Beiträge von Adama

    Eine der für mich aufregendsten Perspektiven auf den Bankencluster erhält man von der Eschersheimer Landstraße, stadteinwärts, oberhalb der Miquelalle, bzw. Adickesallee:

    skyline.jpg

    Bild: Adama

    Mittlerweile hat sich Google Nano Banana 2 etabliert und es ist erstaunlich. Drei Beispiele, die ich erstellt habe:

    Bingen am Rhein, Kupferstich, 1646, Matthäus Merian, Stadtansicht:

    bingen.jpg


    Reiffenberg im Taunus, 1655, Matthäus Merian, Topographia Hassiae, et regionum vicinarum:

    oberreifenberg.jpg

    Auch aus Radierungen und Gemälden lassen sich erstaunliche realistische Stadtansichten erstellen, hier anhand eines Gemäldes von Bernhard Mannfeld, 1880, von Bacharach am Rhein (gemeinfrei) kurz vor Aufkommen der Burgenromantik am Rhein:

    Radierung-bacharach-bernhard-mannfeld-1880.jpg


    Radierung-bacharach-bernhard-mannfeld-1880-KI-GStudio.jpg

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    Dass Gebäude beim Blick nach oben perspektivisch nach oben schmaler wirken, ist natürlich korrekt: Das ist einfache Zentralperspektive.

    Genau deshalb werden Architekturvisualisierungen in der Regel mit korrigierten Vertikalen bzw. einer Tilt-/Shift-Perspektive erstellt. Ohne diese Korrektur würden Hochhäuser in Renderings stark nach hinten kippen, was die Proportionen eher verfälschen als verdeutlichen würde.

    Meine Anpassung ging genau in diese Richtung: eine leichte Neutralisierung der Perspektive, um die Proportionen des Turms etwas besser beurteilen zu können. Ein Rendering ist schließlich keine natürliche Wahrnehmung, sondern immer eine bewusst gewählte Darstellung.

    Für die Bewertung des Entwurfs selbst finde ich ohnehin die Fassadengestaltung interessanter. Sie lässt den Turm deutlich plastischer und charaktervoller wirken als viele der üblichen gläsernen Rasterfassaden.

    Und bei rund 60.000 m² auf etwa 138 m Höhe ist es ohnehin keine triviale Aufgabe, ein wirklich schlank wirkendes Verhältnis zu erreichen.

    Ich habe versucht, bei Merlins Bild die Perspektive etwas zu korrigieren (Das Rendering ist ja auf einem Bauschild zu sehen und wurde von unten nach oben fotografiert). Dabei entsteht für mich der Eindruck, dass der Turm möglicherweise etwas zu niedrig geplant wurde, zumindest wirkt es für mich aus dieser Perspektive so und das Höhen-Breiten-Verhältnis scheint nicht ganz zu passen. Gerade das ist bei Hochhäusern doch so wichtig.

    Von der anderen Seite ergibt sich natürlich eine andere Wirkung, und die von oben nach unten durchlaufende Fuge streckt den Turm wieder etwas. Zudem sind 60.000 m² auf 138 m Höhe natürlich auch kein Pappenstiel. Die Krone hätte gerne noch etwas gestreckt werden dürfen.

    Die Fassade halte ich allerdings für ziemlich mutig und zwar im positiven Sinne. Sie stellt schon etwas ganz anderes dar als viele der üblichen Hochhausfassaden und schafft es meiner Meinung nach dadurch auch, den Turm trotz der eher gedrungenen Proportionen recht ansehnlich wirken zu lassen. Besonders die Kombination aus den dunklen Rahmen und den goldfarbenen bzw. warmen Metallflächen wirkt recht hochwertig und gibt der Fassade Tiefe. Dadurch entsteht ein interessantes Licht- und Schattenspiel, das dem Turm deutlich mehr Charakter verleiht als eine rein gläserne Standardfassade.

    52veitqd-merlin-neu.jpg

    fotografiert von Merlin, Rendering: Sauerbruch Hutton, Entwickler: Covivio Immobilien GmbH

    In diesem Thema ist eine Aktualisierung erforderlich, da neues Bildmaterial zum Betrachten sowie neue Informationen vorliegen.

