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Nochmal:
Bis auf ein paar Baumkuschler hatte auch unter den Gegnern damals niemand ein Problem mit einem Tiefbahnhof an sich, sondern nur und ausschließlich mit dem Projekt S21 wie es damals geplant war (8 Gleise und absehbare Kostenexplosion unter kompletter Aufgabe des bisherigen Bahnhofs). Zu allem anderen war die Bahn nie gesprächsbereit, während ich mich nicht erinnern kann, dass irgendjemand bei K21 eine unterirdische Durchgangsergänzung kategorisch ausgeschlossen hätte!
...
aber z.B. einer unterirdischen Querung der ICE-Trasse von Mannheim über den Flughafen nach München zur NBS und nach Zürich/KA hat doch nie jemand ernsthaft widersprochen außer einer Handvoll Parkbaum-Bewachern.
Siehst Du das nicht etwas zu optimistisch? Ich kann natürlich nicht in die Köpfe von 11 Mio Baden-Württemberger reinschauen, selbst in der heißesten Phase hat sich nur ein Bruchteil ernsthaft damit befaßt und v.a. geäußert.
Aber Quer & Tief & Durchgang heißt Bäume fällen, Park aufbaggern, Bahndirektion stutzen, ewige Baustelle, Nesenbachdüker, Tief-Keller-Dunkel, ...
Soweit ich mich erinnere war die Baumfällung Ausgangspunkt der heftigsten Proteste und Eskalation mit der Folge bundesweiter Aufmerksamkeit über Schlichtung bis mindestens indirekt zur Volksabstimmung. Mindestens 60.000 bis 150.000 Demonstranten wurden geschätzt. Weit mehr als die Montagsdemos zuvor mobilisieren konnten.
Jetzt sprichst Du von ein paar Baumknutschern? Gut, es wird sich nicht beweisen lassen, wieviele insgeheimen Kombi-Fans diesen Anlass nur als Gelegenheit genutzt haben oder ob eine schweigende Mehrheit Pro-Kombi während des ganzen Prozesses still zuhause gesessen ist. Den Eindruck hat diese Zeit auf mich jedenfalls nicht gemacht.
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Dass man, wenn die Bahn sich auf S21 wie geplant und sonst nichts versteift und selbst den Schlichterspruch mit allem was die Schlichtung ergeben hatte ignoriert, sich darauf konzentrieren muss das Ding dann eben komplett zu Fall zu bringen, ist doch die reine Logik!
Sei doch mal ehrlich, was wäre denn gewesen, wenn die K21-Bewegung plötzlich zur Kombi21 umgeschwenkt wäre? Es hätte dann geheißen dass auch die Gegner jetzt von S21 überzeugt sind und ihre ehemalige Kritik nun mit viel zu teurem Schnickschnack rechtfertigen wollen.
Sehe ich ähnllich. Gilt freilich ebenso für die Bahn, wenn sie geschwenkt wäre, nur mit anderen Folgen. Dann wäre Projekt wg. Planung und Finanzierung "tot" gewesen.
Hab weiter oben schon i.Z.m. den 10 Gleisen geschrieben, dass eine solche Initiative deshalb von den Befürwortern kommen müßte und nicht von den Gegnern erwartet werden kann.
Persönlich habe ich gar nix gegen Kombi-Vertreter, zeigt doch diese Lösung immanent Kompromißbereitschaft. Trotzdem bin ich nach Abwägung nicht für diese Lösung, ebenfalls s.o.

