![]()
Sofern das gesamte Areal also so oder so unterkellert wird, verlieren die Hochpunkte ihren wichtigsten Pluspunkt.
Du meinst weil dann keine gescheiten Grünflächen entstehen können?
![]()
Sofern das gesamte Areal also so oder so unterkellert wird, verlieren die Hochpunkte ihren wichtigsten Pluspunkt.
Du meinst weil dann keine gescheiten Grünflächen entstehen können?
"Gewerbeband" muss ja nicht immer "Gewerbeband" bleiben. Obersendling mit seiner Nähe zum westlichen Isarhochufer und zum Forstenrieder Park ist vor allem als Wohnstandort attraktiv, auch wenn es in der Vergangenheit anders war. Aber klar, irgendwo müssen die Firmen unterkommen, und wenn es an geeigneteren Stellen keinen Platz mehr gibt, sicher auch hier.
Na ja, Stand heute werden diese 150 Windräder keine undurchsichtige Wand sein, sondern man wird die Alpen dahinter trotzdem sehen können
Die 5 Windräder, die schon jetzt im Forstenrieder Park stehen, kann man mit bloßem Auge kaum erkennen, und wenn, dann machen sie doch eine gute Figur.
Mich jucken die Visualisierungen vor allem deshalb nicht, weil sie zeigen, wie unscheinbar alles unter 100m in einer Großstadt letztendlich wirkt. Das geht doch völlig unter, so wie schon heute die Türme bei den Siemenswerken oder das Siemens-Hochhaus.
Anlässlich der bereits von MiaSanMia berichteten Genehmigung des Stadtrats gibt es heute nochmal einen SZ-Beitrag mit dieser Simulation des projektierten Ausblicks vom Stadtzentrum Richtung Süden: https://gfx.sueddeutsche.de/apps/e747719/w…d_w1840_q70.png
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…euser-1.5664682
Hoffen wir nun, dass die drei Türme keine Klötzchen werden, sondern eine Formgebung mit Wiedererkennungswert erhalten
Das Projekt umfasst eine Geschossfläche von etwa 170.000 m². Kritisch sehe ich dabei allerdings schon, dass man hier ganze 5.000 Arbeitsplätze, aber nur 220 Wohnungen plant. Dieses Verhältnis scheint mir für den Standort, der doch vor allem zum Wohnen geeignet ist, unangemessen. Außerdem lese ich davon, dass das komplette Areal mit Tiefgaragen unterlegt werden soll. Sollen da etwa hunderte Autostellplätze entstehen?? Ich hoffe, das ist nicht ernst gemeint. Die Leute sollen mit der U-Bahn anreisen und wenn ihnen das keinen Spaß macht, müssen sie sich einen Arbeitsplatz näher an ihrer Wohnadresse aussuchen. Kann die Stadt nicht endlich mal ein Tiefgaragenbauverbot durchsetzen? Oder wenigstens Projektentwicklern, die an dieser überholten Praxis festhalten, massiv hohe Auflagen vorschreiben? So ist das „Verkehrschaos“ natürlich wieder hausgemacht und von der Verkehrswende wird weiter nur geredet, während man in der Praxis in den 1990er Jahren steckenbleibt....![]()
Mir scheint, dass wir hier in der Diskussion die Dinge etwas zu schwarz/weiß sehen bzw. vom einen Extrem ins andere fallen. Die einen möchten das Projekt um jeden Preis durchpeitschen und jeden einzelnen Tag Verzögerung vermeiden, weil sonst alles noch länger dauert und Geld sowieso unbegrenzt vorhanden ist. Die anderen wollen sofort alles stoppen und erst dann überhaupt wieder Großprojekte planen, wenn in Bayern/Deutschland/Europa die Bauvorschriften gelockert und die Bürokratie abgebaut ist. Gibt es denn keine Lösung irgendwo dazwischen?