    Beginnen wir mit dem Projekt "55 Westend", tatsächlich nun endlich in den letzten Zügen:

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    Die U-Bahn direkt vor dem Eingang. Besser geht es kaum. Dazu kommt die optisch sehr gelungene Neupositionierung des Gebäudes.

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    Bodenperspektive von der anderen Straßenseite aus:

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    Und die Rückseite:

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    Sorgen bereitet mir allerdings das Projekt Eschersheimer Landstraße 61, das in Beitrag #130 vorgestellt wurde. Beim letzten Update im Dezember 2025 war das Gebäude noch vollständig eingerüstet, man konnte annehmen, dass das Projekt kurz vor der Fertigstellung wäre. Inzwischen wurde das Gerüst zwar komplett abgebaut, doch am Gebäude sind noch zahlreiche Arbeiten offensichtlich nicht fertiggestellt, etwa das Anbringen von Klinkern, Balkonbrüstungen, Metallelementen und einiges mehr. Ein derzeit sehr unfertiger Eindruck bleibt also bestehen, obwohl man das, was man bisher sehen kann, als durchaus ansprechend bezeichnen könnte. Seht selbst:

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    Detailaufnahmen der unfertigen Fassade usw. :

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/31.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/33.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/32.jpg


    Der Umbau des Mini-Hochhauses Hansaallee 2 kommt offenbar kein Stück voran. Schon Ende 2024 bot sich exakt das gleiche Bild. Von der angekündigten Umwandlung in Wohnraum ist bisher nichts zu sehen; sie scheint eher auf dem Papier als auf der Baustelle stattzufinden. Traurigerweise droht hier wieder einmal eine klassische jahrelang brachliegende Frankfurter Bauruine zu entstehen. Auch ist weiterhin nicht an irgendwelche Informationen zum Projekt zu kommen. Zuletzt Thema war dieses Projekt in Beitrag #132.

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    Abschließen möchte ich mit dem Überraschungskandidaten an der Ecke: dem Hochhaus Eschersheimer Landstraße 60–62.

    Erstaunlich, welchen neuen und sehr positiven Eindruck man mit vergleichsweise wenigen Mitteln erzielen kann. Die ursprüngliche Fassade blieb nämlich weitgehend erhalten. Über diese bestehende Hülle wurde lediglich eine Unterkonstruktion für Leichtmetall-Blechbekleidungen montiert (siehe Beitrag #138). Dadurch mussten nur teilweise neue Fassadenelemente angebracht werden, ergänzt durch zusätzliche vertikalen aber auch horizontale Lisenen und die bereits erwähnten dunklen Markisen.

    Vergleicht man den heutigen Zustand mit dem früheren Erscheinungsbild, wird der Unterschied besonders deutlich: Die einst recht schwere, zu grelle und monotone Rasterfassade wirkt nun deutlich leichter und moderner. Die Farbwahl der neuen Verkleidungen ist mutig und durchaus gelungen: ein heller Mint-Ton. Im Zusammenspiel mit den feingliedrigen neuen Elementen entsteht ein überraschend frischer Eindruck, während die Markisen den nötigen Kontrast setzen. Diese scheinen allerdings nur relativ leicht geführt zu sein; bei stürmischem Wetter könnte das möglicherweise ein Problem darstellen, wobei das nur meine persönliche Vermutung ist.

    Oberhalb der Fenster ist stellenweise noch ein Teil der alten Fassade sichtbar vorhanden, im Gesamtbild fällt das jedoch kaum auf.

    So sah das Gebäude früher aus: Google Streetview

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    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/02.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/04.jpg

    Fassadendetails:

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/06.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/05.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/07.jpg

    Alle Bilder: Adama

    Der Central Business Tower wird mittlerweile auch von Dribbdebach sichtbar und schließt doch einige Lücken und wird, wenn einmal fertiggestellt, teilweise extrem schlank wirken. Aus dieser Perspektive wird auch das G8 Höhendilemma nochmal klar. Einige Bilder sind lediglich Zoomaufnahmen, daher mag sich ein gewisser perspektivischer Doppeleffekt einstellen, deswegen sind die Bilder als Thumbnails eingestellt:

