Rund um die Schadowstraße

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Midstad entwickelt Tuchtinsel

    In Ergänzung hierzu bin ich eben zufällig auf eine Meldung gestoßen, nach welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hochhaus gebaut wird. Es hat wohl schon Gespräche des Eigentümers mit der Planungsdezernentin Zuschke von der Stadt gegeben, es muss allerdings kleiner ausfallen als die Calatrava-Planung von 2020. Auch die Bürgerschaft soll demnach in die Planungen einbezogen werden.

  • ^ Der Entwurf von Calatrava – einem Weltstar unter den Architekten – wurde der Höhe wegen abgelehnt, weil sein Turm dem Dreischeibenhaus Konkurrenz gemacht hätte. Wenn’s der Kölner Dom gewesen wäre, okay. Aber das Dreischeibenhaus, wirklich? Ähnlich wie der Berliner Fernsehturm wird auch dieses vereinsamte Hochhaus erst gut aussehen, wenn es in einem Cluster steht. Wann rückt Düsseldorf endlich ab von diesen halben Sachen. Dieser „Denkmalschutz“ müsste in „Fortschrittsschutz“ umbenannt werden, so inflationär, verantwortungslos und ideologisch wie er benutzt wird.

    Einmal editiert, zuletzt von jered1993 (10. November 2025 um 09:42)

  • ^ Das Dreischeibenhaus ist als Solitär konzipiert und kommt nur dann zur Geltung, wenn es NICHT in einem Cluster steht. Glücklicherweise hat sich das Schauspielhaus dazu gesellt und bildet mit dem Dreischeibenhaus trotz vollkommen gegensätzlicher Formensprache ein fantastisches Ensemble.

    Ich kann gut verstehen, dass die Stadtplaner diese Situation nicht durch Konkurrenzbauten verhunzen wollen.

    Abgesehen davon finde ich allerdings auch, dass Düsseldorf seine Hochhauscluster verdichten sollte. Aber da, wo es passt (südlich der Kö und rund um das ARAG-Haus).

  • ^ Aber was ist das für eine Begründung? Gibt es da eine mathematische Formel, die besagt, dass das Dreischeibenhaus nur als Solität Ausstrahlung habe? Das ist meinem Empfinden nach nämlich überhaupt nicht so. Nur, weil es ursprünglich mal so konzipiert wurde, heißt es doch nicht, dass man auch Jahrzehnte später so denken und neuen Wahrzeichen ein Strich durch die Rechnung machen muss? Ist jetzt auch nicht so, dass man in Düsseldorf grundsätzlich auf Beifall stößt und Leute sagen: „Oh, das Dreischeibenhaus, wie es sich so königlich dort ganz alleinstehend präsentiert, herrlich!“ Man kann da ja unterschiedlicher Meinung sein, aber zu sagen, dass es nur als Solitär wirkt, weil es eben so geplant wurde, ist doch völlig schwachsinnig.

  • Die Planungen für die „Tuchtinsel“ sind nun endlich konkret. Gestern (11. März) fand in Cannes die Immobilienmesse MIPIM statt, auf der Oberbürgermeister Keller den Wettbewerbsbeginn für April bekanntgegeben hat. Wie bereits vorher erwähnt, werden neben Stadtplanern auch Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Explizit in den Fokus stellt die Stadt zudem Aspekte wie Qualität und Nachhaltigkeit.


    Dekoratives Anführungszeichen

    Vorgesehen ist ein Hochhaus mit Geschäften und Restaurants in den unteren Etagen und Büros sowie einem Hotel im oberen Bereich.

  • ^ Tolle Nachrichten! Gibt es schon Genaueres zur Höhe? Ich bin nach wie vor großer Fan des Calatrava-Entwurfs für die Tuchtinsel – damals hat sich ja unter anderem der Hochhausrat dagegen ausgesprochen, weil die Höhe dem Dreischeibenhaus Konkurrenz gemacht hätte.

    Oh bitte lasst sie von diesem Irrsinn absehen! Düsseldorf darf nach dem Opern-Desaster nicht noch eine Chance auf ein mögliches neues Wahrzeichen und Publikumsmagnet verlieren.