Irgendwie fehlt mir hier das Gesamtkonzept, insbesondere die Anbindung. Würde man z.B. auf halber Strecke zwischen den Stationen Feldkirchen und Heimstetten einen weiteren S-Bahnhalt realisieren, wäre eine massive Aufwertung, Verdichtung und Nutzungsmischung (Wohnen & Arbeiten) auf den jetzt schon versiegelten Arealen auf der gesamten Länge zwischen Sonnenstraße/Kreuzstraße in Feldkirchen und der Umgebung rund um die Marsstraße in Heimstetten denkbar. Das jetzt vorgestellte Projekt wirkt auf mich ziemlich unausgegoren.
Der Sprecher für Mobilität der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag Markus Büchler fordert eine Bau-Pause. Diese solle genutzt werden, das Projekt auf den Prüfstand zu stellen und dabei auch Alternativen zum zweiten Altstadt-Tunnel zu untersuchen. Verkehrsminister Christian Bernreiter von der CSU lehnt eine Unterbrechung der Baumaßnahmen ab, weil das weitere 2 Milliarden Euro zusätzlich zu den ohnehin schon aus dem Ruder gelaufenen Kosten verschlingen würde. Offenbar will nun aber auch das Verkehrsministerium untersuchen ob und wie ein Ausbau von Nord- und Südring als Ergänzung zur Zweiten Stammstrecke sinnvoll wären.
![]()
die sehr gimmicky wirkenden X Aufzüge könnten entfallen (Yaaaay!).
Ooooh ja, hoffen wir, dass die blöde Idee mit den verschränkten Aufzügen bald wieder vom Tisch ist. Dass man das Mini-Hochhaus an der Arnulfstraße erhalten möchte, finde ich begrüßenswert. Es ist ein schönes Beispiel der klassischen Moderne und es kann eine wichtige Rolle dabei spielen, den genius loci zu erhalten. Ich bin echt froh, dass Herzog & de Meuron mit den Planungen beauftragt sind. Die haben Gespür für solche Dinge und haben bereits oft bewiesen, dass sie Bestandsbauten, unterschiedlichster Baustile und Funktionen auf attraktive Weise in neue Projekte integrieren können.
Ein von der Stadt initiiertes Ratsbegehren wird vermutlich nicht zustande kommen, da sich die drei großen Stadtratsfraktionen uneins sind. Während die Grünen die Bürger wieder grundsätzlich zum Thema Hochhäuser befragen wollen (quasi eine Neuauflage des Bürgerentscheids von 2004), möchte die CSU nur über den aktuellen Fall der Türme neben der Paketposthalle gesondert abstimmen lassen. SPD/Volt schließen sich der Position von Elisabeth Merk an und wollen gar keine Bürgerbefragung, weil sich die Fragestellung nicht verallgemeinern lasse. Zudem wird auf die Entscheidungskompetenz des Stadtrats verwiesen.
Für das Paketposthallen-Projekt ist das möglicherweise eine gute Entwicklung, jetzt kann dem Vorhaben nur noch Brannekämper mit seinen Leuten in die Quere kommen. Insgesamt für die Hochhausentwicklung in der Stadt könnte es auch gut ausgehen. Alles steht und fällt dann mit dem Projekt am Hirschgarten. Wird es schnell gebaut und ein Erfolg, wäre das leidige Thema endlich abgeräumt und wir können endlich wieder sagen "the sky is open!"
Wird es erst mal nicht gebaut, oder wird es gebaut, aber hässlich, dann geht die Hängepartie mit ewigen Diskussionen weiter....also drücken wir die Daumen!
Ob die Kostensteigerungen und Bauverzögerungen in diesem Fall etwas mit zunehmender Wachstumsskepsis zu tun haben? -- Das glaube ich eher nicht. Aber ich glaube, das wolltest du auch nicht ausdrücken. Wenn Baukosten und Bauzeiten schon dermaßen explodieren, wäre eine Netzerweiterung in Kombination mit städtebaulicher Verdichtung auf den ohnehin bereits versiegelten Flächen entlang des Nord- (und Südringes) in jedem Fall ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und würde gleichzeitig auf "vernünftige" Art und Weise Wachstum ermöglichen.