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    Bild: https://i.ibb.co/ymGSdtcp/cbt02.jpg Bild: https://i.ibb.co/5XcJtcDD/cbt03.jpg Bild: https://i.ibb.co/s9yxgnbW/cbt06.jpg Bild: https://i.ibb.co/x835WTSk/cbt04.jpg Bild: https://i.ibb.co/LDT8FZdH/cbt05.jpg

    Bild: https://i.ibb.co/gMMXnNgB/cbt07.jpg Bild: https://i.ibb.co/p6tf703g/cbt08.jpg Bild: https://i.ibb.co/V0JTHMpy/cbt09.jpgBild: https://i.ibb.co/35N2scPZ/cbt10.jpg Bild: https://i.ibb.co/HfdnW1NF/cbt11.jpg Bild: https://i.ibb.co/vCcHcW1w/cbt12.jpg

    Bilder: Adama

    Heute konnte man sehr gut sehen, dass die hellere Gebäudefuge wohl funktionieren wird, vor allem bei Sonnenschein:

    Die Techniketagen (sofern es welche werden) zwischen den 4 vertikalen Gebäudeabschnitten sind deutlich höher als die Regelgeschosse. Die Oberkanten der Technikgeschosse werden wohl auch noch besonders akzentuiert werden, sofern man den Visualisierungen glauben darf:

    Ein Blick aus den Wallanlagen zum wachsenden Hochhaus:


    Bilder: Adama

    Am Samstag, 11. April, und Sonntag, 12. April, verwandelt sich das neue Terminal 3 des Flughafens Frankfurt in einen Festplatz.

    Das Motto der Großveranstaltung lautet: "Ready for Take-off“.

    Bis zu 30.000 Gäste werden zusammen mit der Fraport AG und dem Radiosender FFH noch vor der offiziellen Eröffnung feiern können.

    Das Event findet an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr statt. Geplant sind ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Live-Musik von FFH, ein kostenfreies Riesenrad mit Blick über den Flughafen Frankfurt sowie eine Fahrzeugausstellung von Flughafen- und Bundespolizei. Außerdem können Besucher erstmals hinter die 18 Meter hohe Glasfassade der Abflughalle von Terminal 3 schauen, wo Informationsstände die Highlights des neuen Terminals präsentieren.

    Quelle: https://www.fnp.de/frankfurt/term…r-94198085.html

    03.03.2026

    Wie in #427 schon erwähnt wirken die wunderbaren Fassaden im abendlichen Sonnenschein des Fast-Frühlingswetters einfach nur fantastisch - die Anbringung der Fassade ist nun in den letzten Zügen. Bilder von heute, sehr selbst:


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    Auch die Wahl des Klinkers passt hervorragend (2. Vorschaubild):

    Bild: https://i.ibb.co/pBbTxGn8/rebstbad-04.jpg Bild: https://i.ibb.co/39TJC8Yr/rebstbad-05.jpg

    Im Zusammenspiel mit Renstockweiher und einem Teil der Skyline:

    rebstbad-06-gesamt.jpg

    Und abschließend ein großes gezoomtes Panorama des Komplexes ebenfalls vom anderen Ende des Rebstockweihers:

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    Bilder: Adama

    Pressemeldung:


    Planungswettbewerb für „Produktives Quartier Gutleut-West“ startet Ende 2026


    Land Hessen stellt 950.000 Euro für das Projekt bereit
    Die Stadt Frankfurt am Main erhält rund 950.000 Euro für das Projekt
    „Produktives Quartier Gutleut-West“ vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft,
    Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Die Förderung erfolgt im Rahmen
    des Landesprogramms „Multifunktional und flächensparsam: Das Wohnquartier von
    morgen – Zukunftsweisende Ideen für neues Bauen“. Mit diesem Förderprogramm
    werden innovative Modellprojekte mit Wohnbezug unterstützt.


