Kopfbahnhof-21.de). Außerdem wird die Bahn kaum eine Region mit 2,5 Mio. Einwohnern außen vor lassen. Züge fahren schließlich immer noch nach Bedarf. Beleg: Frankfurt. Auch hier wurde argumentiert, dass ohne einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ICEs langfristig an Frankfurt vorbeifahren würden. Das ist nicht der Fall. (Quelle: http://www.srl.de/dateien/doku…cke_wendlingen_-_ulm.pdf; Abschnitt "Die Angst vor dem Verkehrsschatten")


    3. Zweifel an der Leistungsfähigkeit und Notwendigkeit des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofes:
    a) Die Bahnsteige werden relativ schmal (8m), von der Treppe bis zur Bahnstiegskante nur 2m. Außerdem haben die Bahnsteige ein Gefälle von 1,5%. (Quelle: Vieregg & Rössler)
    b) Ein solcher unterirdischer Durchgangsbahnhof bringt gegenüber dem Kopfbahnhof eigentlich nur Durchreisenden einen Vorteil. Dazu gibt es aber keine Angaben, da die Bahn solche Zahlen nicht erhebt; einzig Schätzungen aus den 90er Jahren gehen von ca. einem Drittel Durchreisenden aus. Außerdem fällt die Einfahrt in die Stadt mit oft sehenswerten Perspektiven weg und wird durch eine Tunnelfahrt ersetzt.
    c) Fachleute gehen davon aus, dass sich mit dem neuen 8-gleisigen Durchgangsbahnhof kein ntegralter Taktfahrplan (ITF) nach Schweizer Vorbild gefahren werden kann und sich so die Anschlüsse eher verschlechtern. Um dem neuen Bahnhof eine höhere Leistungsfähigkeit zu bescheinigen, geht die Bahn davon aus, dass Regionalzüge nur 1 und Fernverkehrszüge nur 2min halten. Das würde zu einer Verschlechterung der Anschlüsse führen. Außerdem kann schlechter auf Betriebstörungen reagiert werden (Quelle: http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=315). Dazu sagt das Innenministerium BW im April '09: "Es gibt bei der Infrastruktur Abschnitte, die für die Fahrplankonstruktion besonders anspruchsvoll sind."
    d) Der Tiefbahnhof führt alleine nur zu einer geringen Reisezeitverkürzung von 2-4 min (Quelle: http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=313)
    e) Die höherwertige Infrastruktur (befahrbar bis Tempo 250) würde zu höheren Trassenpreisen von ca. 30% führen. Der aufwändige Hauptbahnhof (viele Rolltreppen, Aufzüge, etc.) zu höheren Stationsgebühren. Diese Kosten muss -zumindest beim Regionalverkehr- das Land BW zahlen. (Quelle: http://www.srl.de/dateien/doku…cke_wendlingen_-_ulm.pdf; Abschnitt "Versteckte Kosten im Nahverkehr durch Stuttgart 21")
    f) Fachleute wie "Vieregg & Rössler", Sascha Behnsen, Prof. Martin Ulrich u.a. die ich leider aufgrund dem Chaos auf Schreibtisch und Desktop nicht finde, halten einen modernisierten und angepassten Kopfbahnhof für ebenso leistungsfähig.


    4. Die Kosten:
    Zu Beginn des Projektes im Jahr 1995 ging man von Kosten um 5 Mrd. DM aus. 2007 wurden sie auf 2,8 Mrd. € geschätzt, im April '09 auf 3,1 + 1,45 Mrd. € Risiko. Im Dezember '09 auf 4,1 + 0,44 Mrd. €. (Quelle: http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=317). Der Bundesrechnungshof geht in seinem Bericht von 2008 davon aus, dass "die Kosten dieses Projektes deutlich über 5300 Mio. €" liegen. Besonders hervorgehoben werden die Risikofaktoren "hoher Tunnelanteil (50%) und hoher Kupfer- und Stahlanteil". Nachzulesen unter: http://kopfbahnhof-21.de/filea…30_brh-bericht_zu_s21.pdf. Das Münchner Büro "Vieregg & Rössler" geht im gleichen Jahr von 6,3 Mrd € aus. Auch der Bahn war Ende 2009 bekannt, dass der Kostenrahmen von 4,5 Mrd. € nicht gehalten werden konnte und so plante man Einsparungen durch Osteuropäische Billigarbeiter und die bereits diskutierten aber noch nicht genehmigten dünneren Tunnelwände (Quelle: http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=317).


    Ist das Projekt S21 also ein mehr oder weniger sinnloses Prestigeprojekt?
    Dafür würde sprechen, dass ...
    ... S21 vom Bundesverkehrsministerium so eingeschätzt wird, dass es sich "nicht um ein Projekt des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege, sondern vorrangig um ein städtebauliches Projekt" handle.
    ...gigantische Geldmittel dafür eingesetzt werden, eine Fahrzeitverkürzung von wenigen Minuten zu erreichen. Nur die NBS Wendlingen-Ulm bringt eine wirkliche Fahrzeitverkürzung (von 54 auf 28min).
    ...angeblich ein modernisierter Kopfbahnhof nahezu den selben Nutzen bringen könnte.


    Soweit habe ich das bisher zusammentragen können. Viele Sachen kann ich aber selber nicht bewerten, wie z.B. die Leistungsfähigkeit eines modernisierten Kopfbahnhofes. Bin ja kein Experte.

    Ich hatte vor einiger Zeit auch mal das Vergnügen im Ingolstadt-Village shoppen gehen zu dürfen; hier mein Fazit:
    1. Shopping: relativ gute Markenauswahl, z.T. sehr gute Preise, man muss aber auch etwas suchen und bereit sein, Kompromisse zu machen. Dafür gibts dann teilweise Rabatte deutlich über 50%. Grade bei Schuhen sind aber viele Ladenhüter dabei und Randgrößen mMn nur schwer zu finden.
    2. Architektur: erträglich, grade Gebäude mit einfacher Backsteinfassade, mitunter aber sehr kitschig (Türme, etc). Daran, dass hinter den Fassaden ein einfacher Fabrikbau steht, muss man sich auch erst gewöhnen. Alles doch sehr Disneyland.


    Gefallen hat es mir nicht, wenn man mal einen größeren Einkauf plant aufgrund den Preisen aber durchaus lohnenswert.


    Ansprechender sah für mich auf den Fotos Metzingen aus. Kann jemand dazu was genaueres sagen? Vielleicht Fotos?