Es geht voran. In den Nürnberger Nachrichten vom 15.08. wird darüber berichtet. Alle folgenden Informationen stammen aus dem Artikel. Demnach soll das Gebäude bereits Ende 2026 (!) bezugsfertig sein. Im Erdgeschoss ist (natürlich) ein Café vorgesehen. Darüber sollen auf drei Etagen Büroflächen entstehen und im neuen alten Giebel eine 100 m² große Wohnung (plus Haustechnik).
Leider erst nur ein Scan (Online habe ich noch nichts gefunden):

Auszug aus dem Artikel:
Zitat von Nürnberg Nachrichten (Autor Harmut Voigt)(...) Ein Architekt der Firma Lerzer beschreibt die anstehenden Arbeiten: ,,Wir sichern den originalen Bestand und bauen ein Vollgeschoss neu auf, das im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Außerdem errichten wir den Barockgiebel nach historischem Vorbild." Exakte Zeichnungen von Jean Rorich aus dem Jahr 1943 hat das Stadtarchiv in seinem Besitz. Das Bauwerk soll folglich wieder eine Höhe von 23 Metern - wie die benachbarte IHK - erreichen.
Die beiden schmückenden Figuren an den Ecken der Westfassade in Höhe des ersten Stockwerks werden - ebenso wie das Wappen mit dem Savoyischen Kreuz und der Jahreszahl 1690 - sorgfältig restauriert. Die zwei Gestalten sind bereits Kopien, das Germanische Nationalmuseum bewahrt die Originale und viele weitere Skulpturen aus der Altstadt auf. zahlreiche Hausheilige und Mariendarstellungen ließ man nämlich durch Kopien ersetzen, nachdem die Kunstwerke durch die Holzbefeuerung der Öfen und die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts verrußt und auch in ihrer Substanz angegriffen worden waren.
Die Holzbalkendecken im Hausinneren der Winklerstraße 24 stammenhingegen aus der Nachkriegszeit undmüssen nicht erhalten werden. Aus Brandschutzgründen ziehen Handwerker Stahlbetondecken ein - einederartige Decke ist seit langem imErdgeschoss eingebaut. Die alte Holztreppewird ersetzt, ein Aufzug sollkünftige Mieter in die Büro-Etagen bringen.
Handwerker bessern die Sandsteinfassademit den Stockwerkgesimsenaus und mauern den Giebelauf, der mit rötlichem Sandstein verblendet wird. Nur ein Chörlein - wie es auf alten Fotografien zu sehen ist - ist bislang noch nicht vorgesehen. Die Altstadtfreunde hatten im Jahr 2020 angeboten, einen derartigen für Nürnberg typischen Vorbau zu errichten- auch nachdem sie beim Verkauf des Gebäudes durch die IHK nicht zum Zug gekommen waren. "Von diesem Angebot wusste ich bislang nichts", erklärt ein Mitarbeiter des Architekturbüros. "Das Angebot steht weiterhin -mit der Einschränkung, dass die Sache ordentlich gemacht wird. Und danach sieht es ja tatsächlich aus", erklärt Karl-Heinz Enderle, der Vorsitzendeder Altstadtfreunde, auf Nachfrage der Lokalredaktion. Der neue Eigentümer möchte sich nicht vorschnell festlegen: "Die Altstadtfreunde dürfen sich aber mit ihrem Vorschlag gerne an uns wenden."