    Klimawandelangepasste Stadtentwicklung und Resilienz durch Nutzungsmischung
    Ziel des Projekts ist es, Gutleut-West als nutzungsgemischtes, klimaangepasstes
    und gemeinwohlorientiertes Stadtquartier weiterzuentwickeln. Wohnen,
    stadtverträgliches Gewerbe, Handwerk und soziale Infrastruktur sollen enger
    miteinander verknüpft werden. Zugleich werden hohe energetische Standards für
    Neubauten angestrebt und Freiräume aufgewertet. Beispiele hierfür sind die
    Weiterentwicklung der Uferzone am Main zu einem begrünten Freizeit- und
    Erholungsbereich sowie der Ausbau der blau-grünen Infrastruktur. Ergänzend zur
    Weiterentwicklung des Bestands sind gemischt genutzte Gebäude vorgesehen, etwa
    mit gewerblichen Nutzungen in den unteren beiden Geschossen, dem sogenannten
    „produktiven Sockel“, und Wohnungen in den oberen Etagen.
    Ein weiterer Schwerpunkt ist das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“. Wohnen,
    Arbeiten, Versorgung, Bildung und Freizeit sollen im Quartier gut erreichbar
    sein. Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs reduziert die
    Abhängigkeit vom privaten Pkw und stärkt die nachhaltige Mobilität, unter
    anderem durch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 13 in der Gutleutstraße.


    Mit der Förderung verfolgt das Land das Ziel, ehemalige Gewerbequartiere zu
    nutzungsgemischten Stadtquartieren weiterzuentwickeln und damit mehrere
    städtebauliche und wirtschaftliche Ziele zugleich zu erreichen. Durch die enge
    Verzahnung von Wohnen, Arbeiten und Versorgung entstehen kurze Wege, die die
    Lebensqualität erhöhen und lebendige Quartiere stärken. Zugleich setzt das Land
    auf eine flächensparende Entwicklung: Bestehende Areale sollen intelligenter
    und nachhaltiger genutzt werden, statt neue Flächen zu versiegeln. Dies stärkt
    die Ressourceneffizienz und unterstützt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit
    des Standorts Frankfurt und der Region Rhein-Main.


    Kooperativer Entwicklungsprozess und Planungswettbewerb
    Die Quartiersentwicklung erfolgt als kooperativer Prozess, in den die
    Verwaltung, zukünftige Nutzerinnen und Nutzer, Menschen aus dem Stadtteil sowie
    Expertinnen und Experten einbezogen werden. Gemeinsam sollen übergeordnete
    Entwicklungsziele erarbeitet werden. Hierzu zählen Themen wie Nutzungsmischung,
    neue Wohnformen und Nachbarschaft, Mobilität und öffentlicher Raum, innovative
    Bautechniken und Nachhaltigkeit.
    Diese Ziele bilden die Grundlage für einen zweistufigen
    städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb, der im vierten Quartal 2026
    startet. In diesem Verfahren erarbeiten Planungsteams aus Architektinnen und
    Architekten sowie Stadtplanerinnen und Stadtplanern zusammen mit
    Landschaftsarchitektinnen und -architekten konkrete Planungsideen für die
    Quartiersentwicklung. Neben den drei Büros aus dem Dialogverfahren können sich
    weitere Arbeitsgemeinschaften mit einer Ideenskizze für die Teilnahme
    qualifizieren. In dieser müssen sie ihre Motivation und den Zugang zur Aufgabe
    erläutern. Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen werden im dritten Quartal abrufbar
    sein. Der Siegerentwurf bildet schließlich die Grundlage für den Bebauungsplan,
    der wiederum die Konzeptvergabe der Grundstücke ermöglicht.


    Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, sagt: „Die Förderzusage
    ist eine wichtige Anerkennung für unseren Ansatz einer strategischen
    Stadtentwicklung. Zugleich gehen wir jetzt den nächsten Schritt: Mit dem
    Planungswettbewerb schaffen wir die Basis für konkrete, qualitätsvolle
    Planungsideen für die Quartiersentwicklung. Das Produktive Quartier Gutleut-West
    steht exemplarisch für eine bestandsorientierte Transformation – von einem rein
    gewerblich geprägten Areal hin zu einem gemischt genutzten, produktiven
    Stadtquartier. So stärken wir den Wirtschaftsstandort Frankfurt, eröffnen
    Perspektiven für Gewerbe, Produktion, Kultur und Wohnen. Gleichzeitig sichern
    wir so auch eine vielfältige Nutzungsmischung im Quartier.“


    Hintergrund – „Produktives Quartier Gutleut-West“
    Das Projektgebiet liegt südwestlich des Hauptbahnhofs,
    hinter der Main-Neckar-Brücke bis zum Betonwerk am Gutleuthafen. Geplant ist
    ein gemischt genutztes Stadtquartier. Dabei sollen auch Bestandsgebäude für
    neue Nutzungen umgebaut werden, unter anderem ein ehemaliges Hochregallager als
    Interimsspielstätte der Städtischen Bühnen sowie ein Kinderhort aus der Zeit
    des „Neuen Frankfurt“ als Quartierspavillon und Treffpunkt.


