Beiträge von Dorfbewohner

    ^ Der GG-Platz im engeren Sinne ist leider so tot wie eh und je. Das liegt nur zum Teil am unpassenden Platzbelag , der meiner Meinung nach auch viel zu hell ist, um das schöne Schauspielhaus angemessen in Szene zu setzen (Stichwort: Kontrast).


    Viel schlimmer ist, dass es keine vernünftige Wegebeziehung zwischen östlicher Schadowstr. und GG-Platz gibt. Anstelle des gewaltigen Gebäuderiegels hätte ein einheitliches, aber durchlässiges Bebauungskonzept den Platz in die Gesamtstruktur integrieren sollen, anstatt ihn wieder zu isolieren.

    Für alle, die es interessiert: Hier noch zwei ältere RP-Artikel ohne Paywall, in denen ebenalls kritischen Stimmen zum Ingenhoven-Konzept Gehör verschafft wird:

    28. Oktober 2018

    26. April 2019

    ^ Wir haben im gesamten Umfeld des ehemaligen Kaufhofs eine weitgehend einheitliche Traufhöhe.

    Insofern würde es mir im Sinne der stadträumlichen Eingliederung ehrlich gesagt besser gefallen, wenn der Sockel ein Stockwerk niedriger ausfallen würde.

    Zum Ausgleich könnte man noch einen Block draufsatteln bzw. die beiden anderen erhöhen.


    Für "echte" Hochhäuser gibt es aber meiner Meinung nach deutlich geeignetere Standorte (z.B Friedrichstadt / Bilker Bhf. oder auch Hbf.).

    ^ Man muss kein Architekt sein, um zu erkennen, dass der Kaufhof keinen Anbau verträgt, der ihn überragt.


    Offenbar konnte Olbrich seinerzeit nicht über den gesamten Block verfügen, denn eigentlich ist der Kaufhof (wie auch die meisten Kaufhäuser aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg) als blockfüllende Dominante ausgelegt.

    Die ursprüngliche Bebauung entlang der Heinrich-Heine-Allee bzw. Elberfelder Str. (z.B. das Gürtler'sche Haus) war kurz zuvor entstanden und wurde durch das Kaufhaus klar dominiert.

    Mit dem (umgebauten) Parkhaus hat der Kaufhof ein sinnvoll dimensioniertes Pendant erhalten. Im Rahmen dieser Kubatur kann von mir aus gern neu gebaut werden, auch mit der im Entwurf gezeigten Fassade. Aber auf keinen Fall so hoch!

    ^ Gelungener Entwurf, der sich prima in den Bestand einpasst.


    So etwas wie Pendler-Appartments kann ich mir da durchaus vorstellen; dies ließe sich auch nahtlos mit dem Hotelkonzept verknüpfen.


    Aber nachhaltiges Wohnen für Familien mit Kindern bedarf einer Quartiersentwicklung. Da ist es mit ein oder zwei Neubauten nicht getan - schon gar nicht in dieser Umgebung.

    Der nahtlose Übergang vom Park zur City, verbunden mit dem eleganten Schwung des Kö-Bogens bildet ein Alleinstellungsmerkmal Düsseldorfs. Die vielfältigen Blick- und Wegebeziehungen - gerade im Bereich hinter der Oper - erzeugen eine großartige Aufenthaltsqualität.

    Die Einhaltung der Bauflucht durch die Oper ist in diesem Zusammenhang absolut unerlässlich.


    Allein der Umstand, dass diese zu Lasten des Hofgartens aufgegeben wird, disqualifiziert den Entwurf nach meiner Überzeugung völlig.

    Abgesehen davon ist es schon bemerkenswert, dass der Entwurf eigentlich nur aus der Vogelperspektive gut aussieht, aus der man einzig die Alibi-Begrünung wahrnimmt.

    Noch ist es nicht soweit, dass wir an Drohnen hängend durch die Stadt segeln.


    Also: Denkt bitte an die Fußgänger. Finger weg vom Hofgarten!

    ^ Schmitz & Co. scheinen auf einen Pavlov'schen "Oh-wie-schön"-Reflex zu setzen, um darüber hinwegzutäuschen, dass sie ausschließlich für unkritische Multimillionäre bauen, mit denen sich wohl besonders leicht Geld verdienen lässt.

    Im Einzelfall (z.B. Lanker Str.) kann dabei durchaus ein städtebaulicher Gewinn entstehen.


    An die architektonische Qualität der Alltours-Zentrale reicht der Entwurf aber ohnehin nicht annähernd heran.

    Ungewohnten Architekturkonzepten stehe ich grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegenüber.

    Ich habe mich erntshaft bemüht, dem gezeigten Entwurf etwas Positives abzugewinnen. Ohne Erfolg.


    Ernsthaft:

    Wie kann man zwei oder drei durchschnittlichen Stadtbäumen erlauben, ein architektonisches Konzept komplett zu dominieren?

    Wer immer so etwas geplant hat, hat nichts von der Funktion von stadträumlichem Grün verstanden.


    Außerdem: Welchem ästhetischen Anspruch sollen gewaltige fensterlose Mauerflächen genügen???