Evtl. gibt es ja die Möglichkeit, den bisher erreichten Baufortschritt zu sichern und zu erhalten. D. h., das Projekt nicht aufzugeben, aber es einigermaßen unbeschadet auf "stop" bzw. auf "pause" zu setzen, sodass man es ggf. zu einem späteren Zeitpunkt weiterbauen kann. Gleichzeitig könnte man sich mit allen Mitteln auf den Ausbau von Nord- und Südring konzentrieren, was für die nächsten Jahrzehnte wohl wirklich vernünftiger wäre und deutlich mehr Nutzen verspricht.
Die SZ veröffentlicht Informationen der Bahn, aus denen hervorgehen soll, welches die Gründe für die jüngste Kostenexplosion und die massiven Bauverzögerungen sind:
In dem Papier macht die Bahn demnach vor allem die Stadt für die Verzögerungen und Kostensteigerungen verantwortlich. Dieter Reiter hat diese Kritik bereits zurückgewiesen. Er erinnerte daran, dass diese Punkte bereits 2019 besprochen worden seien und deshalb damals der Fertigstellungstermin von 2026 auf 2028 verschoben worden sei.
Quellen:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…brief-1.5658775
https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/reite…huld-art-844381
Wer möchte, kann bei dieser ADFC-Umfage auf den nach wie vor eher schleppenden Ausbau der Radl-Infrastruktur in unserer Region hinweisen:
Trotz des geringen Nutzens habe ich das Projekt in den letzten Jahren vor allem deshalb befürwortet, weil sich die Politik irgendwie darauf einigen konnte, die Planungen relativ weit fortgeschritten schienen und ich dachte, besser ist es, wenn jetzt überhaupt etwas passiert als wenn noch einmal 10 Jahre diskutiert, neu geplant und am Ende beim S-Bahn-Ausbau weiterhin gar nichts passiert (siehe in der Tat Flughafenanbindung).
Der einzige Mehrwert des gesamten Vorhabens bleibt aber, dass das S-Bahn-System dadurch (hoffentlich, endlich!) weniger störanfällig sein wird, rein operativ für die DB. Für die Fahrgäste wird das Angebot dadurch kein bisschen besser, im Gegenteil der Takt wird sogar dünner. Sind dafür tatsächlich ein Milliardengrab, 20 Jahre Planung und möglicherweise 20 Jahre Bauzeit noch verhältnisnmäßig?
![]()
Noch könnte man das ganze Projekt relativ unbeschadet beenden:
Ich denke auch, dass man genau jetzt noch mal ernsthaft ein Ende mit Schrecken in Erwägung ziehen sollte. Die BER-Erfahrung lehrt uns, dass man solche Signale als Gelegenheit zum Ausstieg ernst nehmen sollte. Vor allem, weil es halt letztlich „nur“ eine Bypass-Lösung einer bereits perfekt erschlossenen Verbindung ist, nur um diese zu entlasten. Das darf nicht so unfassbar teuer, aufwendig, kompliziert und vor allem langwierig sein. Lieber stoppt man es jetzt und schaut, wie erst einmal schnellere Lösungen mit echtem Zusatz-Mehrwert (z. B. Ertüchtigung Nord- und Südring) umgesetzt werden können.
Offenbar war die Staatsregierung schon länger über die höheren Kosten und die zu erwartenden Verzögerungen bei der Bauzeit informiert, so im April 2020 und zuletzt am 11. November 2021 als eine Expertengruppe einen entsprechenden Bericht vorlegte. Die Informationen wurden seitdem unter Verschluss gehalten.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/mue…fe-3d0c964ee7f5
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…erung-1.5654971
https://www.merkur.de/lokales/muench…n-91778596.html
.
![]()
Der traditionell sehr dynamische Münchner Immobilienmarkt, der durch eine anhaltend große Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot und ein extrem hohes Preisniveau gekennzeichnet ist, erlebt den Beginn einer Trendwende. Der Aufwärtstrend bei den Kaufpreisen in München erreichte im Herbst 2022 ein vorläufiges Ende.