    Quelle: https://frankfurt.de/de-de/aktuelle…rtet-ende-2026/

    Weitere zweieinhalb Jahre sind vergangen, und das Bauprojekt "dotSource Campus" in Jena ist nun endlich in seine entscheidende Phase eingetreten. Besonders hervorzuheben ist, wie großartig es ist, dass ein regional verankertes Unternehmen ein Vorhaben realisiert, das nicht nur dem Unternehmen selbst, sondern auch der Stadtgesellschaft zugutekommt. An dieser Stelle ist Hr. Grötsch zu erwähnen, der mit viel Herzblut und Engagement hinter dem Projekt steht und es maßgeblich vorantreibt.


    Derzeit wird bereits die Baugrube vorbereitet und sichtbar ausgehoben. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Projektstart unmittelbar bevorsteht. Viele Arbeiten konzentrieren sich zurzeit auf die Altlastensanierung des Baugeländes, da der Boden auf dem Areal der ehemaligen Feuerwache stark kontaminiert war. Diese Bodensanierung, die von Experten teilweise bis zu 7 Meter Tiefe durchgeführt wird, wurde Ende 2025 weitgehend abgeschlossen. Sie ist Voraussetzung dafür, überhaupt mit den Hochbauarbeiten beginnen zu können.

    Aktuelle Aufnahmen in Google Maps lassen bereits einen Blick zu: Google Maps

    Bzgl. der Altlastensanierung:

    Aus den veranschlagten 600.000 Euro für die Vorbereitungsarbeiten sind jetzt schon vier Millionen Euro geworden. Und es könnten laut "dotSource"-Geschäftsführer Hr. Grötsch sogar bis zu sechs Millionen werden.

    Das offizielle Ziel ist weiterhin, dass das Projekt bis etwa 2029 fertiggestellt wird und dotSource dann in den Neubau einziehen kann.

    Das bislang bekannte Nutzungskonzept bleibt im Kern unverändert: Es vereint Arbeiten, Wohnen und öffentlich nutzbare Räume als städtebauliches Bindeglied zwischen dem historischen Damenviertel und der modernen Innenstadt Jenas.

    Der "dotSource Campus" ist ein ambitioniertes Bauprojekt, das weit über einen einfachen Unternehmensneubau hinausgeht. Es schafft neuen Arbeitsraum, Wohnraum, öffentliche Bereiche und eine lebendige Erweiterung für die Stadt Jena und das trotz der Herausforderungen wie Altlastensanierung, Bauplanung und diverser Nimby Widerstände. Das Engagement des Unternehmens und der verantwortlichen Projektbeteiligten ist bemerkenswert und verdient Anerkennung.


    Auf der Website von dotSource kann man den aktuellen Bautenstand, Videos und Interviews sowie interessante Fakten zum Projekt direkt einsehen:

    https://www.dotsource.de/agentur/dotsource-campus/#c57101


    Perspektive "Am Anger":

    Visualisierung-d-S-Campus-HG-am-anger.jpg

    Perspektive Saalbahnhofstraße:

    dot-Source-Campus-Visualisierung-2025-Stra-enperspektive-Saalbahnhofstra-e.webp


    Visualisierungen: hks architekten GmbH Erfurt / dotSource


    Zwei weitere Hochhausprojekte (beide ca. 50 m) stehen vor unmittelbaren Projektstart in Jena, alle in der unmittelbaren Umgebung des dotSource Campus. Zusammen mit dem Projekt Eichplatz, dem dotSource Projekt und dem bereits fertig gestellten Campus-Inselplatz Hochhaus mit seinen 61 m Höhe entsteht eine beeindruckende kleine Skyline in einer Stadt mit gerade etwas mehr als 109.000 Einwohnern. Zu den anderen Projekten dann aber mehr in einem eigenen Thema.

