Beiträge von mamamia

    In den bestehenden Quartieren ist die Schaffung neuer Tiefgaragen so gut wie unmöglich, bzw. wenn überhaupt dann nur mit einem hohen Kostenaufwand erreichbar.

    Welcher Investor soll so etwas realisieren wollen; so schlimm ist die Zinskrise ja nicht.

    Wieso können es Städte wie z.B. Wien hinbekommen; dort wurde bewusst der Parkraum verringert - ohne Ersatz in Tiefgaragen.

    Deutschland ist zwar ein Auto-Lobby-Land, aber umdenken sollte trotzdem noch möglich sein. Ohne eine Änderung des Verhaltens von uns allen, wird sich nichts ändern.

    Wer sich ein Pkw kauft, und dann kaum nutzt, kann nicht rechnen. Welches Unternehmen würde sich eine Maschine zulegen, die selten benötigt wird? So etwas wird ausgelagert - auf das Auto umgedacht bedeutet das Car-Sharing.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Infrastrukturabgabe sehe ich kritischer, es gibt "Value Capturing", also wenn der Immobilien-Preis durch eine neue U-Bahnlinie steigt, müssen Besitzer in Sydney zB eine Abgabe dadurch bezahlen. Tiefgaragen ...

    Ich meine aber eher eine Ablösesumme für nicht zu errichtende Stellplätze in innenstadtnahen Bereichen, welche nach einem Schlüssel, wie bei der Stellplatzsatzung, erfolgen könnte: z.B. wenn gemäß Nachweis im Bauantragsverfahren 100 Stellplätze erforderlich wären, müssten 40% abgelöst werden und 60% würden dann tatsächlich nur noch gebaut.

    Insoweit diese Abgabe pro Stellplatz nicht höher ist, als die entfallenen Erstellungskosten (insbesondere bei Tiefgaragen), sehe ich einen solche Abgabe für den Bauträger/Entwickler sowie den Erwerber neutral.

    Statt mehr teure Tiefgaragen Stellplätze zu bauen, würde Geld für den ÖPNV generiert.
    Durch den Mangel an Stellplätzen sinkt zudem die Neigung, einen eigenen Pkw anzuschaffen; der Umstieg auf den ÖPNV oder/und Carsharing fällt leichter.

    Die schlichte Blockrandbebauung nimmt nach meinem Dafürhalten keinerlei Bezug auf die Umgebung und die Historie des Ortes sowie Blickachsen aus der Stadt.
    Die Planung nutzt nicht die Tiefe des Grundstücks.
    In der Achse der Elisabethstraße hätte ich mir einen Hochpunkt, ein sog. Landmark vorstellen können.
    Der Straßendurchbruch der Straße zwischen Bilker Allee und Bachstraße hätte zudem besser eingebunden werden können als durch eine schräg zum Raster der Friedrichstadt verlaufenden Straßenfassade.

    Schade -wieder ein Stück Stadt, wo eine Chance vertan wurde.

    ^^

    Dazu muss aber zuerst der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herausgenommen werden; also in etwa das, was schon von rund 70 Jahren bei der Planung der Berliner Allee von einigen Düsseldorfer Architekten gefordert wurde.
    Hierfür müssen natürlich die Ringstraßen entsprechend ausgebaut und eventuell weitere Tangenten außerhalb der Innenstadt gebaut werden.

    Bislang wird der gesamte Verkehr durch die City geführt; statt früher über den Tausendfüßler, nun halt durch einen dreispurigen Tunnel.
    Zudem werden immer noch große Tiefgaragen gebaut, die selber Verkehr anziehen.

    Für eine echte Wende müssen weite Teile der Kernstadt vom Durchgangs- und Besucherverkehr befreit werden und weitere Fußgängerzonen und Mischverkehrsflächen geschaffen werden.