Infolge sprunghaft angestiegener Bauzinsen sowie der deutlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg ist mit einer Abschwächung des Marktgeschehens zu rechnen. Die Verunsicherung auf der Nachfragerseite zeigte sich bereits im Frühjahr/Sommer 2022 in der Zurückhaltung der Kaufinteressenten und in der Zunahme der Kaufpreisverhandlungen angesichts gestiegener Finanzierungskosten.
Lag die durchschnittliche Teuerungsrate bei den untersuchten Objekttypen noch im Frühjahr 2022 bei +4,7 %, wurde im Herbst 2022 ein Preisabschlag von durchschnittlich -0,4 % gemessen. Stagnierende Preise verzeichneten Baugrundstücke für Einfamilienhäuser, freistehende Einfamilienhäuser sowie Reihenmittelhäuser aus dem Bestand. Alle weiteren untersuchten Objekttypen wiesen Preisrückgänge auf, die sich in der Spanne zwischen -0,4 % und -1,2 % bewegten. Am stärksten gingen die Preise für Baugrundstücke für Geschossbau mit -1,2 % und neuerrichtete Reihenmittelhäuser mit -0,7 % zurück.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenc…klung-1.5646142
Brannekämper hat offenbar inzwischen etwa 12.000 Unterschriften für ein mögliches Bürgerbegehren zum "Hochhausstopp" gesammelt. 35.000 wären mindestens notwendig. Leider haben sich nun auch einige eigentlich intelligente Menschen wie Luise Kinseher für die Initiative vor den Karren spannen lassen (offenkundig haben sie gar keine Ahnung von der Thematik und halten die Aktion irrtümlicherweise für vernünftig). Ich persönlich gehe davon aus, dass das Thema der großen Mehrheit der Bürger schlichtweg wurscht ist und der Rest erkennt, dass so ein Hochhausverbot das Stadtbild nur noch weiter zurück werfen kann. Nur eine ganz kleine Minderheit wird man zu einer Unterschrift bewegen können. Deshalb erwarte ich ein Scheitern des Bürgerbegehrens.
![]()
Nun soll es anscheinend Verhandlungen mit dem Freistaat über das seit längerem Brach liegende Grundstück gegenüber geben
© 2022 Google
Heute gab es nochmal einen ausführlicheren SZ-Beitrag zur Seidlstraße 15-19. Demnach wurde das Areal bereits 1989 (!) vom Freistaat gekauft und ist seitdem weitgehend ungenutzt. Aktuell gibt es Interesse an einer Nutzung vonseiten des Innenministeriums, das derzeit in der ehemaligen Linde-Zentrale am Oberanger zur Miete residiert. Apple hingegen ist ebenfalls nach wie vor an dem Areal interessiert. Lt. SZ könnte dort ein Neubau mit 20 000 Quadratmetern Geschossfläche für 1000 Arbeitsplätze errichtet werden.
Na ja, dieses "Problem" wird sich mit der unmittelbar bevorstehenden Wende zur E-Mobilität von selbst erledigen. Denn ich gehe mal davon aus, dass der "Schall" eher von den Autos als von den Fußgängern ausging ![]()
Das Hauptproblem war (ist?) jedoch der beengte Platz für Fußgänger. Hoffen wir, dass der Umbau vor allem in diesem Bereich zu den überfälligen Verbesserungen geführt hat ![]()
https://ru.muenchen.de/images/2022/65/RU065.jpg
Wenn das tatsächlich das Ergebnis NACH dem Umbau sein soll, dann sehe ich hier kaum eine Veränderung/Verbesserung. Die Breite des Bereichs für Fußgänger wirkt immer noch lächerlich schmal...
Schade übrigens auch (wenn auch funktional irrelevant), dass man die Seitenwände mit dieser hässlichen Schalenverkleidung verstellt hat anstatt den historischen Fließenbestand sichtbar zu machen und zu sanieren.
War hier nicht eine Autofahrspur je Richtung und dafür auf beiden Seiten mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen gewesen? Auf dem SZ Foto kommt mir der Fußgängerbereich immer noch recht schmal vor.