Beiträge von Stahlbauer

    Arnold Bartetzky zitiert Ursula Lehmann-Grube (Ehefrau des damaligen OB Hinrich Lehmann-Grube), die 1991 den Tagebau Cospuden erkundete:

    Dekoratives Anführungszeichen

    An einer Stelle setzen wir uns an die Grubenkante und guckten. Hinrich fand, das müsse "man gesehen haben". Dies wirkte auf uns beide viel schlimmer als der Blick in die Grube von Espenhain...: soweit man sehen konnte, berghoch aufgeschüttete Halden von schwarzem Grus, zerfurcht von Wasserrinnen. Bisher war ich der Meinung und habe das in tröstender Absicht auch gesagt, wenn man es richtig an Stelle, könne die Landschaft nach einem Tagebau schöner sein als vorher...Nicht mehr. Wie diese Mondlandschaft belebt werden soll, kann ich mir nicht vorstellen.

    Nach der Außerbetriebnahme des Tagebaus Cospuden begann in den 1990er Jahren die Flutung des Tagebaurestlochs. Von der Nordkante aus konnte man die beiden Bäume von Zöbigker und die Bistumshöhe erkennen.

    Eigene Fotos.

    Zöbigker in den 1990ern. Mit der Rekultivierung des Tagebaus Cospuden ist begonnen worden. Mit dem Absetzer wurde auch die Bistumshöhe geschüttet und damit eine kleine Höhendominante in der Ebene geschaffen.


    Einige Bäume wurden erhalten. Nicht alle haben die letzten Jahre überstanden.


    Die Tiefe des Cospudener Sees können heute nur noch Taucher erleben.


    Die große Eiche in Zöbigker hat bislang überlebt.


    Kein Tagebaugroßgerät ist mehr zu sehen. Dafür die Bistumshöhe mit ihrem Aussichtsturm.

    Eigene Fotos.

    Die Zentraldeponie Cröbern ist umgeben von Cospudener See, Markkleeberger See, Störmthaler See und Zwenkauer See. Vom Hochufer des Markkleeberger Sees ist der Müllberg besonders gut zu sehen.

    Gerade kann man ein Déjà vu erleben. Wie in vergangen Zeiten wird es als besonders gute Idee angesehen, den Abfall in einem Tagebau zu verkippen.

    Statt den Abfall dort zu belassen, wo er anfällt, soll eine Karawane von Diesel-Lkws durch den Landkreis ziehen und ein potentielles Natur-und Erholunggsrefugium zukippen. In modernen Zeiten sollte ein derartiger Müllexport aus Leipzig nicht mehr erforderlich sein.

    Im Tagebau Espenhain wurde bis Mitte der 1990er Jahre Braunkohle gewonnen.

    Ungefähr von HIER -also von der Grunauer Bucht- aus konnte man die vor Störmthal stehende Abraumförderbrücke 17 sehen. Die Angaben auf der verlinkten Webseite sind teilweise nicht ganz genau. Dieses Foto wurde während einer umfangreichen Umbaumaßnahme im Sommer 1981 geschossen.

    Ortslage Störmthal, davor die Abraumförderbrücke 17- vor der Sprengung im Jahre 1997.

    Eigenes Foto.

    Erstaunlicherweise hat der, am Rand von Auenhain gelegene, Gewerbebau aus der Tagebauzeit...


    ...die Zeiten überdauert und wurde für neue Nutzungen umgebaut.


    Der Wasserspiegel des Markkleeberger Sees...


    ... ist heute deutlich höher. Mit ca. 252 ha gehört der Markkleeberger See nicht zu den großen Seen im Leipziger Neuseenland, mit 62 m aber zu den tiefsten Seen.

    Eigene Fotos.

    Bilder aus der Mitte der 1990er Jahre vom Großtagebau Espenhain und den Werken in Thierbach und Espenhain.


    Damals gab es noch keine Autobahn A38 und zwischen Auenhain, Güldengossa und Störmthal bis zum Ende des Abbaufeldes verlief ein Förderbrücken-Randschlauch.


    2023 verläuft hier die Autobahn und die Büsche wachsen. Am Horizont ist die Hochhalde Trages zu sehen. Der Blick nach Espenhain ist nicht mehr möglich. Auf der Hochhalde Cröbern wird seit Jahren der Müll der Leipziger abgekippt und der Landkreis verunstaltet.

    Eigene Fotos.

    In den 1980er Jahren wurden die Gebäude von Oelßners Hof noch genutzt.

    btw: Den Blumen-Verkaufswagen im Hintergrund kann man -meine ich- noch heute auf der Grimmaischen Straße sehen.


    In den 1990er Jahren verfiel Oelßners Hof immer mehr.

    Eigene Fotos.

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    Anfang der 1950er Jahre? Dann ging das Vergessen bzw. Verdrängen ja rasend schnell.

    Manche Rekonstruktionen haben einen eigenen Charakter.

    In den 1980er Jahren sah die Nikolaistraße von der Universität gesehen so aus. Alles Flachdächer...

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    Ende der 1980er Jahre wurde mit der Bebauung der Kriegsbrache Grimmaische Straße / Nikolaistraße begonnen. In den Neubau integriert wurde ein "neuer" Fürstenhauserker . Der Neubau war ein bunter Mix unterschiedlichster Bauverfahren.

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    1990er-Jahre-Baustellen

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    Inzwischen wurde das Gebäude umgebaut.

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    Von der "Löwenapotheke" ist nur ein geringer Teil des Stahlskeletts und etwas Sandstein erhalten geblieben. Der Rest ist neu. Rekonstruiert...

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    Die "Löwenapotheke" hat nicht nur eine neue Fassade sondern auch ein Staffelgeschoß erhalten.

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    Wenn ich diesen Bericht richtig verstehe, kommt demnächst Leben in den Bau.

    Eigene Fotos.

    Dekoratives Anführungszeichen

    das war ja dem Namensgeber Dimitroff geschulde

    Kannte den irgendjemand in Leipzig? Vielleicht war es beim Umfang der Zerstörungen eine Art Lotto; oder eine Form der Triage. Aber in Absurdistan war wohl alles möglich.

    Anderes Thema: Bei dem 150 Jahre alten Foto HIER dachte ich unwillkürlich an den Leipziger Markt mit dem Barfußgäßchen. War aber nix. Könnte aber ein neues Rekoprojekt initiieren. Aber eben nicht in Leipzig.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Soweit ich weiß, dürften die Schäden an den beiden Ecken auch die wesentlichen an der Fassade gewesen sein. Der Zerstörungsgrad von ca. 35% wird sich ansonsten wohl auf ausgebrannte und durch Wasser usw. beschädigte Räume beziehen.

    Es ist schon erstaunlich, dass in der damaligen Zeit das "Reichsgericht" so instand gesetzt wurde, dass die Kriegsschäden kaum noch zu erkennen waren. Man hätte ja das Gewandhaus oder die Uni-Bibliothek instand setzten können. Die Musikhochschule wurde -zumindest in großen Teilen- ja auch rekonstruiert - wenn auch verändert.