    Statt bei Bauvorhaben weiter Pkw-Stellplätze (in kostspieligen Tiefgaragen) zu fordern, sollte die Stadt die für die rechnerisch notwendigen Stellplätze eine Investitionsabgabe erheben, mit der der ÖPNV deutlich ausgebaut werden kann.

    Fahrradwege sollten möglichst nicht an stark befahrenen Straßen und schon gar nicht auf Busspuren eingerichtet werden, sondern geeignete Parallelstraßen als sog. Fahrradstraßen (mit Vorrang für Fahrräder) eingerichtet werden.

    Nur durch den Entfall einer Fahrspur für den Individualverkehr wird man die Verkehrswende nicht hinbekommen.

    Düsseldorf muss endlich die Fehlkonzeption der autogerechten Stadtplanung der Nachkriegszeit überwinden.

    Die geplante Anbindung der Moskauer Straße an die Karl-Geusen-Straße sollte ja den Durchgangsverkehr aus dem südlichen Teil der Kölner Straße herausnehmen; der Abschnitt zwischen Oberbilker Markt und Ellerstraße hätte dann verkehrsberuhigt werden können, insoweit am Oberbilker Markt die direkte Überfahrt Richtung Worringer Platz unterbunden würde.

    Der Teil nördlich des Worringer Platzes hätte nur durch eine sehr aufwendige Anbindung der Moskauer Straße an die Toulouser Allee entlastet werden können.

    Da diese Anbindung nicht kommt, bleibt die Toulouser Allee ein Stückwerk und der nördliche Teil der Kölner Straße eine hochbelastete Durchgangsstraße; ein Umleiten des Durchgangsverkehrs findet somit nicht statt.

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    Im Gegenteil - für jede Wohnung (egal wie groß) muss mindestens ein Pkw-Stellplatz gebaut werden, eher noch mehr (um sie an Nachbarn zu vermieten)!

    Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Angebot an Parkplätzen und der Anzahl an zugelassenen Pkws. Nur eine bewusste Verknappung des Parkraums mit gleichzeitigem Ausbau des ÖPNV, zum Teil finanziert durch Ablösebeträge für die nicht zu erstellenden, kostspieligen Stellplätze in Tiefgaragen, könnte das Problem langfristig lösen.

    Aber es geht ja der Stadt aktuell nur darum, die Schadstoffbelastung an der Messstelle Corneliusstraße unter den Grenzwert zu bekommen.

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    Dieses Argument um Kunden, die nicht direkt vor Geschäften parken können und deswegen nicht mehr kommen, hängt mir zu den Ohren raus.

    Der Einzelhandel kommt aber immer wieder damit; ob es berechtigt ist, sei dahin gestellt. Zumindest findet er damit bei der Politik nicht selten Gehör.

    Die Stadt sollte dringend über ihre Stellplatzsatzung nachdenken. Noch immer müssen bei Bauvorhaben zu viele Pkw-Stellplätze errichtet werden; das erzeugt auch Verkehr.

    Zuerst muss der ÖPNV massiv ausgebaut werden; vor allem ein dichterer Takt.

    Ich kenne die Strecke gut und auch ich befürchte, dass hier ein Chaos droht, da die Ausweichrouten wirklich keine Alternative sind.

    Spätestens wenn der Einzelhandel über rückläufige Umsätze klagt, weil die auswärtigen Kunden abgeschreckt sind und woanders oder gleich online einkaufen, wird die Stadt alles wieder umbauen.
    Auf der Luegallee gab es ja vor Jahren auch schon stadteinwärts eine Fahrradspur; die hat damals die folgende Kommunalwahl nicht überlebt.

    Düsseldorf braucht ein langfristiges Konzept und kein hektisches Handeln wegen der Angst vor einem Dieselfahrverbot; die Grenzwerte werden ja schon seit Jahren überschritten und niemand hat gehandelt.
    Mit der Aktion wird die Luftbelastung definitiv nicht reduziert!

    Wien z.B. arbeitet seit den 70er Jahren an der Verkehrswende; und das nicht ohne Erfolg.