    Einige aktuelle Bilder des Baufortschritts, Perspektiven nach oben usw.

    Zuerst an der berüchtigten Engstelle:

    cbt01.jpg

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    Extreme Perspektiven nach oben, die am Ende des Jahres bei Fertigstellung des Rohbaus noch dramatischer aussehen dürften:

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt03.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt05.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt04.jpg

    Das Gerüst am Bauteil "The Bank" steht wieder, man setzt die Fenster ein. Die Fensterrahmen sind sehr dunkel gewählt, aber durch das Gerüst auf den Bildern schwer erkennbar:

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    The Bank hätte übrigens noch gerne 2 weitere Staffelgeschosse vertragen, auch die Meinung meiner Begleitung

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    Auch an dieser Stelle werden sich bald neue eindrückliche Perspektiven ergeben:

    cbt09.jpg

    Das Hochhaus wird an seiner langen Seite ja über 50 m breit. Die schmalen Seiten aber lassen das Hochhaus bereits jetzt als sehr schlank wirken. Und wir sind jetzt erst bei einem Viertel der letztendlichen Gesamthöhe:

    cbt10.jpg

    In der Wallanlage, direkt vor dem Turm ergeben sich folgende Eindrücke:

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt11.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt12.jpg

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    Was uns noch aufgefallen ist, sind LED Streifen zwischen den Fassadenelementen, falls es denn tatsächlich LED Streifen sind, vielleicht gibt es ja ein Beleuchtungskonzept, von dem wir noch nichts wissen, spannend:

    Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt18.jpg Bild: https://www.fvgffm.de/img2/2026/mar/cbt19.jpg

    Alle Bilder: Adama

    Ich war mir erst unsicher, was ich von der neuen Installation über der "Konsti" halten soll.

    Einerseits freue ich mich natürlich, dass Frankfurt im Rahmen der World Design Capital 2026 so eine internationale Künstlerin wie Janet Echelman hierher holt und dass es sich sogar um eine längerfristige Installation handelt. Das ist etwas Besonderes.

    Wenn man darunter steht, wird das schwebende Netz durchaus beeindruckend wirken, da bin ich mir relativ sicher. Die Farben verändern sich je nach Licht, und vor allem nachts entfaltet das Ganze bestimmt eine ganz eigene Stimmung. Beleuchtet sieht es tatsächlich sehr schön aus, ein leuchtender, schwebender Körper am Himmel. Das ist definitiv ein Pluspunkt und wertet den Platz nachts visuell auf.

    Trotzdem überwiegen für mich die Nachteile. Die Konstablerwache ist kein reiner Ausstellungsraum, sondern ein stark genutzter Platz mit Wochenmärkten, Veranstaltungen und viel Publikumsverkehr. Gerade im Sommer fehlt dort vor allem eins: Schatten. Und genau das bietet diese Installation leider nicht. Das Netz hängt hoch oben, wirkt leicht und transparent. Funktional bringt es dem Platzklima nichts. Dabei wäre gerade hier eine Lösung sinnvoll gewesen, die Gestaltung und Nutzen verbindet.

    Wenn man es mit dem Metropol Parasol (Las Setas) in Sevilla vergleicht, sieht man den Unterschied deutlich. Dort ist die Konstruktion selbst ein architektonisches Element, das großzügig Schatten spendet und den Platz darunter spürbar aufwertet. Natürlich sind die Dimensionen nicht vergleichbar, aber der Gedanke, Kunst mit praktischem Mehrwert zu verbinden, wäre auch hier schön gewesen.

    Vielleicht sogar in einer Form, die bei Bedarf aufspannbar gewesen wäre. Ähnlich einem wandelbaren Schattendach als Kunstobjekt über dem Platz.

    So bleibt für mich der Eindruck: interessantes Kunstobjekt, aber am falschen Ort. Die Konstablerwache hätte eine Lösung verdient, die nicht nur ästhetisch wirkt, sondern auch einen konkreten Mehrwert für die Menschen bietet, die sich dort täglich aufhalten.

    Ganz negativ sehe ich es aber nicht, vor allem die Nachtansicht hat wirklich ihren Reiz. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass man bei diesem zentralen Platz stärker an Funktion des Platzes und dessen Aufenthaltsqualität denkt.