    Am schlimmsten aber: Wie kann man ein denkmalgeschütztes Gebäude, das lt. Amt für Denkmalschutz "aus städtebaulichen, architekturgeschichtlichen und historischen Gründen von überregionaler Bedeutung" ist und dessen prägendes Merkmal die perfekte Symmetrie darstellt, derart systematisch verschandeln?


    Sollte es notwendig sein, gegen einen derartig hirnrissigen Unfug Unterschriften zu sammeln (was ich nicht hoffe): Bin garantiert dabei.

    1990 habe ich meine Diplomarbeit über den Strukturwandel im Düsseldorfer Hafen geschrieben.

    In diesem Zusammenhang habe ich diverse Gespräche mit dem Hafendirektor und Mitgliedern des Hafenausschusses im Rat geführt und die (damals) aktuellen FNP und Bebauungs- und Pachtvertragspläne erhalten.

    Auf meine Frage, warum das Parkhaus Moselstr. nicht eingezeichnet sei, wurde mir geantwortet, dies würde in nächster Zeit abgerissen und sei nicht mehr Bestand der Planung. Wohlgemerkt 1990.


    Kein weiterer Kommentar.

    ^ Unkomplizierte Aufgabe??? Wohl kaum.

    Abgesehen von den Kosten im zweistelligen Millionenbereich und der Tatsache, dass die Bauarbeiten aufgrund der erheblichen Verkehrsbehinderungen nur abschnittsweise durchgeführt werden können, müssen individuell zugeschnittene Oberflächenlösungen für jeden Straßenabschnitt gefunden werden.

    Die Dokumentation der Stadt gibt hierzu einen sehr guten Einblick.
    Im unteren Seitenbereich gibt es jeweils passenden PDF-Dokumente, und zwar hier und hier.
    Die Schadowstraße kommt noch dazu.

    ^ Vielen Dank für die Links - sehr aufschlussreich (insbesondere das erste Bild).


    Abgesehen von dem wilden Stilmix erkenne auch hinsichtlich der Platzgestaltung kein Konzept, das für die zukünftige Gestaltung des KAP nützlich wäre.

    Giebel- und traufständige Fassaden standen willkürlich nebeneinander, es gab auf dem ganzen Platz Null Grün (nicht mal ein schattenspendendes Bäumchen) und bereits in den 30ern wurde dem rollenden Verkehr ein Großteil der Platzfläche geopfert.

    Immerhin war der Platz nach Norden hin ordentlich gefasst.


    In puncto stadträumlicher Gliederung gefällt mir die Nachkriegsbebauung mit der weitgehend einheitlichen Traufhöhe auf der Westseite deutlich besser, wobei die meisten Gebäude natürlich mittlerweile völlig abgewirtschaftet sind und erneuert werden müssen.

    ^ Es handelt sich um das letzte große Werk von Karstadts Hausarchitekt Philipp Schaefer, der seine Karriere vor dem ersten Weltkrieg in Düsseldorf begonnen hat (Kaufhof an der Kö, als Mitarbeiter von Olbrich) und der unter anderem den berühmten Karstadt am Herrmannplatz in Berlin entworfen hat. Immerhin wird der Erbauer am Gebäude mit einer Plakette geehrt.
    Obwohl das Kaufhaus nicht unter Denkmalschutz steht, wäre ein Abriss nach meiner Überzeugung ein absoluter Frevel, zumal das Gebäude einen würdigen Nachfolger der kriegszerstörten Tonhalle darstellt.

    ^ Das soziale und städtbebauliche Umfeld ist an dieser Stelle - gelinde gesagt - problematisch. Umso mehr sollte man m.E. positiv würdigen, dass hier ein privater Investor Geld in die Hand nimmt. Die Neubauten stellen einen Grund mehr dar, am KAP endlich Nägeln mit Köpfen zu machen.


    Von der Corona-Krise sind diese Hotels ja erst einmal nicht betroffen - frühestens zum Eröffnungstermin.

    Was die Nachfrage nach der Krise angeht: Auf welche Quellen beziehst du dich da?

    Vieles wird davon abhängen, wann und wie es mit den Messen weitergeht. Mir ist nicht bekannt, dass es hierzu irgendwelche zuverlässigen Prognosen gäbe.

    ^ Neben all den hier schon beschriebenen Vorteilen des Standortes finde ich es erfreulich, dass die Moskauer Str. voraussichtlich zügig "zu Ende" gebaut wird und keine ewige Baustelle bleibt.

    Für den bisherigen Standort wünsche ich mir eine anständige Blockrandbebauung - gern auch mit städtebaulicher Dominante. Die Altbauten sind ja wohl kaum erhaltungswürdig.

    In der Rheinischen Post (17.01.) heißt es, eine Sanierung am bestehenden Standort würde eine Schließung der Oper für fünf Jahre bedeuten. So ein Fachbeitrag im Rahmen der Opernkommission. Außerdem sein ein Anbau (in den Hofgarten hinein) aufgrund der gewachsenen technischen Erfordernisse unerlässlich.

    Offiziell ist das Thema "bestehender Standort" damit zwar noch nicht vom Tisch. Die Nachricht wird den Anhängern eines Neubaus aber sicherlich einen deutlichen Schub verschaffen.