    Laut RP soll beim Umbau der Schadowstraße ein mittig angeordneter Radweg gebaut werden.
    Somit wird die Schadowstraße definitiv keine richtige Fußgängerzone, bei der ein entspanntes Bummeln möglich ist.

    Mit Rücksichtnahme eines großen Teils der Radfahrer für querende Fußgänger sollte man dann erfahrungsgemäß nicht rechnen.
    Mir wäre eine echte Fußgängerzone mit Duldung angemessen fahrender Radfahrer lieber gewesen.

    Dann wohl doch besser gleich im Internet shoppen.

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    Stadtpolitisch ein Desaster, dass Automengen dorthin verschoben werden, wo nicht gemessen wird.

    Bei der Aktion geht es nur darum!

    Auf Grund der Angst vor einem Dieselfahrverbot hofft man, mit der künstlichen Erzeugung von Staus, die Autofahrer umzulenken.
    Bei einem Stau auf der Corneliusstraße steigen die Emissionen allerdings an.

    Mit dem Fahrrad werde ich grundsätzlich keine der Hauptverkehrsachsen nutzen, da ich so zu viele Schadstoffe einatmen müsste. Es gibt geeignete Parallelrouten.

    Eine Politik einer Verkehrswende sieht anders aus!

    Vielleicht lassen ja auch einige ihr Auto stehen und shoppen gleich im Internet;
    dann verstopfen ja nur noch die ganzen dieselgetriebenen Kurierfahrzeuge die Straßen. 😀

    In den 50ern wurde nur der Zuschauertrakt neu gebaut; der Bühnenbereich ist in seinen Grundzügen noch ein Teil des alten Stadttheaters aus dem 19. Jahrhundert;
    wenn auch mehrfach erweitert und umgebaut.

    Eine Alternative wäre ein zeitgemäßer Neubau des Bühnenhauses; der Zuschauertrakt mit seiner prägnanten Fassade zur Heinrich-Heine-Allee könnte dann stehen bleiben.

    Ein Neubau der Oper an einer Stelle, außerhalb der inneren City, kann ich mir nicht vorstellen; die räumliche Nähe der verschiedenen Kultureinrichtungen rund um den Hofgarten ist eine der Stärken Düsseldorfs.

    Der heutige Mittelstreifen der Heinrich-Heine-Allee entspricht in etwa der historischen Gestaltung der Alleestraße; der Fußweg selber ist Nebensache.

    Der Jugendstil-Pavillon stand ursprünglich dort, wo in den 20er Jahren das Wilhelm-Marx-Haus errichtet wurde.
    Insoweit ist der Standort der historischen Rekonstruktion schon passend.

    Alle regen sich über die eigenartige Sitzstufenanlage mit der sinnfreien Absenkung rund um den Pavillon und die sich dort oft aufhaltenden Personen auf.

    Ein noch größeres Loch in der Platzfläche macht da noch weniger Sinn.

    Der Stadtraum am Südende der Allee muss eine für alle Bürger nutzbare und überschaubare Freifläche erhalten.

    Es ist öffentlicher Stadtraum und kein privater Vorgarten!

    Aber die Visualisierung stellt ja auch nur eine nichtoffizielle Idee dar.

    Die RP berichtet über einen Vorschlag von Rene Benko / Signa über die Zukunft des Carsch-Hauses als KdW.
    In dem Zusammenhang will er den Musikpavillon entfernen und ein großes Loch auf dem Vorplatz, mit direktem Zugang zum Basement schaffen.

    Ich halte das für eine Verschlechterung der Situation; zudem dürfte es nicht ohne Proteste möglich sein, den Musikpavillon zu entfernen.
    Das Problem dort ist ja gerade die Absenkung der Platzfläche rund um den Pavillon.

    Statt eines noch größeren Loches, dass nur als Eingang wahrend der Öffnungszeiten dient, sollte die Platzfläche nivelliert werden.
    Der Nachbau des historischen Pavillons selber ist kein Problem und sollte erhalten bleiben.