    Vielen Dank für die wunderbaren Bilder!

    Ganz große Klasse!

    Gerade in seiner Schlichtheit entfaltet das Hochhaus eine bemerkenswerte Eleganz. Die Fassade wirkt ausgesprochen ruhig und souverän, ohne dabei monoton zu wirken.

    Besonders gelungen finde ich das klare, streng geometrische Raster, das dem Gebäude eine starke Präsenz verleiht. Diese konsequente Struktur lässt den Bau sehr zeitlos erscheinen.

    Die vertikale Gliederung der Fassade betont die Höhe des Turms optisch auf angenehme Weise, ohne dabei zu plakativ zu werden. Dadurch wirkt das Gebäude schlank und höher als es tatsächlich ist. Es entsteht ein elegantes Spiel aus Licht und Reflexionen, das der Fassade je nach Tageszeit unterschiedliche Stimmungen verleiht.

    Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der Zurückhaltung oft mehr Wirkung entfaltet als aufdringliche "Schau-mich-gefälligst-an-Architektur" fügt sich das Hochhaus erstaunlich gut ins Stadtbild ein.

    Insgesamt ist es ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Hochhausarchitektur durch konsequente Fassadensprache große Eleganz entwickeln kann.

    Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt formulieren möchte, dann vielleicht diesen:

    Das Hochhaus hätte aus meiner Sicht ruhig noch etwas höher ausfallen dürfen. Ein paar zusätzliche Meter hätten der ohnehin schon sehr schlanken Proportion noch mehr Wirkung verliehen und wäre zudem städtebaulich sicherlich vertretbar gewesen, ohne den Fernsehturm in seiner Wirkung negativ zu beeinträchtigen.

    Zudem hätten ein oder zwei ganz subtile Setbacks/Verjüngungen im oberen Bereich dem Turm noch mehr Dynamik verliehen, ohne das insgesamt sehr ruhige und elegante Erscheinungsbild zu stören.

    So bleibt es für mich ein äußerst stimmiger Bau, mit dem kleinen Gefühl, dass hier mit minimalen Eingriffen sogar noch ein wenig mehr an architektonischer Perfektion möglich gewesen wäre.

    Das erste neue Fassadenelement ist montiert. Die dunkle Natursteinoberfläche zeigt eine wunderschöne Maserung. Insgesamt wird die neue Fassade dem Turm eine sehr edle Anmutung verleihen, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind. Es ist davon auszugehen, dass das Hochhaus in seiner Gesamtwirkung später etwas dunkler erscheinen wird, was ich persönlich als sehr positiv empfinde.

    Bild: https://i.ibb.co/hR7bFSQq/cpx-01.jpg Bild: https://i.ibb.co/j7t7TV9/cpx-02.jpg

    cpx-03.jpg

    Bilder: Adama

    Multifunktionsarena Frankfurt – Forderung Architekturwettbewerb des BDA.

    Zusammenfassung:

    Kurz gesagt geht es darum, dass der BDA Frankfurt die geplante Multifunktionsarena am Waldstadion für ein so wichtiges Projekt hält, dass es unbedingt einen offenen und transparenten Architekturwettbewerb nach RPW geben sollte. Die jetzige europaweite Ausschreibung von Generalplanungsleistungen schon in frühen Planungsphasen wird kritisch gesehen, weil dabei aus Sicht des BDA die grundsätzliche Diskussion über verschiedene architektonische und städtebauliche Lösungen zu kurz kommen könnte.

    Der BDA argumentiert, dass ein Wettbewerbsverfahren die Qualität sichert, verschiedene Entwürfe vergleichbar macht und durch eine unabhängige Jury die beste Lösung auswählt. Außerdem seien Wettbewerbe wichtig, um jungen Büros eine Chance zu geben, neue Ideen einzubringen. Mit dem aktuellen Vorgehen werde das erschwert. Und das passe eigentlich nicht zu Frankfurts eigenem Anspruch an Baukultur.


    Vollständiger Pressetext:

    https://www.bda-hessen.de/2026/02/multif…kturwettbewerb/

    Zu der schönen Meldung aus #154 und weil einmal alles gut läuft bei einem Großprojekt dieser Größe 2 Videos:

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    Und eine komplette Mitfahrt:

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