    Um mehr Tageslicht in das Basement zu bekommen, könnte ein Teil der Fläche rund um den Pavillon mit einer begehbaren Glassfläche gebaut werden.

    Ein weiterer Vorschlag, das Dach des Carsch-Hauses rundum zu öffnen, um dort wohl soetwas wie im Berliner KdW zu schaffen, halte ich ebenfalls für eher nicht realistisch.

    Der Denkmalschutz wird hier sicherlich ein Wort mitreden wollen und die heutige Fressmeile im UG ist zudem viel besser an die Kundenströme angebunden als das Dachgeschoss.
    Auch ist das Dachgeschoss für einen wirklich interessanten Ausblick nicht hoch genug gelegen.

    Nebenbei ist das Basement kürzlich aufwendig umgestaltet worden und nach meinem Dafürhalten scheint es zu funktionieren.

    Benko sollte vielleicht eher das grundsätzliche Problem der klassischen Warenhäuser angehen, als nur einzelne Perlen für eine kleine Klientel zu schaffen.

    Der Kunde muss ja einen Grund haben, noch in ein Warenhaus zu gehen, anstatt online zu shoppen.
    Früher gab es in den Häusern ein breites Angebot an Dingen des täglichen Bedarfes, welches man unter einem Dach erwerben konnte. Im Laufe der vergangenen Jahre wurde das Angebot immer mehr ausgedünnt und in der Folge schwand auch der Marktanteil am Einzelhandelsumsatz.

    Der historische Teil der Rheinterrassen steht, wie auch der benachbarte Ehrenhof, als bedeutendes Werk des rheinischen Backstein-Expressionismus unter Denkmalschutz.

    Auch der Hofgarten steht unter Schutz, weshalb auch an dem jetzigen Standort, an der Nahtstelle zur Altstadt, nicht einfach ein Hochhaus gebaut werden könnte; jeder Entwurf müsste auf seine Wirkung in Bezug hierzu betrachtet werden.

    Es ist schon erstaunlich, was einige lokale Architekturbüros aktuell so raushauen;
    ein realisierbar wirkender Entwurf oder auch ein Entwurf von einer für eine derartige Aufgabe angemessenen Gestaltqualität ist bislang nicht dabei gewesen.


    Ein teurer Neubau ist auch nicht unbedingt notwendig; aktuell geht es ja eigentlich um ein Sanierungskonzept für das denkmalgeschützte Haus und eine etwas genauere Kostenkalkulation.

    Diese Idee ist völlig schwachsinnig - endlich mal ein Hotel für Düsseldorf.
    Wie soll eigentlich die Tiefgarage erschlossen werden?
    Von der Störung des Stadtbildes an der Stelle mal ganz zu schweigen.

    Bislang sind weniger als 150 Mio für Renovierungen des Opernhauses kalkuliert; jeder Neubau würde ein mehrfaches kosten.
    Bei den bislang ungefragt vorgelegten Entwürfen lohnt allerdings noch nicht einmal eine Kostenschätzung.

    Ein Streckenverlängerung auf Basis uralter Verkehrsplanungen ist sicherlich eher so nicht realisierbar.
    Die Bahntrasse muss such das vorhandene Straßenprofil passen oder es müsste eine neue Trasse freigeräumt werden; Brücken (z.B. A46 Eller) müssten vermutlich neu gebaut gebaut werden, um die schweren Straßenbahnen tragen zu können.
    Am Bahnhof Gerresheim dürfte auf der Südseite kurzfristig keine Umsetzstelle oder sogar eine Schleife errichtet werden können.

    Auch schon erwähnte Verlängerungen der Stadtbahn nach Himmelgeist bzw. eine Verlängerung der U79 über Uni-Ost hinaus dürfte an mangelnden Trassen scheitern.

    An der geplanten U81 kann man zudem sehen, wie solche Projekte von direkten Anwohnern als mögliches Lärmproblem bekämpft werden.